{"id":6281,"date":"2017-10-17T14:32:24","date_gmt":"2017-10-17T12:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=6281"},"modified":"2018-08-13T11:09:44","modified_gmt":"2018-08-13T09:09:44","slug":"individualitaet-selfie-gesellschaft-gemeinschaft-gorelik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/10\/17\/individualitaet-selfie-gesellschaft-gemeinschaft-gorelik\/","title":{"rendered":"Warum schreit das Ich so laut?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vom Selfie-Wahn bis zum personalisierten Kaffeepott: alles sch\u00f6n individuell, bitte. In der Abscheu vor dem Wir und den anderen zeigt sich unsere pubert\u00e4re Gesellschaft.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6285\" aria-describedby=\"caption-attachment-6285\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6285\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/10\/freitext-individual.jpg\" alt=\"Individualit\u00e4t: Das Ich schreit so laut, warum nur?\" width=\"700\" height=\"466\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/10\/freitext-individual.jpg 2000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/10\/freitext-individual-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/10\/freitext-individual-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/10\/freitext-individual-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6285\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Elvis Ma\/Unsplash.com<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Ich habe weder einen Garten noch einen Balkon. Ich habe auch keine Pflanzen in der Wohnung. Das sei nur deshalb erw\u00e4hnt, um klarzustellen, dass es f\u00fcr mich keinen, aber auch gar keinen Grund gibt, auch nur die Existenz eines Gartenbedarfsartikelfachgesch\u00e4ft zu bemerken. Subjektive Wahrnehmung, die uns beobachtungslos durch den Alltag f\u00fchrt: Als Nichtraucher wei\u00df man nicht, wo die Tabakl\u00e4den im eigenen Viertel sind, und wer kein Haustier hat, dem f\u00e4llt meist nicht auf, dass sich in der Stra\u00dfe nebenan Der Hundling oder Die Zierfisch-Oase findet. Letztens aber blieb ich doch, wahrscheinlich zum ersten Mal in meinem Leben, vor dem Schaufenster eines Garten-Centers stehen, Samenp\u00e4ckchen, Schaufeln jeder Gr\u00f6\u00dfe mit unterschiedlichsten Griffen im Schaufenster, ein gestreifter Liegestuhl auch, au\u00dferdem ein menschengro\u00dfer Blumentopf aus Plastik. Auf dem Topf ein Schild: &#8222;Hier k\u00f6nnen Sie Ihren Blumentopf individualisieren.&#8220;<!--more--><\/p>\n<p>Das war so ein Tag: Trump hatte sicherlich wieder getwittert, und noch sicherer waren Kinder in Syrien ermordet worden, im Mittelmeer k\u00e4mpften Gefl\u00fcchtete ums \u00dcberleben, \u00fcberhaupt starben sehr viele Menschen, \u00fcberall und aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden, Kinder verhungerten, und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-09\/deniz-yuecel-axel-springer-anzeigen-tuerkische-medien\">Deniz Y\u00fccel<\/a> sa\u00df immer noch in Haft. W\u00e4hrenddessen lie\u00dfen sich andere, Garten- und Pflanzenliebhaber in dem Fall, ihre Blument\u00f6pfe individualisieren. Mit Namen (dem eigenen oder dem der geliebten Pflanze, die m\u00f6glicherweise Egon hei\u00dft, weil man hofft, die altert\u00fcmliche Ironie dieses Namens erhebe einen \u00fcber die Tatsache, dass man meint, seine Pflanzen benennen zu m\u00fcssen) in eigens und mit aller Ruhe (&#8222;Darf ich das in Avenir noch einmal sehen, aber dann in dem dunklen Blau?&#8220;) daf\u00fcr ausgew\u00e4hlten Schriftart oder m\u00f6glicherweise mit Bildchen. Hier erreichte meine Wie-Fantasie eine Grenze: Was f\u00fcr Bilder lie\u00df man auf Blument\u00f6pfe drucken?; das Warum hatte schon lang die seine erreicht.<\/p>\n<p>Ich stellte mir so eine Wohnung, einen Balkon, eine Terrasse, eine Dachterrasse, einen Garten vor, in denen individualisierte Blument\u00f6pfe standen. Ich stellte mir Brunch-Besucher der Gastgeber vor, die diese individualisierten Blument\u00f6pfe kommentierten oder sich, stockend ob des Begutachtens, des Befremdens, des Fremdsch\u00e4mens, eines Kommentars enthielten. Ich versuchte mir vorzustellen, wie die Brunch-Besucher weder staunten noch sich sch\u00e4mten, sondern sofort in ein Gespr\u00e4ch \u00fcber individualisierte Blument\u00f6pfe verfielen, stolz von Kreationen auf dem eigenen Balkon berichteten oder sich nach einer Visitenkarte des Blument\u00f6pfe individualisierenden Gesch\u00e4ftes erkundigten. Dazwischen wusste ich keine Antwort auf die Frage nach dem Huhn und dem Ei: War zuerst das Ich und dann die Einsamkeit gewesen oder war es genau andersherum?<\/p>\n<h2><strong>Die Angst, nicht mehr Ich zu sein<\/strong><\/h2>\n<p>Wann ist das passiert, dass der Zwang eines <em>Wir<\/em> \u2013 eines gro\u00dfen, gesellschaftsf\u00f6rmlichen; eines frei gew\u00e4hlten wie dem eines Fu\u00dfballvereins, einer Pfadfinder- oder Tupperwarenparty-Gruppe oder eines den kleinen, nat\u00fcrlichen, verwandtschaftlichen Beziehungen wie einer Familie geschuldeten \u2013 so unertr\u00e4glich wurde, dass das Ich nach Aufmerksamkeit zu schreien begann? Und nicht mehr damit aufh\u00f6rte und immer lauter und immer breiter wurde und in auf alles gedruckten, in alles gepr\u00e4gten, eingemei\u00dfelten, eingravierten Buchstaben seinen Ausdruck suchte? Der Thermobecher mit Eigenbeschreibung (&#8222;Der fr\u00fche Vogel kann mich mal&#8220;), die Grillzange mit Namen (&#8222;Grillmeister Tom&#8220;), die Sneaker, die man sich im Onlineshop selbst designt hat (&#8222;<em>Start with a Color. Start with a material. Start with an Innovation.&#8220;<\/em>) und alles andere auch, eben hin bis zum Blumentopf. Selbstexpression, die sich in jedem Alltagsdetail, in jedem tats\u00e4chlichen Gegenstand findet und die durch die pers\u00f6nliche, digitale Vermarktung (mit individuellem Filter fotografiert und mit eigenen Hashtags versehen, um so, perfekt und individuell ausgestattet, in den sozialen Medien pr\u00e4sentiert zu werden) ihre Wahrnehmung au\u00dferhalb des eigenen Ichs sichert. Und die Angst, es nicht mehr zu sein oder nicht mehr als solches wahrgenommen zu werden: ein Individuum.<\/p>\n<p>In der Pubert\u00e4t f\u00e4rbte ich meine Haare ein paar Monate lang gr\u00fcn. Das war, nachdem ich auf die T\u00fcr meines Zimmers &#8222;Bitte anklop-fen&#8220; gespr\u00fcht hatte, das &#8222;-fen&#8220; stand vereinsamt in der n\u00e4chsten Zeile, es hatte nicht in die T\u00fcrbreite gepasst. Das talentlose Spr\u00fchen war ein Versuch, eine Grenze zu ziehen zwischen meine Eltern und alles, was ich in ihnen sehen wollte. Aber das Blau und das Schwarz dieser Worte reichten nicht aus, damit ich mich selbst f\u00fchlen konnte, also kam das Gr\u00fcn in den Haaren hinzu, so stellte ich sicher, dass ich auch in der Schule auffiel, unter all den anderen, die wie ich Levi&#8217;s 501 und Turnschuhe trugen, und die ich in einem zur selben Zeit verfassten Gedicht als &#8222;schwarze Masse&#8220; bezeichnete. Die gr\u00fcnen Haare wuchsen dann raus, wie ich auch aus der Levi&#8217;s rauswuchs und aus dem fanatischen Bestreben, mein Ich in Farben, Gedichten und sonstigen Individualisierungsdemonstrationen zu zeigen und vielleicht mehr noch zu f\u00fchlen. Man sagt dazu: Ich wurde (langsam) erwachsen. Langsam, es dauerte, und es dauert bis heute noch, dass ich lernte, mich aus dem famili\u00e4ren Wir nicht mehr erheben zu m\u00fcssen, dass ich Teil dessen sein konnte, was meine Eltern waren, dass ich St\u00e4rke aus unseren Verschiedenheiten, Eigenheiten und Fremdheiten zu ziehen begann, anstatt demonstrieren zu m\u00fcssen, dass ich vor allem eines bin: Ich. Dass ich sie stehen lassen konnte und mich und damit uns alle.<\/p>\n<h2><strong>Erwachsene in der Dauerpubert\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>In einer Gesellschaft, in der der Selbstausdruck eines Ichs zu einer permanenten Aufgabe, einer undifferenzierten Zurschaustellung, beinahe einem Zwang verkommt, in der das Ich nicht nur pr\u00e4sentiert, sondern optimiert werden muss auf so vielen Ebenen zugleich, geht das Wir automatisch verloren. Da ist keine Mitte, da ist nur die Pubert\u00e4t. Wer sein Ich laut schreien muss, der hat keine Stimmb\u00e4nder mehr, um im Wir gemeinsam zu rufen. Wer seine Individualit\u00e4t in sichtbaren Details wie Bekleidung (oder Bekleidung des Kindes, des Hundes, des Telefons) zeigen muss, meint vielleicht, in dem, was er denkt, f\u00fchlt, tut, das, was sein inneres Ich bewegt, nicht gen\u00fcgend erkannt zu werden; m\u00f6glicherweise in einer Gesellschaft, die das Eigendenken zu wenig sch\u00e4tzt. Plakativ zusammengefasst hei\u00dft es, dass einem, der seinen Blumentopf individualisieren l\u00e4sst, m\u00f6glicherweise auch ganz einfach die Zeit fehlt, sich mit Menschen zusammenzutun, die \u00e4hnliche gesellschaftspolitische Ansichten haben \u2013 oder eben andere. Auch f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, das Streitgespr\u00e4ch, ist zwischen personalisierten Weihnachtskugeln und Schl\u00fcsselbund mit Lebensmotto vielleicht kein Raum.<\/p>\n<p>Das mag vereinfacht und \u00fcberspitzt klingen und ist dennoch Teil der Antwort auf die Frage, warum all diejenigen, die sich in jeder Umfrage gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit aussprechen w\u00fcrden, nicht so laut zu h\u00f6ren sind wie die, die sie gern &#8222;die anderen&#8220; nennen, w\u00e4hrend sie &#8222;die B\u00f6sen&#8220; meinen. Denn diese Str\u00f6mungen \u2013 die rassistischen, die fremden- und frauenfeindlichen \u2013 richten sich nicht zuletzt gegen jede Art von Pers\u00f6nlichkeitsausdruck, der sich in einer anderen Glaubens-, Lebens- oder Weltanschauungsart zeigen k\u00f6nnte. Sie richten sich gegen all die Ichs, die sie nicht kennen und nicht kennenlernen wollen, sie richten sich gegen alles, was anders sein k\u00f6nnte. Und sie haben die perfide Masche perfektioniert, alle, die ihr Ich vielleicht nicht zeigen oder f\u00fchlen k\u00f6nnen oder bef\u00fcrchten, in der Masse der vielen verschiedenen Ichs verloren zu gehen, in einem Wir zu vereinen, das auf Hass und Ausgrenzung basiert. Es g\u00e4lte, dem ein anderes Wir entgegenzusetzen, eines, das ebenso laut und sichtbar ist, eines, das aus Individuen bestehen d\u00fcrfte, bei dem kein Austausch notwendig ist: Das Ich wird dem Wir nicht automatisch geopfert. Da w\u00fcrden jetzt viele nicken. Ein Nicken, ein zustimmendes Ja. Und dann verschwindet jeder in seiner eigenen Welt.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Selfie-Wahn bis zum personalisierten Kaffeepott: alles sch\u00f6n individuell, bitte. In der Abscheu vor dem Wir und den anderen zeigt sich unsere pubert\u00e4re Gesellschaft. 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