{"id":4962,"date":"2017-02-02T13:39:41","date_gmt":"2017-02-02T12:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=4962"},"modified":"2017-02-02T14:53:50","modified_gmt":"2017-02-02T13:53:50","slug":"ddr-improvisation-basteln-schmidt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/02\/ddr-improvisation-basteln-schmidt\/","title":{"rendered":"Helden der Freizeit!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nicht immer nur kaufen! Selber machen. In der DDR beherrschte man diese Kunst. Deshalb wurden dort auch die gr\u00f6\u00dften Erfindungen gemacht: der Rollkoffer etwa oder Alf.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_4998\" aria-describedby=\"caption-attachment-4998\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4998 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/freitext-trabbi-620x413.jpg\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-trabbi-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-trabbi-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-trabbi-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-trabbi.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4998\" class=\"wp-caption-text\">Copyright: dpa<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Als DDR-B\u00fcrger musste man in der Lage sein, Materialien fantasievoll umzudeuten, um aus den Dingen, die man zur Verf\u00fcgung hatte, die Dinge herzustellen, die man brauchte. Heute noch kann man auf Reisen durch den Osten eine gro\u00dfe Vielfalt an selbst gebauten Gartenz\u00e4unen bewundern (sehr oft mit Variationen einer Sonne).<!--more--><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4963\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/002-zaun-blume-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/002-zaun-blume-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/002-zaun-blume-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/002-zaun-blume-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal sieht man den Z\u00e4unen noch an, in was f\u00fcr einem Betrieb der Besitzer gearbeitet hat und welche Stanzreste dort angefallen sein m\u00fcssen. In diesem Fall tippe ich zum Beispiel auf eine Fabrik f\u00fcr Flaschen\u00f6ffner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4964\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/003-zaun-flaschenoeffner-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/003-zaun-flaschenoeffner-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/003-zaun-flaschenoeffner-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/003-zaun-flaschenoeffner-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich finde diese Z\u00e4une viel sch\u00f6ner als die neuen, oft leider ziemlich kitschigen Standardmodelle aus dem Baumarkt, gegen die sie nun nach und nach ausgetauscht werden. Ich denke, dass man zu etwas selbst Gebautem eine innigere Beziehung hat, und man sieht dem Ergebnis eine Kreativit\u00e4t an, die bei vorgefertigten L\u00f6sungen nicht mehr gefragt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4965\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/004-Zaun-propeller-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/004-Zaun-propeller-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/004-Zaun-propeller-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/004-Zaun-propeller-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Umdeuten von Material war aber auch auf betrieblicher Ebene Usus, sp\u00e4testens als Anfang der siebziger Jahre jeder Betrieb verpflichtet wurde, mit seinen M\u00f6glichkeiten und aus seinen Materialien sogenannte Konsumg\u00fcter herzustellen. Eine Sargtischlerei baute dann ein Surfbrett (das nat\u00fcrlich nicht so hie\u00df), das VEB Sprengstoffwerk Gnaschwitz baute Fliegenklatschen, eine Schiffswerft Kaffeemaschinen, aus dem VEB Robotron in Dresden stammte der Heizschuh Sandalon, beim VEB Elektrokeramik Pankow haben wir als Sch\u00fcler im PA-Unterricht (Produktive Arbeit) aus Keramikmasse Laichgrotten f\u00fcr Aquarien hergestellt. Die tschechische Knetfigurenserie Pat und Mat wirkte auf mich immer wie eine Verfilmung unseres Lebens: Die beiden sympathischen M\u00e4nnlein wollten sich ein Huhn braten oder das Zimmer neu tapezieren, aber sie l\u00f6sten durch ihre kreativen Ideen jedes Mal eine Kaskade von Pannen aus. Sie lie\u00dfen sich aber nicht unterkriegen und waren in jeder neuen Folge immer wieder mit dem gleichen Enthusiasmus bei der Sache, Helden der Freizeit.<\/p>\n<p>Das Zentralorgan des DDR-Bastlers war nicht das <em>ND<\/em>, sondern das Bastelmagazin <em>Practic. <\/em>Die <em>Practic <\/em>kostete eine Mark, was f\u00fcr mich auch als Kind hin und wieder erschwinglich war, und jedes Heft steckte voller Abenteuer, weil man erfuhr, wie man im Prinzip alles haben konnte, wenn man in der Lage war, es selbst zu bauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4966\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/005-practic-cover-581x800.jpg\" width=\"400\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/005-practic-cover-581x800.jpg 581w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/005-practic-cover-768x1057.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/005-practic-cover-744x1024.jpg 744w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/005-practic-cover.jpg 1319w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe die <em>Practic <\/em>einmal gekauft, weil darin stand, wie man einen Traktor bauen konnte. Leider fehlten mir alle Materialien, bis auf das Lenkrad, denn ich hatte mir einmal eines von einem illegalen M\u00fcllhaufen an der Landstra\u00dfe geholt, an denen mein Vater immer hielt, damit wir mit einem Feldspaten nach Sch\u00e4tzen suchen konnten, alten Flaschen mit Porzellanverschluss, antiken K\u00fcchenger\u00e4ten, M\u00f6beln oder Elektroschrott. Banausen h\u00e4tten unsere gut gef\u00fcllte Wohnung sicher selbst als M\u00fcllhaufen bezeichnet, f\u00fcr mich war es ganz normal, dass wir nie etwas wegwarfen und auf dem Balkon Holzvorr\u00e4te lagerten, aus denen eines Tages etwas geschnitzt werden sollte. Ich liebte die provisorischen Bastell\u00f6sungen meines Vaters, die oft endg\u00fcltiger waren als urspr\u00fcnglich geplant. Jahrelang haben wir den Wackelkontakt am Lautst\u00e4rkeknopf unseres Fernsehers \u00fcberlistet, indem wir einen Bleistift dazwischenklemmten, an dem man dann so lange tippen musste, bis der Ton wieder ging.<\/p>\n<p>Man erfuhr in der <em>Practic <\/em>ganz offiziell, wie man die Warenwelt umdeutete, wie man sich zum Beispiel aus dem Bebo-Sher-Rasierapparat vom VEB Bergmann-Borsig eine Art Dremel zum Schleifen und Bohren bauen konnte. Das hatte etwas Subversives. Am meisten faszinierte mich in der <em>Practic <\/em>aber die Rubrik mit Lesertipps. Dort erfuhr man zum Beispiel, wie man aus Eierverpackungen einen stylischen Lampenschirm herstellte, der direkt vom Set eines James-Bond-Films stammen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4967\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/010-lampenschirm.jpg\" width=\"300\" height=\"513\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Oder es wurde aus zwei Kleiderb\u00fcgeln ein &#8222;Trockenst\u00e4nder f\u00fcr Plastebeutel&#8220; gebaut. Man verwendete bei uns seine Plastebeutel ja immer wieder, vor allem, wenn sie aus dem Westen und bunt bedruckt waren. Seine T\u00fcten zu waschen, statt sie wegzuwerfen, w\u00e4re nat\u00fcrlich auch heute umweltfreundlicher. Dass man im Osten aus dem Mangel heraus nachhaltigen Gebrauch seiner Ressourcen betrieb, war bei uns keinem bewusst. Manche empfanden diese Notwendigkeit wohl auch eher als Stigma.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4968\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/015-beuteltrockner-524x800.jpg\" width=\"300\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/015-beuteltrockner-524x800.jpg 524w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/015-beuteltrockner.jpg 533w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Computerzeitalter ging nat\u00fcrlich auch an der DDR nicht vorbei. Manche Bastler waren in der Lage, sich einen Heimcomputer selbst zu bauen. 1988 wurde in der <em>Practic <\/em>eine Anleitung zum Bau einer Maus (&#8222;Externe Cursorsteuerung&#8220;) abgedruckt, die &#8222;sich zur Cursorsteuerung einen festen Platz erobert hat, bei manchen PC geh\u00f6rt sie sogar schon zur Standardausstattung&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4969\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/020-maus_1-544x800.jpg\" width=\"300\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/020-maus_1-544x800.jpg 544w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/020-maus_1-768x1129.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/020-maus_1-697x1024.jpg 697w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/020-maus_1.jpg 1188w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Baumaterial bestand aus kugelf\u00f6rmigen, h\u00f6lzernen M\u00f6belgriffen, Schrauben, Draht, Dioden, Transistoren, Metallwinkeln und einer Butterdose. Geht es noch poetischer? Und muss man hier nicht unweigerlich an McGyver denken, den Mann mit der Ostfrisur (der sicher nicht zuf\u00e4llig kurze Zeit mit Katharina Witt liiert gewesen ist)?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4971\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/025-maus_2-561x800.jpg\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/025-maus_2-561x800.jpg 561w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/025-maus_2-768x1095.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/025-maus_2-718x1024.jpg 718w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/025-maus_2.jpg 1171w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Trabi meiner Eltern hatte am Armaturenbrett eine Fl\u00e4che, die f\u00fcr den Einbau eines Autoradios vorgesehen war, wozu es bei uns leider nie gekommen ist. Aber in der <em>Practic <\/em>stand, wie man hier wenigstens eine Uhr anbringen konnte. Einfach ein Loch ins Armaturenbrett s\u00e4gen und einen Wecker dahinterklemmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4972\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/030-Armaturenbrett-566x800.jpg\" width=\"300\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/030-Armaturenbrett-566x800.jpg 566w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/030-Armaturenbrett-768x1085.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/030-Armaturenbrett-725x1024.jpg 725w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/030-Armaturenbrett.jpg 1214w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die magische aufrecht stehende Kette, auf der wie auf einer verzauberten Kobra eine Blumenschale thront (im Winter kann hier ein Futterh\u00e4uschen stehen), habe ich sp\u00e4ter in Edinburgh wiedergefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4973\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/035-blumenschale_1.jpg\" width=\"300\" height=\"449\" \/><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4974\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/040-kette-edinburgh.jpg\" width=\"300\" height=\"400\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberhaupt hat mir erst mein Interesse f\u00fcr die DDR-Bastelei die Augen f\u00fcr das, was ich die Poesie des Provisorischen nenne, ge\u00f6ffnet, und ich sammle auf Reisen \u00fcberall Beispiele daf\u00fcr. In Istanbul sah ich bei Stra\u00dfenkehrern aus Kanistern gebaute Kehrschaufeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4975\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/045-kehrschaufel-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/045-kehrschaufel-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/045-kehrschaufel-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/045-kehrschaufel-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In Rio de Janeiro gefiel mir dieser aus Zement gegossene Poller. (Wobei die reiche Welt der selbst hergestellten Poller ein eigenes Sammelgebiet w\u00e4re.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4976\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/050-poller-e1485967230928-600x800.jpg\" width=\"400\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/050-poller-e1485967230928-600x800.jpg 600w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/050-poller-e1485967230928-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/050-poller-e1485967230928.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kinder im marokkanischen Essaouira benutzten den unteren Teil eines ausrangierten Staubsaugers als Spielzeugauto.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4977\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/055-staubsauger-620x414.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/055-staubsauger-620x414.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/055-staubsauger-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/055-staubsauger-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/055-staubsauger.jpg 1123w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt hierher auch das Trabi-H\u00fchnerdach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4978\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/060-trabi-huehner-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/060-trabi-huehner-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/060-trabi-huehner-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/060-trabi-huehner-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Lesen eines Katalogs zu einer Ausstellung \u00fcber aus Zivilisationsm\u00fcll hergestellte Objekte (Fulvio Irace: <em>Made in Slums<\/em>, Triennale Design Museum, Milano), die in einem riesigen Slum von Nairobi von fliegenden H\u00e4ndlern verkauft werden, ging mir ein Licht auf. Das Buch war die Publikation eines italienischen Designmuseums, und die Objekte wurden wie Kunstwerke in einer Ausstellung gezeigt. Den Kuratoren hatte sich die verbl\u00fcffende Erkenntnis vermittelt, dass das, was wir unter Design verstehen, nur eine Minderheit der Weltbev\u00f6lkerung betrifft. Was in Nairobi gebaut wurde, sollte niemandem gefallen, es sollte funktionieren. Die Hersteller dieser Objekte blieben anonym, die Objekte waren Antworten auf Bed\u00fcrfnisse und verdankten sich durchweg der Wiederverwendung von Material (wie bei uns im Kunstbereich das Readymade).<\/p>\n<p>Die Handwerker produzierten immer wieder dasselbe Objekt, das aber immer etwas anders aussah. Wie bei Robinson Crusoe Dinge, die am Strand angesp\u00fclt wurden, auf ihre N\u00fctzlichkeit f\u00fcr ein Leben auf der Insel interpretiert wurden, war es hier mit dem M\u00fcll der Zivilisation. Design als Waffe im \u00dcberlebenskampf. Man braucht Fantasie, um in einer Form eine andere zu entdecken, und das ist doch eigentlich Kunst. Au\u00dferdem hat es etwas Subversives, wenn Produkte einfach uminterpretiert werden. Die Objekte wirkten urban, aber gleichzeitig wie arch\u00e4ologische Fundst\u00fccke. Und sie waren absolut notwendig. Ein Herd wurde aus einer Gaskartusche gebastelt, eine Mausefalle aus Stahlkabeln von Lastwagenreifen, ein aus Blechbeh\u00e4ltern geformter Wischeimer hatte sogar eine Vorrichtung zum Auswringen des Mops. Selbst gegossene Aluminiuml\u00f6ffel, ein Spielzeugtraktor aus geschmolzenen Plasteabf\u00e4llen, aus Plastet\u00fcten geh\u00e4kelte Tierpuppen.<\/p>\n<p>Mir wurde klar, dass die DDR mit ihrer Bastel- und Improvisationskultur ungewollt Teil dieser weltweiten Kultur des Wiederverwertens gewesen ist. (Auch in Westberlin kannte man das, denn manche benutzten angeblich einen Kleiderb\u00fcgel als Antenne, um DDR-Fernsehen zu empfangen. Ein Ger\u00fccht?) Eine eigene L\u00f6sung zu finden ist ein sch\u00f6pferischer Prozess, der Befriedigung verschafft, man h\u00e4ngt dann wahrscheinlich auch mehr am Ergebnis, w\u00e4hrend man etwas Gekauftes leichteren Herzens gegen etwas Neues austauscht, jedenfalls geht es mir so. Beim Basteln lernt man mit unvollkommenen, aber ausreichend guten L\u00f6sungen zu leben. Wie es aussieht, ist nicht immer so wichtig, die Sch\u00f6nheit liegt oft in der Unverwechselbarkeit und Individualit\u00e4t der L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem folgt die Form der Funktion, wie es in den Manifesten der Design-Moderne gefordert wurde. Im Garten dient eine Flurgarderobe aus Draht als Rankhilfe f\u00fcr Bohnen und eine alte Trommelwaschmaschine wird zum Hundehaus. Mit einer W\u00e4scheschleuder kann man das Wasser aus dem Klo\u00dfteig ziehen und in einer WM66-Waschmaschine kann man W\u00fcrstchen aufw\u00e4rmen. Bei den Motorr\u00e4dern und Motorrollern von MZ und Simson hat der Gestalter Carl-Klaus Dietel das &#8222;offene Prinzip&#8220; eingef\u00fchrt: Alle Teile sollten vom Besitzer selbst ausgebaut und repariert werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend man sich heute mit der geplanten Obsoleszenz abfinden muss, also der vom Hersteller vorgesehenen verringerten Lebensdauer des Produkts, die einen zwingen soll, seine Ger\u00e4te m\u00f6glichst bald abzuschaffen, weil man sie nicht reparieren kann (z.B. bei der elektrischen Zahnb\u00fcrste den fest verbauten Akku austauschen).<\/p>\n<p>Manchen werden die Objekte aus der Leserrubrik der <em>Practic <\/em>\u00e4rmlich vorkommen, Symptome des Mangels, und sie werden es als zynisch empfinden, wenn ich darin eine Poesie erkennen will. Ich finde sie aber gar nicht \u00e4rmlich, sondern horizonterweiternd, neben ihrer Komik geben sie einen Denkansto\u00df, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Und schlie\u00dflich muss man ja auch erst einmal darauf kommen! Eine Sahnespritze aus dem Verschluss eines Tablettenr\u00f6hrchens?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4979\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/065-sahnespritze-620x439.jpg\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/065-sahnespritze-620x439.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/065-sahnespritze-768x543.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/065-sahnespritze-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/065-sahnespritze.jpg 1159w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine praktische L\u00f6sung, wenn man zu viele Schl\u00fcssel am Schl\u00fcsselbund hat? Einfach immer zwei zusammenschwei\u00dfen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4980\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/070-schluessel-328x800.jpg\" width=\"300\" height=\"732\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/070-schluessel-328x800.jpg 328w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/070-schluessel.jpg 407w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Eine Drahtaufh\u00e4ngung, um im Winter seine Fr\u00fchst\u00fccksmilch am Heizk\u00f6rper aufzuw\u00e4rmen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4981\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/075-milch.jpg\" width=\"300\" height=\"320\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein L\u00f6tkolbenst\u00e4nder aus einem alten Telefonapparat?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4982\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/080-loetkolbenstaender-542x800.jpg\" width=\"300\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/080-loetkolbenstaender-542x800.jpg 542w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/080-loetkolbenstaender-694x1024.jpg 694w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/080-loetkolbenstaender.jpg 703w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus der Schult\u00fcte vom Kind kann mit ein paar Holzostereiern als F\u00fc\u00dfen ein Papierkorb entstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4983\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/085-schultuete-620x312.jpg\" width=\"300\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/085-schultuete-620x312.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/085-schultuete-768x387.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/085-schultuete-1024x515.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/085-schultuete.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Problem als Kind war, dass ich nicht nur die Materialien nicht hatte, sondern genauso wenig die in der <em>Practic <\/em>vorgeschlagenen Ersatzmaterialien, um all die sch\u00f6nen Dinge zu basteln. Meine Eltern waren einfach nicht bereit, mich ihr Wohnungsinventar kreativ umdeuten zu lassen. Ich glaube, das einzige Objekt aus der <em>Practic<\/em>, das ich je erfolgreich nachgebaut habe, war der aus einer alten Konservendose bestehende Mehrzweckeimer. Allerdings hatte meiner, glaube ich, keinen Henkel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-4984\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/090-mehrzweckeimer-620x212.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/090-mehrzweckeimer-620x212.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/090-mehrzweckeimer-768x263.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/090-mehrzweckeimer-1024x351.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/090-mehrzweckeimer.jpg 1176w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei meinen Recherchen zum DDR-Alltag begegnen mir \u00fcbrigens immer wieder Dinge, die in Wirklichkeit in der DDR erfunden wurden. (Das w\u00e4re allerdings auch wieder Thema f\u00fcr einen anderen Text.) Ich kann belegen, dass ETs Gl\u00fchfinger aus der einige Jahre fr\u00fcher gedrehten Serie <em>Spuk unterm Riesenrad<\/em> stammte, dass das Honda-Logo von einem DDR-Betonformstein abgekupfert ist, dass Alf in Wirklichkeit in der DDR entworfen wurde (wo er allerdings &#8222;Malfi&#8220; hie\u00df, &#8222;Marxistischer Alf&#8220;.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4985\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/095-malfi-620x465.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/095-malfi-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/095-malfi-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/095-malfi-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus der Leserrubrik der <em>Practic <\/em>habe ich gelernt, dass die Rollkoffer, mit denen sich heutige Reisende gegenseitig auf die Nerven gehen, wenn z. B. ganze Schulklassen schrankartige Unget\u00fcme durch den Mittelgang vom ICE zerren, oder wenn der B\u00fcrgersteig vor dem Schlafzimmerfenster gepflastert ist und schon vor Sonnenaufgang lautstark Rollkoffer dar\u00fcberrattern, die Erfindung eines DDR-Bastlers ist! Aber ob Hans Schimmelpfennig so schlau war, f\u00fcr seinen Rollkoffer ein Patent anzumelden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4986\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/100-rollkoffer-620x630.jpg\" width=\"400\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/100-rollkoffer-620x630.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/100-rollkoffer-768x780.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/100-rollkoffer-1008x1024.jpg 1008w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/100-rollkoffer.jpg 1110w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Alle Bilder in dem Text stammen von Jochen Schmidt.<\/em><\/p>\n<p><em>Jochen Schmidt ist Autor eines Reisebuchs \u00fcber Ostdeutschland, in dem er dazu anregt, von Suhl bis Schwerin und von Magdeburg bis Zittau auf die Suche nach interessanten und sehenswerten Resten des DDR-Alltags, Zeugen der Industriegeschichte, architekturbezogener Kunst und architektonischen Besonderheiten zu gehen, und sich von den Menschen, die man dabei trifft, aus ihrem Leben erz\u00e4hlen zu lassen. Unter anderem widmet er sich darin auch verbreiteten Ph\u00e4nomenen wie der Bastelkultur. <\/em>Gebrauchsanweisung f\u00fcr Ostdeutschland<em> erschien 2015 im Piper-Verlag.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht immer nur kaufen! Selber machen. In der DDR beherrschte man diese Kunst. 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