{"id":4012,"date":"2016-07-14T18:00:35","date_gmt":"2016-07-14T16:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4012"},"modified":"2016-07-14T16:40:10","modified_gmt":"2016-07-14T14:40:10","slug":"homosexualitaet-literatur-pasolini-geltinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/07\/14\/homosexualitaet-literatur-pasolini-geltinger\/","title":{"rendered":"Der \u00e4sthetische Widerstand"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Noch immer ist geschlechtliche Diversit\u00e4t keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. &#8218;Homosexuelles Schreiben&#8216; bleibt deshalb ein politischer Akt. Ein Vorbild daf\u00fcr: Pasolini<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4018\" aria-describedby=\"caption-attachment-4018\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4018\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/07\/freitext-empfindlichkeiten-1024x576.jpg\" alt=\"\u00a9 ALBERTO PIZZOLI\/AFP\/Getty Images\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/07\/freitext-empfindlichkeiten-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/07\/freitext-empfindlichkeiten-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/07\/freitext-empfindlichkeiten-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4018\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Alberto Pizzoli\/AFP\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div><em>Nicht erst seit dem Attentat von Orlando wissen wir, dass die Diversit\u00e4t der Gegenwart l\u00e4ngst nicht so selbstverst\u00e4ndlich wahr- und angenommen wird, wie wir das gern h\u00e4tten. In Russland werden Gesetze gegen &#8222;homosexuelle Propaganda&#8220; erlassen, in Belgrad wird der CSD Jahr f\u00fcr Jahr gewaltt\u00e4tig attackiert. Das traditionell katholische Spanien hingegen erm\u00f6glicht seit 2005 (als weltweit drittes Land) homosexuellen Paaren Ehe und Adoption. W\u00e4hrend Irland nach einem Volksentscheid 2015 die Ehe f\u00fcr Schwule und Lesben ge\u00f6ffnet hat, lehnte die slowenische Bev\u00f6lkerung im selben Jahr in einem Referendum das von der eigenen Regierung initiierte neue liberale Eherecht ab. Welche Rolle kann Literatur in diesen gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen spielen? Kann es ihre Aufgabe sein, in Debatten und Identit\u00e4tspolitiken einzugreifen? Gibt es wom\u00f6glich gar einen eigenen homosexuellen Stil? Das Festival &#8222;Empfindlichkeiten&#8220; im Literarischen Colloquium Berlin widmet sich von heute bis Samstag den verschiedenen Facetten im Zusammenspiel von Homosexualit\u00e4ten und Literatur. Ein Statement aus der literarischen Werkstatt von Gunther Geltinger ver\u00f6ffentlichen wir an dieser Stelle vorab.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gibt es so etwas wie homosexuelle Schreibweisen, einen homosexuellen Stil, wie Hubert Fichte 1982 postulierte \u2013 und wie s\u00e4he der aus?<\/p>\n<p>Braucht es Diktatur, Unterdr\u00fcckung und Hass, damit gute Literatur entsteht?<\/p>\n<p>Wenn die Literatur das Leben nicht nur abbildet, sondern \u2013 was ich unter &#8218;guter Literatur&#8216; verstehe \u2013, selbst zu verschriftlichtem Leben wird, indem sie die Realit\u00e4t in eine konsistente \u00e4sthetische Form \u00fcberf\u00fchrt und damit aus den zeitlichen, k\u00f6rperlichen, sozialen oder politischen Determinierungen l\u00f6st (wozu ich auch die geschlechtliche Identit\u00e4t z\u00e4hle), muss es zwangsl\u00e4ufig so etwas wie eine homosexuelle Schreibweise geben. Sie steht nicht in Abgrenzung, eher in Erg\u00e4nzung zur heterosexuellen, eine Differenzierung, die wiederum einer durch geschichtliche, soziale, politische und identit\u00e4re Faktoren bestimmten Rezeption von Literatur unterliegt.<\/p>\n<p>Wir haben in Zeiten gelebt, in denen sich Heterosexuelle massiv und zum Teil mit Gewalt gegen Homosexuelle abgrenzten. Die Folge war, dass sich die Homosexuellen von den Heterosexuellen abzugrenzen begannen, eine Befreiungsbewegung, die ein Leben in Erg\u00e4nzung zur Mehrheit anstrebte. Auch die homosexuelle Literatur, in Deutschland angef\u00fchrt unter anderen von <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/held-der-subkultur.700.de.html?dram:article_id=82216\">Hubert Fichte<\/a>, folgte in dieser Zeit der Utopie einer in ihrer Vielfalt ganzheitlichen Gesellschaft mit einer komplement\u00e4ren, sich gegenseitig bereichernden Kunst, wie wir sie zum heutigen Zeitpunkt f\u00fcr uns beanspruchen. Dieses Festival beweist es \u2013 es ist nicht zuletzt eine der Errungenschaften, f\u00fcr die homosexuelle Autorinnen und Autoren lange gek\u00e4mpft haben: ein Forum, um \u00fcber die &#8218;Empfindlichkeiten&#8216; zu sprechen, die gleicherma\u00dfen Grundlage wie Resonanzraum ihrer Schreib- und Lebensweisen sind.<\/p>\n<p>Doch unser Blick richtet sich bereits wieder besorgt auf die Spaltungen und Grenzziehungen, die sich um uns herum und mitten unter uns abzeichnen. Noch immer ist das (politische, religi\u00f6se, nationale, geschlechtliche, \u2026) Anderssein von Machtmissbrauch und Gewalt bedroht oder wird selbst zum Instrument der Zerst\u00f6rung.<\/p>\n<p>F\u00fcnfzehn Jahre bevor Hubert Fichte die Frage nach einer homosexuellen \u00c4sthetik in der Literatur stellte, entwarf der Schriftsteller und Filmemacher <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/thema\/pier-paolo-pasolini\">Pier Paolo Pasolini<\/a> in seinem Roman <em>Teorema oder die nackten F\u00fc\u00dfe<\/em> ein beunruhigendes Szenario von den geistigen Tr\u00e4gern der Postmoderne, in deren Mentalit\u00e4ten verschiedene Befreiungsbewegungen der Sechziger- bis Neunzigerjahre wurzeln:<\/p>\n<p><em>Nun ja, was tun denn die Jungen, die intelligenten, \/ die aus wohlsituierten Familien, andres, \/ als \u00fcber Literatur und Malerei zu reden? \/ Vielleicht auch mit Freunden aus niederem Stand \/ \u2013 die nicht so fein, doch um so mehr von Ehrgeiz \/ gequ\u00e4lt sind? Reden \u00fcber Literatur und Malerei, als \/ Gammler und Sektierer, die alles \u00fcber Bord gehen lassen, doch \/ mit ihren jungen Hintern Kaffeehausst\u00fchle w\u00e4rmen, die vom Hintern der Hermetiker schon vorgew\u00e4rmt sind? \/ (\u2026)<\/em><\/p>\n<p><em>Schlaffe Halbw\u00fcchsige mit Sioux-Umhang; Turiner Pseudo-J\u00fcnglinge mit \/ sch\u00fctterem Haar und blauen Loden; Vernichter von Grammatiken; <\/em><\/p>\n<p><em>(\u2026)<\/em><\/p>\n<p><em>m\u00e4\u00dfig-m\u00fcrrische Demokraten, \u00fcberzeugt, da\u00df nur die wahre \/ Demokratie die falsche zerst\u00f6rt; anarchistische blonde \/ Jungen, die treuherzig das Dynamit <\/em><\/p>\n<p><em>mit ihrem guten Sperma verwechseln \/ (\u2026) <\/em><\/p>\n<p><em>Guerriglieros mitsamt ihren Guerriglieras, \/ die beschlossen haben, da\u00df Neger sind wie Wei\u00dfe \/ (aber Wei\u00dfe vielleicht doch nicht wie Neger): sie alle, alle \/<\/em><\/p>\n<p><em>bereiten nichts anderes vor als die Ankunft \/ eines neuen Gottes der Ausrottung, \/ sind in Unschuld gezeichnet mit einem Hakenkreuz: \/<\/em><\/p>\n<p><em>Und werden doch die ersten sein, die mit \/ echten Krankheiten und mit echten Lumpen am Leib \/ in die Gaskammer kommen: Ist&#8217;s nicht das, was sie wollen?<\/em><em> \/<\/em><\/p>\n<p><em>Wollen sie nicht die Vernichtung, die schrecklichste Vernichtung \/ ihrer selbst und der Gesellschaftsklasse, zu der sie geh\u00f6ren?<\/em><\/p>\n<p><em>(\u2026)<\/em><\/p>\n<p>(aus: Pier Paolo Pasolini, <em>Teorema oder die nackten F\u00fc\u00dfe<\/em>, M\u00fcnchen 1971, S. 112f.)<\/p>\n<p>1968, im Erscheinungsjahr von Pasolinis Roman, spalteten tiefe soziale und politische Kl\u00fcfte Italien, es war eine Zeit gro\u00dfer Umw\u00e4lzungen. In <em>Teorema <\/em>bringt ein fremder Gast eine gro\u00dfb\u00fcrgerliche Mail\u00e4nder Industriellenfamilie zu Fall, indem er alle Mitglieder vom Vater \u00fcber die Kinder bis zur Haush\u00e4lterin geistig und sexuell verf\u00fchrt und ihnen ihre Vanitas vor Augen h\u00e4lt. Pasolinis gleichnamige Verfilmung des Romans wurde wegen der sexuellen Freiz\u00fcgigkeit der Darstellung in Italien zensiert. Einige Jahre Jahre sp\u00e4ter landete sein Film <em>Sal\u00f2 oder die 120 Tage von Sodom,<\/em> der sich auf eine literarische Vorlage von <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/marquis-de-sade-der-beruechtigtste-schriftsteller-aller.871.de.html?dram:article_id=304860\">Marquis de Sade <\/a>st\u00fctzt, ebenfalls auf dem Index \u2013 weniger wegen der drastisch inszenierten Gewaltexzesse einer Gruppe sadistischer Faschisten, sondern wiederum aufgrund der Darstellung von Nacktheit, Analverkehr zwischen M\u00e4nnern und sexueller Ausschweifung.<\/p>\n<p>Pasolinis Blick auf den K\u00f6rper ist in all seinen literarischen und filmischen Werken von Begehren durchdrungen und gleichzeitig in einem solch hohen Ma\u00dfe poetisch, dass er zu reiner Schrift und purem Symbol kondensiert. In seiner Verfilmung von <em>Teorema<\/em> sucht die Kamera immer wieder den prallen Schritt des elegisch l\u00e4chelnden Gastes. Lucia, die gewissenhafte Hausherrin, ber\u00fchrt seine abgestreifte Unterhose und legt sich entkleidet auf den Boden, begierig, das Unbekannte zu empfangen. Nach dem Liebesakt mit dem Gast wird sie die Ber\u00fchrung verzweifelt wieder suchen, bei den jungen M\u00e4nnern, die sie auf den Mail\u00e4nder Stra\u00dfen aufgabelt und denen sie sich hemmungslos hingibt. Ihr Mann Paolo, ebenfalls dem geheimnisvollen Fremden verfallen, schenkt seine Fabrik den Arbeitern und h\u00e4lt im Mail\u00e4nder Bahnhof nach Strichern Ausschau, getrieben von einer Begierde, die namenlos und unerf\u00fcllt bleibt. Nackt und schreiend rennt er im letzten Bild in eine leere, lebensfeindliche W\u00fcstenlandschaft. &#8222;Die W\u00fcste ist keine Landschaft mehr, sondern reine Form, die aus der Abstraktion aller anderen entspringt<em>&#8222;<\/em>, schreibt Jean Baudrillard in seinem Aufsatz <em>Ich habe einen Traum<\/em>.<\/p>\n<p>In <em>Die 120 Tage von Sodom<\/em> ist das gro\u00dfe Genital des attraktiven Verf\u00fchrers, eines Schergen der faschistischen Machthaber, in Nahaufnahme entbl\u00f6\u00dft. Doch es ist, sichtbar erst auf den zweiten Blick, eine Attrappe, ein Porno-Avatar, die Vorstellung des Hoffnungslosen von der Welt des Erhabenen, das in einem m\u00f6rderischen politischen System ins Obsz\u00f6ne pervertiert. Wer es gesehen hat, muss im Namen der Macht sterben, wer dar\u00fcber gesprochen hat, wird verstummen. Im grausamen Finale des Films, wenn den jungen M\u00e4nnern und Frauen aus dem Volk, die zur Unterwerfung, Vergewaltigung und Ermordung von den Bauernh\u00f6fen und Landstra\u00dfen rekrutiert wurden, von den gro\u00dfschw\u00e4nzigen Schergen der Faschisten die Augen aus den H\u00f6hlen und die Zungen aus den M\u00fcndern geschnitten werden, l\u00e4sst Pasolini zu dem Gewaltexzess Carl Orffs <em>Das heitere Gesicht des Fr\u00fchlings<\/em> aus der <em>Carmina Burana<\/em> erklingen, eine Musik, deren Sch\u00f6nheit angesichts der Bilder vom Ende jeglicher Menschlichkeit nur noch ins Jenseits verweisen kann.<\/p>\n<p>Weder der Mord noch der sexuelle Akt stehen bei Pasolini f\u00fcr sich selbst, nie ist der Exzess eine w\u00f6rtlich zu nehmende politische oder sexuelle Zuweisung. Realit\u00e4t wird bei Pasolini in solch hohem Ma\u00dfe abstrahiert und \u00e4sthetisiert, dass es nicht mehr das Explizite der Gewalt oder der obsz\u00f6nen Handlung ist, das so tief verst\u00f6rt, sondern die Unmittelbarkeit, ja, Nacktheit der Projektionsfl\u00e4che, die hier f\u00fcr den Zuschauer geschaffen wird.<\/p>\n<p>In Abel Ferraras Filmportr\u00e4t <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/film\/2015\/sep\/10\/pasolini-review-monument-to-a-murdered-film-maker\"><em>Pasolini<\/em><\/a> von 2014 stellt ein Journalist Pasolini, gespielt von Willem Dafoe, die Frage, was er denn nun sei: Poet, Romancier, Dialogschreiber, Drehbuchautor, Schauspieler, Kritiker oder Regisseur. Pasolini schweigt eine Weile und erwidert mit einem (lebens-)m\u00fcden ironischen L\u00e4cheln: &#8222;Schriftsteller.&#8220;<\/p>\n<p>Aus einem Leben wird Literatur, erg\u00e4nzend, nicht abgrenzend. So radikal politisch Pasolinis Werke auch sind, nie wirken sie spalterisch oder polemisch. Seine Kunst ist durchzogen von einer tiefen Sehnsucht nach einer h\u00f6heren Einheit (nicht Gleichheit!), sie huldigt einer alten, verloren geglaubten Kultur, die noch mit dem G\u00f6ttlichen verbunden war. In einem von homosexuellen Begehren getriebenem Leben, das gleichzeitig so sehr geistige Sph\u00e4re war, scheinen die Umst\u00e4nde von Pasolinis Tod fast zwangsl\u00e4ufig. Es ist bis heute nicht restlos gekl\u00e4rt, in welchem Ma\u00df seine Ermordung durch einen Stricher am Strand von Ostia ein politisch motivierter Auftrag war. &#8222;Widerstand war schon immer eine entscheidende Geste, aber um wirksam zu sein, sollte sie gro\u00df, absolut und absurd sein&#8220;<em>, <\/em>beschreibt Pasolini in Abel Ferraras Film dem Journalisten seine eigene Machtlosigkeit angesichts der &#8222;Trag\u00f6die&#8220; eines kulturellen Systems, das keine Menschen mehr, sondern &#8222;seltsame Maschinen&#8220; heranz\u00fcchte, die ausgebildet w\u00fcrden, &#8222;um zu haben, zu besitzen und zu zerst\u00f6ren&#8220;. Er gibt dem Journalisten eine m\u00f6gliche Schlagzeile f\u00fcr dessen Artikel mit auf den Weg: &#8222;Wir sind in Gefahr.&#8220; Am Abend des gleichen Tages war Pasolini tot.<\/p>\n<p>Pasolinis Kritik an der (\u00e4sthetischen) Moderne mag manchen aus heutiger Sicht r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt und moralisch erscheinen. Gleichzeitig trifft sie mich als Autor, der sich zu einer Tradition homosexuellen Schreibens, ob ich sie nun fortsetze oder mit ihr breche, verhalten will, als Warnung aus der Zukunft, auf die hin ich schreibe. Als Schrift-Steller ist es meine Verantwortung, mich zu meiner Herkunft, Erziehung und Tradition nicht nur zu bekennen, sondern sie gleichzeitig permanent zu hinterfragen. Angenommen, es g\u00e4be unter jenen b\u00fcrgerlichen &#8222;Jungen&#8220;, an die Pasolini in seinem Roman <em>Teorema<\/em> seinen d\u00fcsteren Appell richtet, einen schwulen Autor, er k\u00f6nnte Pasolinis Worte als Ermutigung verstehen, seine Homosexualit\u00e4t \u2013 den Widerstand seines Andersseins \u2013 in die \u00c4sthetik seiner Kunst zu transformieren. Denn in jeder Zeit, in der Pr\u00fcderie und Intoleranz gegen\u00fcber Homosexuellen Machtinstrumente sind, ist &#8218;homosexuelles Schreiben&#8216; ein politischer Akt. Und solange Diktatur, Unterdr\u00fcckung und Hass mein Leben flankieren, der &#8222;Gott der Ausrottung&#8220; auch in meiner Welt weiterhin seiner Ankunft harrt, ist mein literarischer Auftrag, den ich aus Pasolinis Leben und Literatur ablese, noch nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verwendete und zitierte Literatur:<\/p>\n<p>Marcus Stiglegger: <em>Die Wiederkehr von <\/em>Teorema<em>, http:\/\/www.getidan.de\/kritik\/film\/marcus-stiglegger\/50238\/teorema-pier-paolo-pasolini<\/em><\/p>\n<p>Daraus: Jean Baudrillard, (2002): Beitrag in <em>Die Zeit<\/em> zu: <em>Ich habe einen Traum<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pier Paolo Pasolini: <em>Teorema oder die nackten F\u00fc\u00dfe<\/em>, Roman, M\u00fcnchen 1971<\/p>\n<p>Zitate aus dem Film <em>Pasolini<\/em> von Abel Ferrara, Frankreich\/Italien\/Belgien 2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das Programm des Festivals &#8222;Empfindlichkeiten&#8220;, das vom 14. bis 16. Juli am Literarischen Colloquium Berlin stattfindet, findet Sie hier: http:\/\/www.lcb.de\/home\/<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer ist geschlechtliche Diversit\u00e4t keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. &#8218;Homosexuelles Schreiben&#8216; bleibt deshalb ein politischer Akt. 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Gunther Geltinger erhielt zahlreiche Stipendien, 2013 wurde er mit dem F\u00f6rderpreis des Landes NRW f\u00fcr Literatur ausgezeichnet. 2015 wohnt und arbeitet er als Preistr\u00e4ger des Stipendiums des Internationalen K\u00fcnstlerhauses Villa Concordia in Bamberg.\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/gunther-geltinger\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der \u00e4sthetische Widerstand - Freitext","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/07\/14\/homosexualitaet-literatur-pasolini-geltinger\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der \u00e4sthetische Widerstand - Freitext","og_description":"Noch immer ist geschlechtliche Diversit\u00e4t keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. &#8218;Homosexuelles Schreiben&#8216; bleibt deshalb ein politischer Akt. 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