{"id":5043,"date":"2017-02-28T14:16:30","date_gmt":"2017-02-28T13:16:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=5043"},"modified":"2017-03-01T15:18:32","modified_gmt":"2017-03-01T14:18:32","slug":"artifical-emotions-steinaecker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/28\/artifical-emotions-steinaecker\/","title":{"rendered":"Kein gutes Gef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<p><strong>K\u00fcnstliche Intelligenz ist vielen suspekt. K\u00fcnstliche Empfindung gilt sogar als bedrohlich. Warum blo\u00df? Unsere Gef\u00fchle sind l\u00e4ngst so programmiert wie die von Maschinen<\/strong>.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5105\" aria-describedby=\"caption-attachment-5105\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-5105\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/freitext-artificial-emotions-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-artificial-emotions-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-artificial-emotions-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-artificial-emotions-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-artificial-emotions.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5105\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Kim Kyung Hoon\/Reuters<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Im Sommer 2013 erlitt meine Gro\u00dftante Gerda einen Schlaganfall. Sie \u00fcberlebte. Allerdings blieb ihre gesamte linke K\u00f6rperh\u00e4lfte gel\u00e4hmt. Ihr Sprachverm\u00f6gen beschr\u00e4nkte sich in dieser Zeit auf einige unartikulierte Laute, die keiner verstand. Trotzdem versicherten die \u00c4rzte, dass &#8222;ihre Pers\u00f6nlichkeit&#8220; oder, wie mein Gro\u00dfvater mir am Telefon sagte, &#8222;die Gerda&#8220; weiter vorhanden sei beziehungsweise, wieder O-Ton mein Gro\u00dfvater, &#8222;da drin&#8220; sei, womit er ihren K\u00f6rper meinte. <!--more-->Ich kannte Tante Gerda eigentlich kaum. Meine Beziehung zu ihr gr\u00fcndete vor allem auf Schwarz-Wei\u00df-Fotos in den Alben meines Gro\u00dfvaters. Meine Lieblingsbilder waren jene, die sie w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs als sehr attraktive und ein wenig unnahbar wirkende Frau mit gewagtem Bubihaarschnitt zeigten. Aus Gr\u00fcnden, \u00fcber die in der Familie nie gesprochen wurde, hatte sie nie geheiratet. Als Kind hatte ich sie ein-, zweimal in Z\u00fcrich besucht. Ich erinnerte mich an ihren etwas seltsamen Akzent und daran, wie sie mich, obwohl ich sie bis dahin meines Wissens nie getroffen hatte, zum Abschied l\u00e4nger als eigentlich \u00fcblich umarmte und mich &#8222;Buberl&#8220; nannte, was mir sehr peinlich war.<\/p>\n<p>Im Winter 2013 fuhr ich mit meiner Familie zu Tante Gerda ins Krankenhaus. Sie machte Fortschritte, aber die Situation verlangte allen viel Geduld ab. W\u00e4hrend des Besuchs machte ich mich auf die Suche nach einem Kaffeeautomaten. Dabei kam ich an einem Saal vorbei, in den man durch eine Glaswand sehen konnte. In viel zu gro\u00dfen Sesseln sa\u00dfen sehr alte Menschen, die seltsam klein darin aussahen. Offenkundig unterhielten sie sich gerade, einige lachten, es herrschte eine entspannte und fr\u00f6hliche Atmosph\u00e4re, die einen deutlichen Kontrast zu der Stimmung im restlichen Geb\u00e4ude darstellte.<\/p>\n<p>Ich blieb stehen \u2013 und war irritiert. Die Alten unterhielten sich nicht miteinander, sondern sprachen auf die langen wei\u00dfen Gegenst\u00e4nde ein, die einige von ihnen in den H\u00e4nden hielten und die sich bewegten. Es waren Robben. Sie wedelten mit ihrer Schwanzflosse und kullerten mit den Augen. Es handelte sich, wie ich sp\u00e4ter erfuhr, um einen Raum f\u00fcr Demenzkranke. Die fast einen halben Meter langen Robben waren Roboter, die durch Sensoren auf den Klang der Stimmen reagierten. Sie hie\u00dfen Paros. Urspr\u00fcnglich waren sie in Japan entwickelt worden, kamen aber in den vergangenen Jahren verst\u00e4rkt auch in Deutschland zum Einsatz und zwar mit erstaunlichen Erfolgen bei der Patientenbehandlung. Tats\u00e4chlich fand ich die Paros instinktiv niedlich und versp\u00fcrte den starken Wunsch, ihnen auch \u00fcbers flauschige Fell zu streicheln, damit sie mir freudig zunickten. Den Gedanken, dass es kaum einen Unterschied zwischen dem Inneren der Roboter und dem des Kaffeeautomaten gab, verdr\u00e4ngte ich sofort wieder und a\u00df einen Schokoriegel.<\/p>\n<p>###<\/p>\n<p>Die Argumentationen um die Chancen und die Gefahren der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) sind seit Jahrzehnten dieselben. Auf der einen Seite hei\u00dft es, sie nehme dem Menschen m\u00fchsame und gef\u00e4hrliche Arbeit ab. Auf der anderen, sie bedrohe genau deshalb massiv menschliche Arbeitspl\u00e4tze, nicht nur im industriellen Bereich, sondern seit neuestem auch in der Pflege, im \u00f6ffentlichen Verkehr und sogar der Rechtsberatung. Alle Debatten finden dabei immer noch im Konjunktiv statt, da die schon lange prognostizierte maschinenverursachte Massenarbeitslosigkeit weiterhin nicht in Sicht ist, geschweige denn \u2013 Traum- und Albtraumszenario zugleich \u2013 die Entwicklung eines KI-Systems, das tats\u00e4chlich ein eigenes Bewusstsein ausbildet. Ja, nicht einmal die grundlegende Frage ist gekl\u00e4rt, was das denn nun eigentlich \u00fcberhaupt sein soll: Intelligenz.<\/p>\n<p>Das, was im Umgang mit der KI bei ihren menschlichen Benutzern zur\u00fcckbleibt, ist hingegen \u00fcberraschend konkret; \u00fcberraschend deshalb, weil es eigentlich als das Gegenst\u00fcck zum Intellekt im Ruf steht, selbst h\u00f6chst nebul\u00f6s zu sein: ein Gef\u00fchl. Ein Gef\u00fchl der Ohnmacht gegen\u00fcber wie auch immer gearteten technischen Einheiten, die als irgendwie &#8222;kalt&#8220; und &#8222;unmenschlich&#8220;, eben &#8222;emotionslos&#8220; wahrgenommen werden und sich wom\u00f6glich irgendwann einmal gegen ihren Sch\u00f6pfer wenden, den Menschen. Diese Angst vor einem seelenlosen Gegen\u00fcber, das die Macht \u00fcbernimmt, ist jedoch nur ein Teil der Wahrheit. L\u00e4ngst haben wir alle begonnen, in mindestens gleichem Ma\u00dfe auch positive Gef\u00fchle gegen\u00fcber Auspr\u00e4gungen von KI zu entwickeln. Und wir scheinen nicht einmal sonderlich anspruchsvoll dabei zu sein, braucht es doch h\u00e4ufig nicht einmal die Materialisation des Kindchenschemas wie bei der Robbe Paro. Schon k\u00f6rperlose Stimmen wie jene Siris oder Alexas, zwischen deren Rumpfs\u00e4tzen wohlgemerkt Welten zu jener Samanthas beziehungsweise <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2014-08\/lucy-luc-besson-scarlett-johansson\">Scarlett Johanssons<\/a> im Science-Fiction-Film <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/12\/spike-jonze-regisseur-her\"><em>Her<\/em><\/a> liegen, reichen aus, um eine rudiment\u00e4re emotionale Beziehung herzustellen.<\/p>\n<p>Nicht nur die viel beschworene k\u00fcnstliche Intelligenz, sondern auch und momentan in einem vielleicht viel gr\u00f6\u00dferen, da noch unbewussten Ausma\u00df stellen k\u00fcnstliche Emotionen eine Herausforderung f\u00fcr unser Verhalten dar. So wollte mir, w\u00e4hrend ich im Aufenthaltsraum des Krankenhauses sa\u00df, eine Frage nicht aus dem Kopf: Kann es eine Hierarchie der Gef\u00fchle geben? Ja, sind Gef\u00fchle gegen\u00fcber Menschen besser als jene gegen\u00fcber Maschinen? Kann es eine Liebe erster und zweiter Klasse geben? Gibt es echte und falsche Gef\u00fchle? Und warum hatte ich &#8222;automatisch&#8220; ein schlechtes Gewissen, als ich mich in diesem Moment st\u00e4rker zu der scheinbar freundlich gesinnten Roboter-Robbe Paro hingezogen f\u00fchlte als zu meiner gel\u00e4hmten und sprachunf\u00e4higen Gro\u00dftante Gerda?<\/p>\n<p>###<\/p>\n<p>Im Unterschied zum Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz ist jener der k\u00fcnstlichen Emotion noch kein Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen, was auch damit zu tun haben mag, dass das Gef\u00fchl von jeher in Abgrenzung zum Verstand geringgesch\u00e4tzt wurde. So ist es die Kunst und hier die Science-Fiction, welche die bislang pr\u00e4zisesten Untersuchungen zur emotionalen Interaktion zwischen Mensch und Maschine liefert. Das immer noch geschm\u00e4hte Genre zeichnet zwei polar entgegengesetzte Psychogramme jener Form der k\u00fcnstlichen Intelligenz, die deshalb am popul\u00e4rsten ist, weil sie am sichtbarsten und zugleich menschen\u00e4hnlichsten ist: der Roboter, dessen Name selbst ja schon aus dem Bereich der Dystopie stammt, aus Karel \u010capeks St\u00fcck <em>Rossumovi Univerz\u00e1ln\u00ed Roboti<\/em> von 1920. Die Sache geht nicht gut aus. \u010capek l\u00e4sst die &#8222;Roboter&#8220;, tschechisch f\u00fcr &#8222;Arbeiter&#8220;, gegen die Menschen rebellieren und sie vernichten. Damit ist auch schon eine wichtige Charakterisierung des Maschinen-Menschen geliefert, an der sich bis heute unsere \u00c4ngste festmachen, wenn wir \u00fcber KI sprechen: gesichtslose und damit einhergehend auch gef\u00fchllose Wesen, die sich gegen ihren eigenen Erbauer wenden. Ein Trauma des totalen Kontrollverlusts, das darin gipfelt, dass die eigenen Maschinen-Kinder beim finalen Vatermord keine \u00e4u\u00dfere wie innere Regung zeigen.<\/p>\n<p>Anders als Zombies, mit denen sie in ihrem leeren Gef\u00fchlshaushalt verwandt sind, treten sie aber eher selten massenhaft auf. Meist sind sie einsamen Killermaschinen, denen das vermeintlich wichtigste Merkmal des Menschen fehlt: Mitgef\u00fchl. Was aber ist noch erschreckender als der sprichw\u00f6rtliche Terminator oder auch einer seiner Vorl\u00e4ufer, der schwarz gekleidete Gunslinger aus <em>Westworld<\/em>, der beim T\u00f6ten keine Miene verzieht? Ein empathisch begabter Roboter, der dennoch stur sein Programm ausf\u00fchrt, ja, seine Gef\u00fchlsbegabung daf\u00fcr n\u00fctzt, um die Menschen zu hintergehen und \u00fcbervorteilen, wie etwa die Roboter-Frau Ava in <em>Ex Machina<\/em>, Roy Batty in <em>Blade Runner<\/em> oder der Wissenschaftsroboter aus <em>Alien<\/em> mit dem vielsagenden Namen Ash. Bevor er endg\u00fcltig vernichtet wird, versichert sein rumpfloser Kopf der ob ihrer aussichtslosen Lage recht verzweifelten Ripley mit mokantem L\u00e4cheln: &#8222;Ich kann Ihnen nichts vormachen, was Ihre Chancen angeht. Aber \u2013 Sie haben mein Mitgef\u00fchl<em>.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p>All die Roboter haben gegen das versto\u00dfen, was der Schriftsteller Isaac Asimov in einer Kurzgeschichte 1942 als die drei &#8222;Grundregeln des Roboterdienstes&#8220; beschrieb, die im Wesentlichen besagen, dass ein Roboter immer seinen Befehlen gehorchen muss und zugleich nie zulassen darf, dass einem Menschen k\u00f6rperlicher Schaden zugef\u00fcgt wird. Jene <em>Good Robots<\/em> hingegen, die den Killermaschinen genau entgegengesetzt sind, nehmen sich diese Asimovschen Gesetze in ihrem metallenen Inneren regelrecht zu Herzen. C-3PO, R2D2 oder ihre Wiederg\u00e4nger Wall-E oder TARS in <em>Interstellar<\/em> zeichnet ein pseudo-kindlicher Charakter aus: neugierig, unschuldig, devot; zugleich dem Menschen deutlich untergeordnet, gerade wegen ihrer starken inneren wie \u00e4u\u00dferen Anthropomorphisierung. So verf\u00fcgen sie zwar \u00fcber einen \u00e4hnlichen K\u00f6rperbau wie ihre &#8222;Herren&#8220;, sind aber nicht nur meist kleiner, sondern mit ihren metallenen Gliedern und ungelenken Bewegungen als Menschen-Imitat so deutlich unperfekt, dass ihnen unser instinktives Mitleid sicher ist. Hinzu kommt ihre \u00dcberzeugung, dass sie einem Sch\u00f6pfer nachgebildet sind, dem sie in der Begabung zur Empfindung nie gleichwertig sein k\u00f6nnen. Als Einzelprodukte sind sie einsame Wesen ohne Partner und daher latent schwerm\u00fctig, da sie au\u00dferdem unentwegt die eigene un\u00fcberwindbare Unvollkommenheit hinterfragen. Zugleich ist ihr Gehorsam in fast schon masochistischer Weise vollkommen. Das verleiht ihren Geschichten nicht selten christliche Untert\u00f6ne, wenn sich etwa TARS selbstlos f\u00fcr die Astronauten opfert und ihm dabei sehr wohl bewusst ist, dass er ausgel\u00f6scht wird. Oder, um es noch einmal mit einem Android aus der Alien-Reihe zu sagen, der dieses Mal den vieldeutigen Namen Bishop tr\u00e4gt und angesichts seines Selbstopfers philosophiert: &#8222;Ich bin zwar synthetisch, aber nicht bescheuert.&#8220;<\/p>\n<p>###<\/p>\n<p>Ist damit das Feld der k\u00fcnstlichen Emotion grob abgesteckt, stellt sich die Frage, wo in Abgrenzung dazu das spezifisch Menschliche zu finden w\u00e4re: eine im Unterschied zur synthetischen echte, sozusagen unkontaminierte Emotion. Interessanterweise gibt es in den letzten Jahren in der Kunst als jenen Ort, an dem sich das Individuum am freisten artikulieren kann, eine Bewegung, die genau daraufhin abzielt: hin zum Unverf\u00e4lschten, zum nackten Ich, zum Authentischen, was durchaus als Reaktion auf eine Welt des Synthetischen verstanden werden kann. Sei es im Film mit dem Siegeszug des Reality-Fernsehens oder, als Nebeneffekt der DVD, des Genres des Making-ofs, das immer noch eine weitere, &#8222;wahrere&#8220; Version der Wirklichkeit zu zeigen verspricht; sei es im Theater, wo die klassischen St\u00fccke und Schauspieler Konkurrenz von der Performance und den Performern bekommen haben, die nicht mehr k\u00fcnstliches, sondern echtes Blut flie\u00dfen lassen; sei es in der Literatur mit der neuen Welle der autobiografischen Bekenntnis-Texten \u00e0 la <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2014-08\/lucy-luc-besson-scarlett-johansson\">Karl Ove Knausg\u00e5rd<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/13\/panikherz-benjamin-von-stuckrad-barre-roman\">Benjamin von Stuckrad-Barre<\/a>. Ihre Lekt\u00fcre ist begleitet von einem schwer definierbaren Kribbeln; das voyeuristische Gef\u00fchl, etwas &#8222;Wirkliches&#8220;, echt Durchlebtes und noch besser: Durchlittenes zu lesen, das dadurch automatisch in seinem Wahrheitsgehalt \u2013 wohlgemerkt nicht \u00e4sthetischen Wert \u2013 der Fiktion \u00fcberlegen sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Nicht zuf\u00e4llig liegt in der Gattung der Autobiografie und der Epoche ihrer Hochzeit, die als Empfindsamkeit schon das Gef\u00fchlige im Namen tr\u00e4gt, unser Begriff vom modernen Individuum begr\u00fcndet: Das selbstbestimmte Ich, das, losgel\u00f6st von religi\u00f6sen Heilsversprechen, in vollkommener Aufrichtigkeit Zeugnis \u00fcber sich selbst ablegt, so wie <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/26\/Rousseau-Zizek\">Jean-Jacques Rousseau<\/a> in seinen <em>Confessions<\/em>. Erst in der Artikulation, in diesem Fall im Schreiben, konstituiert es sein eigentliches Selbst. Der Philosoph <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/27\/charles-taylor-zuwanderung-aengste\">Charles Taylor<\/a> hat das in seinem Buch <em>Unbehagen an der Moderne<\/em> (1995) folgenderma\u00dfen formuliert: &#8222;Sich selbst treu zu sein hei\u00dft nichts anderes als: der eigenen Originalit\u00e4t treu sein, und diese ist etwas, was nur ich selbst artikulieren und ausfindig machen kann. Indem ich sie artikuliere, definiere ich mich zugleich selbst.&#8220;<\/p>\n<p>Die Crux an diesem Abfeiern der Eigentlichkeit, die auch heute wieder hoch im Kurs steht, ist nur, dass sie naturgem\u00e4\u00df auf blo\u00dfer Konstruktion fu\u00dft. Ob man es nun den &#8222;autobiografischen Pakt&#8220; (Philippe Lejeune) oder &#8222;Effekte des Authentischen&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/40\/Interview-Juenger\">Helmut Lethen<\/a>) nennt \u2013 damit wir einem wie auch immer gearteten Werk seine Aufrichtigkeit \u00fcberhaupt glauben, muss er durch Werbetexte, Homestorys, Fotos und Interviews beglaubigt werden. Erst von au\u00dfen erh\u00e4lt der Autor seine Autorit\u00e4t.<\/p>\n<p>###<\/p>\n<p>Wenn einmal klar ist, dass selbst das, was wir als den Kern unserer Menschlichkeit ansehen, unser Selbst, eine Konstruktion darstellt, kann es dann eine Unterscheidung von echten und falschen Gef\u00fchlen geben? Die in der Literatur- und Filmgeschichte entwickelten Figuren des k\u00fcnstlichen Menschen erweisen sich als Teil derselben Unternehmung aus der Zeit der Empfindsamkeit, dem auch das Genre der Autobiografie angeh\u00f6rt: das immer im Werden begriffene Projekt Mensch. Es mag paradox klingen, doch was <em>Good Robots<\/em> wie Astro Boy oder Data so menschlich macht, ist gerade ihre melancholische Maschinen-Unvollkommenheit, ihre ruhelose Suche nach dem Sch\u00f6pfer, ihre endlose Einsamkeit und eben der \u00fcbergro\u00dfe Wunsch, um alles in der Welt ein Mensch zu werden. Davon sollte man allerdings nicht allzu ger\u00fchrt sein. Denn wie wir gesehen haben, erz\u00e4hlen uns die Psychogramme der <em>Bad Robots<\/em> auch davon, wer wir Menschen schlimmstenfalls sein k\u00f6nnen und wollen. Wird doch Menschlichkeit allzu h\u00e4ufig mit Humanismus gleichgesetzt. Menschlich ist es aber auch, unmenschlich zu sein. Emotionslos, gewissenlos, kalt, und das angebliche Alleinstellungsmerkmal des Menschen, die Empathie, zum eigenen Vorteil gebrauchend.<\/p>\n<p>Was aber jede k\u00fcnstliche Emotion, ob nun bei echten Roboter-Robben oder fiktiven Sci-Fi-Wesen, am Ende so prek\u00e4r macht, ist ihre Zweckdienlichkeit. Paros und mit ihnen alle anderen Roboter spielen Emotions-Theater. Ihre Gesichter sind Gef\u00fchls-Grimassen, die vom Menschen mit einer klaren Absicht konstruiert wurden; im Fall der Robben, Demenzkranken zu helfen. Das \u00e4u\u00dfere Zeichen bleibt leer, da ohne innere Empfindung. Das macht die k\u00fcnstliche Emotion zu einem Symptom unserer Zeit. Wir leben in einer Epoche der Gef\u00fchls-Shows, der ausgestellten Emotionen, die ein klares Kalk\u00fcl verfolgen; der Menschen, die sich wie Maschinen verhalten, aber eben nicht in ihrer brutalen K\u00e4lte, sondern in ihrer seelenlosen Gef\u00fchligkeit. Es ist das Zeitalter der Emoticons angebrochen, der Likes und der gef\u00fchlten Fakten. Die k\u00fcnstliche Emotion hat l\u00e4ngst wie ein Virus uns alle befallen.<\/p>\n<p>###<\/p>\n<p>Meine Gro\u00dftante Gerda wurde \u00fcbrigens nach einem Jahr wieder aus der Reha entlassen. Sie konnte sich allerdings an jene Zeit, als sie im Krankenhaus lag und wir sie besuchten, nicht mehr erinnern. Mein Gro\u00dfvater erz\u00e4hlte es mir am Telefon. Er meinte, sie habe es so formuliert: Es sei, als fehle ihr da etwas im Ged\u00e4chtnis; als sei ein Teil davon von irgendjemanden gel\u00f6scht worden. Als er das sagte, entstand eine Pause am Telefon. Weil es in der Leitung knackte, war ich mir nicht sicher, ob er tats\u00e4chlich noch am anderen Ende war. &#8222;Opa?&#8220;, fragte ich. &#8222;Ja&#8220;, sagte er. &#8222;Ich bin da.&#8220; Zum Abschied sagte ich dann etwas, was ich ihm, glaube ich, zum ersten Mal sagte. Ich hatte das Gef\u00fchl, die Situation erforderte es, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob ich es tats\u00e4chlich in diesem Moment sp\u00fcrte: &#8222;Ich habe dich lieb.&#8220; Ich glaube, er musste ganz kurz weinen. Es k\u00f6nnte aber auch nur das Rauschen in der Leitung gewesen sein.<\/p>\n<p>________________<\/p>\n<p><strong><em>Mehr zum Thema finden Sie in unserer Serie <\/em><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/serie\/maschinenraum\">Maschinenraum<\/a><em>.<\/em> <\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnstliche Intelligenz ist vielen suspekt. K\u00fcnstliche Empfindung gilt sogar als bedrohlich. Warum blo\u00df? Unsere Gef\u00fchle sind l\u00e4ngst so programmiert wie die von Maschinen. 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