{"id":4403,"date":"2016-10-06T14:39:34","date_gmt":"2016-10-06T12:39:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4403"},"modified":"2016-10-06T16:27:37","modified_gmt":"2016-10-06T14:27:37","slug":"kate-tempest-let-them-eat-chaos-werner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/10\/06\/kate-tempest-let-them-eat-chaos-werner\/","title":{"rendered":"Tanz den Vorh\u00f6llenlimbo"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Rapperin Kate Tempest ist eine grandiose Bu\u00dfpredigerin, die uns erhellt, ratlos macht und berauscht. &#8222;Let Them Eat Chaos&#8220; ist das Album des Herbstes. Mindestens.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4415\" aria-describedby=\"caption-attachment-4415\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4415\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/10\/freitext-kate-tempest-1024x682.jpg\" alt=\" Die Rapperin und Schriftstellerin Kate Tempest \u00a9 Universal Music \" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/10\/freitext-kate-tempest-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/10\/freitext-kate-tempest-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/10\/freitext-kate-tempest-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/10\/freitext-kate-tempest.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4415\" class=\"wp-caption-text\">Die Rapperin und Schriftstellerin Kate Tempest \u00a9 Universal Music<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Eine Stimme aus dem Nichts: <em>&#8222;Picture a vacuum&#8220;<\/em>. Leichter gesagt als getan, stell dir einen luftleeren Raum vor, wie soll das gehen? Genauso gut k\u00f6nnte die Stimme sagen: Denk an nichts. Entleere deinen Geist. Vergiss alles, was du zu wissen glaubst, kratz die Erinnerungen von der Wachstafel deines Ged\u00e4chtnisses, schalte dein Smartphone in den Flugmodus und h\u00f6r mir gut zu. Eine Aufforderung zur Meditation, ein <em>koan<\/em>, \u00fcber das ich erst mal ein paar Jahre gr\u00fcndlich nachdenken m\u00fcsste. Einerseits.<!--more--><\/p>\n<p>Andererseits habe ich zum Meditieren gar keine Zeit, w\u00e4hrend ich noch \u00fcber diese ersten drei Worte nachdenke, ist die Stimme schon viel weiter, hat das <em>vacuum<\/em> als Weltall identifiziert, unser Sonnensystem ins Visier genommen, ist herangezoomt wie die Kamera in dem Kurzfilm <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0fKBhvDjuy0\"><em>Powers of Ten <\/em><\/a>(1977), an der Sonne vorbeigeflogen und auf der Erde gelandet, in einer Stadt, genauer gesagt in London, genauer gesagt in einer einzigen Stra\u00dfe, ich sch\u00e4tze mal im Ostteil der Stadt, vielleicht in Brockley, wo auch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2016-06\/kate-tempest-roman-gedichte\">Kate Tempest<\/a> aufgewachsen ist, <em>a shitty part of town<\/em><em>, <\/em>wie sie einmal gesagt hat. Dort setzt die Stimme, die nat\u00fcrlich Tempest geh\u00f6rt, mich ab.<\/p>\n<p>Vor vier Jahren erschien der erste Gedichtband der Dichterin, Rapperin, Poetry-Slammerin, damals war sie 26, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/52\/kate-tempest-pop-hip-hop\">seitdem ging es Schlag auf Schlag<\/a>: Sie ver\u00f6ffentlichte drei Theaterst\u00fccke, einen weiteren Band mit Gedichten, eine CD und eine Spoken-Word-Performance, erhielt den Ted Hughes Award der britischen Poetry Society, war mit ihrem Album <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/2014\/05\/21\/kate-tempest-everybody-down_18101\"><em>Everybody Down<\/em><\/a> f\u00fcr den Mercury Prize nominiert, trat beim Glastonbury Festival ebenso auf wie im Royal Court Theatre und ver\u00f6ffentlichte ihren ersten Roman T<em>he Bricks That Built The Houses<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article155389609\/Eine-Rapperin-ist-das-neue-Wunderkind-der-Literatur.html\"><em>Worauf Du Dich verlassen kannst<\/em><\/a>). Nun ist ihr furioses zweites Album <em>Let Them Eat Chaos<\/em> erschienen, und es f\u00fchrt in wenigen harten Schnitten aus den Tiefen des Alls nach South East London, zu den existenziellen Fragen.<\/p>\n<p><strong>Apokalyptische Reiter<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Is this what it\u2019s come to? \/ You think \/ What am I to make \/ of all this?&#8220;<\/em> Ich stehe da wie ein gefallener Engel, wie ein \u00fcbertragenes Neugeborenes, schon erwachsen und vollst\u00e4ndig bekleidet, aber noch vollkommen ratlos: Was denken, tun, f\u00fchlen all die Menschen? Falsche Frage. Die Menschen gibt es nicht, nur Einzelschicksale: <em>&#8222;at any given moment in the middle of a city<\/em><em> \/ <\/em><em>There<\/em><em>\u2019<\/em><em>s a million epiphanies occurring&#8220;. <\/em>Also nimmt Kate Tempest mich, uns alle, ihre Zuh\u00f6rer an der Hand und f\u00fchrt uns in sieben Wohnungen, sieben Sch\u00e4del. In sieben Offenbarungen plus Rezitativen lernen wir Jemma, Esther, Alesha, Pete, Bradley, Zoe und Pious kennen \u2013 die einzigen Menschen in dieser namenlosen Stra\u00dfe, die noch wach sind. Es ist sp\u00e4t, oder fr\u00fch, egal. <em>&#8222;It\u2019s 4:18 A.M.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>4 Uhr 18 am Morgen ist eine beschissene Zeit, ein Zwischenzustand, Vorh\u00f6lle, Limbo. Wenn man um diese Stunde noch allein wach liegt oder -sitzt oder schlaflos in der Wohnung herumtigert, hat man entweder sehr viel Arbeit, oder sehr viel gefeiert oder sehr viele Sorgen, qu\u00e4lende Erinnerungen, \u00c4ngste. Jemma verliebt sich immer wieder in die falschen Typen und die falschen Drogen (<em>Ketamine For Breakfast<\/em>). Esther ist Krankenpflegerin, kommt gerade von der Nachtschicht und arbeitet in einem atemlosen Stream of Consciousness die desolate Lage des Landes durch (<em>Europe Is Lost<\/em>). Alesha wird von dem Geist ihres verstorbenen Mannes heimgesucht, obwohl sie ja eigentlich nicht an Geister glaubt (<em>We Die<\/em>). Pete \u2013 man kennt ihn bereits aus Tempests letztem Album und Roman \u2013 hat sein letztes Monatsgehalt in Bier und kontrollierte Substanzen investiert und ist auf allem high, was man mit gutem Geld kaufen kann (<em>Whoops<\/em>). Der PR-Mann Bradley \u2026<\/p>\n<p>\u2026 doch Moment: Mit einem Mal treten vier Figuren ans Mikrophon, die im Gegensatz zu den bisher zu Wort gekommenen, vom Leben schwer verbeulten Charakteren ziemlich fit sind. \u00dcber-, ja unmenschliche Wesen, Sturmgeister, die vier apokalyptischen Reiter, die geballte, personifizierte Rache der Natur: <em>&#8222;Some saw us in their tea-leave<\/em><em>s \/ <\/em><em>Some felt us in their knees<\/em><em> \/ <\/em><em>Most left it to the weathermen <\/em><em>\/ <\/em><em>to tell them there was nothing to see&#8220;.<\/em> Meteorologisch unplausibel, aber metaphysisch korrekt: 4 Uhr 18 ist nicht nur eine beschissene, sondern auch eine liminale Zeit, eine Phase zwischen Wachen und Tr\u00e4umen, wenn tiefste \u00dcberm\u00fcdung in h\u00f6chste Luzidit\u00e4t umschlagen kann, eine Zeit der Trance, Visionen, Ekstase.<\/p>\n<p><strong>Hektisch blinkende Warnl\u00e4mpchen<\/strong><\/p>\n<p>Und jetzt, mit dem Auftritt dieser vier destruktiven Himmelsboten, wird mir auch klar, weshalb ich am Anfang mit dem Schwamm \u00fcber die mentale Tafel wischen, NICHTS denken sollte: Kate Tempest will ALLES. Hier ist eine Poetin, die ihren Job noch beim Wort nimmt: als <em>poiesis<\/em>, Handeln, als F\u00e4higkeit zur Weltsch\u00f6pfung und -zerst\u00f6rung. Sie will ein Panorama der Gegenwart an deine Sch\u00e4deldecke projizieren, sieben exemplarische Psychogramme zeichnen, ein Bild von London, auf das der d\u00fcstere Vision\u00e4r <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1996\/02\/William_Blake_muss_sterben\">William Blake<\/a> stolz w\u00e4re: <em>&#8222;I wander thro&#8216; each charter&#8217;d stree<\/em><em>t \/ <\/em><em>Near where the charter&#8217;d Thames does flow,<\/em><em> \/ <\/em><em>And mark in every face I meet, <\/em><em>\/ <\/em><em>Marks of weakness, marks of woe&#8220;<\/em> (London, 1794). Aber sie will auch einen kompletten, komplexen Menschheitsmythos erz\u00e4hlen, von der Genesis bis zum bitteren Ende.<\/p>\n<p>Oder auch nicht: <em>&#8222;We\u2019re not the dread storm that will end things&#8220;<\/em>, verk\u00fcnden die vier apokalyptischen Sturmreiter, <em>&#8222;we\u2019re just your playful \/ gale force friends \/ Come to remind you \/ that you\u2019re not an island&#8220;<\/em>. Wir wollen die Erde (noch) gar nicht zerst\u00f6ren \u2013 wir wollen nur spielen. Wir sind die hektisch blinkenden Warnl\u00e4mpchen, die euch Menschen anzeigen, dass ihr keine sozialen Inseln seid, sondern Teile eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen. Der metaphysische Dichter <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/frankfurter-anthologie\/frankfurter-anthologie-john-donne-der-sonnen-aufgang-14079776.html\">John Donne<\/a> (1572-1631) l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen, Kate Tempest hat hier seine <em>Meditation No. XVII<\/em> gesampelt: <em>&#8222;No man is an island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Das Zitat k\u00f6nnte in flackernden Neonbuchstaben als Motto \u00fcber dem Album stehen, als Moral \u2013 ja es gibt hier tats\u00e4chlich noch so etwas Altmodisches wie eine Lehre: Kate Tempest ist nicht nur eine Geschichtenerz\u00e4hlerin mit dem Ohr am vollgekotzten Pflaster, eine Sozialrealistin vom Schlage eines <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/45\/polizei-krimi-richard-price-usa\">Richard Price<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/36\/David-Simon\">David Simon<\/a>, sondern auch eine Predigerin. Bei allen <em>fucks<\/em> und <em>shits<\/em>, die sie gekonnt und glaubhaft einstreut, hat ihr Londoner Menschheitsepos alle Kennzeichen einer puritanischen Bu\u00dfpredigt, einer Jeremiade: Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und euer s\u00fcndhaftes Verhalten \u00e4ndert (Landbr\u00fccken baut, euren N\u00e4chsten liebt), seid ihr dem Untergang geweiht \u2013 aber noch ist Hoffnung. Tats\u00e4chlich endet das Album mit einer Katharsis, einem reinigenden Gewitter, Taufe und Wiedergeburt: &#8222;<em>they see their city \/ new&#8220;<\/em>, hei\u00dft es nach dem Sturm \u00fcber die trostlosen Sieben. Sie waren schon vorher schlaflos \u2013 jetzt sind sie endlich auch aufgewacht: &#8222;<em>We\u2019re just sparks \/ tiny parts \/ of a bigger constellation. \/ We\u2019re miniscule molecules \/ that make up one body<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Amphetamingestotter<\/strong><\/p>\n<p>Das klingt jetzt wahrscheinlich alles wahnsinnig akademisch und \u00fcberladen und anma\u00dfend und pathetisch und moralinsauer und humorlos \u2013 und das ist es auch. Aber wahrlich, ich sage euch: <em>Let Them Eat Chaos<\/em> ist das Album des Herbstes, und ja, man sollte es jetzt im Herbst oder sp\u00e4testens im Winter h\u00f6ren, wenn man im Fr\u00fchling immer noch dar\u00fcber meditiert, wom\u00f6glich morgens um 4 Uhr 18, ist man zu einer Figur von Kate Tempest geworden. Die Dichterin nimmt dich an der Hand, und dann schubst sie dich mit ihrem bezaubernden Londoner Zungenschlag in den Mahlstrom, und dann musst du schwimmen wie ein Irrer, 50 Minuten und satte 7.000 W\u00f6rter lang (ich habe gez\u00e4hlt), und bestenfalls liest du die ganze Zeit mit (der Text des Albums erscheint gleichzeitig in Buchform), weil du als Nichts\u00fcdlondoner sonst das meiste verpasst, andererseits tritt dich die Produktion von Dan Carey (Hot Chip, Sia, M.I.A. u.v.a.m.) andauernd unerbittlich aus dem Lyriklesesessel, ein gleicherma\u00dfen zur\u00fcckgenommenes wie am Kopfnickermuskel zerrendes Gebr\u00e4u aus Postdubstep, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2004\/41\/Spucken_und_Grummeln\">Grime<\/a> und Hip-Hop noir \u00e0 la <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/tontraeger\/2014\/12\/05\/tortenschlacht-der-gangsta-rapper_19012\">Wu-Tang-Clan<\/a>-als-sie-noch-gut-waren, wobei sich die Musik zu Tempests Texten ungef\u00e4hr so verh\u00e4lt wie die B\u00fchnenbilder von <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1995\/39\/Der_Boiler_und_der_liebe_Gott\">Anna Viebrock<\/a> zu den Theaterst\u00fccken von <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/08\/christoph-marthaler-der-entertainer\">Christoph Marthaler:<\/a> abgeschabt-minimalistisch und doch tragend, pr\u00e4gend, kongenial erg\u00e4nzend. Falls man sich die Marthaler-Figuren auf Speed vorstellen kann.<\/p>\n<p>Und immer wenn du denkst, jetzt hast du den Flow von Tempest kapiert, ihr Timbre: ein bisschen weinerlich, ein bisschen anklagend, ein bisschen <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/funkhauseuropa\/programm\/gaeste\/audio-studiogast---anne-clark-100.html\">Anne Clarke<\/a>, aber in jung und w\u00fctend, holt die Performerin einen anderen Tonfall aus der Rollenmustertasche (Anspieltipp: das halsbrecherische, kopfspalterische Amphetamingestotter von Pete). Und wenn sie zu repetitiv und belehrend wird, f\u00e4llt sie sich auch mal selber ins Wort: <em>&#8222;Alright, alright, I get the gist \/ whose city is this?&#8220;, <\/em>schon kapiert, es geht um Gentrifizierung. Und dann schreibt sie immer wieder S\u00e4tze, die man sich am liebsten in den Unterarm ritzen w\u00fcrde: <em>&#8222;Life is just a thing that he does&#8220;<\/em> (\u00fcber den PR-Mann Bradley). <em>&#8222;A night to remember \/ That we\u2019ll soon forget&#8220;<\/em> (Esther). <em>&#8222;We\u2019re Sisyphus pushing his boulder \/ The kids are alright. But the kids\u2019ll get olde<\/em>r&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/43\/albert-camus-100-jahre\">Albert Camus<\/a> vs. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2015-11\/the-who-pete-townsend-punkrock-fs\">The Who<\/a>).<\/p>\n<p>Und am Ende, nach einer guten Dreiviertelstunde Dauerbeschuss mit WORTEN WORTEN WORTEN, folgt ein instrumentales Nachspiel, inklusive pinkfloydeskem Gitarrenploing und Shakergesch\u00fcttel und tribalistischem Chanting, und das ist dann doch ein unfreiwillig alberner Moment, aber egal, du denkst: Dubstepjeremiade, du denkst Hip-Hop-Oratorium, du denkst postfeministische Grimepredigt, du denkst endlich mal ein Konzeptalbum, das nicht von M\u00e4nnern mit Schaffellwesten aufgenommen wurde, und wie gro\u00df das ist, dass hier eine K\u00fcnstlerin mit erh\u00f6hter Dringlichkeit einfach ALLES will und auch ziemlich viel davon schafft, und dann ist irgendwann nur noch die Bassdrum da, stolpert herum wie ein Patient mit Herzrhythmusst\u00f6rung, setzt aus, NICHTS, Vakuum, und dann ist alles vorbei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Kate Tempests &#8222;Let Them Eat Chaos&#8220; ist erschienen bei Caroline (Universal Music). <\/em><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? 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