{"id":4812,"date":"2017-01-10T13:30:27","date_gmt":"2017-01-10T12:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4812"},"modified":"2017-01-24T11:44:16","modified_gmt":"2017-01-24T10:44:16","slug":"bible-belt-usa-cotten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/","title":{"rendered":"Als Nomade im Bible Belt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Prohibition funktioniert. Allen, die anders sind, wird mit Feindschaft begegnet. Wie \u00fcberlebt man in den S\u00fcdstaaten der USA, wo der Geist wei\u00dfer Kleinb\u00fcrger regiert?<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4818\" aria-describedby=\"caption-attachment-4818\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4818 size-large\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-1024x576.jpg\" alt=\"freitext-railroad-bridge-min\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4818\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Sowohl <a href=\"http:\/\/www.hallmarkartcollection.com\/artwork\/the-kansas-city-spirit\">Kansas City<\/a> als auch <a href=\"http:\/\/detroithistorical.org\/learn\/encyclopedia-of-detroit\/spirit-detroit\">Detroit<\/a> besitzen Statuen ihrer Geister aus den 50er Jahren. Detroits ber\u00fchmter <em>spirit<\/em> h\u00e4lt in der einen Hand Gott, in der anderen die Familie und bekommt anlassbezogen die Dressen der heimischen Mannschaften angezogen. Die Bronzestatue in Kansas City ist im Internet kaum pr\u00e4sent; es handelt sich um eine nackte Fischerin, die ihr Netz wie eine Boa gedankenverloren hinter sich schleifen l\u00e4sst, w\u00e4hrend die Fische entweichen. M\u00f6glicherweise ist diese Figur, so wie das ber\u00fchmtere gleichnamige Bild von Norman Rockwell, eine Referenz auf die Flutkatastrophe 1951.<!--more--><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4815\" aria-describedby=\"caption-attachment-4815\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4815\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/steam-1024x768.jpg\" alt=\"\u00a9 Ann Cotten\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/steam-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/steam-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/steam-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4815\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die Pr\u00e4rie ist ja bereits eine Art von W\u00fcste. Blaubeeren wachsen hier nicht. Man dealt auf Parkpl\u00e4tzen mit Eiern, \u00fcbersch\u00fcttet einander mit Quilts und fachsimpelt mit viel Humor \u00fcber M\u00f6belbau, Motoren, Schwei\u00dfnahten. Der Himmel ist riesig und erzeugt Euphorien, von einer Seite des Horizonts zur anderen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4816\" aria-describedby=\"caption-attachment-4816\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4816\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/kansastitle-1024x768.jpg\" alt=\"\u00a9 Ann Cotten\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/kansastitle-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/kansastitle-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/kansastitle-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4816\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Wer unbedingt Alkohol kaufen will, schleicht in der D\u00e4mmerung zum Liquor Store. Sofern es einen gibt \u2013 viele Ortschaften sind stolz auf ihre effektive Prohibition, wobei manchmal puritanische Sekten, manchmal das Wohl der Ureinwohner, die den Alkohol so schlecht vertragen, als Grund f\u00fcr die strengen Regeln gelten. Es gibt genug andere Verf\u00fchrungen. Soda und billige Fleischprodukte, Puffzeug mit Zucker und Berge von schmelzendem Karamell. Gesundes Essen ist teurer und man muss eventuell die Rohstoffe beim Namen kennen und kleinhacken (obwohl der Supermarkt auch viel Vorgeschnittenes anbietet); f\u00fcr viele Menschen stellen die deutlich billigeren Produkte auf Zucker- und Fettbasis eine lebensgef\u00e4hrliche \u00dcberlebensmethode dar. Wir befinden uns in Bible Belt. Und ich gehe schon wieder in die Kirche. Dort sind sie locker und hyperkonservativ angezogen und superfreundlich \u2013 ich bin wei\u00df, h\u00f6flich und verwandt. Dennoch werde ich das Gef\u00fchl nicht los, dass, sobald ich au\u00dfer H\u00f6rweite bin, eine andere Art von Gespr\u00e4ch losgeht. Eine unausgesprochene, da unaussprechbare Feindschaft gegen alles Andere liegt in der Luft, an der meine Versuche, sensibel zu sein, ohnm\u00e4chtig abprallen. So f\u00fchlt es sich also an, wenn Meinungen \u00fcber einen herrschen, an denen man unbeteiligt ist.<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df, dass ihr uns f\u00fcr primitiv und asozial haltet, aber es ist \u00fcberhaupt nicht so wie ihr denkt. Und im \u00dcbrigen muss uns ja nicht k\u00fcmmern, was ihr denkt&#8220;, platzt es irgendwann heraus. Sie ist ein analytisches Genie, arbeitet als Strategin f\u00fcr relativ b\u00f6se Gro\u00dffirmen, lebt am Rand einer neu erbauten Siedlung mit zwei kleinen Pudeln, die in quiekenden Kussorgien \u00fcber den Teppich tollen. Alles (bis auf das) ist in ihrem Haushalt vern\u00fcnftig gestaltet. Aber wie durch den Trick eines Illusionisten hat auch der Katholizismus in ihrer Rationalit\u00e4t einen Platz. Sie zuckt zusammen und weist mich zurecht, als ich die Transsubstantiation &#8222;irgendwie <em>tribal&#8220;<\/em> nenne. &#8222;<em>Tribal is used for heathens<\/em>,&#8220; erkl\u00e4rt sie mir. Ich will es nicht begreifen, dass eine moderne Frau, deren professionelles Denken als Firmenstrategin meine Vorstellungskraft m\u00fchelos hinter sich l\u00e4sst, tats\u00e4chlich in dieser Tiefe abergl\u00e4ubisch ist.<\/p>\n<p>Ich muss meine Narrativen zurechtsch\u00fctteln, um mich daran zu erinnern, dass aus Sicht der US-amerikanischen Verwandten meine Kleinfamilie die Emigranten sind, die die USA verlie\u00dfen, um im exotischen Europa ihr Leben fortzuf\u00fchren. So habe ich das noch nie betrachtet \u2013 aber sie sind deutlich in der Mehrzahl. Ich komme alle paar Jahre vorbei und besuche die Verwandten in ihren schmucken H\u00e4uschen wie Tiere im Zoo, es ist mir schon peinlich. F\u00fcr mich sind die USA aber gar kein richtiges Land, sondern eine problematische, d\u00fcnne Schicht Historie und Verwickeltheit auf einem Kontinent, das eigentlich nach einer ganz anderen Melodie tanzen sollte. Eine Art <em>stub<\/em>, wie es in William Gibsons Roman <em>Peripheral<\/em> hei\u00dft: ein alternativer historischer Strang, in dem die Geschichte der Menschen wie der Technik eine andere Entwicklung genommen hat als in der richtigen Welt. Etwas gespenstisch das alles. Ich kann meinen Verwandten ja nicht ernsthaft erz\u00e4hlen, dass sie in einer Art virtuellen Realit\u00e4t leben. Aus der Perspektive heraus, dass ich mir selbst, je mehr ich von der Welt erfahre, umso weniger Identit\u00e4t zusammen addiere, wird das mit der Virtualit\u00e4t allerdings schon wieder etwas plausibler.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte aber umgekehrt auch diagnostizieren, dass genau diese vermeintliche Identit\u00e4tslosigkeit (von au\u00dfen betrachtet ist man nat\u00fcrlich immer ein Typus) wiederum etwas Amerikanisches ist. Das Angebot, ja die Verf\u00fchrung bestand, sich selbst zu erfinden, der Identit\u00e4t als ererbtem Fluch zu entkommen. Man ist vielleicht handlungsorientierter, handlungsf\u00e4higer. Daf\u00fcr trifft einen der Fluch der Ignoranz. Ich verliebe mich in eine Kellnerin im Sportlokal, deren K\u00f6rper unter dem Footballtrikot trapezf\u00f6rmig geshaped ist und die mir mit geradezu steroidischer Liebensw\u00fcrdigkeit die Angebote der Happy Hour erkl\u00e4rt, w\u00e4hrend ringsum die <em>corn-fed youth<\/em> und gegerbten oder traurig-fetten M\u00e4nner in ihren Margaritas versinken.<\/p>\n<p>Ich durchquere zu Fu\u00df an einem surreal warmen Tag die Kleinstadt Newton, Kansas \u2013 ein Dorf, m\u00fcsste man sagen, aber es fehlt mir hier alles D\u00f6rfliche. Die Vielzahl an Kirchen verschiedenster Sorten macht einen geradezu urbanen Eindruck. Die katholische bekommt gerade die Simse gestrichen von zwei Handwerkern mit Hardrockbeschallung. Gegen\u00fcber ist ein kleines s\u00fc\u00dfes Haus, zum Verlieben, h\u00fcbsch aber unkitschig, blau, efeubewachsen, mit einer Feuerstelle mitten in idyllischem Gestr\u00fcpp, wo eine Frau in einem blauen Holzf\u00e4llerhemd zugange ist. Sie ist eine der ersten Personen, die ich drau\u00dfen in ihrem Garten gesehen habe, meist sieht man h\u00f6chstens Kinder drau\u00dfen spielen. Das Haus macht den Eindruck einer sch\u00f6nen Alternative. Dann lese ich das Trump-Schild. \u00dcberrascht und zu m\u00fcde, um ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren gehe ich vorbei, ohne sie anzusprechen.<\/p>\n<p>\u00d6fters sehe ich noch Trump-Schilder in Settings, die ich insgesamt als betulich beschreiben w\u00fcrde, hier hat sich jemand was gedacht \u2013 um eine blinde Ecke herum vielleicht, irgendwie? Was f\u00fcr Leute zieht er an, warum? Es fehlt mir immer noch die logische Verbindung zwischen Idylle und Politik. Bestimmt w\u00fcrde sich dieser Effekt in einem Gespr\u00e4ch aufl\u00f6sen. Gespr\u00e4che liefern die logischen Herleitungen f\u00fcr die eigentlich irrationalen, affektiven Bewertungen, die hinter Aktivismen, Inaktivit\u00e4ten und sonstigen haus-, betriebs- und seelenwirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten stecken. Main Street entlang, <em>feeling corn-fed<\/em>, cruisend wie ein <em>Studebaker Convertible<\/em>, an der Videothek vorbei, mehreren verschiedenen <em>Drive-in<\/em>-Burgerbuden, Tankstellen, <em>Organic Food<\/em>, B\u00fccherei, Gericht, Donutladen, Matratzenh\u00e4ndler mit Ausverkauf. Immerhin f\u00fchlt sich Newton realer an als Vienna, Virginia, der netten reichen Vorstadt von Washington D.C., obwohl die Logik der wie eine Perlenschnur entlang der Hauptstra\u00dfe aufgereihten kleinen Geb\u00e4ude mit ihren Parkpl\u00e4tzen \u00e4hnlich ist. Bis auf die Zielgruppe. Es hei\u00dft, Newton wolle mehr Leute mit Geld anlocken, indem man nette Restaurants er\u00f6ffnet, die aber k\u00f6nnen, bevor die netten Leute mit Geld kommen, nicht \u00fcberleben, es bleibt also, wie es ist und geht ein wenig bergab. Vor mir geht ein Mann mit zwei Kampfhunden, der mich h\u00f6flich \u00fcberholen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die \u00e4rgst aussehenden Leute brechen in sonniges Verhalten aus, sobald man sie anspricht. Im Radio predigt ein Priester: &#8222;<em>We all really want to spend time with people and have a conversation. We just think we don&#8217;t. So just say hi and see what happens.<\/em>&#8220; Zeitweilig wirken die USA wie eine riesige Selbsthilfegruppe in Kommunikationstherapie, denen jemand gesagt hat, dass man ein Gespr\u00e4ch mit &#8222;<em>Hi! How are you today?&#8220;<\/em> beginnt. Danach br\u00f6ckelt es schnell ab oder verliert sich in Smalltalk-Schleifen nach dem Modell der Schnellstra\u00dfen von L.A. Es macht nichts (<em>you&#8217;re weirding me out<\/em>). Solange man die Grenzen einh\u00e4lt, sind alle darin einig, so zu tun, als w\u00e4re alles paletti. Wenn ich aber in irgendeinen Konflikt geraten w\u00fcrde \u2013 etwa mich auf das Grundst\u00fcck eines guten B\u00fcrgers verirrte oder eben den Katholizismus <em>tribal<\/em> nenne \u2013 w\u00e4re der Spa\u00df vorbei.<\/p>\n<p>Die Freiheit und der Wunsch nach einem liberalen Alltag, etwa in diesen guten Gegenden, wo man sich wegen Kriminalit\u00e4t keine Sorgen machen muss und offene T\u00fcren pflegt, verlangt Paranoia und \u00dcberwachung der Nachbarn und eine strenge Ausgrenzung von allem, was zu viele Autoteile im Vorgarten hat. Die Ausgrenzung nimmt oft die Form an, dass man nicht wei\u00df, was man miteinander reden soll. <em>It feels awkward,<\/em> wenn man negative Gedanken \u00fcber jemanden hat oder ihn nicht versteht, und dieses Gef\u00fchl, verunsichernd, ja zersetzend, ist zu vermeiden, weil es die Aufgabe, ein guter Amerikaner zu sein, tats\u00e4chlich sehr erschwert. Vor diesem Hintergrund leuchtet mir ein, wieso so viele US-amerikanische Arthouse-Filme von verstockten Leuten handeln; wieso das Stocken und das verlegene Herausplatzen von scheinbar grundaufrichtigen, pathetischen Statements zum guten Ton f\u00fcr US-amerikanische Intellektuelle erh\u00f6ht worden sind.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, erz\u00e4hlt mir meine Tante, gab es sogenannte <em>party-lines<\/em>, also Telefonanschl\u00fcsse mit mehreren Apparaten, die sich ein paar Nachbarn teilen. Man konnte abheben und den Gespr\u00e4chen der anderen lauschen \u2013 die h\u00f6rten ein leises Klicken. Im Mittleren Westen waren viele deutschsprachige Einwanderer, die auf einmal nicht mehr wagten, miteinander deutsch zu sprechen, da sie f\u00fcr Spione gehalten werden konnten. An der Westk\u00fcste verhafteten Freiwillige vorsorglich alle Asiaten, da viele von ihnen Japaner nicht von Chinesen oder Vietnamesen unterscheiden konnten; sie wurden in Lager gebracht. Der Nordteil Newtons wurde bis in die letzten Jahrzehnte von den mildt\u00e4tigen, karitativ hochaktiven Mennoniten als ethnisch geschlossene Gegend gehalten, keinem mit anderer Hautfarbe oder Religion wurde ein Haus verkauft, bis einzelne sich mit Gerichtsprozessen gegen die illegale Diskrimination durchsetzten \u2013 wie es in Mount Pleasant in Washington in den 50er Jahren geschehen war.<\/p>\n<p>Bis heute werden aber die H\u00e4user in North Newton schlicht so teuer verkauft, dass eine effektive Segregation weiter funktioniert. Es dominieren aber Leute wie meine Verwandten, ebenso wie in \u00d6sterreich und in Deutschland \u2013 man wei\u00df nicht, was sie w\u00e4hlen, und ihre Ansichten schweben wohl in der Luft, aber im Grunde, wenn man sie kennt, sind sie lieb, hilfsbereit, verst\u00e4ndnisvoll, auch wenn sie auf ihr Geld und ihr wirtschaftliches Fortkommen schauen, wie selbstverst\u00e4ndlich und aus irrationalen Gr\u00fcnden die eigene Familie vor anderen Leuten immer bevorzugen. Hier vermute ich wieder eine der monet\u00e4ren Wasserscheiden der Welt, denn es ist eben nicht selbstverst\u00e4ndlich, dieses Clan-Denken. Wer es nicht macht, oder wem die Familie zerbr\u00f6selt und zerbricht, hat es schwerer. So weitet sich die Schere zwischen &#8222;gute&#8220; und &#8222;schlechte&#8220; Familien, der treibende Schatten der ber\u00fchmten Schere zwischen arm und reich, die zu schlie\u00dfen die soziale Gerechtigkeit einst erfunden worden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4833\" aria-describedby=\"caption-attachment-4833\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4833\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/bruecke-1024x768.jpg\" alt=\"\u00a9 Ann Cotten\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/bruecke-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/bruecke-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/bruecke-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4833\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Als wir uns mit einem Bier an den Fluss setzen, ist es schwer, die Illegalit\u00e4t dieser Handlung zu vergessen, obwohl der Vogelgesang und der geteerte Holzsteg der Eisenbahn in der Wintersonne einen veritablen <em>locus amoenus<\/em> konstruieren. Illegal ist einerseits das Bier in der \u00d6ffentlichkeit, andererseits das Betreten eines Grundst\u00fccks, von dem ich nicht genau wei\u00df, wem es geh\u00f6rt. Die USA hat hier den Missstand Englands perpetuiert, wo es generell verboten ist, Land zu betreten, anstatt eine allgemeine Wegefreiheit oder ein Betretungsrecht nach schottischem, skandinavischem oder mitteleurop\u00e4ischem Vorbild einzurichten. Anstatt dass wie in \u00d6sterreich oder Schottland jeder unbebautes Land durchqueren kann, aber verpflichtet ist, keinen Schaden anzurichten, ist der Privateigent\u00fcmer hier im Prinzip berechtigt, jeden <em>Trespasser<\/em> zu erschie\u00dfen. Oft muss man lange nach einer touristischen Infrastruktur suchen, mit <em>Trailhead<\/em>, Picknickb\u00e4nken, asphaltierten Wegen, um einen schlichten Spaziergang zu machen, obwohl ringsum die herrlichste Natur lockt. An den Highways entlang verlaufen filigrane Z\u00e4une.<\/p>\n<p>Ich bin ja nur ein europ\u00e4ischer Tourist, aber wie muss es wehtun, einem nomadischen Volk anzugeh\u00f6ren und pl\u00f6tzlich mit diesem <em>Trespassing<\/em>-Rechtssystem konfrontiert zu sein? Pl\u00f6tzlich kommen Horden von Kleing\u00e4rtnern und bauen ihren Zirkus mit Z\u00e4unen und Pancakes auf und verachten alle gr\u00f6\u00dfer gedachten Lebensformen mit pathologischem Hass. Es ist nicht nur der Genozid und die jahrhundertelangen sadistischen Umerziehungspraktiken, es ist der ganze b\u00fcrgerliche Terror, den die englische Cottagementalit\u00e4t aufbringt, der das weite freie Land wie mit der Egge verunstaltet. Ein biografisches Buch \u00fcber den Maler und Bildhauer Blackbear Bosin macht mich nachdenklich, als seine Ehe geschildert wird, und wie er manchmal die Umgebung mit seiner Lebensart provozierte. Und er war immerhin sicher in seinem eigenen Protokoll k\u00fcnstlerischen Handelns. Wie, wenn man gar kein gestandener Individualist ist, wie \u00fcberlebt man mit seinem Selbstbewusstsein in einer so massiv von wei\u00dfen Kleinb\u00fcrgern diktierten Umgebung?<\/p>\n<p>Manchmal wirkt es wie eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte, wenn die Leute reden \u2013 weil die Distanzen so weit sind und die meisten Leute nie andere Sitten kennenlernen. Dabei, denke ich leise, sind sie doch mitten unter ihnen. Aber sie schrecken sich, was passieren w\u00fcrde, wenn sie sich auch nur betr\u00e4nken. Die sch\u00f6nen Seelen wiederum, sagen wir mal, die K\u00fcnstler und die <em>Native Americans<\/em>, f\u00fcrchten sich wiederum vielleicht zu wenig vor dem Rausch, der ihnen mehr geistigen Raum zugesteht als die herrschende nationale Atmosph\u00e4re. Er baut die Hemmungen ab, die Angst, das Gehege von Verboten, die die puritanischen Kleinb\u00fcrger umgeistern. Ich vergesse gerne und haltlos nach dem ersten Schluck Wein, dass diese freundlichen Leute t\u00fcckisch und falsch sind mit ihrem Sirup von Freundlichkeit, den sie in Schlaufen um mich legen. Morgen sind die Fesseln zu Plastik erstarrt, das ich auf den Boden absch\u00fcttle wie ein Exoskelett.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4817\" aria-describedby=\"caption-attachment-4817\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4817\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/innercity-cotten-1024x768.jpg\" alt=\"\u00a9 Ann Cotten\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/innercity-cotten-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/innercity-cotten-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/innercity-cotten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4817\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Detroit hingegen steht kathedralisch, unterirdisch, voll eingebauter Ahnungen. Geistig gesund scheinen sie in ihrer Kaputtheit mit genug Raum zu leben. Immerhin haben sie diese Vergangenheit als Paris der Vereinigten Staaten, die Relikte utopischen <em>Art D\u00e9cos<\/em> im Aztekenstil, die opulenten Materialien setzen \u00e4sthetische und so auch irgendwie geistige Ma\u00dfst\u00e4be. Im ber\u00fcchtigten Cass Corridor liegen Zigarettenspitzen aus cremefarbenem Plastik am Boden, eine Marke, die ich sonst selten sah. Kaputt aber elegant. Als Fallbeispiel schlechthin f\u00fcr Gentrifizierung legt Detroit nahe, die K\u00fcnstlernaturen genauer zu besehen, die meist ahnungslos, naiv oder von Trends mitgerissen ihre tragische Versch\u00f6nerungsarbeit leisten. Sie lieben h\u00fcbsche Dinge, sie machen h\u00fcbsche Dinge. Wenn es nur so einfach w\u00e4re mit der H\u00fcbschheit!<\/p>\n<p>Wirtschaftlich ist es indessen kaum zu fassen, dass in Detroit tats\u00e4chlich immer wieder der selbe Fehler passiert \u2013 es zeigt, dass die Stadt sich keinen eigenen Wert zuschreibt gegen\u00fcber den Firmen, die sie zur hysterischen \u00dcberbl\u00fcte trieben und dann fallen lie\u00dfen. Immer wieder. Im Boom wird euphorisch gebaut, der Bev\u00f6lkerung werden Filmpal\u00e4ste und Opernh\u00e4user geschenkt. Kaum l\u00e4sst die Wirtschaft nach, wird die Stadt im Stich gelassen. Niemand ist zust\u00e4ndig f\u00fcr Kontinuit\u00e4t. Jetzt ist wieder Aufbau angesagt, die Preise sind schon m\u00e4chtig gestiegen und die Innenstadt ist ein einziger Brillant. Jedes Haus hat einen Besitzer, auf dessen Wohlverhalten gehofft wird. Niemand h\u00e4tte das gedacht. Und wenn es wieder zerf\u00e4llt, wird es auch alle \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Ich treffe mich mit Nandi Comer, einer Schriftstellerkollegin, deren trockenen Humor und Kundigkeit in diversen Genres von Techno bis Lyrik ich online bewundert habe. Sie f\u00fchrt mich in einen mexikanischen Supermarkt zum Taco-Essen aus. Die Familie, die den Supermarkt betreibe, komme aus der Gegend, in der sie selbst eine Zeit lang unterrichtet habe, erkl\u00e4rt sie, und spricht vertraut mit ihnen auf Spanisch. &#8222;<em>Soul food<\/em>,&#8220; lacht sie, und meint damit Essen, das einen sentimentalen Mehrwert mit sich tr\u00e4gt. Wie eine mexikanische Version von Tapas werden die Tacos einzeln bestellt, kleine Mais-Tellerchen mit verschiedenen <em>toppings<\/em>, wir rollen sie und schieben sie in den Mund, eine elegantere Art von <em>fingerfood<\/em> als der polsterartige Hamburger. Sie schildert, welche Fluten von ver\u00f6ffentlichungsgeilen Poeten die ebenfalls massenhaft betriebenen Literaturzeitschriften fluten, sodass man besser dran ist, bei Wettbewerben mitzumachen, weil dort eine Teilnahmegeb\u00fchr die Zahl der Bewerber einschr\u00e4nkt. Beim Erkl\u00e4ren von Detroit unterbricht sie sich, um mit einem Seufzer anzumerken, alle \u00dcberlegungen zur gegenw\u00e4rtigen Gesellschaft f\u00fchrten sie irgendwie immer wieder auf den Rassismus zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich entschuldige mich daf\u00fcr, dass ich mich die ganze Zeit entschuldige, und muss an einen Artikel denken, aus dem mehr oder weniger hervorging, dass man als wei\u00dfer Mensch kaum eine Methode finden k\u00f6nne, mit von Rassismus betroffenen Menschen richtig umzugehen. Weder das Thema zu vermeiden, noch das Thema anzusprechen, sei richtig; w\u00e4hrend der besserwisserische Kompetenztonfall des amerikanischen Idioms an den falschen Stellen mit Vorschlaghammern hantiert, k\u00f6nnen sich von unschuldig tuenden Fragen und passiven Zuh\u00f6rangeboten Betroffene verarscht und alleingelassen vorkommen. <em>How to be a good ally,<\/em> muss sich von Fall zu Fall entscheiden, durch Haltung und Taten mehr als durch Worte. Stimmungen und Machtstrukturen kann man nicht nach Belieben am Flie\u00dfband erzeugen. Sie ergeben sich aus einer gemeinsamen Meisterschaft des Spiels, was auch bedeutet, Kontrolle abzugeben. Ich erinnere mich an meine fr\u00fchesten sozialen Hochgef\u00fchle: beim Fu\u00dfballspielen. Trippeln, Pass, Pass, Schuss \u2013 mein K\u00f6rper und nicht nur mein Kopf musste begreifen, dass es kein Einzelkampf war, und dadurch kam dann die Euphorie.<\/p>\n<p>Am Morgen, als wir in Detroit ankamen, empfing ich so ein freundliches Zuspiel, als der Busfahrer der Linie, die die Hauptstra\u00dfe Woodward Avenue auf und ab f\u00e4hrt, uns, und dann noch alle anderen Passagiere, die er sah, am Stra\u00dfenrand auflas und in das bimmelnde Gesch\u00e4kere einbezog, mit dem er die Stationen ansagte. Ich verstand nur die H\u00e4lfte, machte mit ihm den geforderten Kn\u00f6chelkuss-Gru\u00df, und die Stadt hatte mein ersch\u00f6pftes Herz gewonnen. Die H\u00e4rte und Anarchie zeigte sich als freundliches und konstruktives Verhalten, das mich wie den letzten einschloss.<\/p>\n<p>Im Moment schaue ich aus dem Fenster des Southwestern Chief in die w\u00fcsten Wildnisse von Colorado. Diese Strecke muss einst zum F\u00fcrchten gewesen sein mit so vielen Verstecken f\u00fcr Banditen. Die Pr\u00e4rie ist vorbei. Was konstant bleibt, ist der Eisenschrott, mit dem jedes B\u00e4chlein gespickt ist, wenn irgendjemand in der N\u00e4he wohnt. Vertrautheit statt Z\u00e4rtlichkeit. Ich fahre Richtung Westen, die W\u00fcste w\u00e4chst.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/fly-over-usa\/\">Alle Folgen von \u201eFly-over USA\u201c: Ist das schon das neue Amerika? Die Schriftstellerin Ann Cotten bereist das Land nach der Wahl von Donald Trump. <\/a><\/em><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Prohibition funktioniert. Allen, die anders sind, wird mit Feindschaft begegnet. Wie \u00fcberlebt man in den S\u00fcdstaaten der USA, wo der Geist wei\u00dfer Kleinb\u00fcrger [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1006,"featured_media":4820,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[14,7,5],"tags":[],"class_list":["post-4812","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fly-over-usa","category-gesellschaft-politik","category-schriftstellerleben"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Als Nomade im Bible Belt - Freitext<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Als Nomade im Bible Belt - Freitext\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Prohibition funktioniert. Allen, die anders sind, wird mit Feindschaft begegnet. Wie \u00fcberlebt man in den S\u00fcdstaaten der USA, wo der Geist wei\u00dfer Kleinb\u00fcrger [\u2026]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freitext\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2017-01-10T12:30:27+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2017-01-24T10:44:16+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Ann Cotten\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-1.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Ann Cotten\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/\",\"name\":\"Als Nomade im Bible Belt - Freitext\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\"},\"datePublished\":\"2017-01-10T12:30:27+00:00\",\"dateModified\":\"2017-01-24T10:44:16+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/aedbec6626ef43a9cac2280bcc79b3b9\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Als Nomade im Bible Belt\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\",\"name\":\"Freitext\",\"description\":\"Feld f\u00fcr literarisches Denken\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/aedbec6626ef43a9cac2280bcc79b3b9\",\"name\":\"Ann Cotten\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/05cdd928715e1807f1824f857b7fe837adc60d5963fe464d80611ec31f8058f9?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/05cdd928715e1807f1824f857b7fe837adc60d5963fe464d80611ec31f8058f9?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Ann Cotten\"},\"description\":\"Ann Cotten, geb. 1982 in den USA, aufgewachsen und studiert in Wien (Germanistik), seit 2007 ohne Angestelltenverh\u00e4ltnis Texte verfassend: \\\"Fremdw\u00f6rterbuchsonette\\\" (2007), \\\"Nach der Welt\\\" (2008), \\\"Florida-R\u00e4ume\\\" (2010), \\\"Rein \u2013 ja oder nein?\\\" (2013), \\\"Hauptwerk. Softsoftporn\\\" (2013), \\\"Der schaudernde F\u00e4cher\\\" (2013).\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/ann-cotten\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Als Nomade im Bible Belt - Freitext","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Als Nomade im Bible Belt - Freitext","og_description":"Die Prohibition funktioniert. Allen, die anders sind, wird mit Feindschaft begegnet. Wie \u00fcberlebt man in den S\u00fcdstaaten der USA, wo der Geist wei\u00dfer Kleinb\u00fcrger [\u2026]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/","og_site_name":"Freitext","article_published_time":"2017-01-10T12:30:27+00:00","article_modified_time":"2017-01-24T10:44:16+00:00","author":"Ann Cotten","twitter_card":"summary_large_image","twitter_image":"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-1.jpg","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Ann Cotten","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/","name":"Als Nomade im Bible Belt - Freitext","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website"},"datePublished":"2017-01-10T12:30:27+00:00","dateModified":"2017-01-24T10:44:16+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/aedbec6626ef43a9cac2280bcc79b3b9"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/10\/bible-belt-usa-cotten\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Als Nomade im Bible Belt"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/","name":"Freitext","description":"Feld f\u00fcr literarisches Denken","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/aedbec6626ef43a9cac2280bcc79b3b9","name":"Ann Cotten","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/05cdd928715e1807f1824f857b7fe837adc60d5963fe464d80611ec31f8058f9?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/05cdd928715e1807f1824f857b7fe837adc60d5963fe464d80611ec31f8058f9?s=96&d=mm&r=g","caption":"Ann Cotten"},"description":"Ann Cotten, geb. 1982 in den USA, aufgewachsen und studiert in Wien (Germanistik), seit 2007 ohne Angestelltenverh\u00e4ltnis Texte verfassend: \"Fremdw\u00f6rterbuchsonette\" (2007), \"Nach der Welt\" (2008), \"Florida-R\u00e4ume\" (2010), \"Rein \u2013 ja oder nein?\" (2013), \"Hauptwerk. Softsoftporn\" (2013), \"Der schaudernde F\u00e4cher\" (2013).","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/ann-cotten\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-railroad-bridge-min-1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1006"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4812"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4812\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4819,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4812\/revisions\/4819"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}