{"id":6893,"date":"2018-02-19T17:12:16","date_gmt":"2018-02-19T16:12:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=6893"},"modified":"2018-02-20T09:15:29","modified_gmt":"2018-02-20T08:15:29","slug":"black-panther-marvel-blockbuster-hollywood-emanzipation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/02\/19\/black-panther-marvel-blockbuster-hollywood-emanzipation\/","title":{"rendered":"Welche Farbe hat Action-Humor?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Marvel-Film <em>Black Panther<\/em> wird als Meilenstein f\u00fcr das schwarze Empowerment bejubelt. Und wie h\u00f6rt sich das dann an? Zu Gast in einer Vorf\u00fchrung, zu der Wei\u00dfe keinen Zutritt hatten.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6899\" aria-describedby=\"caption-attachment-6899\" style=\"width: 701px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6899\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/freitext-black-panther.jpg\" alt=\"&quot;Black Panther&quot;: Welche Farbe hat Action-Humor?\" width=\"701\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-black-panther.jpg 2000w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-black-panther-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-black-panther-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-black-panther-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6899\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Walt Disney Pictures<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Es ist soweit: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2018-02\/black-panther-marvel-film-superhelden\"><em>Black Panther<\/em><\/a> ist da. Die Welt hat ihren ersten ausschlie\u00dflich schwarzen Blockbuster. Der Film, der bereits im Vorhinein als Meilenstein, als Beginn einer neuen \u00c4ra gefeiert wurde, hat bereits in den ersten Tagen mehr als 200 Millionen US-Dollar eingespielt. Dieser kommerzielle Erfolg ist ein Politikum, weil eine schwarze Besetzung in Hollywood bisher als Kassengift galt. Dabei handelt es sich nicht um einen politischen Film, sondern um eine Comic-Verfilmung, die versiert mit allen Superheldenzutaten arbeitet und die ihr Publikum ordentlich unterh\u00e4lt und zuballert. Trotzdem, oder gerade deswegen, wird der Marvel-Held Black Panther 52 Jahre nach seiner Sch\u00f6pfung gefeiert wie ein schwarzer Messias. Als h\u00e4tte jeder Nichtwei\u00dfe dieser Welt auf ihn gewartet. Und zwar seit sehr langer Zeit.<!--more--><\/p>\n<p>Ich habe mich nie als Zielgruppe f\u00fcr Marvel-Produktionen gesehen, pl\u00f6tzlich bin ich es offenbar doch. Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater ist Afrikaner. Ein Umstand, der nichts mit meinem Filmgeschmack zu tun hat. Dennoch muss ich jetzt \u2013 hahaha \u2013 Farbe bekennen. Ich k\u00f6nnte behaupten, dass der Hype um diesen Film mich genauso viel oder wenig angeht wie der neue Film von Steven Soderbergh. Geht der alle Wei\u00dfen etwas an? Nein. Ich behaupte au\u00dferdem, dass ein Film dieser Gr\u00f6\u00dfe und Resonanz es nicht n\u00f6tig hat, dass man ihn derart einhellig lobt. Ob <em>Black Panther<\/em> ein gro\u00dfes Kunstwerk ist, ist Geschmackssache. <em>Black Panther<\/em> ist leichte Unterhaltung vor einem schweren Hintergrund und das macht ihn zum Ph\u00e4nomen. Kein Film hat bisher so deutlich gezeigt, wie unterrepr\u00e4sentiert sich das schwarze Amerika von seiner eigenen Unterhaltungsindustrie f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Es gibt ein paar Hollywoodregeln, die man nicht nachlesen muss, die man auch au\u00dferhalb der USA schon als Kind verinnerlicht hat wie eine Fremdsprache, die man en passant erlernt. Dazu geh\u00f6rt der Schwarze im Mainstream-Kino. Ist er ein guter Cop, lebt er dasselbe spie\u00dfige Vorstadtleben wie sein wei\u00dfer Kollege. Er hat eine sch\u00f6ne Frau (&#8222;sch\u00f6n&#8220; hei\u00dft hellbraun und nicht schwarz) und zwei s\u00fc\u00dfe Kinder (Kinder sind immer s\u00fc\u00df, die Farbskala setzt sp\u00e4ter ein), und fr\u00fcher starb der nette Schwarze h\u00e4ufig eine dreiviertel Stunde vor dem Showdown, schade. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es den schwarzen Mann auch in ultracool oder ultralustig. Die schwarze Frau hat ihren Auftritt oft in Gestalt einer eher wei\u00dfen Beauty oder als taffe Big Mama.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem werden schwarze Schauspieler \u00fcberproportional h\u00e4ufig als Richter besetzt. Euer Ehren in Gestalt einer \u00e4lteren schwarzen Person suggeriert das gute Gef\u00fchl, man lebe in einem Rechtsstaat der Chancengleichheit. F\u00fcr die betreffenden Schauspieler, deren Text im Grunde nur aus &#8222;Einspruch stattgegeben&#8220; oder &#8222;Abgelehnt, fahren Sie fort&#8220; besteht, ist der Hollywoodrichter kein wirklicher Karriereboost. Im Gegensatz zu britischen Produktionen gibt es verschwindend wenig gemischte Paare. Trotzdem: Die Zahl der Schauspieler, die kein Kassengift, sondern Kassenmagneten sind und die statt Quotenschwarzen gro\u00dfe Rollen spielen, sind seit Sidney Poitier (Oscar f\u00fcr sein Lebenswerk 2002) st\u00e4ndig gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Wirklich ein Meisterwerk?<\/strong><\/p>\n<p>Der Brite Steve McQueen hat 2014 einen Oscar f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/03\/film-12-years-a-slave-steve-mcqueen\"><em>12 Years a Slave<\/em><\/a> bekommen. Steve McQueen, dessen Namen man sich so gut merken kann, weil es ihn schon mal gab, ist nicht nur preisgekr\u00f6nter Regisseur, er ist als bildender K\u00fcnstler auch Tr\u00e4ger des Turner Prize. Sein Oscar f\u00fcr die Verfilmung einer ersch\u00fctternden wahren Geschichte wurde mit Respekt, aber ohne Hysterie aufgenommen, was ganz gut zu McQueens Ausstrahlung einer durch und durch nichthysterischen Person passte.<\/p>\n<p>Den Oscar als bester Film gewann vor einem Jahr das Drama <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2017-02\/barry-jenkins-moonlight-oscars\"><em>Moonlight<\/em> von Barry Jenkins<\/a>. Die Kr\u00f6nung dieses Films ging in die Geschichte ein, weil die Laudatoren versehentlich den ebenfalls nominierten komplett wei\u00dfen Musikfilm <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2017-02\/oscars-2017-preisverleihung-live\"><em>La La Land<\/em> als Gewinner verk\u00fcndeten<\/a>. <em>Moonlight<\/em> ist die Geschichte eines einsamen Jungen, dessen einzige Bezugsperson ein Drogendealer ist, den Mahershala Ali darstellt, der daf\u00fcr ebenfalls einen Oscar erhielt. Auch <em>Moonlight<\/em> war ein Film mit ausschlie\u00dflich schwarzem Cast, der, gemessen an seinen relativ geringen Produktionskosten, kommerziell enorm erfolgreich war. Auch <em>Moonlight<\/em> erntete begeisterte Kritiken, l\u00f6ste aber, verglichen mit <em>Black Panther<\/em>, keine Masseneuphorie aus.<\/p>\n<p><em>Black Panther<\/em>, so liest man \u00fcberall, biete die lang ersehnte Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr Schwarze. Eine Aussage ohne Zweitmeinung. Die Einzigen, die etwas gegen diesen Film hatten, waren bekennende Rassisten, die versucht haben, die Ratings auf der Website <em>Rotten Tomatoes<\/em> nach unten zu dr\u00fccken. Abgesehen von diesem Zwischenfall, der vereitelt wurde und der nichts mit Kritik zu tun hat, ist man sich einig, dass <em>Black Panther<\/em> nicht nur ein Meilenstein f\u00fcr das Black Empowerment ist, sondern auch ein Meisterwerk.<\/p>\n<p>Wie gesagt, es ist eine Marvel-Verfilmung. Ein Genre, bei dessen Zielgruppe ich bisher keine Hautfarbe vor Augen hatte, sondern eher Alter und Geschlecht. Jung und m\u00e4nnlich. Diese unmoderne, tantige Annahme habe ich mittlerweile revidiert. Das Publikum im Alhambra-Kino in Berlin-Wedding ist nicht m\u00e4nnlich und minderj\u00e4hrig, es ist gr\u00f6\u00dftenteils erwachsen und weist einen Frauenanteil von mindestens 50 Prozent auf, der zudem sensationell gut gestylt und frisiert ist. Zu dieser Premiere war ausschlie\u00dflich die Berliner Black Community eingeladen, tats\u00e4chlich soll keine wei\u00dfe Person im Saal sein. Ich glaube es so lange nicht, bis ich im Kino sitze. Die (wei\u00dfen) Deutschen, Polen, T\u00fcrken und Russen, die ich im Foyer gesehen habe, sind in andere Filme gegangen. Hier bei <em>Black Panther<\/em> wird Deutsch, Deutsch mit Akzent, Englisch und Franz\u00f6sisch gesprochen und wir k\u00f6nnten uns auch in einer Gegend mit \u00fcberwiegend schwarzer Bev\u00f6lkerung befinden. Im Compton? In Brixton? In Dakar? Egal. Black Power. Zur Er\u00f6ffnung stellen sich viele afrikanische und afrodeutsche Vereine vor, laden ein zu ihren Projekten, Partys und Veranstaltungen. Die Stimmung steigt min\u00fctlich. Dies wird kein Film, den man anschlie\u00dfend diskutiert, dieser Film wird gefeiert, da komme, was wolle.<\/p>\n<p><strong>Jeder Wei\u00dfe ist Kolonialist<\/strong><\/p>\n<p>Und Action. Erster Kampf \u2013 Sieg \u2013 Jubel im Saal. Erster Gag \u2013 halblustig \u2013 nein, saulustig. Okay. Auftritt Michael B. Jordan. Widersacher des Superhelden. Der <em>bad guy<\/em> wurde mit einem Sexsymbol besetzt. Der Kinosaal klingt bei seinen Auftritten wie eine M\u00e4dchenschule auf Achterbahnfahrt. Kreisch! Das ist s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p>Michael B. Jordan steht in der Afrika-Abteilung des British Museum in London und l\u00e4sst sich von einer betont blutleeren wei\u00dfen Frau ein paar Artefakte erkl\u00e4ren. Das ist ein Speer der Ashanti aus Ghana \u2013 Ghana im Saal klatscht. Es folgen V\u00f6lker aus anderen L\u00e4ndern, Pfiffe und Beifall im Kino. Auch das Volk meines Vaters kommt in dieser relativ kurzen Szene vor \u2013 das ist ein Dings \u2013 eine Maske (?) des Volks der Fulbe. Applaus. Mein Vater h\u00e4tte gelacht. Hollywood hat jetzt Platz f\u00fcr afrikanische V\u00f6lker, die man sonst nur kennt, wenn man a) Afrikaner oder b) Ethnologe ist.<\/p>\n<p>Was ich \u00fcberhaupt nicht mag, ist Revanche-Humor. So verbietet die Schwester des Superhelden Black Panther, dessen b\u00fcrgerlicher respektive royaler Name K\u00f6nig T&#8217;Challa lautet, dem einzigen netten wei\u00dfen Charakter, gespielt von Martin Freeman, den Mund und nennt ihn Kolonialist. Erwartungsgem\u00e4\u00df tobt der Saal wieder, denn die Figur der Shuri ist nicht nur zum Niederknien niedlich, sondern auch das schlaueste M\u00e4dchen der Welt. Siehe schwarz, siehe Frau, siehe Projektionsfl\u00e4che. Jeder Wei\u00dfe ist also Kolonialist. Was ist dann jeder Schwarze?<\/p>\n<p>Der zweite fragw\u00fcrdige Gag geht wieder auf Kosten der Figur von Freeman (bekannt als Watson an der Seite von Benedict &#8222;Sherlock&#8220; Cumberbatch), der hier einen CIA-Agenten spielt, den es auf die Seite der Helden verschlagen hat. Strategisches Treffen, alle schwarz, einer wei\u00df, die Frage lautet nat\u00fcrlich, was man gegen die B\u00f6sen unternehmen k\u00f6nnte. Freemans Vorschlag wird mit Affenger\u00e4uschen untergebuttert. Freeman versucht es erneut und wieder bekommt er ein &#8222;Uuu-uuu-uuu&#8220;. Das ist affig. Aber ist es wenigstens lustig? Das Premierenkino sagt: Ja.<\/p>\n<p>Dabei ist das letzte Affentheater erst ein paar Wochen her. Ein <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-01\/h-und-m-suedafrika-rassismus-demonstration-ladenschliessung\">Sweatshirt mit der Aufschrift &#8222;<em>Coolest Monkey in the Jungle&#8220;<\/em><\/a> wurde an einem schwarzen Kindermodel fotografiert. Der Shitstorm war enorm. Anschlie\u00dfend st\u00fcrzte die Aktie von H&amp;M in den Keller und in S\u00fcdafrika wurden Filialen der Modekette gepl\u00fcndert. Die Strategie des Unternehmens bestand in einer Blitzentschuldigung und dem sofortigen Einstampfen des Sweatshirts. Was bedeutete das? Dass diese Kampagne, w\u00e4re sie an einem blonden kleinen Jungen fotografiert worden, niemanden gest\u00f6rt h\u00e4tte? Dass der Zusammenhang &#8222;Affe und Schwarzer&#8220; so nahe liegt, dass man sich sofort entschuldigen muss? Immerhin hat der Junge jetzt einen Modelvertrag bei dem Mann, der mal Puff Daddy hie\u00df. Genug vom Monkey Business, zur\u00fcck zum Panther Business.<\/p>\n<p>In einem <em>New-York-Times<\/em>-Artikel stand, wie drei junge schwarze M\u00e4nner f\u00fcr ihren Twitter- oder Instagram-Account vor einem Plakat dieses Films posierten und sich halb scherzhaft fragten, ob sich wei\u00dfe Leute die ganze Zeit \u00fcber so f\u00fchlen. Das <em>Time Magazine<\/em> hatte denselben Gedanken: Wei\u00dfe sehen sich permanent repr\u00e4sentiert, Schwarze nicht. Genau diesen Missstand wird dieser Film \u00e4ndern. Wirklich? Ja, zu wenige Schwarze in den US-Massenmedien. Was nicht bedeutet, dass sich Wei\u00dfe per se in dieser Ansammlung aus Schauspielern, Darstellern und Moderatoren wiederfinden m\u00fcssen. Ein Missverst\u00e4ndnis, das ich erschreckend r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt und naiv finde. Ein Pr\u00e4sident, der w\u00f6chentlich alle au\u00dfer seiner eigenen Familie beleidigt und der in seiner wenig subtilen Art zuweilen selbst an eine Marvel-Figur erinnert, macht es nicht besser. Trotzdem bezweifle ich, dass ein Marvel-Held als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr Millionen von schwarzen Kindern und Teenagern gen\u00fcgt. Ich bezweifle, dass eine Identifikationsfigur aussehen muss wie man selbst.<\/p>\n<p><strong>Ein Fantasieort wie Mittelerde<\/strong><\/p>\n<p>Und vielleicht erscheint mir die ausgerufene Zeitenwende, die dieser Film mit sich bringen soll, auch so anachronistisch, weil ich \u2013 wie jede andere auch \u2013 an schwarze Superstars gew\u00f6hnt bin. In der Musik sind sie so selbstverst\u00e4ndlich pr\u00e4sent, dass sie den Hollywoodmissstand vielleicht nicht ausgleichen, wom\u00f6glich aber einen Beitrag zur Normalisierung liefern. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2017-04\/kendrick-lamar-damn-album-rap\">Kendrick Lamar<\/a> hat zum Soundtrack von <em>Black Panther<\/em> beigetragen, der britische <em>Guardian<\/em> vermutet darin seinen <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Super_Fly_(soundtrack)\"><em>Superfly<\/em><\/a>. Kendrick Lamars Karriere ist durch diesen Film weder aufzuhalten noch zu pushen, er ist bereits ganz oben. Den Score f\u00fcr den Film, der sich streckenweise anh\u00f6rt wie Hans Zimmer, hat \u00fcbrigens ein Wei\u00dfer komponiert, der Schwede Ludwig G\u00f6ransson. Und auch Asien spielt eine kleine Rolle, es gibt ein paar Szenen in einem schicken Spielcasino in Busan, Korea. Das ist gut. Die Welt ist nicht nur schwarz-wei\u00df.<\/p>\n<p>Und auch nicht nur m\u00e4nnlich. Black Panther wird von ausschlie\u00dflich starken Frauenfiguren umgeben. Auch damit trifft der Film einen aktuellen Nerv und das v\u00f6llig zu Recht. Eine weitere Hauptrolle spielt die Heimat des Superhelden. Der fiktionale ostafrikanische Hightech-Zwergstaat Wakanda ist frei von allen Problemen, mit denen sich seine realen Nachbarl\u00e4nder rumschlagen. Wakanda wurde nie kolonialisiert und ist eine perfekt funktionierende Gleichzeitigkeit aus Stammestradition und Fortschritt. Ein Fantasieort, vergleichbar mit Mittelerde, der jedoch in der US-amerikanischen Presse extrem mit Bedeutung aufgeladen wird und der immer wieder im Zusammenhang mit dem Begriff &#8222;Afrofuturismus&#8220; genannt wird. Der Regisseur Ryan Coogler sagte in einem Interview, dass er Wakanda nicht mit einem anderen fiktiven K\u00f6nigreich verwechselt sehen will: Zamunda! <em>Der Prinz aus Zamunda<\/em> feiert dieses Jahr seinen 30. Geburtstag und ist ein Film von John Landis.<\/p>\n<p>John Landis war \u00fcbrigens f\u00fcr die Videos <em>Thriller<\/em> und <em>Black Or White<\/em> von Michael Jackson verantwortlich. Zum Zeitpunkt von <em>Black Or White<\/em> war bei Michael Jackson schon nicht mehr klar, ob er selbst <em>black or white<\/em> war. Nachdem Jackson weltweit mit Leuten tanzt, setzt Landis am Ende des Videos die damals sehr progressive Morphing-Technik ein und wir sehen einen h\u00fcbschen sympathischen Menschen in den n\u00e4chsten \u00fcbergehen. Anschlie\u00dfend gibt es ein weiteres Ende, das damals auf den Index gesetzt wurde. Michael Jackson verwandelt sich in einen schwarzen Panther, verl\u00e4sst das Studio, verwandelt sich wieder in Michael Jackson, tanzt, fasst sich in den Schritt, randaliert gegen ein Auto und mehrere Fensterscheiben und wird wieder zum schwarzen Panther. Was dieses Video mit dem aktuellen Kinohit Black Panther zu tun hat? <em>If you&#8217;re thinkin&#8216; of being my brother it don&#8217;t matter if you&#8217;re black or white.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Marvel-Film Black Panther wird als Meilenstein f\u00fcr das schwarze Empowerment bejubelt. Und wie h\u00f6rt sich das dann an? 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