{"id":5145,"date":"2017-03-10T15:42:59","date_gmt":"2017-03-10T14:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=5145"},"modified":"2017-03-10T17:19:25","modified_gmt":"2017-03-10T16:19:25","slug":"populismus-rumor-niemann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/03\/10\/populismus-rumor-niemann\/","title":{"rendered":"Feindschaft als letzte Freiheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Recht hat, wer Erfolg hat. Gut ist, was laut ist. Die Werte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens werden gerade zerst\u00f6rt. Wir schauen seelenruhig zu.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5151\" aria-describedby=\"caption-attachment-5151\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5151 size-full\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/03\/niemann-freitext.jpg\" alt=\"Populismus: Feindschaft als letzte Freiheit\" width=\"580\" height=\"345\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5151\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Riccardo Botta\/\/EyeEm<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Seit geraumer Zeit befinden wir uns in einer Phase enormer Zuspitzungen. \u00dcberall und st\u00e4ndig verh\u00e4rten sich die Fronten. Als w\u00e4ren wir in eine Beschleunigungsspirale geraten, wird der Ton beinahe t\u00e4glich sch\u00e4rfer. Positionen stehen sich unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Man will einander nicht mehr zuh\u00f6ren, geschweige denn aufeinander eingehen. Reizw\u00f6rter reichen, um dem Gegner das Wort abzuschneiden, w\u00e4hrend Einigkeit herrscht unter Gleichgesinnten. Sie befeuern einander mit den technischen Hilfsmitteln sogenannter Schwarmintelligenz. Im \u00dcbrigen schafft man Fakten, der Rede vom postfaktischen Zeitalter zum Trotz. <!--more--><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-01\/us-geheimdienst-russland-wladimir-putin-donald-trump-wahlbeeinflussung\">Wladimir Putins<\/a> milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/08\/syrien-krieg-baschar-al-assad-folter-kriegsverbrechen\">Assads<\/a> in Syrien oder <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-03\/donald-trump-erlaesst-neues-einreiseverbot\">Donald Trumps Einreiseverbot<\/a> f\u00fcr Staatsb\u00fcrger einer Reihe muslimisch gepr\u00e4gter L\u00e4nder sind daf\u00fcr Beispiele. \u00d6ffentlichkeit darf wieder missbraucht werden als Propagandamaschine. Autokratische Meinungskontrolle und Manipulation mittels Zensur und juristischer Willk\u00fcr stehen erneut auf der Tagesordnung. Schien die Gleichschaltung von Macht und Medien mit den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts untergegangen oder zumindest in weiten Teilen einged\u00e4mmt zu sein, feiert sie heute auf dem internationalen Parkett der Politik fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Als Schriftsteller und Essayist besch\u00e4ftigt mich seit Langem die Frage nach den Ursachen f\u00fcr diese Entwicklung. Woher r\u00fchrt die allgemeine Tendenz, bei der Bew\u00e4ltigung von Krisen zunehmend auf Konfrontation, T\u00e4uschung, Gewalt zu setzen? Offenkundig hat hier eine Verschiebung im zwischenmenschlichen Verhalten stattgefunden. Sie verst\u00e4rkt auf der Ebene politischer Meinungsbildung die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Populismen. Das einzige Gegenmittel zum Populismus ist die analytisch-ph\u00e4nomenologische Betrachtungsweise. Sie bleibt als Deutungsversuch offen f\u00fcr erweiternde, vertiefende oder alternative Sichtweisen, ohne die zu beobachtenden Ungereimtheiten und Verwerfungen einer immer nur vermittelten und vorinterpretierten Realit\u00e4t auszublenden.<\/p>\n<p><strong>Schock- und Provokationspotenzial<\/strong><\/p>\n<p>Die mutwillige Zerst\u00f6rung der kulturellen Grundlagen unseres Zusammenlebens durch Karrieristen und Profiteure der Macht und des Geldes stand bereits bei <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2003\/42\/L-Kraus\">Karl Kraus<\/a> im Zentrum der Kritik. 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, erl\u00e4utert er in seinem Aufsatz <em>In dieser gro\u00dfen Zeit <\/em>die geistige Situation Wiens am zuf\u00e4lligen Nebeneinander von Plakaten auf einer Litfa\u00dfs\u00e4ule. Dort klebt neben und \u00fcber der Kriegserkl\u00e4rung des Kaisers Werbung f\u00fcr ein &#8222;Vergn\u00fcgungs-Etablissement&#8220; und f\u00fcr Gummiabs\u00e4tze: &#8222;So m\u00fcsste man auf die Welt kommen&#8220; steht unter der Zeichnung eines S\u00e4uglings, der mit Gummiplatten an den Fersen geboren zu sein scheint. Kraus schreibt: &#8222;Menschheit ist Kundschaft&#8220;, und: &#8222;Die Unterwerfung der Menschheit unter die Wirtschaft hat ihr nur die Freiheit der Feindschaft gelassen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Verbindung einer marktschreierischen \u00d6ffentlichkeit mit skrupelloser Bereicherung und opportunistischer Demagogie ist auch heute wieder zu beobachten. Zu bek\u00e4mpfen gilt ein eklatanter Wandel der \u00d6ffentlichkeit. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine \u2013 zun\u00e4chst stellenweise, dann beschleunigte und fl\u00e4chendeckende \u2013 Ver\u00e4nderung der Umgangsformen vollzogen. Inzwischen wird sie als selbstverst\u00e4ndlich hingenommen. Diese Ver\u00e4nderung ist aufs engste verkn\u00fcpft mit der Durchsetzung einer Praxis des \u00f6ffentlichen Auftretens. Seit <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2005\/50\/ST-Franck\">Georg Francks<\/a> in den sp\u00e4ten neunziger Jahren erschienener Studie \u00fcber den mentalen Kapitalismus nennt man sie &#8222;\u00d6konomie der Aufmerksamkeit&#8220;. Was vor zwanzig Jahren eine relativ neue soziokulturelle Entwicklung beschrieb, bedarf heute kaum noch der Erkl\u00e4rung. Wir haben die Kernbotschaft l\u00e4ngst verinnerlicht: Gut, richtig und nicht zuletzt profitabel ist, was Erfolg hat. Und um erfolgreich zu sein, ist vor allem eins erforderlich: die Erzeugung von Rumor.<\/p>\n<p>Den Anfang beim Umbau des \u00f6ffentlichen Raums machten die Marketingstrategen mit ihren immer aggressiver werdenden Werbekampagnen. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Moraldebatten \u00fcber das Modelabel Benetton. Das Unternehmen machte in den achtziger Jahren Reklame mit riesigen Fotoplakaten von Kriegsschaupl\u00e4tzen oder Aidskranken. Zu Beginn der nuller Jahre l\u00f6ste der Saturn-Slogan &#8222;Geiz ist geil&#8220; heftige Kontroversen aus. Die Entr\u00fcstung war gro\u00df, \u00f6konomisch aber ging das Kalk\u00fcl auf. Also setzte sich die Strategie durch und wurde so lange weiter versch\u00e4rft, bis ihr Schock- und Provokationspotenzial ersch\u00f6pft war. Mit der Zeit sprang sie jedoch auch auf die Unterhaltung, die Kulturindustrie, auf TV-Formate wie Talkshows, Polit- oder Satiremagazine \u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Amerikanische Porno-Schmonzette<\/strong><\/p>\n<p>Der Literaturbetrieb hat sich l\u00e4nger als andere kulturelle Bereiche gegen die Strategien des Rumors wehren k\u00f6nnen. Damit ist es mittlerweile vorbei. Auch die Ware Buch wird kaum noch anders wahrgenommen als in Kategorien der Verk\u00e4uflichkeit, die heute stets Kategorien des Spektakels sind. Der Einfluss der klassischen Bewertungsinstanzen f\u00fcr die Qualit\u00e4t von Literatur wie Verlagslektorate, Feuilletons, Kultursendungen im Radio und Fernsehen auf die Auflagenh\u00f6he tendiert mehr und mehr gegen null. An ihre Stelle ist der Rumor unter den Buchk\u00e4ufern getreten. Er wird flankiert von aufw\u00e4ndigen Reklamehypes, sofern Aussicht auf Verkaufserfolg besteht.<\/p>\n<p>Es ist eben jener erw\u00e4hnte Rumor, den die Marktstrategen des Buchgesch\u00e4fts ins Visier nehmen. Genauer gesagt, sie versuchen die Voraussetzungen zu erf\u00fcllen, die n\u00f6tig sind, um ihn auszul\u00f6sen. Gro\u00dfspurige Verlagsank\u00fcndigungen begleiten die Ver\u00f6ffentlichungen. Auf den Buchr\u00fccken finden sich sogenannte Blurbs. Die Zitate sind immer \u00f6fter frei erfunden: &#8222;So gro\u00dfartig wie <em>Der Name der Rose!&#8220;<\/em> ist da zu lesen, und in Klammern darunter zum Beispiel: <em>Washington Post<\/em>. Moralisch kontrovers besetzte Sujets erweisen sich generell als absatzf\u00f6rdernd. Je gr\u00f6\u00dfer der Aufschrei, desto h\u00f6her die Auflage. Ein triviales Machwerk wie <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/29\/Shades-of-grey\"><em>Fifty Shades Of Grey<\/em><\/a>, objektiv ein zur Schwarte aufgeblasenes Groschenheft, wird pl\u00f6tzlich als literarisches Ereignis gefeiert. Als Megaseller und Blockbuster-Vorlage ist es freilich nichts als eine Gelddruckmaschine. Auf nationaler Ebene und im kleineren Ma\u00dfstab lie\u00dfe sich derselbe Vorgang bei dem Roman <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/35\/film-feuchtgebiete\"><em>Feuchtgebiete<\/em> <\/a>von Charlotte Roche beschreiben.<\/p>\n<p>Das Erfolgsmodell von <em>Fifty Shades Of Grey<\/em> eignet sich bestens, auch die zunehmende Attraktivit\u00e4t von Populisten zu beschreiben. Seit sich das Rumor-Prinzip des aggressiven Marketings in der Politik durchgesetzt hat, wird das Terrain des Politischen immer weniger mit Argumenten, immer mehr jedoch durch das Auffinden und Instrumentalisieren von Erregungsherden abgesteckt. Die populistischen Akteure surfen auf Wellen der Zustimmung und der Emp\u00f6rung, die sich wechselseitig hochschaukeln. <em>Beide<\/em> Wellen sind es, die sie zur Macht tragen. Sind sie einmal dort angekommen, setzen sie Vorstellungen von politischem Handeln um, die der amerikanischen Porno-Schmonzette an Trivialit\u00e4t in nichts nachstehen. Mit einem entscheidenden Unterschied: Sie schaffen nicht nur gewinntr\u00e4chtige Hypes, sondern Wirklichkeiten. Das Pendant zur Trivialit\u00e4t auf der Ebene politischer Realit\u00e4t aber sind Willk\u00fcr und Gewalt.<\/p>\n<p><strong>Feindschaft als letzte verbliebene Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Die Liste der Beispiele f\u00fcr diese neue Praxis der Antidiplomatie, des offensiven Drohens, Verf\u00e4lschens und Attackierens ist lang. Sie reicht \u2013 in verschiedenen Abstufungen \u2013 von Putin \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/recep-tayyip-erdogan-entlassung-bildungsministerium\">Erdo\u011fan,<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-07\/ungarn-orban-fluechtlingspolitik-gift\">Orb\u00e1n<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-12\/polen-jahresrueckblick-jaroslaw-kaczynski-pis-partei-staatspolitik\">Kaczy\u0144ski<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-07\/nigel-farage-grossbritannien-brexit-ukip-ruecktritt\">Farage<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/wahl-frankreich-marine-le-pen-front-national-wahlsieg\">Le Pen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2017-03\/agit-pop-musik-politik-donald-trump-widerstand\">Trump<\/a> und so weiter bis in den Stil politischer Auseinandersetzungen hierzulande. Der verunglimpfende Ton gegen\u00fcber der griechischen Regierung w\u00e4hrend der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/griechenlandkrise-europagruppe-iwf-hilfskredite-schulden-einigung-analyse\">Schuldenkrise<\/a> w\u00e4re hier zu nennen oder die Debatten um die Fl\u00fcchtlingspolitik. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, aus einer Willkommens- eine Angstkultur zu machen. Die Liste lie\u00dfe sich durch unz\u00e4hlige Scharm\u00fctzel auf Nebenschaupl\u00e4tzen erg\u00e4nzen. Wutb\u00fcrger aller Art f\u00fchlen sich in ihrer vermeintlichen nationalen, religi\u00f6sen oder sozialen Identit\u00e4t bedroht und machen ihrem Unmut mit verbalen und tats\u00e4chlichen Gewaltakten Luft. Rumor allerorten.<\/p>\n<p>Das Prinzip selbst aber ist keineswegs neu. Es schien allerdings der Geschichte anzugeh\u00f6ren. Pseudodemokratische, in Wahrheit demokratiefeindliche Gesten sind \u00fcber Umwege in die Gesellschaften des 21. Jahrhunderts zur\u00fcckgekehrt. Sie erkl\u00e4ren kollektive Stimmungen zum Volkswillen. Soziale Medien wie Twitter spielen dieser Entwicklung zweifellos in die H\u00e4nde. Die Formen sogenannter Schwarmintelligenz, in der sich kollektive Stimmungen heute vor allem manifestieren, sind jedoch ihrem Charakter nach identisch mit dem, was schon Elias Canetti in <em>Masse und Macht<\/em> f\u00fcr das Entstehen totalit\u00e4rer Strukturen verantwortlich gemacht hat. Die Masse tritt an die Stelle des haltlos gewordenen Ichs und ersetzt es: &#8222;Innerhalb der Masse herrscht Gleichheit. Sie ist absolut und indiskutabel und wird von der Masse selbst nie infrage gestellt&#8220;, schreibt Canetti, &#8222;auf Unterschiede zwischen ihnen kommt es nicht an. Um dieser Gleichheit willen wird man zur Masse. Was immer davon ablenken k\u00f6nnte, wird \u00fcbersehen.&#8220; Dies macht begreiflich, warum auch die anonymen Absender kollektiv getragener, digitaler Botschaften des Hasses, der Wut und der Verachtung f\u00fcr jede andere als ihre blindw\u00fctigen &#8222;Meinung&#8220; restlos unempf\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p>Dieses uneinsichtige aggressive Beharren und Verteidigen mehr gef\u00fchlter als gedachter Positionen ist das gro\u00dfe Problem unserer Rumor-Kultur. Vorgebildet und als Verhaltensmuster etabliert von der heute g\u00e4ngigen \u00f6konomischen Praxis, ist sie im Begriff, Abschottung, Ausgrenzung und Entzweiung zur sozialen Norm zu erheben. Einen durchaus vergleichbaren Prozess umschreibt Karl Kraus, wenn er 1914 von der Feindschaft als letzter verbliebener Freiheit der Menschen unter dem Diktat der Wirtschaft spricht. Im selben Aufsatz findet sich auch die ber\u00fchmte Sentenz: &#8222;Die jetzt nichts zu sagen haben, weil die Tat das Wort hat, sprechen weiter. Wer etwas zu sagen hat, der trete vor und schweige!&#8220; Auf jeden Fall lie\u00dfe sich vom beredten Schweigen Karl Kraus&#8216; und seiner Zeitschrift <em>Die Fackel<\/em> eine Menge lernen, wie dem Rumor zeitgen\u00f6ssischer \u00d6ffentlichkeit zu begegnen w\u00e4re, ohne ihn weiter zu vergr\u00f6\u00dfern. Den Krieg beenden allerdings \u2013 auch das muss leider gesagt werden \u2013 konnte sogar <em>Die Fackel<\/em> nicht.<\/p>\n<p>________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recht hat, wer Erfolg hat. Gut ist, was laut ist. Die Werte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens werden gerade zerst\u00f6rt. Wir schauen seelenruhig zu. 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