{"id":7484,"date":"2018-06-06T14:59:02","date_gmt":"2018-06-06T12:59:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=7484"},"modified":"2018-06-07T17:28:04","modified_gmt":"2018-06-07T15:28:04","slug":"rechtes-ressentiment-linke-gegenerzaehlung-ebmeyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/06\/06\/rechtes-ressentiment-linke-gegenerzaehlung-ebmeyer\/","title":{"rendered":"Linke Erz\u00e4hlung verzweifelt gesucht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutschland driftet nach rechts. Salonf\u00e4hig gewordenes Ressentiment vergiftet die Gesellschaft zunehmend. Wir brauchen dringend ein wirksames Gegenmittel.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_7489\" aria-describedby=\"caption-attachment-7489\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7489\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/06\/freitext-rechtsruck-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-rechtsruck-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-rechtsruck-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-rechtsruck-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7489\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer einer AfD-Demonstration und Gegendemonstranten im Mai 2018 in Berlin \u00a9 Hannibal Hanschke \/ Reuters<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Es ist ein mulmiges Gef\u00fchl, und es wird immer mulmiger. Wie die viel beschworene Stimmung im Land sich wandelt. Inzwischen kann jede und jeder davon ein bis mehrere Liedchen aus dem eigenen Leben singen. Wie im Bekanntenkreis auf einmal ver\u00e4chtlich dahergeredet und vor sich hin verleumdet wird. Wie auch Leute, die sich selbst f\u00fcr &#8222;links&#8220; halten, Ressentiments der sogenannten neuen Rechten \u00fcbernehmen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Fernsehredakteurin, die pl\u00f6tzlich ihrem grimmigen Zahnarzt glaubt (&#8222;Die meisten Fl\u00fcchtlinge kommen nur hierher, um sich kostenlos das Gebiss sanieren zu lassen&#8220;). Die eben noch antiautorit\u00e4re Philosophin, die nun ehrf\u00fcrchtig von R\u00fcdiger Safranski und Peter Sloterdijk spricht, weil diese zwei Strategen bereits im Herbst 2015 ihr gro\u00dfintellektuelles Organ gegen die Fl\u00fcchtlingspolitik der Bundesregierung erhoben h\u00e4tten, als das noch gar nicht <em>en vogue<\/em> gewesen sei. Oder die Mietergemeinschaft in einem Haus in Berlin-Friedrichshain \u2013 lauter nette junge Familien oder gar &#8222;Kreative&#8220;, die vor Sozialneid hohldrehen, seit in einer Wohnung in der Nachbarschaft eine Fl\u00fcchtlingsfamilie eingezogen ist (&#8222;Die kriegen doch ihre Wohnung vom Staat bezahlt! Und ein Auto haben sie obendrein, das muss ihnen auch der Staat geschenkt haben! Und so eine Wohnung steht ja wohl eigentlich unseresgleichen zu und nicht denen!&#8220;).<\/p>\n<p>Alle haben solche T\u00f6ne inzwischen mit eigenen Ohren geh\u00f6rt, wenn sie sie nicht gar selbst von sich geben. Und mir schwirrt immer h\u00e4ufiger der Refrain eines Chansons von Franz Josef Degenhardt aus dem Jahr 1977 durch den Kopf: &#8222;\u2026 und wie ist das Gef\u00fchl, wenn man so langsam, langsam, langsam driftet nach rechts?&#8220;<\/p>\n<p>Damals ging es um ehemalige Apo-Mitstreiter, die mittlerweile &#8222;sozialliberal&#8220; l\u00e4chelten. <em>Wildledermantelmann<\/em> hei\u00dft das Lied, denn anscheinend waren diese Menschen seinerzeit M\u00e4nner und trugen Wildlederm\u00e4ntel.<\/p>\n<p><strong>Dr\u00f6hnende Propaganda<\/strong><\/p>\n<p>Heute driftet man gender\u00fcbergreifend und in diverser Bekleidung von links nach rechts. Und rechts ist auch l\u00e4ngst nicht mehr blo\u00df &#8222;sozialliberal&#8220;, sondern \u2013 tja, was eigentlich? Diffus geh\u00e4ssig nach der &#8222;Wird man doch wohl noch sagen d\u00fcrfen&#8220;-Masche. Diffus identit\u00e4r nach der &#8222;Die haben doch hier nichts zu suchen&#8220;-Masche. Und diffus sozialdarwinistisch nach der &#8222;Das steht doch denen nicht zu&#8220;-Masche. Da ist so einiges in die dralle &#8222;Mitte der Gesellschaft&#8220; eingesickert, wogegen der Wildledermantelmann noch immun gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>&#8222;Deutschland schafft sich ab&#8220;, so schlug vor acht Jahren ein B\u00fcrokrat mit SPD-Parteibuch Alarm. Diese Scheindiagnose ist seither ebenso wenig wahr geworden wie die &#8222;Islamisierung des Abendlands&#8220;, die andere Rassisten, zumeist ohne SPD-Parteibuch, seit bald vier Jahren rituell herbeizetern. Auch wurde Deutschland weder 2015 noch danach mit Fl\u00fcchtlingen &#8222;geflutet&#8220; (R\u00fcdiger Safranski et cetera), sondern mit menschenverachtenden Metaphern, Verschw\u00f6rungsgeschw\u00e4tz und chauvinistischen Parolen. Eine mehr oder weniger offen rechtsextreme Partei macht sich in den Parlamenten breit und sitzt sogar im Bundestag. Ein sozialliberaler Fr\u00fchpension\u00e4r vertreibt sich die Zeit damit, dass er ein <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5505324\/\">unausgegorenes Patriotismus-Pl\u00e4doyer<\/a> \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/sigmar-gabriel-ueber-thea-dorns-deutsch-nicht-dumpf-ein-ziviles-gefuehl-a-1206448.html\">gr\u00fcnen Klee lobt<\/a>.<\/p>\n<p>Deutschland schafft sich nicht ab, es vergiftet sich nur langsam. Dass sich die dr\u00f6hnende Propaganda f\u00fcr die Belange der &#8222;besorgten B\u00fcrger&#8220; (Abschottung, Missgunst, Xenophobie, Demokratieabbau) weit \u00fcber die alten NPD-Kreise und auch weit \u00fcber die neueren AfD-Kreise hinaus gesellschaftlich festsetzt, ist inzwischen oft analysiert worden. Soeben stellt <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/23\/rechtspopulismus-rechtsruck-afd-migration-konsensverschiebung\/komplettansicht\">der Sozialpsychologe Harald Welzer<\/a> eine &#8222;Konsensverschiebung im \u00f6ffentlichen Diskurs&#8220; fest, in deren Folge &#8222;Ausgrenzungs- und Gewaltfantasien nicht mehr als Abweichung, sondern als mindestens teilgesellschaftlich akzeptabel verstanden werden&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Erosion der demokratischen Basis<\/strong><\/p>\n<p>Was wir dagegen tun k\u00f6nnen? Welzer, als Mitbegr\u00fcnder der Initiative Die Offene Gesellschaft, w\u00fcnscht sich, dass wir alle &#8222;im Job und im Privaten, im Freundeskreis und in der Familie, in der Stra\u00dfenbahn und in sozialen Netzwerken f\u00fcr Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten eintreten, und f\u00fcr eine Gesellschaft, die beides garantiert&#8220;.<\/p>\n<p>Das w\u00fcnsche ich mir auch. Aber so gro\u00df immer wieder die Erleichterung sein mag, wenn Initiativen wie Pulse of Europe oder Anti-AfD-Demos erheblichen Zulauf haben: Allein auf die Zivilgesellschaft k\u00f6nnen wir uns auf Dauer nicht verlassen \u2013 denn sie droht ja gerade zu erodieren.<\/p>\n<p>Wertvolle Grundlagenforschung zu dieser Entwicklung bietet die Langzeitstudie <em>Deutsche Zust\u00e4nde<\/em>, die unter Leitung des Konfliktforschers Wilhelm Heitmeyer \u00fcber zehn Jahre \u2013 2002 bis 2011 \u2013 der &#8222;gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit&#8220; in der deutschen Bev\u00f6lkerung nachging. Im Abschlussband bilanzierte sie ein &#8222;entsichertes Jahrzehnt&#8220;, gepr\u00e4gt von einer schleichenden &#8222;Entsolidarisierung&#8220; der deutschen Gesellschaft und einer &#8222;Erosion der demokratischen Basis&#8220;.<\/p>\n<p>Wonach klingen diese Befunde? Ich w\u00fcrde sagen, einerseits nach genau den existenziellen und sozialen Verunsicherungen, die f\u00fcr die \u00e4ngstlich-aggressive, tendenziell paranoide Rhetorik der &#8222;neuen Rechten&#8220; den N\u00e4hrboden bilden. Und andererseits nach Folgesch\u00e4den einer als Ersatzreligion gehandelten Ideologie, die im entsicherten Jahrzehnt meist unbefangen Neoliberalismus genannt wurde. Wozu auch die Formulierung aus <em>Deutsche Zust\u00e4nde <\/em>passt, dass gesellschaftliche Krisen im Land &#8222;gewisserma\u00dfen privatisiert&#8220; w\u00fcrden. Platt gesagt: Der Staat behelligt &#8222;die M\u00e4rkte&#8220; nicht, und wem das Wirken &#8222;der M\u00e4rkte&#8220; die Beine wegzieht, der sucht die Schuld bitte bei sich selbst. Oder bei denen, die noch schw\u00e4cher sind als er.<\/p>\n<p><strong>Menschenfeindliches Gedankengut<\/strong><\/p>\n<p>Heute sagt man kaum noch unbefangen Neoliberalismus. Man sagt \u00fcberhaupt kaum noch Neoliberalismus, denn es ist wie immer mit Begriffen, die einem eher linken politischen Diskurs anzugeh\u00f6ren scheinen \u2013 es wird unterstellt, sie seien unsachlich, dogmatisch, einem &#8222;nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfen&#8220; Schwarz-Wei\u00df-Denken verhaftet (zeitgem\u00e4\u00df ist anscheinend nur das Schwarz-Wei\u00df-Denken der Rechten). Neoliberal, marktradikal: Solche Zuschreibungen waren vielleicht zu den Hochzeiten von Attac oder gerade noch bei Occupy Wall Street Stand der Debatte. Aber doch nicht mehr 2018.<\/p>\n<p>Warum eigentlich nicht? Hat sich an den \u00f6konomischen und ideologischen Hintergr\u00fcnden etwas Entscheidendes ge\u00e4ndert? Nein, oder? Aber indem man halbwegs klare Begriffe f\u00fcr diese Hintergr\u00fcnde vermeidet, kann man auch die durch solche Begriffe erhellten m\u00f6glichen Zusammenh\u00e4nge nicht mehr diskutieren. Zum Beispiel den Zusammenhang zwischen der schleichenden gesellschaftlichen Entsolidarisierung und dem schleichenden Gift des &#8222;neurechten&#8220; Ressentiments.<\/p>\n<p>Zwar wird gerne \u00fcber &#8222;Abgeh\u00e4ngte&#8220; (b\u00f6sartiges Wort) geschrieben oder \u00fcber solche, die sich vor dem Abgeh\u00e4ngtwerden f\u00fcrchten und deshalb besonders anf\u00e4llig f\u00fcr menschenfeindliches Gedankengut seien. Doch das sind d\u00fcnkelhafte und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-08\/afd-waehler-terrorbekaempfung-integration\">statistisch unhaltbare<\/a> Versuche, eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung auf eine marginalisierte Schicht abzuw\u00e4lzen. Die wenigsten Wutb\u00fcrger kommen aus dem sogenannten Prekariat.<\/p>\n<p><strong>Reiz der Demontage<\/strong><\/p>\n<p>Hingegen halte ich es f\u00fcr eine ziemlich belastbare These, dass ver\u00e4chtliche und feindselige Denkmuster deshalb erstarken und zunehmend auch auf traditionell linke Milieus \u00fcbergreifen, weil die neoliberale Gesellschaftserz\u00e4hlung als &#8222;alternativlos&#8220; verinnerlicht worden ist. Zu biestigen Glaubenss\u00e4tzen wie &#8222;Jeder ist sich selbst der N\u00e4chste&#8220;, &#8222;Dein Pech, wenn du arm bist&#8220; oder &#8222;Der Staat macht nur Mist&#8220; w\u00fcrden sich vielleicht wenige plakativ bekennen. Doch als weithin unausgesprochene, verfestigte \u00dcberzeugungen grundieren sie \u2013 samt der Beklemmung und Ohnmachtsgef\u00fchle, die sie ausl\u00f6sen \u2013 den rechtsdriftenden Zeitgeist.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde helfen? Eine kraftvolle Gegenerz\u00e4hlung. Aber da klafft blo\u00df die gro\u00dfe linke Leerstelle. W\u00e4hrend die Rechten als vermeintlichen Trost gegen die neoliberale Haltlosigkeit einen R\u00fcckfall ins V\u00f6lkische und eine klassisch-perfide S\u00fcndenbock-Konstruktion anbieten (&#8222;Die Fl\u00fcchtlinge! Die Muslime!&#8220;), schien SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht einmal zu wissen, was er meinte, wenn er von &#8222;Gerechtigkeit&#8220; sprach. Und Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine behaupten zwar, eine &#8222;linke Sammlungsbewegung&#8220; gr\u00fcnden zu wollen, klimpern dabei aber selbst <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-sammlungsbewegung-koennte-fairland-heissen-a-1208340.html\">auf der nationalistischen Klaviatur<\/a> (&#8222;Wahrung kultureller Eigenst\u00e4ndigkeit&#8220;, &#8222;Respekt vor Traditionen und Identit\u00e4t&#8220;). Ein politisches Narrativ wirklich kontr\u00e4r zum &#8222;neurechten&#8220; Schleichgift zu setzen, traut sich offenbar niemand.<\/p>\n<p>Bald 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des von in der Theorie kommunistischen und in der Praxis dogmatisch-autorit\u00e4ren Regimen beherrschten Ostblocks, der unverz\u00fcglich zum weltweiten Triumph der im Westen dominanten Ideologie umgedeutet wurde, liegt die gro\u00dfe linke Heilserz\u00e4hlung immer noch in Tr\u00fcmmern. Auch vielversprechende Versuche, sie neu aufzustellen (&#8222;Eine andere Welt ist m\u00f6glich&#8220;), b\u00fc\u00dften ihren Schwung ein, weil der Reiz der Demontage l\u00e4ngerfristig gr\u00f6\u00dfer war als der Drang zur Konstruktion.<\/p>\n<p><strong>Klassengesellschaft nicht als Naturzustand<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, ein Grund daf\u00fcr liegt darin, dass linkes Denken, wenn es undogmatisch ist, immer den Zweifel in sich tr\u00e4gt. Das ist ja gerade seine gro\u00dfe emanzipatorische Qualit\u00e4t: nichts fraglos hinzunehmen, keine menschliche Ordnung f\u00fcr unumst\u00f6\u00dflich zu halten. Jedoch ist es bisher nicht im gro\u00dfen Stil gelungen, diese Qualit\u00e4t als St\u00e4rke herauszustellen. Zum Beispiel robust zu verfechten, dass die Freiheit des Zweifelns dem Zwang zur Gewissheit vorzuziehen sei. Dass Vielfalt nicht das Gegenteil von Identit\u00e4t ist, sondern von Vereinheitlichung. Dass man &#8222;besorgte B\u00fcrger&#8220; nicht verh\u00e4tscheln, sondern ihnen zeigen soll, wie unbegr\u00fcndet oder fehlgeleitet ihre Sorgen sind. Dass man, statt verst\u00e4ndnisvoll dem Geschw\u00e4tz von der Abschaffung Deutschlands und vom Untergang des Abendlandes zu lauschen, besser schaut, wie sich die Solidargemeinschaft \u2013 und ja, auch der Sozialstaat \u2013 kr\u00e4ftigen l\u00e4sst. Dass die (gerade in der Bundesrepublik so ausgepr\u00e4gte wie uneingestandene) Klassengesellschaft kein Naturzustand ist und Chancengleichheit keine Phrase f\u00fcr Sonntagsreden, sondern ein Ziel, f\u00fcr das es sich zu k\u00e4mpfen beziehungsweise Politik zu machen lohnt. Dass in der Tat ein besseres Land, ein besseres Europa und eine bessere Welt m\u00f6glich sind, wenn wir uns von der neoliberalen Irrlehre l\u00f6sen und erkunden, wie eine neu und demokratisch fundierte internationale Solidarit\u00e4t aussehen kann.<\/p>\n<p>Eine solche selbstbewusste und undogmatische linke Erz\u00e4hlung ist das Gegengift, das wir heute dringend brauchen. Auch gegen die Windungen der Wildledermantelmann-Wiederg\u00e4nger, die sich bei den Rechten anbiedern und denen die linken Restbest\u00e4nde im eigenen Denken peinlich zu sein scheinen.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? 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