{"id":7402,"date":"2018-05-17T14:08:02","date_gmt":"2018-05-17T12:08:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=7402"},"modified":"2018-05-24T18:57:03","modified_gmt":"2018-05-24T16:57:03","slug":"political-correctness-kunst-leupold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/05\/17\/political-correctness-kunst-leupold\/","title":{"rendered":"Wir brauchen Kunst als St\u00f6renfried"},"content":{"rendered":"<p><strong>Political Correctness schadet der Kunst, denn die ist niemals eine Meinungs\u00e4u\u00dferung. Bleiben wir f\u00e4hig, Vielfalt und Widerspr\u00fcchliches in unser Denken zu integrieren!<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_7411\" aria-describedby=\"caption-attachment-7411\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7411 size-large\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/05\/freitext-kunst-1024x576.jpg\" alt=\"Political Correctness - Wir brauchen Kunst als St\u00f6renfried \" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/05\/freitext-kunst-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/05\/freitext-kunst-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/05\/freitext-kunst-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7411\" class=\"wp-caption-text\">Joe Klamar\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Unbehagen ist ein eigenartiges Gef\u00fchl: Selbst sehr deutlich, gelegentlich sogar k\u00f6rperlich sp\u00fcrbar erw\u00e4chst es aus etwas, das zun\u00e4chst undeutlich, ungreifbar ist. Nicht von ungef\u00e4hr sagt man, es beschleicht einen. Anders als das freudsche <em>Unbehagen in der Kultur, <\/em>das entsteht, weil kulturelle Anstrengungen dem Sexual- und Destruktionstrieb, der zur menschlichen Natur geh\u00f6rt, hemmend und transformatorisch entgegenwirken, ist mein Unbehagen politisch verortet.<!--more--><\/p>\n<p>Ausgel\u00f6st wurde es durch die Verquickung der #MeToo-Offensive mit Forderungen nach Political Correctness, welche wiederum die essenzielle Frage nach der Freiheit von Kunst ber\u00fchrt. Es entstand, obwohl ich es durchaus begr\u00fc\u00dfe, dass gegen die Pathologien allzu geschlossener R\u00e4ume das Outing eingesetzt wird. Aber die Summe aller Widerlichkeiten und \u00dcbergriffe (strafrechtlich Relevantes steht auf einem anderen Blatt, darum geht es hier nicht) zu ziehen, die Additionsketten durch immer neue Meldungen zu verl\u00e4ngern, mag notwendig sein, hinreichend ist es nicht.<\/p>\n<p>Die Entstellungen, die im Zuge dieser Debatte zum Vorschein kommen, sind im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu sehen: Die \u00dcbergriffe, das pr\u00e4potente Gebaren und die skrupellose Selbsterm\u00e4chtigung der Hierarchiespitzen gegen\u00fcber den Subalternen sind deren Symptom, nicht ihre Ursache. Es ist Aufgabe der Politik, der demokratisch gew\u00e4hlten Repr\u00e4sentanten, die Weichen so zu stellen, dass solche Entstellungen verhindert bzw. korrigiert werden. Dies kann nur geschehen, wenn Gleichheit und Teilhabe erreicht werden.<\/p>\n<p><strong>Ultrahocherhitzte Debatten<\/strong><\/p>\n<p>Political Correctness dagegen interessiert sich nicht f\u00fcr die Herstellung von Gleichheit, sie verordnet lediglich Formen und starre Sprachregelungen des sozialen Miteinanders, das eigentlich ein dynamisches Konstrukt ist, Ergebnis von zivilisatorischen Prozessen. Die Sprachregelungen und die neuen Umgangsformen sind blo\u00dfe Kosmetik: Sie treten zwar antidiskriminatorisch auf, tasten aber den eigentlichen politischen Missstand, n\u00e4mlich dass die Agora zum Markt verkommen ist, auf dem sich nicht die Vernunft, der Gemeinsinn, sondern die Wettbewerbsst\u00e4rksten breitmachen, keineswegs an.<\/p>\n<p>In einer entstellten Gesellschaft erodiert das Prinzip der Gleichheit, werden die M\u00f6glichkeiten der Teilhabe stark eingeschr\u00e4nkt. Dass die Verhinderung von Teilhabe h\u00e4ufig einhergeht mit der Diskriminierung Randst\u00e4ndiger ist eine Tatsache, dennoch ist Nichtdiskriminierung noch kein Garant f\u00fcr Gleichheit. Die Profiteure der Ungleichheit haben nat\u00fcrlich kein Interesse an einer Sanierung der Verh\u00e4ltnisse und bieten den Verlierern ein paar Placebos, um sie zu sedieren. Zum Beispiel in Gestalt ultrahocherhitzter medialer Debatten, in denen eben gerade nicht Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt bekundet werden (oder entstehen), sondern ein \u00dcberbietungswettbewerb stattfindet. Dieser Instrumentalisierung ist auch die durch #MeToo ausgel\u00f6ste Debatte nicht entgangen: Ihre Emotionalisierung \u2013 im Bereich <em>sex &amp; crime<\/em> \u2013 garantiert gute Auflagen und exponentiell wachsende Klicks. Zudem haben einige wenige Akteurinnen im Sinne eines Aufmerksamkeitsgenerators selbst an dieser Instrumentalisierung mitgewirkt.<\/p>\n<p>Das emanzipatorische und basisdemokratische Moment, das ja eigentlich mit der M\u00f6glichkeit, jederzeit das Wort zu ergreifen, gegeben ist, wird hier insofern pervertiert, als es dem Konkurrenzdenken preisgegeben wird. Dissens ohne die Partizipation an einer Konsensbildung ist nur destruktiv und hat keine kritische Kraft.<\/p>\n<p><strong>Kunst als Wahrnehmungskorrektiv<\/strong><\/p>\n<p>Die Kleingeisterei, die in letzter Zeit um sich greift \u2013 auch als d\u00fcmmliche pauschale Verurteilung der Frauenbewegung insgesamt \u2013, die engstirnigen und fantasielosen Stammtischphrasen sind ganz im Sinn einer Politik, die den <em>lupus<\/em> im <em>homo<\/em> weckt, denn Vereinzelung, auch die narzisstisch gepr\u00e4gte, ist f\u00fcr sie ungef\u00e4hrlich. Und wirtschaftlich segensreich. Die Politik bef\u00f6rdert den Irrtum, dass eine Meinungs\u00e4u\u00dferung per se kritisches Potenzial habe. Eine Partikularisierung der Interessen aber \u2013 nach Geschlecht, nach Ethnie, nach Religionszugeh\u00f6rigkeit etc. \u2013 verschleiert, dass die Summe eben dieser noch kein Gemeinwesen ausmacht, verschleiert, dass Teilhabe ausgehandelt werden muss, diskursiv, politisch, und nicht aufgrund bestimmter Merkmale zugewiesen oder verwehrt werden kann.<\/p>\n<p>Hier kommt die Kunst ins Spiel, und die Freiheit der Kunst. Denn sowohl in der Kunstproduktion wie auch im Kunstgenuss \u2013 Schauen, Lesen, H\u00f6ren \u2013 sind wir als ganzer Mensch, f\u00fchlend, denkend, handelnd, angesprochen und kritisch gefordert. Und nicht als Tr\u00e4ger zugewiesener Merkmale und spezifischer Symptome, Tr\u00e4ger, die man dadurch ruhigstellen kann, dass man ihnen einzig die Kompensation eigener Defizite zubilligt. Auch in einer Demokratie haben Kunst, Kino, Musik, Tanz, Theater und Literatur die unersetzliche Funktion eines Wahrnehmungskorrektivs inne, in ihr, durch sie, kann sich eine Gesellschaft \u00fcber sich selbst verst\u00e4ndigen und selbstkritisch spiegeln. Nur wenn die K\u00fcnste sich frei entfalten k\u00f6nnen \u2013 unbehelligt von ideologischer Zensur wie \u00f6konomischer Quote und Korrektheitsgeboten \u2013, k\u00f6nnen sie diese vitale Aufgabe kraftvoll erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die Studentinnen, die durchgesetzt haben, dass <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/06\/eugen-gomringers-gedicht-alice-salomon-hochschule-berlin\">Eugen Gomringers Gedicht verschwand<\/a>, haben dies im Sinne der Interessenwahrung von Frauen getan. Und sicherlich in vielen Kontexten und Situationen recht mit ihrem Protest, mit ihren Forderungen \u2013 aber k\u00fcnstlerische Darstellungen, gleich ob in Wort oder Bild, sind im Unterschied zur Werbung nicht in einem Verwertungszusammenhang zu sehen. Eine nackte Frau auf einem Autok\u00fchler ist obsz\u00f6n, eine Nackte bei Egon Schiele genau nicht.<\/p>\n<p><strong>Ausbildung von Geschmacksmonopolen<\/strong><\/p>\n<p>Indem die Studentinnen dem Gedicht unterstellten, es diskriminiere Frauen, beraubten sie sich und andere einer Teilhabe, die vom reinen Rollendenken erl\u00f6st. Und \u00fcberdies noch den Ewiggestrigen eine sch\u00f6ne Gelegenheit bescherte, sich \u00fcber die Frauenbewegung als Ausbund von M\u00e4nnerhass zu mokieren.<\/p>\n<p>Es ist alles andere als ausgemacht, dass ich, weil ich eine Frau bin, einen ausschlie\u00dflich weiblichen Blick auf ein Gedicht, einen Roman, eine Skulptur oder ein Gem\u00e4lde werfe. Ich schaue oder lese auch als Inhaberin eines bestimmten Gehirns, einer Sprache, als Archivarin unz\u00e4hliger, nicht auf einen Nenner zu bringender Erfahrungen, als Unwissende und Wissende, als Erzeugte und als Entsprungene.<\/p>\n<p>In der Wahrnehmung \u2013 und, als Autorin, in der Herstellung \u2013 eines Kunstwerks, das sich der Formatierung und Normierung entzieht, f\u00fchle ich mich frei und ernst genommen. Substanziell gen\u00e4hrt, nicht unter gro\u00dfz\u00fcgigem Einsatz von Geschmacksverst\u00e4rkern abgespeist. Dies ganz im Unterschied zu den qua Algorithmus ermittelten Vorschl\u00e4gen f\u00fcr meine Seligkeit, welche die mir nahegelegten Konsumakte garantieren sollen. Was so harmlos als Service daherkommt, ist au\u00dferordentlich t\u00fcckisch, weil es nicht mehr nur um die Steuerung der Wunscherf\u00fcllung geht, sondern um die der Wunschausbildung.<\/p>\n<p><strong>Lebensentw\u00fcrfe hinterfragen<\/strong><\/p>\n<p>Es ist im Interesse von Machtstabilisierung, im Interesse einer Ausbildung von Geschmacksmonopolen und von Profitmaximierung, wenn wir, die Mitglieder einer h\u00f6chst diversifizierten Gesellschaft, berechenbar werden \u2013 wie jeder wei\u00df, der schon einmal einen Einkauf \u00fcber das Internet get\u00e4tigt oder eine Partnerb\u00f6rse konsultiert hat. Es wird suggeriert, dass wir widerspruchsfreie Wesen sind \u2013 oder hat jemand schon einmal erlebt, dass ihm nach der Bestellung von Jane Austens <em>Pride and Prejudice<\/em> als n\u00e4chster Kauf ein Roman von Stephen King vorgeschlagen wurde? Tats\u00e4chlich haben wir aber die Kraft und die Kreativit\u00e4t, Vielfalt und Widerspr\u00fcchliches zu integrieren \u2013 um nur ein Merkmal komplexer psychisch-mentaler Organisationsformen zu nennen \u2013, erst das erm\u00f6glicht uns, kunstaffine Wesen zu sein.<\/p>\n<p>Utopische und dystopische R\u00e4ume, auch zeitlich oder geografisch ferne, werden in k\u00fcnstlerischer Gestaltung sinnlich erfahrbar. Die Begegnung mit individuellen Kunstwerken fordert uns, im Unterschied zum blo\u00dfen Konsum der Produkte einer affirmativen oder eskapistischen Unterhaltungsindustrie, heraus, unsere Lebensentw\u00fcrfe zu hinterfragen. Im Analogen, also im echten Leben, sind wir wechselnden Spannungen ausgesetzt, das macht die Sache schwieriger, aber auch interessanter als der bin\u00e4re Antagonismus von 0 und 1, von E und U, von ihr da oben und wir da unten, den s\u00e4mtliche Aufheizer und Lautsprecher populistischer Couleur bevorzugen und bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wir brauchen die Kunst als St\u00f6renfried und Unruheherd, aber wir brauchen keine Hetzer, Zensoren und bigotte Sittenw\u00e4chter, die spalten und damit letztlich zu einer Paralyse f\u00fchren. Gesellschaftliche Entwicklung und Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen nur von Individuen und W\u00e4hlern herbeigef\u00fchrt werden, die \u00fcberzeugt sind, dass die Aus\u00fcbung von Freiheit in der verantwortlichen Gestaltung des Gemeinwesen stattfindet und nicht in der Vertretung von Partikularinteressen. Kunst geh\u00f6rt zur Aussteuer des Gemeinwesens, sie muss unverzichtbarer, integraler Bestandteil offener Gesellschaften sein, der nicht dem freien Spiel des Markts preisgegeben wird, wom\u00f6glich noch mit der zynischen Ausrede, dass dies die Freiheit der Kunst selbst verlange.<\/p>\n<p><strong>Die Normativit\u00e4t des Faktischen durchbrechen<\/strong><\/p>\n<p>Noch darf sie zensiert werden, unter dem fadenscheinigen Deckm\u00e4ntelchen des Schutzes vor Diskriminierung. <em>Lolita <\/em>ist kein Pl\u00e4doyer f\u00fcr P\u00e4dophilie, sondern eine kunstvolle, hochkomplexe Erarbeitung einer Sprache des Begehrens. Eines Begehrens auf Kollisionskurs mit allen Konventionen. Kunst ist niemals Meinungs\u00e4u\u00dferung, und man muss sie vor Meinungsterror sch\u00fctzen. Sie bringt etwas zur Gestaltung, macht etwas durch Anverwandlung \u2013 <em>Madame Bovary, c\u2019est moi<\/em>, befand Flaubert \u2013 erfahrbar, sie st\u00f6\u00dft etwas an, sie st\u00f6\u00dft an: einen Perspektivwechsel, eine neue Grammatik. Es sind nicht die K\u00fcnstler, seien sie moralisch vorbildlich oder v\u00f6llig verkommen, die den Wert eines Kunstwerks beglaubigen oder seine Hinterlassungsf\u00e4higkeit ausmachen, es sind die Form und die Gestaltung.<\/p>\n<p>Die Behauptung, es sei aus R\u00fccksichtnahme erforderlich, dass &#8222;inkorrekte&#8220; Bilder abgeh\u00e4ngt und Filme beschnitten, Passagen in literarischen Werken ges\u00e4ubert und angepasst werden, ist gleich in mehrfacher Hinsicht heuchlerisch und folgenreich: Solche Aktionen sind in erster Linie eine marktstrategische Entscheidung und dienen der Generierung von Aufmerksamkeit. Aber die weitaus ernstere Folge ist die Bedrohung des Lebensraums, nicht nur der Kunst, sondern auch der freien Entfaltung der Bewohner dieses Raums. Diese h\u00e4ngt ganz wesentlich mit unserer Bef\u00e4higung zusammen, in M\u00f6glichkeitsr\u00e4umen, im Imaginierten und im Getr\u00e4umten unterwegs sein zu k\u00f6nnen, die Normativit\u00e4t des Faktischen zu durchbrechen und die Vorstellungskraft als Korrektiv einzusetzen.<\/p>\n<p>W\u00e4re nicht schlecht, wenn sich auch f\u00fcr den Erhalt solcher Freir\u00e4ume eine #MeToo-Offensive zu Wort meldete.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Political Correctness schadet der Kunst, denn die ist niemals eine Meinungs\u00e4u\u00dferung. 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Promotion (phD) 1993 an der Graduate School der City University of New York. Seit 1985 freie Schriftstellerin; seitdem zahlreiche literarische Ver\u00f6ffentlichungen. U.a. \\\"Eden Plaza\\\" (2002), \\\"Nach den Kriegen\\\" (2004), \\\"Die Helligkeit der Nacht. Ein Journal\\\" (2009). Zuletzt, 2016, den Abenteuerroman \\\"Die Witwen\\\" (Jung und Jung), der f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominiert war. Seit 2004 leitet sie das \u201eStudio Literatur und Theater\u201c der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und ist Mitglied der \u201eBayerischen Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste\u201c\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/dagmar-leupold\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Political Correctness: Wir brauchen Kunst als St\u00f6renfried","description":"Political Correctness schadet der Kunst, denn die ist niemals eine Meinungs\u00e4u\u00dferung. 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Promotion (phD) 1993 an der Graduate School der City University of New York. Seit 1985 freie Schriftstellerin; seitdem zahlreiche literarische Ver\u00f6ffentlichungen. U.a. \"Eden Plaza\" (2002), \"Nach den Kriegen\" (2004), \"Die Helligkeit der Nacht. Ein Journal\" (2009). Zuletzt, 2016, den Abenteuerroman \"Die Witwen\" (Jung und Jung), der f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominiert war. Seit 2004 leitet sie das \u201eStudio Literatur und Theater\u201c der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und ist Mitglied der \u201eBayerischen Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste\u201c","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/dagmar-leupold\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/05\/freitext-kunst.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1079"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7402"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7402\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7467,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7402\/revisions\/7467"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}