{"id":5050,"date":"2017-02-23T11:14:40","date_gmt":"2017-02-23T10:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=5050"},"modified":"2017-02-23T12:47:00","modified_gmt":"2017-02-23T11:47:00","slug":"politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/","title":{"rendered":"Mischt euch ein!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5066\" aria-describedby=\"caption-attachment-5066\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5066 size-large\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/freitext-streep-1024x683.jpg\" alt=\"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-streep-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-streep-620x414.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-streep-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5066\" class=\"wp-caption-text\">Meryl Streep bei der Verleihung der Golden Globes \u00a9 Paul Drinkwater\/NBC Universal\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><em>Bei der diesj\u00e4hrigen Oscarverleihung geht es nicht nur um die Vergabe der Preise. Mit Spannung erwartet wird auch der Moment, wenn die Pr\u00e4mierten ans Mikrofon treten. Geben sie, neben den Dankesworten, auch ein politisches Statement ab? Sollten sie das \u00fcberhaupt? Die Frage, ob K\u00fcnstler sich ins politische Tagesgesch\u00e4ft einmischen sollten, wird seit jeher diskutiert. Tragen sie gar die Verantwortung daf\u00fcr? Wir haben diese Frage dem Schriftsteller Norbert Niemann und der Schriftstellerin Lucy Fricke gestellt, die sie in einem <strong><a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\">Pro<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/oscarverleihung-politische-statements-kuenstler-contra-fricke\/\">Kontra<\/a><\/strong> diskutieren.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00d6ffentliche politische Stellungnahmen in der Form, wie sie nicht erst heute, sondern seit Jahrzehnten immer mehr g\u00e4ngige Praxis geworden sind, bereiten mir schon lange Unbehagen. Vor bald zwanzig Jahren fing ich an, diese Praxis \u2013 gleichfalls \u00f6ffentlich \u2013 zu kritisieren. Es ging mir dabei allerdings nie darum, die Rolle der Schriftsteller und K\u00fcnstler als \u00f6ffentliche Intellektuelle grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen. Im Gegenteil wollte ich stets ihre nach meiner \u00dcberzeugung essenzielle Bedeutung f\u00fcr jede offene Gesellschaft verteidigen. Denn meine Kritik zielte gerade auf jene Mechanismen und Automatismen der politischen Meinungsbildung und des Verhaltens, die das \u00f6ffentliche Argumentieren, nicht zuletzt auch das selbstkritische Nachdenken, zugunsten einer Anstiftung zur rein emotionalen Solidarisierung mit bestimmten Positionen \u2013 und seien sie noch so richtig und begr\u00fc\u00dfenswert \u2013 an den Rand dr\u00e4ngten.<!--more--><\/p>\n<p>Die Verbreitung \u00f6ffentlicher Stellungnahmen ist an sich noch kein Ausweis f\u00fcr die demokratische Partizipation an politischen Prozessen. Das l\u00e4sst sich derzeit besonders gut beobachten an den kollektiv getragenen digitalen Botschaften des Hasses, der Wut und der Verachtung in den sogenannten sozialen Medien. In einer zunehmend medialisierten Gesellschaft erf\u00fcllen die Schaffung und Ausweitung von Erregungsherden die immer ma\u00dfgeblichere Funktion, Stimmungen zu erzeugen und damit die allgemeine Aufmerksamkeit in die eine oder andere Richtung zu lenken. Von der Politik als Propagandainstrument missbraucht, von den B\u00fcrgern als zentrale Ausdrucksform &#8222;politischer Haltung&#8220; verinnerlicht, vertieft der wechselseitige Schlagabtausch von Reizw\u00f6rtern, demagogischen Verzerrungen und denunziatorischen Zuschreibungen die Gr\u00e4ben zwischen den Menschen immer weiter. Hetze ging immer schon den unterschiedlichen Formen von Gewaltentladung voraus.<\/p>\n<p><strong>Spirale der Verachtung<\/strong><\/p>\n<p>Meine Kritik galt also immer schon den unterkomplexen Reiz-Reaktion-Schemata, die auf Schockstrategien um des Schocks willen mit Emp\u00f6rungs- und Verunglimpfungsstrategien um der Emp\u00f6rung und Verunglimpfung willen reagiert. Sie f\u00fchren zu nichts als Abgrenzung, Selbst\u00fcberhebung, Zementierung von Vorurteilen und Denkverboten. Wie nicht nur hierzulande, sondern in vielen Teilen der Welt prominente Meinungshuber oder Stand-up-Comedians \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\">Donald Trump <\/a>herziehen und sich so ihres beif\u00e4lligen beziehungsweise schenkelklopfenden Publikums sicher sein k\u00f6nnen, d\u00fcrften vermutlich auch f\u00fcr die anstehende Oscarverleihung genau die Sorte Kampfaufrufe gegen ihn zu erwarten sein, die den zweifellos \u00fcberaus fragw\u00fcrdigen neuen US-Pr\u00e4sidenten mit Schm\u00e4hungen \u00fcbersch\u00fctten und ihn dem Gel\u00e4chter preisgeben werden. Dies wiederum wird Trumps Anh\u00e4ngern neues Futter f\u00fcr ihr Eliten-, Intelligenz- und Establishment-Bashing geben. Die Spirale der Verachtung aber wird sich eine Umdrehung weiter schrauben.<\/p>\n<p>Genau deswegen jedoch ist es falsch, sich als Intellektueller, also als im Erfassen komplexer Zusammenh\u00e4nge erfahrener und im kritischen Denken ge\u00fcbter Geist, aus einer \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzuziehen, die im Selbstlauf ihrer Eigendynamik eine Unkultur des Politischen produziert hat und immer weiter produziert und am Ende nur unvers\u00f6hnliche Feindschaft hervorbringen kann. Auch das Ph\u00e4nomen Trump ist ein Produkt dieser Dynamik, wie alle anderen Erfolge von Populisten auch. Es ist daher dringend geboten, den entfesselten Rumor totaler Erregung keinesfalls sich selbst zu \u00fcberlassen, sondern eine \u00d6ffentlichkeit zu st\u00e4rken, die eine kritische, vor allem auch selbstkritische Analyse dessen leistet, <em>was<\/em> gesellschaftspolitisch gerade geschieht und <em>wie<\/em> es geschieht.<\/p>\n<p>Ein allgemeines Bed\u00fcrfnis nach Kl\u00e4rung, ja, Aufkl\u00e4rung l\u00e4sst sich in der Presselandschaft daran erkennen, dass vermehrt Experten zu Rate gezogen werden, um die gegenw\u00e4rtige Weltlage zu verstehen. Allenthalben er\u00f6rtern Politologen, Soziologen, Psychologen und so weiter, wie es zu Trump oder\u00a0Erdo\u011fan oder dem Brexit und so weiter kommen konnte. Das ist wichtig, kann aber die Perspektive intellektueller K\u00fcnstler nicht ersetzen. Ihr Augenmerk gilt den Lebenswirklichkeiten und ihren soziokulturellen Bedingungen, also den Voraussetzungen kultureller Verst\u00e4ndigung, deren Ausdrucksformen sie unter die Lupe nehmen und, wo sie verstaubt und verh\u00e4rtet sind, neu zu gestalten versuchen.<\/p>\n<p><strong>Kritischen Geist erwecken<\/strong><\/p>\n<p>Demokratie ist prozesshaft. Sie bewegt sich stets nur auf ihren utopischen Horizont zu. Es ist diese Bewegung, die sie konstituiert, ihren M\u00e4ngeln zum Trotz. Ohne sie richtet auch die beste Verfassung nichts aus gegen die Zumutungen und \u00dcbergriffe von Profiteuren der Macht und des Geldes. Die Arbeit der Kulturschaffenden vollzieht sich an der Schnittstelle zwischen Politik und Lebenswirklichkeit. Ihre Sensibilit\u00e4t ist geschult an den Kommunikations- beziehungsweise Nichtkommunikationsformen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ohne ihre Erfahrung, ohne ihre Sprache kann den Verkrustungen erstarrter Systeme nicht begegnet werden. Nur aus dem kulturellen Raum kann der Impuls zur offenen Gesellschaft immer wieder neu kommen.<\/p>\n<p>Dies wusste auch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-geschichte\/2013\/04\/willy-brandt-chronik\">Willy Brandt<\/a>, als er 1976 in einer bemerkenswerten Rede vor der Unesco die kritische Intelligenz der Welt aufforderte, in die Offensive zu gehen, um den Folgen der sich ank\u00fcndigenden \u00f6konomischen Globalisierung die Stirn zu bieten. &#8222;Kulturelle und geistige Uniformit\u00e4t kann nicht das Ziel sein, dem wir uns verschreiben&#8220;, sagte Brandt. Und: &#8222;Der Geist wird nicht die Macht \u00fcbernehmen, vermute ich, aber die Macht wird sich ohne den Geist gegenstandslos machen.&#8220; Dass die sp\u00e4ter tats\u00e4chlich eingeschlagene und immer noch g\u00fcltige kulturpolitische Richtung Brandts \u00dcberlegungen genau entgegensetzt war, muss nicht eigens betont werden. Umso deutlicher erweist sich heute, wie notwendig, ja \u00fcberlebensnotwendig es geworden ist, den kritischen Geist endlich aus seinem vierzigj\u00e4hrigen Dornr\u00f6schenschlaf zu erwecken.<\/p>\n<p><em><strong>Am Montag, 27. Februar, ab 0.00 Uhr<\/strong> begleitet Dirk Gieselmann die Leser in seinem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/index\">Liveblog auf ZEIT ONLINE<\/a> <strong>durch die Oscarnacht<\/strong>. Nat\u00fcrlich wird er dann auch kommentieren, wie Maren Ade den Oscar gestemmt hat oder ob sie ihn doch an Asghar Farhadi abtreten musste. Und ob sich in diesem Jahr endlich mal einer aufrafft, um etwas Festhaltenswertes \u00fcber den Zustand der Filmbranche und der USA zu sagen.<\/em><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben. Bei der [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1062,"featured_media":5066,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7,5],"tags":[],"class_list":["post-5050","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-politik","category-schriftstellerleben"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freitext\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2017-02-23T10:14:40+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2017-02-23T11:47:00+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Norbert Niemann\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/freitext-streep.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Norbert Niemann\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"5\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\",\"name\":\"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\"},\"datePublished\":\"2017-02-23T10:14:40+00:00\",\"dateModified\":\"2017-02-23T11:47:00+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/9061df0ab6a3667004914aa161a1955c\"},\"description\":\"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Mischt euch ein!\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\",\"name\":\"Freitext\",\"description\":\"Feld f\u00fcr literarisches Denken\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/9061df0ab6a3667004914aa161a1955c\",\"name\":\"Norbert Niemann\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8c830c34befb435eeabb11bd1675c6a1d3e769bd1b28ad1c3d9ae4b407972dea?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8c830c34befb435eeabb11bd1675c6a1d3e769bd1b28ad1c3d9ae4b407972dea?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Norbert Niemann\"},\"description\":\"Geboren 1961, lebt als Schriftsteller am Chiemsee und in M\u00fcnchen. Zuletzt erschienen die Romane \\\"Willkommen neue Tr\u00e4ume\\\" (2008) und \\\"Die Einzigen\\\" (2014). 1997 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, erhielt er 2015 den Carl-Amery-Preis, 2016 den International Music Theatre Now Award f\u00fcr \\\"Musicophilia\\\" (B\u00fchnenfassung nach Oliver Sacks) und das New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Im April 2017 erschien der Essay \\\"Ersch\u00fctterungen. Literatur und Globalisierung\\\".\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/norbert-niemann\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement","description":"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement","og_description":"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/","og_site_name":"Freitext","article_published_time":"2017-02-23T10:14:40+00:00","article_modified_time":"2017-02-23T11:47:00+00:00","author":"Norbert Niemann","twitter_card":"summary_large_image","twitter_image":"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/02\/freitext-streep.jpg","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Norbert Niemann","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"5\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/","name":"Erst die Dankesrede, dann ein politisches Statement","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website"},"datePublished":"2017-02-23T10:14:40+00:00","dateModified":"2017-02-23T11:47:00+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/9061df0ab6a3667004914aa161a1955c"},"description":"Die Oscarnacht kann eine B\u00fchne f\u00fcr politische Statements werden. Das sollte sie auch. K\u00fcnstler tragen die Verantwortung, der Gesellschaft Impulse zu geben.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/02\/23\/politische-statements-oscarverleihung-pro-niemann\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Mischt euch ein!"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/","name":"Freitext","description":"Feld f\u00fcr literarisches Denken","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/9061df0ab6a3667004914aa161a1955c","name":"Norbert Niemann","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8c830c34befb435eeabb11bd1675c6a1d3e769bd1b28ad1c3d9ae4b407972dea?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/8c830c34befb435eeabb11bd1675c6a1d3e769bd1b28ad1c3d9ae4b407972dea?s=96&d=mm&r=g","caption":"Norbert Niemann"},"description":"Geboren 1961, lebt als Schriftsteller am Chiemsee und in M\u00fcnchen. Zuletzt erschienen die Romane \"Willkommen neue Tr\u00e4ume\" (2008) und \"Die Einzigen\" (2014). 1997 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, erhielt er 2015 den Carl-Amery-Preis, 2016 den International Music Theatre Now Award f\u00fcr \"Musicophilia\" (B\u00fchnenfassung nach Oliver Sacks) und das New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Im April 2017 erschien der Essay \"Ersch\u00fctterungen. Literatur und Globalisierung\".","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/norbert-niemann\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/02\/freitext-streep.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1062"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5050"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5099,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5050\/revisions\/5099"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}