{"id":5950,"date":"2017-08-04T07:00:09","date_gmt":"2017-08-04T05:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=5950"},"modified":"2017-08-04T08:14:55","modified_gmt":"2017-08-04T06:14:55","slug":"linke-konservativismus-debatte-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/08\/04\/linke-konservativismus-debatte-hamburg\/","title":{"rendered":"Die linke Leerstelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit G20 in Hamburg ist &#8222;die Linke&#8220; in Verruf geraten, und im konservativen Lager kehren selbstherrliche Zeiten zur\u00fcck. Es ist eine tr\u00fcbe Debatte. <\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5960\" aria-describedby=\"caption-attachment-5960\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5960\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/08\/flora_hh_freitext-620x349.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/08\/flora_hh_freitext-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/08\/flora_hh_freitext-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/08\/flora_hh_freitext-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5960\" class=\"wp-caption-text\">Copyright: Patrik Stollarz\/AFP<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Auf die Krawalle zum G20-Gipfel folgte die lange Nacht der Leitartikler, und sie ist noch nicht vorbei. Solche N\u00e4chte k\u00f6nnen Wochen dauern, selbst in unserer kurzatmigen Epoche. Ein wenig von dem Dunkel und dem D\u00fcnkel solcher N\u00e4chte kann sich sogar auf unbestimmte Zeit festsetzen und die \u00f6ffentliche Debatte eintr\u00fcben.<\/p>\n<p>Diesmal hat sich der Diskursnebel \u00fcber &#8222;die Linken&#8220; gesenkt. Wobei wir uns &#8222;die Linken&#8220; als ein gigantisches Ungeheuer vorzustellen haben, dessen Schw\u00e4nzchen sich im kreuzbraven SPD-Ortsverein ringelt und dessen Kopf bei den potenziellen &#8222;Mordbrennern&#8220; (Martin Schulz) aus den ber\u00fcchtigten autonomen Kreisen um sich schnappt.<!--more--><\/p>\n<p>Das Gesetz der Aufmerksamkeits\u00f6konomie verlangt, dass die Randale in Hamburg zu etwas nie Dagewesenem erkl\u00e4rt werden. Gegen die G20 k\u00fcndigten sich Proteste an. Was dann geschah, war unglaublich. Eine neue Dimension, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/g20-gipfel-in-hamburg-sascha-lobo-ueber-den-umgang-mit-extremisten-im-netz-a-1157337.html\">darunter geht es nicht<\/a>. Und in dieser neuen Dimension wimmelt es von Gewaltt\u00e4tern, die sich als &#8222;links&#8220; betrachten.<\/p>\n<p>Da reibt sich die Christdemokratin die H\u00e4nde, und der FDPler macht schon mal den Sekt auf. Jahrelang ist man ist man in der Defensive gewesen, wenn es um die R\u00e4nder des politischen Spektrums ging. Schlie\u00dflich waren es zum Gro\u00dfteil die (vormals) eigenen Leute, die in der AfD mit rassistischen und demokratiever\u00e4chtlichen T\u00f6nen auftrumpften. Laufend musste man sich dagegen verwahren, dass diese Rechtspopulisten sich als &#8222;Liberale und Konservative&#8220; (Pr\u00e4ambel zum AfD-Grundsatzprogramm) ausgaben. Wenn Rumpelstilzchen Seehofer oder andere Spitzenfunktion\u00e4re aus dem b\u00fcrgerlichen Lager selbst wie neurechte Einpeitscher klangen, musste man sich furchtbar winden.<\/p>\n<p><strong>Doch dann kam Hamburg<\/strong><\/p>\n<p>Und die Floskel &#8222;Gegen Linksextremismus m\u00fcssen wir aber auch vorgehen&#8220;, die doch immer sicheren Halt geboten hatte, klang schaler denn je angesichts der NSU-Morde, der &#8222;national befreiten Zonen&#8220;, der Pegida-Hetze und der Hasskampagnen in den sozialen Netzwerken, der Brandanschl\u00e4ge auf Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte, des Anstiegs rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten um \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/de\/arbeitsfelder\/af-rechtsextremismus\/zahlen-und-fakten-rechtsextremismus\/zuf-re-2015-straf-und-gewalttaten\">42 Prozent<\/a> (2015) und von da aus dann nochmals um \u00fcber 14 Prozent (2016).<\/p>\n<p>So hartn\u00e4ckig der Verfassungsschutz betonte, die Zahl der Straftaten von Linksextremisten sei ebenfalls erschreckend hoch: Mit solchen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-07\/verfassungsschutz-warnt-vor-zunehmend-gewaltbereiten-linksextremisten\">Raten konnte sie bei weitem nicht Schritt halten<\/a>, weder relativ noch absolut gesehen. Zudem war keine auch nur ansatzweise linksradikale Partei in Deutschland auf dem Vormarsch, w\u00e4hrend die AfD mit reichlich Auslegern in die rechtsextreme Szene in ein L\u00e4nderparlament nach dem anderen einzog und sogar nach einem halben Jahr gewissenhafter Selbstdemontage allen Umfragen zufolge noch die F\u00fcnfprozenth\u00fcrde bei der Bundestagswahl schaffen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch dann kam Hamburg. Das gro\u00dfe Revival-Wochenende der Gewalt von links, mit allen gel\u00e4ufigen Schreckensbildern. Der Schwarze Block, die brennenden Autos, die Pl\u00fcnderungen. Und die erleichterte Entr\u00fcstung der Konservativen schlug vollends in Frohlocken um, als linke und sozialdemokratische Politiker bl\u00f6d genug waren, die Ausschreitungen als &#8222;nicht links&#8220; zu deklarieren. Die T\u00e4ter von Hamburg, versicherte Martin Schulz den kreuzbraven Ortsvereinen im Land, seien &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-07\/links-sein-linksextremismus-g20\">bescheuert, aber nicht links<\/a>&#8222;, denn &#8222;links und Gewaltanwendung schlie\u00dft sich gegenseitig aus&#8220;.<\/p>\n<p>Lauter Steilvorlagen f\u00fcr b\u00fcrgerliche Kommentatoren. Die Linken sind scheinheilig, die Linken l\u00fcgen sich die Wirklichkeit zurecht \u2013 die Artikelmaschine sirrt weiter wie S\u00f6hnleins Fidget Spinner. Mit schulmeisterlicher S\u00fcffisanz ruft einer von der Franz\u00f6sischen Revolution bis zum Pol-Pot-Terror die blutigsten Beweise daf\u00fcr in Erinnerung, dass Gewaltanwendung und linke Ideologie sich eben doch nicht ausschlie\u00dfen. Ein anderer nutzt die Gunst der Stunde, um melancholisch zu res\u00fcmieren: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-07\/g20-linke-gewalt-kapitalismuskritik-globalisierung-essay\">Eine Linke braucht es nicht mehr.&#8220;<\/a> Und so weiter.<\/p>\n<p>Sachlich bedeutsame Erg\u00e4nzungen \u2013 etwa die Frage, ob sich tats\u00e4chlich, wie angek\u00fcndigt, <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/18040\/zweifelhafte-berichte-ueber-neonazis-bei-g20-randale\/\">Neonazis unter die Gipfelrandalierer gemischt hatten<\/a> \u2013 gehen in dem Geschnatter ziemlich unter. Allerdings w\u00fcrde es linke Krawallos ja nicht weniger bescheuert machen, wenn sie gemeinsam mit rechten Krawallos w\u00fcteten. Im Gegenteil. Gerade solche potenziellen Querfrontbildungen zeigen doch, wie brennend n\u00f6tig eine intensive Auseinandersetzung der Linken mit ihren eigenen R\u00e4ndern w\u00e4re. Da hilft es nicht zu behaupten, Gewaltt\u00e4ter k\u00f6nnten keine Linken sein, sondern da m\u00fcssten sich die Linken \u2013 ich komme nicht umhin, den Leitartiklern in diesem Punkt zuzustimmen \u2013 den gewaltsamen Teilen ihrer Ideologiegeschichte stellen.<\/p>\n<p>Dass sie sich damit so schwer tun, hat aber, f\u00fcrchte ich, einen traurigen Grund. Das linke Ungeheuer ist heute eine zutiefst verzagte Kreatur. Dar\u00fcber kann auch die Raserei autonomer Aggro-Brigaden nicht hinwegt\u00e4uschen. Das Verdikt &#8222;Eine Linke braucht es nicht mehr&#8220; dr\u00fcckt ebenso sehr linke Existenzangst aus wie rechte H\u00e4me. Der Linken ist ihre positive Erz\u00e4hlung abhanden gekommen und mit ihr die \u00dcberzeugung von ihrer eigenen Unentbehrlichkeit. Wenn dann obendrein &#8222;links&#8220; kodierte Gewalt losbricht, h\u00f6rt zumindest die nicht radikale Linke gleich das St\u00fcndlein ihrer endg\u00fcltigen Abschaffung schlagen.<\/p>\n<p><strong>Bleibt also nur die SPD?<\/strong><\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man zur\u00fcckspringen zum Zusammenbruch des Ostblocks, zu Francis Fukuyamas <em>Ende der Geschichte<\/em>, zum Triumph des Kapitalismus im Systemwettstreit des 20. Jahrhunderts. Man k\u00f6nnte von da aus deprimierend gerade Linien ziehen zum weltweiten Siegeszug der neoliberalen Ersatzreligion oder auch zu Angela Merkels Gerede von der &#8222;Alternativlosigkeit&#8220;. Man k\u00f6nnte noch einmal dar\u00fcber verzweifeln, dass selbst der Kollaps der Finanzm\u00e4rkte, die Eurokrise und die fortw\u00e4hrenden humanit\u00e4ren Katastrophen an den EU-Au\u00dfengrenzen weit und breit keinen ernstzunehmenden Neustart linker Politikangebote, wie man das ja heute nennt, hervorgebracht haben.<\/p>\n<p>Aber man kann auch f\u00fcr erste einfach in Hamburg bleiben und wird das Gleiche feststellen: Da, wo wir ein ebenso selbstbewusstes wie selbstkritisches linkes Narrativ dringend br\u00e4uchten, klafft eine bedr\u00fcckende L\u00fccke. Nach dem G20-Spektakel macht sich diese Leerstelle unangenehmer bemerkbar denn je.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re ja denkbar, dass Politiker in ihren Statements zu Gipfel und Eskalation zusammen mit der klaren Absage an die Gewalt ein \u00e4hnlich klares Bekenntnis zu dem formulieren w\u00fcrden, was sie unter einer zeitgem\u00e4\u00dfen linken Haltung verstehen. Stattdessen \u00fcberbieten sich die Sozialdemokraten (die sich r\u00fchrenderweise in solchen Situationen noch verantwortlich f\u00fchlen, wenn es um &#8222;die Linken&#8220; geht; was wohl daran liegt, dass die SPD zu Kaisers Zeiten einmal als links galt und im b\u00fcrgerlichen Milieu bis heute von diesem Nimbus zehrt) nach der d\u00e4mlichen Schutzbehauptung, Randalierer k\u00f6nnten nicht links sein, in schneidiger Ordnungsh\u00fcter-Rhetorik. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-07\/g20-gipfel-polizei-gewalt-olaf-scholz\/komplettansicht\">Auf die Polizei darf nichts kommen, ganz wichtig<\/a>. Und das Bekenntnis zu einer linken Politik h\u00e4tte ja zur Voraussetzung, dass man w\u00fcsste, wie eine linke Politik aussehen sollte.<\/p>\n<p>Das aber hat man sp\u00e4testens irgendwann zwischen &#8222;Asylkompromiss&#8220; und Agenda 2010 vergessen, wenn nicht schon zwischen Notstandsgesetzen und Nato-Doppelbeschluss. Wenn sich in dem, was bei der SPD heutzutage politische Visionen ersetzt, irgendeine Leitlinie erkennen l\u00e4sst, dann blo\u00df die schw\u00e4bische Hausfrau nicht vergr\u00e4men.<\/p>\n<p>Schauderhaft, oder? Ich will \u00fcber m\u00f6gliche linke Politik schreiben und lande doch wieder bei der SPD. So schlimm steht es in Deutschland um die Linke. Die gleichnamige Partei neigt zumindest in Gestalt ihrer Galionsfiguren Lafontaine und Wagenknecht selbst zur Querfront und klemmt ansonsten immer noch in der Muff-Kombination von Alt-SEDlern und westdeutschen Sektierern fest. Die Gr\u00fcnen halten sich nicht einmal mehr selber f\u00fcr links. Bleibt also nur die SPD. Als Verwalterin der linken Leerstelle.<\/p>\n<p>Vor gut zwei Jahren \u00fcbersetzte ich einen faszinierenden Text von Ian Martin. Es ging darin um London, um Privatisierungswahn und \u00f6ffentlichen Raum, um 1967 und heute. Will sagen, es ging um das linke, aber nicht radikale, sondern pragmatische Versprechen einer gerechteren, offeneren, sozialeren Gesellschaft \u2013 und um den Verlust dieses Versprechens.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat heute Jeremy Corbyn, der als zauselig-spinnerter Wiederg\u00e4nger linker Sozialreformer zumindest der Nostalgie ein Gesicht verleiht. Deutschland hat Martin Schulz. Der wurde anfangs von weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung aus lauter Merkel-\u00dcberdruss als Hoffnungstr\u00e4ger missverstanden und lockte einige Tausend neue Karteileichen in die SPD. Mittlerweile gibt er nur noch den nervigen Onkel, der bei jedem Familienfest von Neuem versucht, sich als Entertainer zu beweisen.<\/p>\n<p>J\u00fcngster Br\u00fcller also: &#8222;Links und Gewaltanwendung schlie\u00dft sich gegenseitig aus.&#8220; Die Auseinandersetzung mit linker Militanz und ihren Hintergr\u00fcnden und Selbstrechtfertigungen (&#8222;Kapitalismus zerst\u00f6ren!&#8220;) ist abgeblasen \u2013 und somit auch die Positionsbestimmung der heutigen SPD innerhalb des linken Spektrums. Alles sch\u00f6n &#8222;mittig&#8220;. Kein Anliegen, nirgends. Dem weiteren Absturz der Sozialdemokratie in die Bedeutungslosigkeit steht nichts im Weg. Die schw\u00e4bische Hausfrau atmet auf.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr das konservative Lager kehren herrlich selbstherrliche Zeiten zur\u00fcck. Endlich steht der Feind wieder links! Wenn nicht klar sei, ob die Gewaltt\u00e4ter von Hamburg Linke waren, weshalb solle dann klar sein, dass diejenigen, die wenige Tage sp\u00e4ter beim Nazi-Stadel in Themar den Hitlergru\u00df zeigten, Rechte waren? So dummdreist \u00e4tzt dieser Tage zum Beispiel ein vielfach geteiltes Facebook-Posting. Die gewissen kategorischen Unterschiede \u2013\u00a0kein Linker w\u00fcrde &#8222;Sieg heil!&#8220; mitbr\u00fcllen, aber viele Rechte w\u00e4ren, als Autonome verkleidet, gerne dabei, wenn aus Protest gegen das Schweinesystem Twingos angez\u00fcndet oder Rewe-M\u00e4rkte in Tr\u00fcmmer gelegt werden \u2013 spielen keine Rolle mehr. Nein, nein, die Linken sind wieder b\u00f6se, die Linken sind wieder ebenso schlimm wie die Rechten, vielleicht sogar schlimmer, genauer muss man sich das jedenfalls nicht ansehen \u2013 das tun die Linken selbst ja auch nicht.<\/p>\n<p>So tr\u00fcb schaut er nun aus, der Diskurs \u00fcber &#8222;die Linken&#8220;, und daran wird sich wohl so bald nichts \u00e4ndern. Denn diese Art von Tr\u00fcbung ist das einzig Nachhaltige an der Marktschreier-Kultur. Und der einzige Ort, von dem aus sich breitenwirksame Gegenstimmen erheben k\u00f6nnten, ist eben leider eine Leerstelle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit G20 in Hamburg ist &#8222;die Linke&#8220; in Verruf geraten, und im konservativen Lager kehren selbstherrliche Zeiten zur\u00fcck. Es ist eine tr\u00fcbe Debatte. 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