{"id":4872,"date":"2017-01-19T13:16:24","date_gmt":"2017-01-19T12:16:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4872"},"modified":"2017-01-24T11:45:11","modified_gmt":"2017-01-24T10:45:11","slug":"usa-konflikte-zukunft-kalifornien-cotten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/01\/19\/usa-konflikte-zukunft-kalifornien-cotten\/","title":{"rendered":"Schwindelnd in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die USA sind voller Konflikte, die niemand beseitigen will. Man hat gelernt, sich damit einzurichten. Diese F\u00e4higkeit werden die Amerikaner jetzt mehr denn je brauchen.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4892\" aria-describedby=\"caption-attachment-4892\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4892\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/freitext-kalifornien-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-kalifornien-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-kalifornien-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/freitext-kalifornien-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4892\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Los Angeles hat was von einer Zeltstadt. Nicht nur wegen der Zelte der Obdachlosen, sondern auch historisch: Ihre Gegenwart verschwindet zwischen dem Licht imaginierter Zukunft und den Trugschatten von in \u00dcberh\u00f6hung und Vergessen gespaltenen Vergangenheiten. Und es am\u00fcsiert mich, diese Folie und die von <em>Occupy-Camps<\/em> oder vom Camp am <em>Standing Rock<\/em> \u00fcbereinanderzulegen.<!--more--><\/p>\n<p>Auf banaler Ebene passen sie aufeinander mit der Symmetrie jeder Menschenfigur: In jeder Lebenssituation hat man ein Ziel und eine Gegenwart, und ihre Beziehung flackert mit der inneren Sammlung. Der Unterschied, eine Art moralische Wasserscheide: Bei manchen ist das Ziel pers\u00f6nlich, bei anderen gemeinn\u00fctzig. Der Umstieg vom einen zum anderen Motivationsmodell d\u00fcrfte sich psychologisch schwierig erweisen. Wenn er nicht in der Gestalt einer Erl\u00f6sung von einem empfundenen Konflikt kommt, wenn kein Moment der Bekehrung, keine bewusste Umwertung der Werte stattfindet, wird eben das \u00fcbliche Erkl\u00e4rungsmuster gedehnt.<\/p>\n<p>Bei den Ego-Motivierten bleibt alles Gemeinn\u00fctzige geheim und vielleicht sogar etwas schambeladen. Die anderen wiederum m\u00fcssen sich f\u00fcr jede eigenn\u00fctzige Handlung einen selbstlosen Zweck herbeiargumentieren. So rum oder so rum, am Ende z\u00e4hlen Worte nur, insofern sie Handlungscharakter haben, etwa als Gesetz, Gerichtsspruch, oder weil sie bewegen oder Perspektivenwechsel erzwingen. <em>A smile<\/em>, predigt hingegen eine Stimme aus dem Radio, <em>will stop malice in its tracks.<\/em> Das L\u00e4cheln muss aber halt von Herzen kommen. Manchmal ist das wie die D\u00fcnenstra\u00dfen, die so halluzinatorisch steil auf und ab gehen, dass man den Motor der Zeit aufheulen h\u00f6rt und die Millisekunden z\u00e4hlt, die sie braucht, um einen wieder in einen zum L\u00e4cheln f\u00e4higen Zustand zu bringen.<\/p>\n<p>Als ich wie jeder Depp das Zentrum von L.A. suche, finde ich leer starrende B\u00fcrow\u00fcsten, die ausschlie\u00dflich von Obdachlosen bev\u00f6lkert zu sein scheinen. Eine Reihe von ihnen hat ihre Zelte auf einer <em>Overpass<\/em> \u00fcber einer Stadtautobahn aufgebaut, wo es rund um die Uhr extrem laut ist. Auch so ein komischer Trend, umgekehrt vom selben Muster wie die vielbesprochene Feedback-Blase in Facebook, dass man sich mit dem Unertr\u00e4glichsten umgibt? Von dem, der auszog, das F\u00fcrchten zu lernen? Die Strategie, sich einen Gestank anzulegen, um sich die Leute vom Leib zu halten, l\u00e4sst sich jedenfalls leicht auf Facebook wie auf Vorg\u00e4rten \u00fcbertragen. Viele der Gestalten in Lumpen sind oder geben sich verr\u00fcckt. Ob das eher Resultat oder Ursache der Obdachlosigkeit ist? Es sind auch Drogen im Spiel, Tr\u00e4ume, Wahne. Alles, womit man sich Hoffnungen zurechtdichtet trotz faktisch schlechter Chancen, sowie kleine, verbreitete Macken, die harmlos erscheinen, solange das Subjekt in Wohlstand eingebettet ist. Der Henne-Ei-Zirkel, wie bei mir beim Reisen: Gehst du auf Trips, um deinem Leben zu entfliehen, wird dein vernachl\u00e4ssigtes Leben entfliehenswerter. Jedenfalls machen die Posen der Verr\u00fccktheit es einfacher, die &#8222;Gestalten&#8220; als schlicht eine weitere Tiersorte anzusehen, wie die Banker, die Touristen, die Inhaber von kleinen Superm\u00e4rkten, und so weiter. Man kann gar nicht mit ihnen reden. Aber gerade als ich vorbeigehe, spricht eine Ladeninhaberin vertraut wie eine Freundin mit einer greisen Bettlerin, die vor ihrer T\u00fcr im Schatten sitzt: &#8222;<em>Therese, you&#8217;re scratching at your arm again.&#8220; <\/em>Die Leute sind so cool. Und wieder packt mich die Sehnsucht danach, mich irgendwann irgendwo richtig zu integrieren. Vertraut zu werden. Man muss nicht alles als Problem <em>framen<\/em>, Ann.<\/p>\n<p>Gern geb ich mich dann der <em>giddiness<\/em> der Hollywood Avenue hin, f\u00fcge mich in den Strom lustiger Pilger, verehrungswillig schlurfend \u00fcber die Namen der verblichenen Filmstars und dem ganzen abgenudelten Plankton, den die Wellen der Medien eine Zeit lang mittragen und dann in den <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Loved_One\">ber\u00fchmten Friedh\u00f6fen <\/a>ablegen. Der Stadtgeist erscheint mir gelockerter in L.A. als bis jetzt in den St\u00e4dten, als k\u00f6nnte ich hier Eingang finden, wenn ich wollte; Witz tr\u00e4fe auf witzwillige Leute. Vielleicht ist es nur meine Einverstandenheit, geschuldet der verwitterten Art-D\u00e9co-Architektur, mich von dieser Maschine zermalmen zu lassen. Bei anderen Maschinen h\u00e4tte ich was dagegen. Die Stadt wirkt so, als w\u00e4re ihr zwar wie jeder anderen Stadt egal, was aus einem wird, aber sie wiche m\u00f6glicherweise leicht aus, um einen nicht zu \u00fcberfahren. Vielleicht ist es das warme Klima. Trotzdem komisch, dass in der Stadt der Sehns\u00fcchte meine notorische Unruhe, mein moralisches N\u00f6rgeln endlich gestillt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4874\" aria-describedby=\"caption-attachment-4874\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4874\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/2017-01-10-22.45.48-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-10-22.45.48-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-10-22.45.48-620x412.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-10-22.45.48-768x511.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-10-22.45.48.jpg 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4874\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die K\u00fcste hoch nimmt eine Bucht nach der anderen den Autofahrern in den Kurven den Atem. Pelikane fliegen schr\u00e4g in einer Linie vorbei. Seeotter auf dem R\u00fccken machen niedliche Bewegungen mit den Pfoten. Die H\u00fcgel gehen rauf und runter, comichaft moosgr\u00fcne Busen, Ex-D\u00fcnen, die sich bis nach San Francisco ziehen. Ein d\u00e4nisches Dorf, auf die geschmackvollste Weise touristisch ausgeweidet, pr\u00e4sentiert sich als surreale Utopia, Chinesen und Hispanics inklusive. Die B\u00e4ckereien liefern gratis in die ganze USA, Butterkekse vor allem und schwere Scheiben Fudge. Es riecht modrig-feucht, gelegentlich nach Eukalyptus, Bartflechten bereichern die W\u00e4lder. Steilk\u00fcsten, von der aus Afrika eingef\u00fchrten Hottentottenfeige zusammengehalten und gekr\u00f6nt mit neuseel\u00e4ndischem Spinat, br\u00f6ckeln nach den schweren Regenf\u00e4llen, von denen erhofft wird, dass sie das Ende der f\u00fcnfj\u00e4hrigen D\u00fcrre einl\u00e4uten. Die Wasserreservoire sind leer. In der Lokalpolitik wird um das Wasser gek\u00e4mpft, und Brunnenbohrfirmen haben schon dauerhafte Plakate l\u00e4ngs der <em>Freeways<\/em> aufgestellt, versprechend Wartezeiten unter zwei Wochen. Subjektiv wirkt indessen alles hier gr\u00fcn und feucht nach der W\u00fcste, die wir eben durchquerten. Man muss eben im Kopf die Rechnung \u00fcberschlagen, wenn man durch die Central Valley gefahren ist, von Horizont zu Horizont stehen Orangen-, Mandarinen-, Pfirsich- und Mandelb\u00e4ume, Weinreben, Artischocken, und alles muss bew\u00e4ssert werden.<\/p>\n<p>Hispanische D\u00f6rfer, die auch in Iowa sein k\u00f6nnten, agrarwirtschaftlich orientiert, eine schlichte <em>Main Street<\/em> im Meer der Felder. An den Z\u00e4unen der immensen Ranchos mehr Trump-Plakate als auf der ganzen Strecke bislang. Gr\u00f6\u00dfere mittelst\u00e4ndische agrarindustrielle Betriebe, die sich noch als k\u00e4mpfend und noch nicht als spekulierend empfinden, empfinden den Mindestlohn als akute Bedrohung ihrer Existenz. Wenn sie nicht fest daran glaubten, dass ihre Arbeiter auch ohne Mindestlohn leben k\u00f6nnten, wie k\u00f6nnten sie ruhig schlafen? Sie haben keine Wahl, als an den Prinzipien festzuhalten, die eine gewisse Klasse von Menschen gewisserma\u00dfen als Untermenschen mit weniger Bed\u00fcrfnissen einzustufen, auch wenn sie um diese Feststellung herumreden. Dass sie mit Besitz und Betrieb \u00f6rtlich verankert sind, gibt ihnen die wahnwitzige, ohnm\u00e4chtige Wut einer Hausfrau ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4882\" aria-describedby=\"caption-attachment-4882\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4882\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/2017-01-15-00.46.09-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-00.46.09-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-00.46.09-620x412.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-00.46.09-768x511.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-00.46.09.jpg 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4882\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Was f\u00e4ngt man mit dem Meer an, das 24\/7 die K\u00fcste antr\u00fcmmert, bedrohlich br\u00fcllend wie ein <em>Air Conditioner<\/em>? Das ist nicht die Art von Spektakel, die man sehen und abhaken kann. Der Tourismus mit dem Pkw, so sehr er mich als Neuling fasziniert, erscheint mir auff\u00e4llig ungeeignet f\u00fcr das Erleben des Meers. Nichts fasst die schamgeladene Tristesse davon, ein Tourist zu sein, besser in ein Bild als dieses leicht ratlose Anhalten, Aussteigen, Meer Anschauen, Umhergehen, Meer ein letztes Mal Anschauen, Einsteigen, Weiterfahren. Wenn man sich damit anfreundet, f\u00fchlt man, wie etwas in einem abstirbt, das man dringend braucht: vielleicht das Begehren, der rote Faden, die Witterung nach der inneren Logik der immer fremden Welt, die Suche nach dem Weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4886\" aria-describedby=\"caption-attachment-4886\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4886\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/IMG_20170110_165252-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170110_165252-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170110_165252-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170110_165252-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4886\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Man kann sich ja keine sch\u00f6nere, bewegendere, maximalere Landschaft vorstellen als so eine Bucht. Im Grunde macht es der oder die Obdachlose im Bonnie Doon Bay richtig, in eine Decke gewickelt auf der Sonnenseite der Bucht gegen den warmen Stein gekuschelt. Wenn man schon kein Pelikan sein kann. Das Bauen von H\u00e4uschen, das um die wichtigsten klassifizierten Sch\u00f6nheiten vor sich geht, impliziert schon dieses reflexartige, an sich oft inhaltsleere Pflichtgef\u00fchl, das auch mich immer wieder vom Meer mich abwenden l\u00e4sst. Vorschnell immer, egal wie lang ich bleibe. Ich muss in die n\u00e4chste Stadt weiter \u2013 warum? Weil die St\u00e4dte die komplexen Probleme haben, die mich als Schriftstellerin zu interessieren haben. Das gute Leben, die braven Familien und die gl\u00fccklichen Tiere brauchen keine schriftliche Poesie. Sie ist zu Hause, wo Geschichten nicht zu Ende erz\u00e4hlt sind, nicht mal ganz begriffen; wo Strukturalismus sich mit der Unmittelbarkeit von Eindr\u00fccken trifft, die schwer zu benennen sind und deren Bedeutung nicht auf Anhieb klar sein kann und mit den Str\u00f6mungen und Stimmungen fluktuiert.<\/p>\n<p>Es ist merkw\u00fcrdig, hier in den l\u00e4ndlichen USA die Arbeiten der StipendiatInnen der NBK Berlin anzusehen. In der Kunstszene habe ich als junge Frau die Regeln der dortigen Avantgardevorstellung gelernt: Man bewege sich mit dem Radikalen am Rand der Verr\u00fccktheit, lasse aber durch Vernunft oder durch zur Schau gestellte Marktschl\u00e4ue deutlich durchschimmern, dass man durchaus nicht wirklich durchgedreht ist, sondern lediglich einen koketten Flirt mit dem Ohnm\u00e4chtigen, dem Klassenkampf, dem Bewusstsein f\u00fcr Rassismus oder sonstigen Angelegenheiten auf das Parkett legt. Diese <em>Issues<\/em> erhalten dadurch die \u00c4sthetik von Modetrends, was oft auch den ernsthaften Aktivisten recht ist, quasi Werbung f\u00fcr die Sache \u2013 aber das Entscheidende passiert nicht, dass w\u00e4hlende Konsumenten zu handelnden Menschen emanzipiert werden.<\/p>\n<p>Ein bisschen seltsam wird es, wenn K\u00fcnstlerInnen wirklich schwarz sind, wirklich mit anderen Wertelogiken operieren. Die Grenze zur Naiven Kunst kommt dann auf einen zu wie der spitze Keil eines Autobahnexits; ohne zur Besinnung zu kommen, entscheidet man oder es entscheidet sich f\u00fcr einen, anhand einer leichten Neigung der Handschrift, eines Idioms beim Sprechen, einer Stilnuance, w\u00e4hrend man sich faktisch gesehen im Affentempo der inneren Entwicklung fortbewegt, ob man zu den integren Losern oder zu den zynischen Gewinnern f\u00e4hrt. F\u00fcr diese Nuancen suche ich andauernd nach Messmethoden, ein Indikator w\u00e4re sicherlich das zur Arbeit am Konzept (und am Marketing) relative Ma\u00df an Arbeit am physischen Werk, aber allein sagt dieser Wert nichts aus. Ich r\u00e4tsle etwa \u00fcber Wolf von Kries&#8216; Quilt aus Umzugsdecken, das mir zun\u00e4chst ein volleres Bild des K\u00fcnstlers zeichnete als seine St\u00e4be in betongef\u00fcllten wertvollen asiatischen Vasen. W\u00e4hrend letztere dem Kunstgebaren von verr\u00fcckten Unangepassten \u00e4hneln, stellt der Quilt wie viele traditionelle Volkskunsttechniken eine bew\u00e4hrte und sicher auch leidgetr\u00e4nkte Methode dar, alle Arten von geistigem Leben in einem n\u00fctzlichen und unproblematischen Rahmen zu verarbeiten. Da ich zuf\u00e4llig mit Quiltmacherinnen bekannt bin, stellt sich mir auch noch die Frage, ob Kries, wie es \u00fcblich ist, Amishe N\u00e4herinnen mit der Arbeit beauftragt hat, oder selbst an einer dieser teuren und schwierig zu handhabenden Quiltmaschinen zugange war, oder ob der Quilt ungesteppt ist, ein Objekt f\u00fcr die Galerie, nur Show, nicht benutzbar. Die Amish werfen wieder Fragen auf, etwa ob eine kollektive Exzentrik zu recht k\u00fcnstlerisch herablassend behandelt wird, die nat\u00fcrlich als Lebensform viel massiver und m\u00e4chtiger als je ein Einzelk\u00fcnstler sein kann (wobei deren Einfluss, dank Medien, ganz eigene Dynamiken hat, aber Einfluss ist nicht gleich Lebensart). Grundlose Herablassung, die wieder den Graben vertieft, denn die Kollektive hassen dann wiederum die Individualisten, verstehen nicht, was der wollen kann, ist er mit ihren Gurken nicht zufrieden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4885\" aria-describedby=\"caption-attachment-4885\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4885\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/IMG_20170108_162359DerWeisseInSantaMonica-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170108_162359DerWeisseInSantaMonica-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170108_162359DerWeisseInSantaMonica-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/IMG_20170108_162359DerWeisseInSantaMonica-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4885\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Das Land ist voller Kontraste, k\u00f6nnte ich im Reisef\u00fchrerton schreiben. Was mich besch\u00e4ftigt, ist, dass es auf Konflikten, ja kultivierten Kriegen aufgebaut ist, die keiner vorhat zu beseitigen. Die Demokraten reden schon dar\u00fcber, dass sie genauso dreckig k\u00e4mpfen und mit denselben Mitteln alles verhindern m\u00fcssen wie die Republikaner. Die Kommunisten, wo ich von ihren <em>sit-ins<\/em> und Gerichtsfehden gegen Gentrifizierung und Entrechtung von Menschen lese, sind alte K\u00e4mpfer, die sich immer wieder mit der Hoffnung motivieren, dass der Sieg nicht weit sei. W\u00e4hrend die <em>Smileyfaces<\/em> und<em> Oh-I-just-love-your-coat-<\/em>Fraktion einfach alles mit Liebe \u00fcberrollen. Wahrscheinlich werden entweder sie am Ende siegen, wie im <em>Cass Corridor<\/em> (bis auf die Craft-Beer-Tussil\u00e4den), oder der Klimawandel wird die Grabenk\u00e4mpfe schlicht \u00fcbert\u00f6nen, in einem folter\u00e4hnlich langsamen <em>fade-in<\/em>, der die Gegenden je nach Ausgangslage verf\u00e4rbt. Solange man Wasser kaufen kann (ein Dollar f\u00fcr sechs Halbliterfl\u00e4schchen, 65 Cent f\u00fcr eine 1,5-Liter-Flasche: wer spart, kauft mehr Plastikm\u00fcll), das per Lkw von bezahlten Fahrern durch die Gegend gefahren wird, sodass die Spritpreise ebenso wie der Mindestlohn auch den Wasserpreis mitbestimmen, und die Politik wiederum den Spritpreis mit hohem Z\u00fcgel lenkt, sind politische Marionettenschn\u00fcre an die Finger jedes einzelnen Wassertrinkers gebunden. Au\u00dfer, wenn man einen eigenen Brunnen hat.<\/p>\n<p>Und doch kann man in jeder Lebenslage entscheiden, ob man nicht findet, dass Wasser und Sozialversicherung direkte Grundrechte sein sollten und nicht etwas, was man sich vielleicht leisten kann, wenn die Hauptverbraucher mit ihren Orangen genug Geld verdienen, um einem einen lebbaren Lohn zu zahlen. Wenn diese Felder kollektiv w\u00e4ren, alle arbeiten m\u00fcssten, alle einen Anteil bek\u00e4men \u00ad\u00ad\u2013 dann finge es von neuem an, dass sich manche dr\u00fccken, nach Auswegen und Gelegenheiten suchten, hierarchische Subkulturen aufzubauen. Es sind aber eher die, deren Normalit\u00e4tsgef\u00fchl von unverdienten Vorteilen gepr\u00e4gt ist, und die nicht zufrieden sind, bis sie wieder oben sind. Das sind die Helden unserer ehrgeizbasierten Leistungsgesellschaften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4883\" aria-describedby=\"caption-attachment-4883\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4883\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/2017-01-15-01.50.48-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-01.50.48-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-01.50.48-620x412.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-01.50.48-768x511.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-01.50.48.jpg 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4883\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Was hab ich lieben gelernt an den USA? Das Faktische, Unerschrockene, das sich oft in Toleranz ausdr\u00fcckt \u2013 leider nicht immer. Es sind ja alles Einwanderer bis auf die Ureinwohner, Einwanderer vor der \u00c4ra des Internets, die eine Situation vorfanden, die sie sich vorher nicht h\u00e4tten tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Es nutzte nichts, es konnte sogar t\u00f6dlich sein, an der Unzufriedenheit festzuhalten. Sie kamen also mit allem zurecht. Und es kam immer anders, mal schlimmer, mal besser als erwartet. Was auch immer jetzt kommt \u2013 diese F\u00e4higkeit wird vielleicht wieder aufbl\u00fchen. Ob in einer <em>Mad-Max<\/em>-Zukunft oder in, wie immer wieder historisch geschah, in einer nicht-kommunistischen und dennoch durch und durch proletarisch gedachten Lebensart, einer, die Million\u00e4re in Turnschuhen ebenso wie das aristokratische Gebaren der geistig und materiell Mittellosen erzeugte.<\/p>\n<p>Das Konkrete, den Respekt vor guter Arbeit. Nur nimmt es oft eine inkonsistente Form der Logik ein. Oft h\u00f6rt man &#8222;<em>You get what you pay for.<\/em>&#8220; In einem Tonfall, den man <em>smug<\/em> nennen w\u00fcrde, selbstzufrieden. Als w\u00fcrde man, letztlich, mit eigenem Geld bezahlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>The rain it raineth all around<\/em><\/p>\n<p><em>upon the just and unjust fella,<\/em><\/p>\n<p><em>but chiefly on the just because<\/em><\/p>\n<p><em>the unjust stole the just&#8217;s umbrella. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>(Anon)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4884\" aria-describedby=\"caption-attachment-4884\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4884\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/01\/2017-01-15-02.02.19-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-02.02.19-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-02.02.19-620x412.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-02.02.19-768x511.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/01\/2017-01-15-02.02.19.jpg 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4884\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ann Cotten<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/fly-over-usa\/\">Alle Folgen von \u201eFly-over USA\u201c: Ist das schon das neue Amerika? Die Schriftstellerin Ann Cotten bereist das Land nach der Wahl von Donald Trump. <\/a><\/em><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die USA sind voller Konflikte, die niemand beseitigen will. Man hat gelernt, sich damit einzurichten. 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