{"id":5843,"date":"2017-07-14T06:00:26","date_gmt":"2017-07-14T04:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=5843"},"modified":"2017-07-19T10:24:02","modified_gmt":"2017-07-19T08:24:02","slug":"urlaub-kinder-familie-schmidt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/07\/14\/urlaub-kinder-familie-schmidt\/","title":{"rendered":"Wir nannten es Erholung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das gro\u00dfe Kind kotzt schon im Auto zum Flughafen. Das Baby wacht morgens um f\u00fcnf Uhr auf. Und dann auch noch die Schwiegereltern! \u00dcber die T\u00fccken des Familienurlaubs<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5880\" aria-describedby=\"caption-attachment-5880\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-5880\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/freitext-urlaub-1024x576.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/freitext-urlaub-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/freitext-urlaub-620x349.jpeg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/freitext-urlaub-768x432.jpeg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/freitext-urlaub.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5880\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ciprian Boiciuc \/ unsplash.com (https:\/\/unsplash.com\/)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Das Wichtigste am Familienurlaub mit kleinen Kindern ist, nicht mit der Erwartung zu fahren, sich zu erholen, dann kann man auch nicht entt\u00e4uscht sein, und es gibt hinterher keine Vorw\u00fcrfe. Im Urlaub fehlt die Entlastung durch den Kindergarten, aber vor allem hat man nicht die Ausrede, arbeiten zu m\u00fcssen, dadurch ziehen sich die Tage in die L\u00e4nge wie Kaugummi, was im Urlaub ja eigentlich von Vorteil w\u00e4re, wenn man irgendetwas davon h\u00e4tte. Schon im Taxi zum Flughafen muss der Kleine &#8222;spucken&#8220;, und wir haben f\u00fcr die kurze Strecke nicht an eine T\u00fcte gedacht. <!--more-->Ein bisschen r\u00fchrt es mich ja, weil mir als Kind im Auto auch immer schlecht wurde, das verbindet. (Ich hatte allerdings immer meine rote &#8222;Kotzsch\u00fcssel&#8220; dabei.) Der Flughafenwechsel mit dem Shuttlebus durch den Pariser Peripherie-Stau erh\u00f6ht die Vorfreude auf S\u00fcdfrankreich, wo sich die Gro\u00dfeltern seit vielen Jahren in einer Ferienkolonie einmieten und uns diesmal eingeladen haben. Auf so eine Weise Urlaub zu machen, h\u00e4tte ich mir nie tr\u00e4umen lassen, f\u00fcr mich war es immer Ehrensache, mich abenteuerlich zu erholen, m\u00f6glichst ohne Geld dabei auszugeben, alle Entscheidungen selbst zu treffen und mich unterwegs nur an Orten aufzuhalten, an denen man keinen Touristen begegnete.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich mit Kindern nicht mehr durchzuhalten. Also ging es nach Frankreich, in einen Ort, der erst in den sp\u00e4ten 1960ern erbaut worden ist (vorher musste man die ganze Region zun\u00e4chst aufwendig von M\u00fccken befreien). Die lebensfroh-schwebende, geometrisch-minimalistische Betonarchitektur, die dabei zur Anwendung gekommen ist, gefiel mir ungeheuer (vor allem, wenn man sie mit den bedr\u00fcckend-h\u00e4sslichen Feriengeb\u00e4uden verglich, mit denen seit der Wende die ostdeutsche Ostseek\u00fcste ausgestattet worden ist).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5855\" aria-describedby=\"caption-attachment-5855\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5855\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/05-kreise-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/05-kreise-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/05-kreise-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/05-kreise-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5855\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Flugzeug nach Paris verlor ich leider mein Notizbuch, was mir erst ein, zwei Mal im Leben passiert ist, es ist immer ein gro\u00dfer Kummer, der mir fast die Lust nimmt, weiterzuschreiben. Ich kaufte mir am Kiosk ein franz\u00f6sisches Notizbuch, es gab nur linierte, was ich \u00fcberhaupt nicht mag. Beim ersten Baden im Mittelmeer bekam ich Wasser ins Ohr, und da ich nachts wegen der Kinder Ohrst\u00f6psel benutze, war mein Ohr bereits so verschmutzt, dass das Wasser nicht mehr herauskam, ich war also auf einem Ohr taub. Das war eigentlich nur gerecht, da die meisten anderen G\u00e4ste der Ferienanlage auch schwerh\u00f6rig waren, aber ich lie\u00df mich trotzdem in die n\u00e4chste Ortschaft zu einem Ohrenarzt fahren, der mir meine Ohren reinigte. Am n\u00e4chsten Tag hatte ich Bauchschmerzen, konnte aber nicht im Bett bleiben, weil unser Baby uns jeden Morgen gegen 5 Uhr weckte und unser Sohn davon auch aufwachte. Die Croissant-Ausgabe der Anlage \u00f6ffnete erst um 8 Uhr, deshalb streunte ich morgens mit Babytrage und Kinderwagen durch die menschenleere Ortschaft und suchte nach einem B\u00e4cker. Dabei fand ich wieder ein <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/04\/07\/glueck-paradies-schmidt\/\">Paradies f\u00fcr meine Sammlung<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5860\" aria-describedby=\"caption-attachment-5860\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5860\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/10-paradies-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/10-paradies-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/10-paradies-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/10-paradies-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5860\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Und einen <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/05\/23\/selbstreferentielles-design-schmidt\/\">Gegenstand, der sich selbst enthielt<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5861\" aria-describedby=\"caption-attachment-5861\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5861\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/12-fisch-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/12-fisch-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/12-fisch-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/12-fisch-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5861\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Ort ist vom franz\u00f6sischen Architekten Jean Balladur, einem Cousin des ehemaligen Ministerpr\u00e4sidenten \u00c9douard Balladur, entworfen worden, und als Fan modernistischer Betonarchitektur war ich entz\u00fcckt von der formalen Strenge und K\u00fchnheit der Hotelfassaden. Die Geb\u00e4ude sollten teilweise an Inka-Pal\u00e4ste erinnern, die Balkons hatten als Sonnenschutz geometrisch geformte Vorhang-Fassaden aus Beton und manchmal reizvolle Wendeltreppen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5862\" aria-describedby=\"caption-attachment-5862\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5862\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/15-wendeltreppe-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/15-wendeltreppe-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/15-wendeltreppe-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/15-wendeltreppe-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5862\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Ortszentrum und Gr\u00fcndungsgeb\u00e4ude des Ortes war ein Funktionsgeb\u00e4ude (fr\u00fcher mal die Mairie) in Form eines Fischs, mit einer gefalteten R\u00fcckwand aus Beton.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5865\" aria-describedby=\"caption-attachment-5865\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5865\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/20-betonwand-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/20-betonwand-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/20-betonwand-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/20-betonwand-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5865\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sogar die Kloh\u00e4uschen am Strand sahen spektakul\u00e4r elegant aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5866\" aria-describedby=\"caption-attachment-5866\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5866\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/25-klohaeuschen-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/25-klohaeuschen-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/25-klohaeuschen-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/25-klohaeuschen-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5866\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Und es gab im Parkgel\u00e4nde eine Reihe begehbarer, verwirrender Betonskulpturen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5868\" aria-describedby=\"caption-attachment-5868\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5868\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/30-betonskulptur-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/30-betonskulptur-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/30-betonskulptur-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/30-betonskulptur-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5868\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Ferienanlage hielt sich eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe Franzosen auf, die hier seit vielen Jahren herkommt, um den ganzen Tag Boules zu spielen. Viele benutzten inzwischen Magnete an Schn\u00fcren, um damit die Kugeln aufzuheben, weil das B\u00fccken im Alter M\u00fche machte. Zum Werfen traten sie in einen Plastikring, der, wenn die Seite gewechselt wurde, an einem Stock \u00fcber den Sand geschleift wurde, weil man sich auch nach dem Ring nicht mehr b\u00fccken wollte. Ich habe die Franzosen um diesen Sport, den man praktisch bis zum Tag seiner Beerdigung betreiben kann, immer beneidet.<\/p>\n<p>Auf dem ungewohnten Elektroherd in unserer K\u00fcchenecke brannte mir beim ersten Haferflockenkochen der Topf so schlimm an, dass er sich tagelang nicht mehr reinigen lie\u00df. Die franz\u00f6sische Cousine, die irgendwann eintraf, besorgte eine <em>boule inox<\/em>, einen Metallschwamm, damit bekam ich den Topf wieder sauber. Beim Fr\u00fchst\u00fcck freute ich mich, dass auf der Verpackung der franz\u00f6sischen Butter eine Skala aufgedruckt war, an der man sich orientieren konnte, wenn man ein Butterst\u00fcck mit einem bestimmten Gewicht abschneiden wollte, das war praktisch gedacht!<\/p>\n<p>Wir hatten meinem Sohn gegen die s\u00fcdliche Sonne ein Schwimmshirt gekauft, das er nicht anziehen wollte, aber er wollte auch nicht, dass die neue Badehose nass wurde. So sa\u00df er am Beckenrand des Pools auf der obersten Stufe der Treppe, die ins Wasser f\u00fchrte, und sah den anderen Kindern zu, w\u00e4hrend ich im Liegestuhl <em>Oblomow<\/em> las, ihn mit einem Auge beobachtete und mit der Hand die Buchseiten gegen Spritzwasser abschirmte. F\u00fcr den Rest meines Lebens wird meine Schwiegerfamilie, die uns vom Balkon aus zugesehen hatte, behaupten, ich h\u00e4tte den Kleinen unbeaufsichtigt am Rand des tiefen Beckens sitzen lassen, so dass er fast ertrunken w\u00e4re. Am n\u00e4chsten Tag hatte er morgens \u00fcber 40 Grad Fieber, der Wind, die kalten Fliesen, das Planschen. Am Abend verweigerte er das Fieberz\u00e4pfchen, eine Stunde mussten wir dem schreienden Kleinen zureden, dass es \u00fcberhaupt nicht wehtun w\u00fcrde. Zum Trost bekam er einen &#8222;Spinner&#8220; geschenkt, einen dieser Kreisel, die gerade weltweit in Mode sind, er ging aber gleich kaputt und ich musste einen neuen kaufen, dessen Farbe ihm nicht lange gefiel. Zum Gl\u00fcck war das Fieber schon am n\u00e4chsten Tag fast weg und er machte weiter damit, im Zimmer auf den Fliesenboden zu pinkeln, weil er seit Neuestem keine Windeln mehr tr\u00e4gt und er die neu gewonnene Freiheit genie\u00dft. Ich wischte das dann immer mit K\u00fcchenrolle auf. Das musste ich auch tun, als sich w\u00e4hrend meines Mittagsschlafs ein Spatz im Zimmer entleert hatte. Und an einem der ersten Morgen war die \u00dcberraschung gro\u00df, als der Inhalt unseres M\u00fcllbeutels \u00fcber die Wiese der Anlage ausgebreitet war, die M\u00f6wen hatten sich nachts dar\u00fcber hergemacht. Erst jetzt las ich die Hinweisschilder auf allen Etagen, die davor warnten, seine M\u00fcllbeutel drau\u00dfen stehen zu lassen. Ich tr\u00f6stete mich damit, dass ich im Text einen Rechtschreibfehler entdeckte, das Studium war also nicht umsonst gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5869\" aria-describedby=\"caption-attachment-5869\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5869\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/35-merci-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/35-merci-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/35-merci-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/35-merci-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5869\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ging meinem Sohn wieder gut, daf\u00fcr fiel meine Tochter, die noch kein Jahr alt ist, beim Hochziehen, das sie gerade begeistert, mit dem Hinterkopf auf die Fliesen, kurz darauf schlief sie f\u00fcr eine Minute ein. Wir wussten nicht, ob es eine Ohnmacht war, und machten uns gro\u00dfe Sorgen. Zum Gl\u00fcck war ihr aber nichts passiert. Wenn ich mich mit ihr auf der Wiese in den Schatten setzte, krabbelte sie immer sofort an den Rand der Decke und steckte sich Gras und G\u00e4nsebl\u00fcmchen in den Mund. Wenn ich sie daran hindern wollte, schrie sie nach ihrer Mutter. Die Franzosen freuten sich, wenn sie sie sahen, aber sie hielten sie meistens f\u00fcr einen Jungen, weil sie keine rosa Sachen tr\u00e4gt. Die franz\u00f6sische Cousine tr\u00f6stete mich, ihr Sohn habe sich einen ausgespuckten Kaugummi vom Fu\u00dfboden in den Mund gesteckt. Meine Mutter legte noch einen drauf, sie habe als Kind im Hof ihres Hauses G\u00e4nsekacke gegessen, das habe ihr auch nicht geschadet.<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn ich am Strand bei starkem Wind nach zehn Minuten Kampf mit den Glasfaserstangen die Strandmuschel aufgebaut hatte, war die Familie schon wieder im Aufbruch, weil die Sonne zu stark sei f\u00fcr die Kinder, und in der Strandmuschel die Luft so hei\u00df. Au\u00dferdem steckte sich meine Tochter immer Sand in den Mund, und mein Sohn wollte nicht ins Meer gehen, weil er Angst vor Haien hatte. Ich baute die Strandmuschel wieder ab, folgte den anderen in die Anlage und nahm mir vor, irgendwann einmal alleine ans Meer zu fahren.<\/p>\n<p>Am Abend des Champions-League-Finales stellten wir fest, dass wir nicht in den mit einem Fernseher ausgestatteten Gemeinschaftsraum durften, weil dieser f\u00fcr eine gro\u00dfe Gruppe franz\u00f6sischer Spezialpolizisten reserviert war, die hier wohl aus Sicherheitsgr\u00fcnden stationiert waren. Weil mein Schwiegervater und ich ganz gut Franz\u00f6sisch sprechen, konnten wir sie \u00fcberzeugen, uns in den Saal zu lassen, aber das n\u00fctzte nichts, denn, wie sich herausstellte, wurde das Finale in Frankreich auf einem Sender namens C8 \u00fcbertragen, der nicht frei zu empfangen war. Wir mussten also schnell in den Ort fahren, um uns eine Bar mit Public Viewing zu suchen, zun\u00e4chst allerdings erst einmal einen Parkplatz, wodurch wir die ersten zehn Minuten des Spiels verpassten, in denen Juve noch mithalten konnte. Ich fand eine Bar mit Leinwand, allerdings war das Bild stark gestaucht und in der Pause schaltete der <em>patron<\/em> den Projektor aus. Erst nach starken Protesten der Zuschauer bem\u00fchte er sich nach ca. 20 Minuten wieder herbei, um den Projektor wieder anzuschalten. Und dann war das Spiel auch noch viel zu fr\u00fch entschieden.<\/p>\n<p>Es h\u00f6rt sich vielleicht unglaubw\u00fcrdig an, aber einen Moment der Euphorie erlebte ich, als ich mir die Verpackung des Toilettenpapiers durchlas, das ich bei Intermarch\u00e9 gekauft hatte. Darauf stand, dass bei diesem Produkt die Pappr\u00f6hre, die ich immer entsorge, indem ich sie zum Basteln in den Kindergarten mitgebe (als Kind habe ich daraus eine Laterna Magica gebaut), sich im Wasser aufl\u00f6se, man sie also mit in die Klosch\u00fcssel werfen k\u00f6nne. Wieder eine dieser L\u00f6sungen f\u00fcr ein Haushaltsproblem, das mir nie aufgefallen war! Warum war ich nie darauf gekommen, wie l\u00e4stig es war, dass man die Papprolle nicht runtersp\u00fclen konnte? Ich bewundere die Produktmanager der gro\u00dfen Firmen, die unsere Bequemlichkeit immer noch zu steigern wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5870\" aria-describedby=\"caption-attachment-5870\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5870\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/07\/40-toilettenpapier-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/40-toilettenpapier-klein.jpg 1000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/40-toilettenpapier-klein-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/07\/40-toilettenpapier-klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5870\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jochen Schmidt<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Einer der deprimierendsten Momente war dagegen, als meine Freundin mir Fotos von mir am Strand zeigte, ein k\u00e4sewei\u00dfer, fleischiger Mann mit sch\u00fctterem Haar in einer sehr altmodischen Badehose (ich schaffe mir ungern Sachen zweimal an).<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckreise sa\u00df ich auf dem Flughafen Charles de Gaulles, auf dem jeder Ansage ein \u00e4u\u00dferst nervt\u00f6tender Signalton vorausgeht, am Gate direkt vor einem Fernseher und freute mich, weil das French-Open-Halbfinale zwischen Wawrinka und Murray gezeigt wurde. Ich hatte bisher noch nichts vom diesj\u00e4hrigen Turnier gesehen, der Fernseher in der Anlage war ja von den Spezialpolizisten blockiert gewesen und ich h\u00e4tte auch gar keine Zeit gehabt, weil ich Urin von meinem Sohn aufwischen und meiner Tochter Sachen, die sie in den Mund stecken wollte, aus der Hand rei\u00dfen musste. Obwohl der Transferbus von Orly hierher wieder \u00fcber eine Stunde gebraucht hatte, da er im Stau nur im Schritttempo gefahren war, hatten wir zum Gl\u00fcck noch eine Stunde Wartezeit, die mir nun pl\u00f6tzlich wie ein Geschenk vorkam.<\/p>\n<p>Es war ein packendes Match, das m\u00f6glicherweise \u00fcber f\u00fcnf S\u00e4tze gehen w\u00fcrde. Ich hatte mich aber zu fr\u00fch gefreut, da ein deutscher Gesch\u00e4ftsmann sich telefonierend genau vor den Bildschirm stellte. Da ich der einzige Reisende war, der das Spiel verfolgte, traute ich mich nicht, ihn zu bitten, ein paar Schritte zur Seite zu gehen, und er bemerkte meine traurigen Blicke nicht und sagte nur immer wieder zu verschiedenen Gespr\u00e4chspartnern: &#8222;Can You please take care of s\u00e4tt?&#8220; Es blieb die Hoffnung, dass das Match so lange dauern w\u00fcrde, dass ich zu Hause noch den letzten Satz sehen k\u00f6nnte. Aber der ging leider mit 6:1 glatt an Wawrinka, der nach \u00fcber vier Stunden Murrays Widerstand gebrochen hatte. Das Schlimmste daran f\u00fcr Murray war wahrscheinlich, dass er jetzt schon zwei Tage fr\u00fcher Urlaub mit der Familie machen musste.<\/p>\n<p>________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? 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