{"id":6935,"date":"2018-02-27T06:00:56","date_gmt":"2018-02-27T05:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=6935"},"modified":"2018-02-27T21:12:31","modified_gmt":"2018-02-27T20:12:31","slug":"sri-lanka-kumpfmueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/02\/27\/sri-lanka-kumpfmueller\/","title":{"rendered":"Das mit dem Paradies ist doch kein mieser Trick"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Reise nach Sri Lanka kann zur Erf\u00fcllung werden. Das Geheimnis: Man darf sich nicht vorbereiten. Und man muss sich die Kultur des Ausweichens eine Lehre sein lassen.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6955\" aria-describedby=\"caption-attachment-6955\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6955\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/freitext-sri-lanka-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-sri-lanka-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-sri-lanka-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/freitext-sri-lanka-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6955\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 [M] Dinuka Liyanawatte \/ Reuters<\/figcaption><\/figure>Ich wei\u00df nicht, warum ich neuerdings so gerne reise. Offenbar durchlebe ich gerade eine heiter-optimistische Phase, bekomme die Gelegenheiten und nutze sie, folge dem Ruf des Goethe-Instituts und mache regelm\u00e4\u00dfig die Erfahrung, dass ich zu wenig wei\u00df.<!--more--><\/p>\n<p>Ich werfe mir das nicht im Geringsten vor, denn wir wissen nun mal von den meisten Dingen nicht viel, schon gar nicht, wenn man die wirklich fernen L\u00e4nder besucht, obwohl das Problem genau genommen schon anf\u00e4ngt, wenn man die eigenen vier W\u00e4nde verl\u00e4sst, das Bett in diesen W\u00e4nden; im Grunde wei\u00df man ja auch zu Hause allenfalls das N\u00f6tigste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6928\" aria-describedby=\"caption-attachment-6928\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6928\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/1-Himmelslandschaft-\u00a9-U.-Krause-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/1-Himmelslandschaft-\u00a9-U.-Krause-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/1-Himmelslandschaft-\u00a9-U.-Krause-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/1-Himmelslandschaft-\u00a9-U.-Krause-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6928\" class=\"wp-caption-text\"><em>Himmelslandschaft<\/em> \u00a9 U. Krause<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Ich gebe zu, dass mir dieses mein Nichtwissen gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>Steht eine Reise an, mache ich nach Kr\u00e4ften so wenig wie m\u00f6glich. Ich recherchiere das lokale Wetter und hole die daf\u00fcr passende Kleidung aus dem Schrank, studiere aber keine Reisef\u00fchrer und schaue mir auch keine Bilder im Internet an, sondern steige einfach ins Flugzeug. Dort \u00fcberlasse ich mich vertrauensvoll dem Zyklus der Mahlzeiten, die es auf Fernreisen dankenswerterweise noch gibt, lese ein bisschen, warte auf den Schlaf und versuche mich rein innerlich als leeres Blatt zu betrachten, erwartungslos-erwartungsvoll, als w\u00e4re ich der Erste, der die Reise macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6930\" aria-describedby=\"caption-attachment-6930\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6930\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/2-Ramponierte-G\u00f6ttin-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/2-Ramponierte-G\u00f6ttin-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/2-Ramponierte-G\u00f6ttin-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/2-Ramponierte-G\u00f6ttin-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6930\" class=\"wp-caption-text\"><em>Ramponierte G\u00f6ttin\u00a0 <\/em>\u00a9 M. Kumpfm\u00fcller<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es unm\u00f6glich, \u00fcber einen Ort, eine Gegend, nichts zu wissen. Man wei\u00df schlie\u00dflich immer etwas, so man nicht als medialer M\u00f6nch lebt, kennt ein paar einschl\u00e4gige Bilder und Ereignisse, wobei diese Art von Kenntnis in aller Regel katastrophisch ist und \u00fcber die Zahl der Toten und Verletzten selten hinauskommt. In Sri Lanka herrschte drei\u00dfig Jahre B\u00fcrgerkrieg, es gab den schrecklichen Tsunami von 2004, das ist, was ich von Sri Lanka wei\u00df; alle m\u00f6glichen Leute absolvieren komplizierte Ayurveda-Abenteuer in Sri Lanka, jetzt, im Winter, herrschen dort angenehme Temperaturen um die drei\u00dfig Grad.<\/p>\n<p>Es gef\u00e4llt mir, dass Sri Lanka eine Insel ist, was dem bevorstehenden Aufenthalt etwas zuverl\u00e4ssig Kompaktes, \u00dcberschaubares gibt \u2013 ich meine, bei einer Reise ins benachbarte Indien w\u00e4re man ja sofort mit allen m\u00f6glichen Uferlosigkeiten konfrontiert, und nach Uferlosigkeiten steht mir derzeit nicht der Sinn.<\/p>\n<p>Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass mir die Insel gefallen wird, denn die Wahrheit ist: Mir gef\u00e4llt es so gut wie \u00fcberall, denn \u00fcberall sind Menschen, die sich m\u00fchen und etwas versuchen, mit den \u00fcberall gleichen Hindernissen und Hoffnungen und Tapferkeiten; ich halte die meisten Menschen n\u00e4mlich f\u00fcr ziemlich tapfer, weil das Leben bekanntlich eine komplizierte Sache ist, mir der man eigentlich nie fertig wird, oder doch immer nur in dem Sinne, dass man sich bei allem F\u00fcr und Wider einverstanden erkl\u00e4rt, es zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6931\" aria-describedby=\"caption-attachment-6931\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6931\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/3-Reisen-im-Kopf-\u00a9-U.-Krause-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/3-Reisen-im-Kopf-\u00a9-U.-Krause-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/3-Reisen-im-Kopf-\u00a9-U.-Krause-620x465.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/3-Reisen-im-Kopf-\u00a9-U.-Krause-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6931\" class=\"wp-caption-text\"><em>Reisen im Kopf\u00a0 <\/em>\u00a9 U. Krause<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die erste Woche sitze ich nur am Strand. Denn wer sagt eigentlich, dass man sich k\u00f6rperlich bewegen muss, um zu reisen; man kann auch einfach nur da sitzen und schauen, was da so ist, die fremden Tiere und Pflanzen begr\u00fc\u00dfen, den tropischen Himmel mit seiner unverw\u00fcstlichen Sonne, die hier, nahe dem \u00c4quator, jahraus, jahrein nur zwischen sechs und sechs zu sehen ist, weshalb es sich empfiehlt, gleich bei Sonnenaufgang aufzustehen.<\/p>\n<p>Das Quartier, in dem ich vor\u00fcbergehend lebe, hat nicht nur eine Tauchschule, sondern auch eine Ayurveda-Station, deshalb herrscht den ganzen Tag kleiner Betrieb, den ich mehr oder weniger ignoriere, mir das Massagepaket mit f\u00fcnf Anwendungen g\u00f6nne, aber sonst nur lese oder eigentlich wiederum reise, mit dem ersten Roman von Leonard Woolf, denn der zu Unrecht vergessene Ehemann der ber\u00fchmten Schriftstellerin hat vor gut hundert Jahren einen wunderbaren Sri-Lanka-Roman geschrieben: <em>The Village in the Jungle \u2013<\/em> eine d\u00fcstere Geschichte \u00fcber den \u00dcberlebenskampf einer kleinen Dorfgemeinschaft irgendwo im S\u00fcden, \u00fcber Verrat und Gewalt und die Grammatik des Hungers, der am Ende alle zu Verlierern macht und den Dschungel zum v\u00f6llig gleichg\u00fcltigen Sieger.<\/p>\n<p>Leonard Woolf kannte Sri Lanka wie kaum ein anderer seiner Zeitgenossen; er war sieben Jahre Beamter der britischen Kolonialverwaltung, ein K\u00fcmmerer, der sich erfolgreich f\u00fcr eine Verbesserung der Lebensverh\u00e4ltnisse im damaligen Ceylon aufgerieben hat und bei seiner R\u00fcckkehr nach England 1911 ein gl\u00fchender Antikolonialist war. Wer etwas \u00fcber die allt\u00e4gliche Perversion des britischen Kolonialismus erfahren will, der lese seine meisterhafte Erz\u00e4hlung <em>Pearls and Swine<\/em> (dt. <em>Perlen und Schweine<\/em>) von 1921, die in ihrer Drastik und Leuchtkraft \u2013 es geht um das wahrlich ekelhafte Gesch\u00e4ft der Perlenfischerei \u2013 es mit jeder Virginia-Woolf-Erz\u00e4hlung aufnehmen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6932\" aria-describedby=\"caption-attachment-6932\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6932\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/4-Sklavenarbeiterinnen-postkolonialistisch-\u00a9-U.-Krause-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/4-Sklavenarbeiterinnen-postkolonialistisch-\u00a9-U.-Krause-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/4-Sklavenarbeiterinnen-postkolonialistisch-\u00a9-U.-Krause-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/4-Sklavenarbeiterinnen-postkolonialistisch-\u00a9-U.-Krause-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6932\" class=\"wp-caption-text\"><em>Sklavenarbeiterinnen, postkolonialistisch\u00a0 <\/em>\u00a9 U. Krause<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Hat der Schrecken der Geschichte seine Lokalit\u00e4ten erst mal verlassen \u2013 das kann man auch in Sri Lanka studieren \u2013, kommt es zu \u00fcberraschenden Beleuchtungseffekten: Die formellen und informellen Zentren ehemaliger Macht, die britischen Klubs und Hotels, oder was immer vom Empire \u00fcbrig geblieben ist, erstrahlen pl\u00f6tzlich in musealem Glanz, sie werden, man m\u00f6chte sagen, gem\u00fctlich; man h\u00e4lt sich nur allzu gerne darin auf, mit einem etwas unbehaglichen Staunen, als marschiere man durch alte Filmkulissen; die Dreharbeiten sind seit siebzig Jahren beendet, und so im sicheren Abstand der Jahrzehnte wird auf einmal alles \u00e4sthetisch.<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte die ganze Zeit jubeln: \u00fcber die Sch\u00f6nheit der Parks, die verschrobene Atmosph\u00e4re des Hill Clubs in Nuwara Eliya oder das Closenberg Hotel in Galle, wo das internationale Literaturfestival stattfindet, dessen Gast ich bin. (Und sp\u00e4ter der des sehr sch\u00f6n gelegenen Goethe-Instituts in Colombo).<\/p>\n<p>Das Closenberg hat gerade mal sechzehn Zimmer, aber so viele Speise- und Aufenthaltsr\u00e4ume, Lese- und Raucherecken, dass zwei Hochzeiten gleichzeitig darin stattfinden k\u00f6nnten; und tats\u00e4chlich ist das Hotel bei Hochzeitspaaren, die sich fotografieren lassen wollen, eine sehr beliebte Location.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6933\" aria-describedby=\"caption-attachment-6933\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6933\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/5-Nationalelefanten-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/5-Nationalelefanten-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/5-Nationalelefanten-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/5-Nationalelefanten-\u00a9-M.-Kumpfm\u00fcller-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6933\" class=\"wp-caption-text\"><em>Nationalelefanten<\/em> \u00a9 M. Kumpfm\u00fcller<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Nun sind ja Literaturfestivals so eine Sache. Das in Galle findet auf dem Gel\u00e4nde des von den Portugiesen und Holl\u00e4ndern errichteten Forts statt, ist international besetzt; man spricht mit Akzenten aus aller Herren L\u00e4nder englisch, absolviert \u00fcber den Tag seine Workshops und Lesungen und tummelt sich dann des Abends auf festlichen Empf\u00e4ngen und <em>literary dinners<\/em>, wo es bei tropischen Nachttemperaturen die allerherrlichsten Currys zu essen gibt und man nicht wei\u00df, in welcher Phase des britischen Kolonialismus man sich gerade befindet. Die Eintrittspreise f\u00fcr die Veranstaltungen sind nicht unbedingt f\u00fcr jedermann erschwinglich, aber daf\u00fcr sind alle m\u00f6glichen Botschafter mit ihren Gattinnen da, einmal der Premierminister mit Frau, die ganze postkolonialistische Blase, m\u00f6chte man sagen, aber derartige Blasen gibt es schlie\u00dflich auch bei uns.<\/p>\n<p>Was den Zustand des Landes betrifft, geben sich die Blasenbewohner gem\u00e4\u00dfigt pessimistisch. Es gibt Korruption, es gibt das unverarbeitete Erbe des B\u00fcrgerkrieges mit Zehntausenden von traumatisierten Singhalesen und Tamilen, f\u00fcr die es kaum Hilfe gibt und die man angeblich irgendwo im Lande unter Verschluss h\u00e4lt. Demn\u00e4chst sind Regionalwahlen, und tats\u00e4chlich sieht man \u00fcberall im S\u00fcden Plakate mit den Tierlogos der Parteien, denen hoffentlich das eine oder andere einf\u00e4llt; die Arbeitsbedingungen der meist tamilischen Teepfl\u00fcckerinnen, die ich ein paar Tage sp\u00e4ter in den Bergen zu Gesicht bekomme, sind ja weiterhin eine Schande.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6938\" aria-describedby=\"caption-attachment-6938\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6938\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/6-Auf-dem-Weg-in-die-Berge-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/6-Auf-dem-Weg-in-die-Berge-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/6-Auf-dem-Weg-in-die-Berge-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/6-Auf-dem-Weg-in-die-Berge-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6938\" class=\"wp-caption-text\"><em>Auf dem Weg in die Berge<\/em> \u00a9 M. Kumpfmu\u0308ller<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Patrick, der nach der letzten Veranstaltung mein Fahrer ist und mich f\u00fcr ein paar Tage in die Berge bringt, sieht die Dinge eher optimistisch. Er stammt aus einer katholischen Familie, ist ein Jahrzehnt als Kommunikationsoffizier zur See gefahren und kutschiert nun Leute wie mich durchs Land.<\/p>\n<p>An seiner freundlichen Besonnenheit k\u00f6nnte sich so mancher hierzulande ein Beispiel nehmen. Er ist alles andere als ein Freund des ehemaligen Pr\u00e4sidenten und Populisten Mahinda Rajapaksa, der gerade wieder an die Macht will, hofft auf den derzeitigen Premier, h\u00e4lt gute Politik f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Spirituell \u2013 denn auch dar\u00fcber gibt er Auskunft \u2013 ist er ein toleranter Wechselbalg; er hat es nacheinander erst als Muslim und dann als Buddhist versucht, bevor er unter dem Eindruck eines Jesus-Films wieder beim Katholizismus gelandet ist, was ihn nicht daran hindert, weiterhin an die Wiedergeburt zu glauben.<\/p>\n<p>Als Fahrer ist er ein Genie. Aber auch alle anderen Fahrer in Sri Lanka sind Genies und m\u00fcssen das auch sein, egal ob sie einen indischen Bus oder ein buntes Tuk-Tuk, Lastwagen oder Pkw steuern, denn die Stra\u00dfen in den Bergen sind eng und kurvig, es ist immer zu wenig Platz, und so kommt es regelm\u00e4\u00dfig zu abenteuerlichen \u00dcberholman\u00f6vern, Schwenks in letzter Sekunde, die aber niemanden aufregen, sondern im Gegenteil einer ebenso rasanten wie entspannten Kultur des Ausweichens zu entspringen scheinen.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe in Sri Lanka ist buchst\u00e4blich alles: Verkehrsweg, \u00f6ffentlicher Raum, Marktplatz, Asyl f\u00fcr Stra\u00dfenhunde und Tummelplatz f\u00fcr ganze Affenfamilien, deren Oberh\u00e4upter sich gerne mit Mangost\u00fccken f\u00fcttern lassen und guruartig weise Gesichter dazu machen, dass man sich unweigerlich fragt, was sie in ihren fr\u00fcheren Leben so gesehen oder getrieben haben.<\/p>\n<p>Wir passieren jede Menge D\u00f6rfer in diesen paar Tagen, die nat\u00fcrlich keine richtigen D\u00f6rfer sind, sondern Schneisen in die Reste des wuchernden Dschungels oder die h\u00fcgeligen Teeplantagen, die \u00e4u\u00dferst lieblich anzusehen sind und die Namen britischer St\u00e4dte tragen, mit riesigen wei\u00dfen Buchstaben, fast so gro\u00df wie die von Hollywood.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6940\" aria-describedby=\"caption-attachment-6940\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6940\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/02\/7-Paradies-am-Stra\u00dfenrand-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/7-Paradies-am-Stra\u00dfenrand-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/7-Paradies-am-Stra\u00dfenrand-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/02\/7-Paradies-am-Stra\u00dfenrand-\u00a9-M.-Kumpfmu\u0308ller-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6940\" class=\"wp-caption-text\"><em>Paradies am Stra\u00dfenrand\u00a0 <\/em>\u00a9 M. Kumpfmu\u0308ller<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Alles in allem war es dort oben, in den Bergen, so etwas wie paradiesisch.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass es das Paradies nicht gibt und niemals gegeben hat, dass es ein mieser Trick ist und man erst gar nicht danach zu suchen braucht, aber das \u00e4ndert nichts daran, dass es weiterhin magische Momente auf diesem Planeten gibt, der Geschmack der ersten Ananas auf dem Weg nach Hatton oder am fr\u00fchen Morgen der Blick von meinem Quartier in Ella bis weit ins Innere des Landes.<\/p>\n<p>In gewissem Sinne reist man ja wahrscheinlich auch deshalb, um sich innerlich f\u00fcr die n\u00e4chste Reise zu r\u00fcsten, zum Beispiel nach Indien, wie ich unweigerlich denke, denn ich m\u00f6chte seit Jahren nach Indien oder weiter nach Japan, wo man \u2013 ich bin sicher \u2013 mit allen m\u00f6glichen Fremd- und Interessantheiten zu rechnen h\u00e4tte, obwohl man an den \u00fcberall vorhandenen Fremdheiten doch immer nur schnuppert oder bestenfalls ein bisschen knabbert.<\/p>\n<p>Aber das immerhin scheint mir auf Reisen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? 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