{"id":4310,"date":"2016-09-21T11:15:33","date_gmt":"2016-09-21T09:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4310"},"modified":"2016-09-21T13:05:10","modified_gmt":"2016-09-21T11:05:10","slug":"belarus-wahlen-sprache-demokratie-martinowitsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/09\/21\/belarus-wahlen-sprache-demokratie-martinowitsch\/","title":{"rendered":"Crashkurs in totalit\u00e4rer Linguistik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Westen unterstellt gern, Wahlen in Osteuropa w\u00fcrden undemokratisch ablaufen. Das ist nat\u00fcrlich Unsinn. Man meint nur etwas anderes, wenn man von Demokratie spricht.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4318\" aria-describedby=\"caption-attachment-4318\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4318\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/09\/freitext-belarus-1024x682.jpg\" alt=\"\u00a9 STR\/Getty Images\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/09\/freitext-belarus-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/09\/freitext-belarus-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/09\/freitext-belarus-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/09\/freitext-belarus.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4318\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 STR\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Im belarussischen Parlament wurden zum ersten Mal seit zw\u00f6lf Jahren <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-09\/alexander-lukaschenko-belarus-wahl-opposition-parlament\">zwei Oppositionelle<\/a> gesichtet. Trotzdem entsprach die Parlamentswahl nach Einsch\u00e4tzung des OSZE-B\u00fcros f\u00fcr Demokratische Institutionen und Menschenrechte nicht den internationalen Standards. Vorausgegangen waren komplizierte Hintergrundgespr\u00e4che. Nun f\u00fchlen sich beide Seiten an der Nase herumgef\u00fchrt und zeigen sich ver\u00e4rgert: sowohl diejenigen, die angeordnet haben, die Opposition ins Parlament zu lassen und denen jetzt die Anerkennung aus Europa verweigert wird, als auch diejenigen, die einen ehrlichen Wettstreit erwartet hatten und denen die Verk\u00fcndung der Ergebnisse nun sauer aufst\u00f6\u00dft.<!--more--><\/p>\n<p>Mir tun diesmal beide Seiten leid.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hat nicht gezielte Sabotage die Absprachen ins Leere laufen lassen, sondern die Unf\u00e4higkeit zur Verst\u00e4ndigung. EU und Belarus sprechen schon die ganze Zeit verschiedene Sprachen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/18\/L-S-Foucault\">Michel Foucault<\/a> um die These erg\u00e4nzen, dass Macht auch die M\u00f6glichkeit ist, Worten denjenigen Sinn mitzugeben, der einem genehm ist. Dabei ist offensichtlich, dass das wunderliche &#8222;Demokratie&#8220;-Verst\u00e4ndnis nicht in der Hinterfotzigkeit des belarussischen Regimes begr\u00fcndet liegt, sondern auf ein ganzes Korpus von <em>misreadings<\/em> zur\u00fcckgeht, die noch in der totalit\u00e4ren UdSSR gepr\u00e4gt wurden. Erste Beobachtungen dar\u00fcber, wie die Sprache angesichts der neuen, von den Bolschewiki installierten Wirklichkeit mutierte und aus dem Leim ging, finden sich in den Tageb\u00fcchern Iwan Bunins von 1918 bis in die 1920er Jahre, die unter dem bezeichnenden Titel <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/chronik-des-leidens.950.de.html?dram:article_id=133458\"><em>Verfluchte Tage<\/em><\/a> ver\u00f6ffentlicht wurden. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-09\/russland-wladimir-putin-parlament-parlamentswahl-geeintes-russland-wahlsieg\">Putin<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-10\/weissrussland-praesidentschaftswahl-alexander-lukaschenko\">Lukaschenko<\/a> denken in diesem Wortschatz, mit dem Generationen kommunistischer Kader aufgewachsen sind. Die eigentliche Bedeutung dieser Terminologie zu kennen, ist nicht nur f\u00fcr Diplomaten hilfreich, sondern f\u00fcr alle, die verfolgen, was in den L\u00e4ndern \u00f6stlich von Polen vor sich geht.<\/p>\n<p>Nehmen wir einige Begriffe genauer unter die Lupe.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Demokratie&#8220;<\/strong> bedeutet im Politrussisch etwas in der Art des <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/thema\/michail-gorbatschow\">gorbatschowschen<\/a> &#8222;Pluralismus&#8220;. &#8222;Demokratie&#8220; ist, wenn bei den Wahlen ein Haufen Subjekte umeinanderlaufen, die man einerseits kaum als &#8222;Regierung&#8220; bezeichnen kann, die aber auch nicht &#8222;Opposition&#8220; sind (vgl. Eintrag &#8222;Opposition&#8220;). Veteranenverb\u00e4nde, die aus dem staatlichen NGO-Topf finanziert werden (so was gibt\u2019s!), Sportler aus den Staatsverb\u00e4nden, regierungstreue Kommunisten\u00a0\u2013 sie alle spielen mit bei der Massenszene, die der Bev\u00f6lkerung als &#8222;agonaler politischer Prozess&#8220; verkauft wird. Zu dieser &#8222;Demokratie&#8220; gibt es zwei Antonyme. Erstens die &#8222;Diktatur&#8220;, also ebenjene &#8222;Demokratie&#8220; nur ohne Veteranenorganisationen, siehe Usbekistan. Zweitens den &#8222;Bard\u00e1k&#8220;, jenes Durcheinander, mit dem nach sowjetischer Tradition die Erscheinungsformen der eigentlichen (also westlichen) Demokratie bezeichnet werden. Wenn ein Taxifahrer in Minsk einem ausw\u00e4rtigen Gast erkl\u00e4ren will, was Lukaschenko Gutes getan hat, sagt er: &#8222;Bei uns ist nicht so ein Bard\u00e1k wie in der Ukraine.&#8220;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wahlen&#8220;<\/strong> sind die Best\u00e4tigung des Staatsoberhauptes f\u00fcr eine weitere Amtszeit. Bezogen auf das Parlament sind sie die Best\u00e4tigung der von oben vorgegebenen Liste. In der UdSSR wurde diese Best\u00e4tigung dadurch vereinfacht, dass auf den Stimmzetteln nur ein einziger Name stand. Jetzt gibt es wegen der &#8222;Demokratie&#8220; gleich mehrere. Das st\u00fcrzt das Volk in Verwirrung, wen genau die Regierung denn nun vom Volk gew\u00e4hlt sehen will. Um Fehlentscheidungen vorzubeugen, dauern Wahlen in Belarus eine Woche lang, das nennt sich dann &#8222;vorzeitige Stimmabgabe&#8220;. Nachts geschehen, wenn man der &#8222;Opposition&#8220; glauben will, mit den Wahlurnen aufregende Dinge. Ziel des Wahlgangs ist es, seine Loyalit\u00e4t zur Regierung zu bekunden, &#8222;ziviles Engagement&#8220; zu zeigen. Was wiederum nicht bedeutet, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, sondern sich mit dem Pr\u00e4sidenten solidarisch zu zeigen. Die edelste Form &#8222;zivilen Engagements&#8220; zeigt man durch seine vorzeitige Stimmabgabe.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Beobachter&#8220;<\/strong> sind Vertreter von GUS-Missionen, die ins Land geladen werden, am Kultur- und Bankettleben teilnehmen und anschlie\u00dfend die Wahlen als fair anerkennen. Interesse f\u00fcr die Ausz\u00e4hlung der Stimmen oder f\u00fcr das Leben der Urnen in der Zeit zwischen den Wahltagen legen die &#8222;Beobachter&#8220; nicht an den Tag. Zum Ausgleich daf\u00fcr verh\u00e4lt sich die Beobachtermission dann angesichts der Feinheiten bei den n\u00e4chsten Wahlen in der entsprechenden Republik ebenfalls loyal. Beobachter von im Parlament vertretenen Parteien oder OSZE-Missionen sind folglich nicht zu den echten &#8222;Beobachtern&#8220; zu z\u00e4hlen, da sie st\u00e4ndig darauf aus sind, die Urnen zu fotografieren und den Abstand zu den Ausz\u00e4hlungstischen auf weniger als drei Meter zu verk\u00fcrzen. Sie geh\u00f6ren damit zur &#8222;Opposition&#8220;.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Menschenrechte&#8220;<\/strong> sind in erster Linie das Recht auf Arbeit. Jeder Einwohner von Belarus hat eine Arbeit, und wer keine Arbeit hat, hat dem Staat die sogenannte <a href=\"https:\/\/www.renovabis.de\/news\/7184\/arbeitslose-unter-strafe\">M\u00fc\u00dfiggang-Steuer<\/a> zu entrichten. Arbeiter bekommen einen auf zwei Jahre befristeten Besch\u00e4ftigungsvertrag, der bei mangelndem &#8222;zivilem Engagement&#8220; gek\u00fcndigt werden kann. Die Angst vor der Nichtverl\u00e4ngerung des Arbeitsvertrages und die in meinem Roman <a href=\"https:\/\/www.voland-quist.de\/buch\/?196\/Paranoia--Viktor+Martinowitsch\"><em>Paranoia<\/em><\/a> beschriebene zweite Angst sorgen zuverl\u00e4ssig daf\u00fcr, dass &#8222;ziviles Engagement&#8220; und vorzeitige Stimmabgabe gro\u00dfe Popularit\u00e4t genie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Unabh\u00e4ngige Medien&#8220;<\/strong> sind Fernseh- und Radiosender, die g\u00e4nzlich unabh\u00e4ngig von Privatkapital und Eigent\u00fcmern aus der freien Wirtschaft arbeiten d\u00fcrfen. Im Gegensatz zu westlichen L\u00e4ndern, wo nur noch K\u00f6rperschaften auf Sendung gehen, geh\u00f6rt das Fernsehen in Belarus dem Volk und wird aus Mitteln des Volkes finanziert, die Leitung der Fernsehsender wird vom Pr\u00e4sidenten best\u00e4tigt, der pers\u00f6nlich f\u00fcr die uneingeschr\u00e4nkte Freiheit der Journalisten garantiert. Medien, die nicht direkt dem Pr\u00e4sidenten unterstehen und wom\u00f6glich gar <a href=\"http:\/\/www.rferl.org\/info\/belarus2\/184.html\">aus dem Ausland senden<\/a>, geh\u00f6ren zur &#8222;Opposition&#8220;.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Opposition&#8220;<\/strong> sind vom Westen bezahlte Dissidenten und Saboteure. Alles Positive, was im Land geschieht, ist das Verdienst des Pr\u00e4sidenten, alles Negative geht auf das Konto der &#8222;Opposition&#8220;. Die &#8222;Opposition&#8220; erstreitet westliche Sanktionen, untergr\u00e4bt den Au\u00dfenhandel, zeichnet Investoren ein unvorteilhaftes Belarus-Bild und verbreitet L\u00fcgen dar\u00fcber, was nachts mit den Wahlurnen passiert. Die &#8222;Opposition&#8220; ist schuld am lahmenden Wirtschaftswachstum und den wiederholten Abwertungen den belarussischen Rubels. Die &#8222;Opposition&#8220; hat nicht das Ziel, an die Macht zu kommen, da die bestehende staatliche Ordnung eine &#8222;Machtergreifung&#8220; prinzipiell ausschlie\u00dft (vgl. Eintrag &#8222;Wahlen&#8220;). Hauptziel der &#8222;Opposition&#8220; ist es, denselben Bard\u00e1k wie in der Ukraine anzurichten.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Bilaterale Zusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen&#8220;<\/strong> ist das Recht von Drittstaaten, Belarus Finanzhilfe in Form von Krediten, billiger Energie und uneingeschr\u00e4nktem Zugang zu deren Absatzm\u00e4rkten zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Demokratische Wahlen nach internationalen Standards&#8220;<\/strong> sind eine Kampagne nach dem Prinzip &#8222;Demokratie&#8220;, infolge derer diejenige Anzahl &#8222;Oppositioneller&#8220; ins Parlament gelassen wird, die noch nicht zu einem Bard\u00e1k f\u00fchrt (f\u00fcr Belarus bedeutet das 2 von 110).<\/p>\n<p>Wenn also bei den n\u00e4chsten Gespr\u00e4chen mit dem offiziellen Minsk belarussische Diplomaten &#8222;demokratische Wahlen nach internationalen Standards zur St\u00e4rkung der bilateralen Zusammenarbeit&#8220; versprechen, bitte gleich richtig verstehen und Geld bereitlegen.<\/p>\n<p>Die dritte Auflage der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%A7e_Sowjetische_Enzyklop%8Adie\"><em>Gro\u00dfen Sowjetenzyklop\u00e4die<\/em><\/a> aus den Jahren 1969\u20131978 definierte &#8222;Totalitarismus&#8220; als einen Begriff, der &#8222;von der antikommunistischen Propaganda auf sozialistische Staaten bezogen wurde, die in verleumderischer Weise mit faschistischen Regimen gleichgesetzt und der &#8218;demokratischen&#8216;, &#8218;freien&#8216; Gesellschaft gegen\u00fcbergestellt wurden&#8220;. Sollten also zuk\u00fcnftig Zweifel auftreten, was ein russischer oder belarussischer Diplomat genau meint, wenn er von &#8222;Volksherrschaft&#8220; oder &#8222;Legitimit\u00e4t&#8220; spricht, hilft ein Blick in diesen Text oder in die dritte Auflage der <em>Gro\u00dfen Sowjetenzyklop\u00e4die<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Aus dem Russischen von Thomas Weiler<\/em><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Westen unterstellt gern, Wahlen in Osteuropa w\u00fcrden undemokratisch ablaufen. Das ist nat\u00fcrlich Unsinn. Man meint nur etwas anderes, wenn man von Demokratie spricht. 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