{"id":6428,"date":"2017-11-20T06:00:15","date_gmt":"2017-11-20T05:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=6428"},"modified":"2017-11-19T15:52:40","modified_gmt":"2017-11-19T14:52:40","slug":"kinder-schule-anklam-poladjan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/","title":{"rendered":"Das Leben der Kinder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum fragst du, ob wir gern lesen? Warum wohnst du nicht hier? Wieso willst du wissen, ob ich mich fremd f\u00fchle? Eine Woche zu Besuch bei Grundsch\u00fclern in Anklam<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6452\" aria-describedby=\"caption-attachment-6452\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6452\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/11\/freitext-anklam-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/11\/freitext-anklam-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/11\/freitext-anklam-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/11\/freitext-anklam-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6452\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Piron Gillaume\/https:unspash.com<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin in Anklam. Eine Woche lang werde ich mit Grundschulkindern arbeiten. Das Thema: Wann f\u00fchle ich mich fremd.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Tag eins<\/strong><\/p>\n<p>Ich wohne in einem Hotel im Stadtkern. Mein Zimmer ist in freundlichen Rott\u00f6nen gehalten, es gibt einen riesigen Fernseher, ein riesiges Badezimmer und ein riesiges Bett. Auf dem Kissen liegt das Neue Testament. Das ist gut. Beim Bl\u00e4ttern sto\u00dfe ich auf ein Stichwortverzeichnis mit dem Titel <em>Wo findet man Hilfe<\/em>. Ich schlage unter <em>Ersch\u00f6pfung<\/em> nach und lande bei Psalm 90: <em>Wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschw\u00e4tz<\/em> steht da und <em>Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagtest<\/em>. Zum Stichwort <em>Tr\u00fcbsal<\/em> finde ich: <em>Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube f\u00e4llt, nicht ergreift und ihm heraushilft?<\/em><br \/>\nIch mache den Fernseher an. Hape Kerkeling spricht \u00fcber sein Coming-out. Hat er das nicht schon in den Neunzigern getan? Ich schalte den Fernseher wieder aus. Ich bin nerv\u00f6s. Ich habe Angst vor Kindern. Ich schlage nach unter <em>Entscheidung<\/em>, Jakobus 1: <em>Ein Zweifler ist unbest\u00e4ndig auf all seinen Wegen<\/em>. Nein, ich zweifle nicht.<\/p>\n<p><strong>Tag zwei<\/strong><\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck ist \u00fcppig. Ei, Apfelschnitzchen, Wurst und K\u00e4se, Joghurt mit Schokostreuseln, zwei Br\u00f6tchen, ein dunkles und ein helles. Alles gut?, fragt die Dame, die nur f\u00fcr mich aufgestanden ist. Alles gut. Die Br\u00f6tchen sind vom B\u00e4cker. Danke. Wo kommst du her? Aus Berlin. Aha, und was machst du hier? Mit Kindern arbeiten. Kinderarbeit? So was, ja. Aha \u2013 noch Kaffee? Ja. Man schlie\u00dft hier alles. Was denn? Das Schwimmbad zum Beispiel, da fragt keiner, das wird einfach beschlossen. Wer? Beh\u00f6rden. Welche? Die Kinder haben nun kein Schwimmbad mehr, und so geht es mit allem, noch Kaffee? Ja. Du trinkst aber viel Kaffee. Ja. Und Berlin? Da kann man schwimmen. Siehst du. Ja. Seit f\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahren bin ich hier. So lange schon? DDR. Ja. Immer habe ich gearbeitet, du auch? Nee. Ich habe sogar in \u00d6sterreich gearbeitet. Ach. Aber die Mentalit\u00e4t ist dort anders. Wo? Na, in \u00d6sterreich. Wie? Anders. Ach so. Hier, direkt nebenan, am Steintor, wurden Menschen gek\u00f6pft. Oh. Noch Kaffee? Ja. Schmeckt&#8217;s? Sehr. Es steht viel in der Zeitung \u00fcber unsere Stadt. Was? Wir haben keinen guten Ruf. Mist. Kompliziert. Ja.<\/p>\n<p>Nach getaner Kinderarbeit schlendere ich durch die Stadt. Ich z\u00e4hle sechs Apotheken, einen Buchladen, drei Schuhgesch\u00e4fte, vier Pflegeeinrichtungen, f\u00fcnf Baustellen, vier Fu\u00dfpflegesalons und f\u00fcnf Kirchen. Der Marktplatz von Anklam ist eigenartig gro\u00df. Die Nikolaikirche ist neben der \u00e4lteren Kirche St.\u00a0Marien eines der markantesten Geb\u00e4ude im Stadtbild. Benannt ist sie nach Nikolaus von Myra, einem \u00e4u\u00dferst vielseitigen Heiligen, der nicht nur vorweihnachtlich mit der Rute droht, sondern unter anderem Schutzpatron ist von Seefahrern, Binnenschiffern, Dieben, Apothekern, Gef\u00e4ngnisw\u00e4rtern, Fuhrleuten und Salzsiedern, Pilgern und Ministranten. Die Hansest\u00e4dter in Anklam hatten vermutlich vor allem die Schutzfunktion f\u00fcr Fischer und Seefahrer im Sinn, als sie ihm die Kirche weihten. Der Kirchturm ist nur noch ein Stumpf. Nach einer Legende hat der Teufel pers\u00f6nlich sich den Pastor greifen wollen, um ihm das Genick zu brechen, weil dieser das Wort Gottes so \u00fcberzeugend verk\u00fcndete, dass niemand mehr B\u00f6ses tat. Er griff daneben und verdrehte die Kirchturmspitze statt das Genick des Pastors. Die verdrehte Spitze h\u00e4tte ich gerne gesehen, aber deutsche Truppen haben wenige Tage vor Ende des letzten Weltkrieges das Teufelswerk vollendet und h\u00f6chstselbst den Kirchturm heruntergeschossen.<\/p>\n<p>Die Fragen der Kinder gehen mir durch den Kopf. Warum fragst du, ob wir gern lesen? Warum wohnst du nicht hier? Wieso willst du wissen, ob ich mich fremd f\u00fchle? Wann f\u00fchlst du dich denn fremd, Frau Katerina?<br \/>\nJetzt f\u00fchle ich mich fremd. In einem Drogeriemarkt kaufe ich N\u00fcsse. Vor der Fahrschule stehen f\u00fcnf Jugendliche zusammen. Einem fehlt ein Bein. Sie rauchen. Sie haben gelbe Gesichter. Sie h\u00f6ren Musik und ich h\u00f6re, Schei\u00dfe, Schei\u00dfe, Schei\u00dfe. Nein, ist nicht alles Schei\u00dfe, will ich sagen, aber ich halte lieber den Mund.<br \/>\nNach f\u00fcnf ist kaum noch jemand auf der Stra\u00dfe. Es ist dunkel. Meine Schritte hallen durch die Stra\u00dfen. Mischa, ein Junge aus der Ukraine, der seit einem Jahr in Anklam lebt, sagte: Ich habe Mischa. Das hei\u00dft, ich hei\u00dfe Mischa, fl\u00fcsterte ihm seine Tischnachbarin zu. Mischa stand auf und ging aus dem Klassenzimmer. Ich habe auf die Uhr gesehen, er blieb fast f\u00fcnfzehn Minuten weg. Als er wiederkam, nahm er einen schwarzen Stift und malte einen Planeten. Daneben schrieb er: Auf Planet alle gut, Tiere gut, auch Menschen gut, Stra\u00dfen gut und Monster auch gut. Seine Wangen r\u00f6teten sich und am Ende des Vormittags erz\u00e4hlte mir seine Lehrerin, Mischa gehe immer viel zu sp\u00e4t ins Bett, das sei so \u00fcblich in der Ukraine, das sei schwierig, da prallten Welten aufeinander.<\/p>\n<p>Im Gasthof bestelle ich Anklamer Fischsuppe. Kommt noch jemand? Nein. Kein Problem. Die Suppe wird mit Toast serviert. Die Kellnerin hat etwas Florales auf ihren Arm t\u00e4towiert. Ich \u00f6ffne mein Notizbuch, hinter der Zeile <em>Frauen in Anklam mit Blumentattoo auf dem Unterarm<\/em> mache ich einen dritten Strich. Es schmeckt. Ich f\u00fchle mich etwas einsam und bestelle mehr Toast. Sollte ich mit den G\u00e4sten am Nebentisch ins Gespr\u00e4ch kommen? Ich beuge mich langsam in ihre Richtung. K\u00f6nnte ich bitte das Salz haben, kommen Sie aus Anklam? Ja. Sie alle? Nein, auch von Usedom. Ach, da war ich zur Kur, sage ich. Wo? In Trassenheide, orthop\u00e4dische Reha, sch\u00f6n da. Und nun? Nichts. Die Kellnerin bringt Schweinerippchen f\u00fcr die Herren und Huhn f\u00fcr die Damen. Guten Appetit. Danke.<\/p>\n<p>Wieder im Hotel, versuche ich zu arbeiten. Irgendjemand hat mir ein Buch \u00fcber Leonardo da Vinci auf den Tisch gelegt. Ist das ein Zeichen? Es handelt sich um ein besonders gro\u00dfes Taschenexemplar. Auf der Fensterbank steht das Modell eines Segelschiffs. Ich sehe in den dunklen Abend und sehe nichts. Im Neuen Testament schlage ich unter dem Stichwort <em>Dankbarkeit<\/em> nach. Hebr\u00e4er 13: <em>Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuk\u00fcnftige suchen wir<\/em>. Morgen werde ich Mischa fragen, was er zu sp\u00e4ter Stunde tut.<\/p>\n<p><strong>Tag drei<\/strong><\/p>\n<p>Mischa hat mir eine Blume aus Papier gefaltet. Sch\u00fcchtern stand er vor mir und wartete auf meine Reaktion. Ein wenig zu \u00fcberschw\u00e4nglich bedankte ich mich. Ich fragte ihn nicht, was er zu sp\u00e4ter Stunde noch tut. Vielleicht sieht er mit seinen Eltern fern. Vielleicht sind seine Eltern aus Stroh. Vielleicht sind sie mit vier Koffern aus Donezk gekommen. In Anklam sollt ihr nun leben, hat man ihnen gesagt, denn hier ist Platz. Vielleicht sitzt seine Mutter abends am K\u00fcchentisch und lernt deutsche W\u00f6rter. Hafen. Verm\u00e4chtnis. Quelle. Vielleicht h\u00e4kelt sein Vater einen Schal. Vielleicht ist sein Vater \u00fcber alle Berge. Oder es ist ganz anders. Ich wei\u00df nichts.<br \/>\nW\u00e4hrend ich Aufgaben verteilte und mir Spiele ausdachte, habe ich Mischa beobachtet, wie er blass und mit unruhigen Augen zwischen den anderen Kindern sa\u00df und versuchte, einzelne W\u00f6rter zu verstehen. Zwischendurch gab er auf, holte Luft, sah aus dem Fenster, dann sammelte er sich, und der Kampf begann aufs Neue. Am Ende des Vormittags ging ich zu ihm und sagte, ich wei\u00df, wie du dich f\u00fchlst. Als ich nach Deutschland kam, war ich ungef\u00e4hr in deinem Alter, ich erinnere mich gut daran, wie es ist, nichts zu verstehen. Er sah mich an und sein Gesicht verfinsterte sich, mir ist gut, sagte er. Er nahm seine Jacke und ging. Ich h\u00e4tte meinen Mund halten sollen.<\/p>\n<p>Die Sonne scheint. Sogar das Ensemble aus KiK, Aldi, Famila und Futternapf sieht freundlich aus. Endlich sehe ich das erste Hakenkreuz, es ist an die Wand eines Wohnhauses gespr\u00fcht. Ich mache ein Foto. Eine Frau mit vollgepackten Einkaufst\u00fcten in beiden H\u00e4nden bleibt stehen, sch\u00fcttelt den Kopf und geht weiter. Wor\u00fcber sie den Kopf gesch\u00fcttelt hat, wei\u00df ich nicht. Entweder \u00fcber die Schmiererei oder \u00fcber mich. Dabei trage ich heute gar nicht meinen Federhut. An der Peene angeln M\u00e4nner. Im Abstand von f\u00fcnf Metern stehen sie nebeneinander und warten auf die Fische. Fast wie am Bosporus. Ich mache ein Foto. Einer der M\u00e4nner stellt sich in Pose. Er tr\u00e4gt Tarnkleidung und aus seiner Jackentasche lugt <em>Die deutsche Jagdzeitschrift<\/em> mit dem Aufmacher <em>Sauen Lockjagd \u2013 Grunzend zur Beute<\/em>.<\/p>\n<p>Und, Fische gefangen?, frage ich. Willste mal sehen, zwei Zander! Oh, so gro\u00dfe. Die Peene ist der Amazonas des Nordens, ob du willst oder nicht. Ich habe nichts dagegen. Siebenunddrei\u00dfig Fischarten haben wir hier, auch Raubfische verirren sich manchmal. Ach. Was, ach? Das mit den Raubfischen. Was machst du hier in Anklam, oder besser: Was machen Sie hier in Anklam? Ein Projekt von der Akademie der K\u00fcnste. Aha, und weiter? Ich arbeite mit Kindern, hier gibt es ja nicht so viele Angebote f\u00fcr Kinder. Wer sagt das? Das ist doch bekannt. Ich habe gefragt, wer sagt das? Studien. Was f\u00fcr Studien, sagen deine Studien auch, dass ich mit meinen Kindern jedes Wochenende zum Angeln gehe, dass der Kleine schon einen Fisch und einen Hasen ausnehmen kann? Er z\u00fcndet sich eine Zigarette an und sagt gedehnt, ihr geht mir alle auf den Sack.<br \/>\nIch h\u00e4tte nat\u00fcrlich noch fragen k\u00f6nnen, wen er mit <em>alle<\/em> meinte, aber ich verabschiede mich. Vielleicht h\u00e4tte ich meinen Mund halten sollen.<\/p>\n<p>Im Chinesischen Restaurant <em>China<\/em> schwimmen fette Goldfische im Aquarium. Raubfische? Es gibt ein Buffet. Huhn s\u00fc\u00df-sauer, Suppe s\u00fc\u00df-sauer, Krebsfleischr\u00f6llchen frittiert, panierter Fisch, gebackene Banane. Ich bestelle Pflaumenwein. Am Tisch rechts neben mir sitzt ein junges Paar. Sie hat keine Blumen auf den Unterarm t\u00e4towiert, daf\u00fcr aber im ausrasierten Nacken ein nicht allzu putziges Hundegesicht. Sie h\u00e4lt seine Hand, und er hat mehrmals den Impuls, die Hand wegzuziehen, damit er besser essen kann, aber er scheint sich nicht zu trauen. Am Tisch zu meiner Linken sitzt eine Vierer-Frauengruppe, alle haben raspelkurze Haare mit blonden Str\u00e4hnchen. Sie sto\u00dfen auf ein zwanzigj\u00e4hriges Jubil\u00e4um an. Drei trinken Spezi und eine Pflaumenwein \u2013 wie ich. Sonst ist das Lokal leer. Das junge Paar ist still. Sie sind verliebt. Sie m\u00fcssen nicht sprechen. Sie l\u00e4sst seine Hand los und holt ihm eine zweite Portion gebackene Banane. Mit der Rechnung bekommen sie zwei Gl\u00fcckskekse. Du bist kl\u00fcger als du denkst, steht bei mir, sagt sie. Er steckt seinen Keks unge\u00f6ffnet ein und sie verlassen das Lokal. Die Damen am Nebentisch sprechen \u00fcber Heidelbeerkuchen bei Netto, der soll gut sein. Ich esse drei Portionen, Huhn s\u00fc\u00df-sauer, gebackenen Fisch, Suppe. Beim Buffet kann ich mich nie zur\u00fcckhalten. Sie werden weit reisen, steht in meinem Gl\u00fcckskeks. In der Bibel werde ich heute nicht lesen.<\/p>\n<p><strong>Tag vier<\/strong><\/p>\n<p>Mein letzter Tag in Anklam. Heute wieder R\u00fchrei zum Fr\u00fchst\u00fcck? Lieber ein gekochtes Ei. Ach, aber Ei schon? Ja, ein Ei. Hart oder weich? So dazwischen. Zehn Minuten sp\u00e4ter bringt sie mir ein hartes Ei und beobachtet, wie ich es esse. Ganz sch\u00f6n trocken, was? Ja. Als ich gehe, zwinkert sie mir zu. Ich zwinkere zur\u00fcck. Hast du das Buch gefunden? Leonardo? Ja. Danke f\u00fcr das Buch. Schon gut, dachte, es k\u00f6nnte dir gefallen. Hat mir gefallen. Ist aber kein Geschenk, das Buch. Wei\u00df ich doch. Gut.<\/p>\n<p>Die Kinder hatten schon drei Stunden Unterricht und mussten eine Mathe-Arbeit schreiben. Das Leben von Kindern ist grausam zu Kindern. Sie haben mich schon erwartet. Ich bin ger\u00fchrt. Schnell verteile ich Gummib\u00e4rchen. Wir lesen die Geschichte, die wir zusammen erfunden haben: G\u00fcnther und Anastasia sind beste Freunde. G\u00fcnther lebt im Hochhaus, Anastasia mit Eltern und einem gr\u00fcnen Mops im Reihenhaus. In den Ferien besuchen Ananas, so der Spitzname von Anastasia, und G\u00fcnni, so der Spitzname von G\u00fcnther, die Gro\u00dfeltern von Anastasia. Dort steht auf dem Dachboden eine Truhe mit einem leuchtenden Viereck. Durch dieses Viereck fallen Ananas und G\u00fcnni auf den Planeten der Aluschins. Sie erleben allerhand Abenteuer, und am Ende wollen sie gar nicht zur\u00fcck. Es gibt eine Party und einen ersten Kuss. Als wir zum Kuss kamen, verkrochen sich einige Kinder kreischend unter die Tische und hielten sich die Ohren zu. Andere riefen, weiter, wie sch\u00f6n! So ist das. Als ich mich verabschiedete, kam Mischa noch mal zu mir. Er gab mir die Hand und sagte, aber es gibt doch keine gr\u00fcnen M\u00f6pse. Aber wenn wir sie zusammen erfinden, gibt es sie.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum fragst du, ob wir gern lesen? Warum wohnst du nicht hier? Wieso willst du wissen, ob ich mich fremd f\u00fchle? Eine Woche zu [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1028,"featured_media":6452,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7,5],"tags":[],"class_list":["post-6428","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-politik","category-schriftstellerleben"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Das Leben der Kinder - Freitext<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Leben der Kinder - Freitext\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Warum fragst du, ob wir gern lesen? Warum wohnst du nicht hier? Wieso willst du wissen, ob ich mich fremd f\u00fchle? Eine Woche zu [\u2026]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freitext\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2017-11-20T05:00:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2017-11-19T14:52:40+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Katerina Poladjan\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/11\/freitext-anklam.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Katerina Poladjan\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/\",\"name\":\"Das Leben der Kinder - Freitext\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\"},\"datePublished\":\"2017-11-20T05:00:15+00:00\",\"dateModified\":\"2017-11-19T14:52:40+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/3d8ba88455f8b06824ab3fc20c9e53ed\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Leben der Kinder\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\",\"name\":\"Freitext\",\"description\":\"Feld f\u00fcr literarisches Denken\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/3d8ba88455f8b06824ab3fc20c9e53ed\",\"name\":\"Katerina Poladjan\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3a08554412655ab8b39d900575ec1ec87349eb8ecf8cc1ed3220934f489b28c5?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3a08554412655ab8b39d900575ec1ec87349eb8ecf8cc1ed3220934f489b28c5?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Katerina Poladjan\"},\"description\":\"in Moskau geboren, kam \u00fcber Rom und Wien nach Deutschland. 2011 erschien ihr Deb\u00fct \\\"In einer Nacht, woanders\\\" bei Rowohlt Berlin, 2015 der zweite Roman \\\"Vielleicht Marseille\\\" und 2016 \\\"Hinter Sibirien\\\" ein literarischer Reisebericht \u00fcber den russischen Fernen Osten im selben Verlag. Ihr neuer Roman erscheint 2019.\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/katerina-poladjan\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Leben der Kinder - Freitext","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das Leben der Kinder - Freitext","og_description":"Warum fragst du, ob wir gern lesen? Warum wohnst du nicht hier? Wieso willst du wissen, ob ich mich fremd f\u00fchle? Eine Woche zu [\u2026]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/","og_site_name":"Freitext","article_published_time":"2017-11-20T05:00:15+00:00","article_modified_time":"2017-11-19T14:52:40+00:00","author":"Katerina Poladjan","twitter_card":"summary_large_image","twitter_image":"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2017\/11\/freitext-anklam.jpg","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Katerina Poladjan","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"11\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/","name":"Das Leben der Kinder - Freitext","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website"},"datePublished":"2017-11-20T05:00:15+00:00","dateModified":"2017-11-19T14:52:40+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/3d8ba88455f8b06824ab3fc20c9e53ed"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2017\/11\/20\/kinder-schule-anklam-poladjan\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Leben der Kinder"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/","name":"Freitext","description":"Feld f\u00fcr literarisches Denken","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/3d8ba88455f8b06824ab3fc20c9e53ed","name":"Katerina Poladjan","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3a08554412655ab8b39d900575ec1ec87349eb8ecf8cc1ed3220934f489b28c5?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3a08554412655ab8b39d900575ec1ec87349eb8ecf8cc1ed3220934f489b28c5?s=96&d=mm&r=g","caption":"Katerina Poladjan"},"description":"in Moskau geboren, kam \u00fcber Rom und Wien nach Deutschland. 2011 erschien ihr Deb\u00fct \"In einer Nacht, woanders\" bei Rowohlt Berlin, 2015 der zweite Roman \"Vielleicht Marseille\" und 2016 \"Hinter Sibirien\" ein literarischer Reisebericht \u00fcber den russischen Fernen Osten im selben Verlag. Ihr neuer Roman erscheint 2019.","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/katerina-poladjan\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2017\/11\/freitext-anklam.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1028"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6428"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6461,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6428\/revisions\/6461"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}