{"id":7536,"date":"2018-06-19T15:09:35","date_gmt":"2018-06-19T13:09:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=7536"},"modified":"2018-06-20T10:17:14","modified_gmt":"2018-06-20T08:17:14","slug":"meinung-nachdenken-vernunft-leupold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/06\/19\/meinung-nachdenken-vernunft-leupold\/","title":{"rendered":"Mut zur L\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meinungsbildung war gestern. Heute liken wir oder werden zu Followern. Ein Vorschlag zur Wiederauferstehung der Vernunft: innehalten, nachdenken, m\u00fcndig werden.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_7543\" aria-describedby=\"caption-attachment-7543\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7543 size-large\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/06\/freitext-nachdenken-1024x576.jpg\" alt=\"Mut zur L\u00fccke - Vernunft und die m\u00fcndige Gesellschaft\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-nachdenken-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-nachdenken-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-nachdenken-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7543\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Caesar Aldhela \/ unsplash.com (https:\/\/unsplash.com\/@caldhela)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Als Nescaf\u00e9 erfunden wurde, warb man f\u00fcr den neuen Kaffeegenuss mit dem Pr\u00e4dikat: sofort l\u00f6slich. Polaroids lie\u00dfen sich in k\u00fcrzester Zeit mit einer Sofortbildkamera erstellen, und die Sofortreinigung suggerierte, dass der \u00dcbergang von schmutzig zu sauber ohne Zeitverlust \u00fcber die B\u00fchne gehen k\u00f6nne. Das sind alles Beispiele aus analogen Zeiten \u2013 und entsprechend r\u00fchrend. Aber eines verbindet sie mit den medialen Instant-Formaten \u2013 Twitter, Instagram etc. \u2013 des digitalen Zeitalters: die Wertsch\u00e4tzung des nahezu Simultanen, des <em>kurzen Prozesses.<\/em> <!--more-->Auf politisch-gesellschaftlicher Ebene findet das seit den sp\u00e4ten Sechziger- und Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts seine Entsprechung in der Feier der Spontaneit\u00e4t: Gegenkonzept zur allm\u00e4hlichen Vermittlung dogmatischer Lehrinhalte, zu Schulung und konzeptioneller Enge. Die Bewegung der &#8222;Spontis&#8220; war daf\u00fcr unmittelbarer Ausdruck. Spontane Aktionen, vom Stra\u00dfentheater \u00fcber Hausbesetzungen, wurden als probateres Mittel angesehen, die Massen, die Arbeiter oder die Mitb\u00fcrger zu erreichen, als parteibuchkonforme Indoktrination. Eigentlich eine ausgesprochen basisdemokratische, durchaus emanzipatorische Idee: Jeder kann mitmachen beziehungsweise sich anschlie\u00dfen; f\u00fcr eine solche Teilnahme ist weder eine besondere Qualifikation oder Expertentum noch Erfahrung in politischer Praxis erforderlich. Solche Happenings finden in der analogen Welt kaum noch statt, Occupy war kein langes Leben beschert. Im Internet, in Gestalt der Schwarmintelligenz, gibt es sie durchaus.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte argumentieren, dass auch in der virtuellen Realit\u00e4t, im Twitter-Gewitter, in den reflexartig abgesonderten Tweets, die emanzipatorische Grundidee, sich Autorit\u00e4ten nicht zu beugen und dies durch spontane Kundgebungen auszudr\u00fccken, ihre Fortsetzung gefunden hat. Ich glaube aber, dass es sich um eine Pervertierung dieser Idee handelt: Der (meist) anonyme Twitterer oder Follower (dazu sp\u00e4ter mehr) hat mit seinen Einlassungen nicht das gesellschaftliche Wohl im Auge, sondern nur das eigene Wohlbefinden. Das mit einer selbst ausgestellten Lizenz zum P\u00f6beln \u2013 so wird das Grundrecht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung verk\u00fcrzt und leider h\u00e4ufig missverstanden \u2013 am schnellsten erreicht wird.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4higkeit zur Differenzierung<\/strong><\/p>\n<p>Der typische p\u00f6belnde Twitterer erkennt zwar keine Autorit\u00e4ten an, aber das ist kein politischer Gestus des Protests, sondern einer der Selbsterm\u00e4chtigung, der Grandiosit\u00e4t. Er kann sich keinen anderen Standpunkt, keine andere Sichtweise anverwandeln, als diejenige, die seinem eigenen Vorteil oder eben Wohlbefinden \u2013 neudeutsch Komfortzone; wie verr\u00e4terisch! \u2013 dient. Komfortabel f\u00fchlt er sich unter seinesgleichen. Die Kriterien f\u00fcr &#8222;seinesgleichen&#8220; sind nicht verhandelbar, sondern im Sinne von Merkmal \u2013 Nationalit\u00e4t, Religion \u2013 gegeben.<\/p>\n<p>(Die derzeitige Feier des Performativen \u2013 jeder ist nur er selbst, performt sich selbst, B\u00fchne hin oder her, \u2013 entspringt vermutlich einem \u00e4hnlichen Misstrauen in die Kraft der Abstraktion und die durch Reflexion entstehende F\u00e4higkeit zur Distanzierung. Aber das w\u00e4re einen eigenen Essay wert.)<\/p>\n<p>Eine unmittelbare und schwerwiegende Folge dieser Selbsterm\u00e4chtigung ist das Wegfallen der Unterscheidung zwischen Privatperson und B\u00fcrger. Nicht das Private ist politisch, sondern das Politische privat.<\/p>\n<p>Es gab im Fr\u00fchjahr 2017 seitens der evangelischen Kirche eine Initiative, die dem Spontanen, Un\u00fcberlegten, Instant-Anger\u00fchrten den Kampf ansagte und Enthaltsamkeit anriet. Die Fastenaktion hie\u00df: <em>Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort<\/em>.<\/p>\n<p>Als ich das las, dachte ich: Nichts Neues, das ist die Literatur doch schon immer, ein Einspruch gegen das Sofort, das Instant-Anger\u00fchrte. Es ist ein langsamer und langer Prozess, der einen literarischen Text generiert, die Transformation von Erfahrung im Medium der Sprache in eine \u00e4sthetische Realit\u00e4t, ein komplexer, transformativer Vorgang, kein schlichter Transfer. Aber es handelt sich nicht um einen abgehobenen keimfreien Prozess, im Gegenteil, er findet immer unter konkreten historischen, politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten statt, steht mit ihnen in einem steten Stoffwechsel.<\/p>\n<p><em><strong>Mind the gap<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Daher kann man literarische Texte \u2013 ich schlie\u00dfe alle Genres ein \u2013 durchaus als Kommentar zu den Bedingungen, unter denen sie entstanden, lesen, allerdings nicht im Sinne eines journalistischen Kommentars und eines engen Aktualit\u00e4tsbegriffs. Es geht nicht um Meinungs\u00e4u\u00dferung oder um die Reproduktion von Diskursen, sondern um Erfahrung und ihren Niederschlag in den (fiktiven) Figuren; ihrem Denken, F\u00fchlen und Handeln. Deshalb ist Literatur, die sich ihrer Zeitgenossenschaft stellt \u2013 bei aller inhaltlichen und formalen Vielfalt \u2013 niemals unpolitisch. Im Unterschied zu einem instrumentellen Zugriff, wie er beispielsweise Ratgebern innewohnt \u2013 dort sind Individuen Symptomtr\u00e4ger und m\u00fcssen zur Selbstoptimierung angeleitet werden \u2013, sind literarische Texte immer mit der Herausstellung des unvorhersehbaren Besonderen befasst. Aber mittels formaler und sprachlicher Gestaltung scheint an diesem Individuellen, Einzigartigen, etwas Exemplarisches und Zeitspezifisches auf. Nicht zu verwechseln mit etwas Allgemeinem.<\/p>\n<p>Gestalterische Prozesse sind Denk- und Abstraktionsprozesse: Die Mahnung <em>mind the gap<\/em> bedeutet im allt\u00e4glichen Gebrauch, dass man beim Ein- oder Aussteigen, also bei \u00dcberg\u00e4ngen von einer in die andere Sph\u00e4re, auf die L\u00fccke achten sollte, die sich zur Bahnsteigkante auftut. Es muss folglich einen kurzen Moment des Innehaltens geben, bevor man den n\u00e4chsten Schritt macht, bevor etwas \u00fcberwunden wird. Im politischen und kulturellen Kontext bekommt die Mahnung eine metaphorische Bedeutung: gew\u00e4hre, bedenke einen Abstand, eine Differenz, und nutze sie \u2013 als Denkpause, als r\u00e4umlich-mentale Distanzierung.<\/p>\n<p>Nachdenken, die Vernunft oder die Vorstellungskraft zu gebrauchen, braucht im Unterschied zu reflexhaften Reaktionen Aufschub. Sowohl im lateinischen Stammwort <em>reflectere<\/em> als auch im deutschen <em>nachdenken<\/em> tr\u00e4gt die Vorsilbe diesen Zeitverzug in sich. Zwischen Ereignis und Kommentar \u2013 in dem ja auch das Wort <em>mens<\/em>, Denkt\u00e4tigkeit, steckt, ist es also keinesfalls eine unbedachte \u00c4u\u00dferung \u2013 aber erst recht zwischen Ereignis und Bewertung, Analyse oder eben literarischer Gestaltung muss Zeit verstreichen, Zeit, die dem Nachdenken dient, dem Einr\u00e4umen einer <em>gap<\/em>. Dies ist eine erste, notwendige Abstraktion von der blo\u00dfen Vertretung eigener Interessen und Sichtweisen. Man k\u00f6nnte diesen zeitversetzten, vom Sofort erl\u00f6sten Prozess auch m\u00fcndig werden nennen.<\/p>\n<p><strong>Gefolgsleute der eigenen Engstirnigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Politisch manifestiert sich dies im Prinzip der Repr\u00e4sentation, auf dem die parlamentarische Demokratie beruht. Eigentlich eine doppelte Repr\u00e4sentation, eine doppelte <em>gap<\/em>, denn der Parlamentarier oder der Politiker, den man w\u00e4hlt und unterst\u00fctzt, repr\u00e4sentiert seinerseits eine Partei. Im Vertrauen in das Gelingen dieser Delegation ist ein zeitlicher Abstand von vornherein als notwendig eingerechnet. Die Re-Pr\u00e4sentation dr\u00fcckt ebendies aus: Meine Stimme wird in zuk\u00fcnftigen Entscheidungen, Handlungen vergegenw\u00e4rtigt, wird in Zukunft Folgen gew\u00e4rtigen. Diese Verz\u00f6gerung schafft die Bedingung der M\u00f6glichkeit, Partikularinteressen von denen des Gemeinwesens als unterschieden zu erfahren. Sie gibt Gelegenheit, nachzudenken \u00fcber das, was ein Gemeinwesen ausmacht. Es ergibt sich eben nicht als Summe der Interessen aller Individuen, die zu ihm z\u00e4hlen, sondern als deren gr\u00f6\u00dfter gemeinsamer Nenner.<\/p>\n<p>Die zeitliche Zur\u00fcckstellung, vielmehr bereits das Wissen darum, er\u00f6ffnet den Reflexionsraum, der f\u00fcr dieses Absehen vom Eigeninteresse zugunsten der Erzeugung von gesellschaftlicher Bindekraft notwendig ist. Im Verz\u00f6gern liegt Beherrschung, Selbstbeherrschung \u2013 man k\u00f6nnte auch sagen, im Verz\u00f6gern liegt M\u00e4\u00dfigung, liegt die Einsicht in die Notwendigkeit eines Verzichts auf die unmittelbare Umsetzung des f\u00fcr einen selbst Vorteilhaften. Rein formal, unabh\u00e4ngig von den Inhalten der Parteien, ist der w\u00e4hlende B\u00fcrger kein Follower, sondern ein Beauftragender, der sich durch indirekte Partizipation auszeichnet. (Die ultimative Pervertierung des demokratischen Grundrechts Wahl besteht in Parteiprogrammen, die ihre W\u00e4hler zu Gefolgsleuten der eigenen Engstirnigkeit machen: <em>America First<\/em> ist daf\u00fcr das drastischste Beispiel. Hier werden die W\u00e4hler zu Followern eines groben, polemischen und unterkomplexen Stammtischslogans).<\/p>\n<p>Der Follower qualifiziert sich nicht durch Nachdenklichkeit und M\u00e4\u00dfigung, sondern durch Absehen von beidem. Er l\u00e4sst keinen Zeitverzug zu und schlie\u00dft aus, durch jemanden repr\u00e4sentiert werden zu k\u00f6nnen, der nicht sein geistiger Klon ist. Sein individuelles Profil wird durch \u00dcbertrumpfen gesch\u00e4rft, nicht durch Besonnenheit. Er sieht sich nicht als Teil einer Gemeinschaft, sondern als Repr\u00e4sentant seiner selbst, seiner Partikularinteressen, die in aller Regel nicht rational begr\u00fcndet werden, sondern emotional vertreten. Die Beglaubigung des eigenen Standpunkts und seiner Berechtigung l\u00e4uft \u00fcber Affekte, nicht \u00fcber die Vernunft. Gef\u00fchlsecht, ein Pr\u00e4dikat, das allenfalls bei Kondomen eine Rolle spielen sollte, ist l\u00e4ngst ein Kriterium auch in der Politik, in Kunst und Kultur, im Journalismus. Was einem Bauchgef\u00fchl entspringt, ist meist ein Vorurteil, nicht ein Urteil. Ein Urteil f\u00e4llt nach einem Prozess, also einer Zeit des Nachdenkens, Abw\u00e4gens und Begr\u00fcndens, ein Vorurteil kommt ohne diesen zeitkonsumierenden Prozess aus, es verhindert Aufkl\u00e4rung \u2013 im juristischen Bereich unmittelbar folgenreich \u2013 und setzt an ihre Stelle die apodiktische Behauptung.<\/p>\n<p><strong>Verschaltung von Ignoranz und Arroganz<\/strong><\/p>\n<p>Inwiefern sind die K\u00fcnste, ist die Literatur notwendig f\u00fcr eine m\u00fcndige, d.h. sich selbst reflektierende Gesellschaft? Haben sie eine besondere F\u00e4higkeit, die <em>gap<\/em> zu bedenken, also Differenzen, Ungleichheiten und Br\u00fcche darzustellen? In Kants Schrift <em>Was ist Aufkl\u00e4rung?<\/em> sind die Vorm\u00fcnder schlecht beleumundet, es sind solche, die ihre Abh\u00e4ngigen mundtot machen \u2013 die sich wiederum aus Bequemlichkeit und Denkfaulheit damit zufriedengeben. Aber ein Vormund kann auch zur M\u00fcndigkeit anleiten, indem er Kritik, Distanz und Engagement zusammendenkt. K\u00fcnstlerisch gestaltete Weltwahrnehmung kann das, solange jedenfalls, wie sie nicht zum reinen Spekulationsobjekt (bildende Kunst) \u00f6konomisiert oder auf industriell erzeugte Unterhaltungsformate reduziert wird.<\/p>\n<p>Die M\u00fcndigkeit der Kunstschaffenden auf der einen Seite und der Rezipienten auf der anderen zeigt sich im Wissen um die Funktion von Kunst und Kultur als unersetzliches Wahrnehmungskorrektiv und als Instanz der Selbstreflexion vitaler demokratischer Gesellschaften. Solche Kunstschaffenden und Kunstgenie\u00dfer sind keine Follower auf der Suche nach Klonen ihrer selbst. In der Mechanik des Followers ergibt sich eine folgenreiche Verschaltung von Ignoranz und Arroganz: Was ich nicht wei\u00df \u2013 und derjenige, dem ich folge \u2013, lohnt sich nicht zu wissen. Der m\u00fcndige B\u00fcrger, der m\u00fcndige Leser, der m\u00fcndige K\u00fcnstler dagegen l\u00e4sst Unsicherheiten und Ungewissheiten zu, er wei\u00df, dass die <em>gap<\/em> auch immer auf das noch zu Erreichende, auf Defizite hinweist, er wei\u00df, dass nichts sofort l\u00f6slich ist, er wei\u00df, dass Einmischung mehr ist als das blo\u00dfe Vermischen fertiger Zutaten alias Parolen. Wer den kurzen Prozess haben will, wird die <em>gap<\/em> nicht zum Innehalten, zur Kritik und zur Ver\u00e4nderung nutzen k\u00f6nnen, sondern darin stecken bleiben.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? 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Promotion (phD) 1993 an der Graduate School der City University of New York. Seit 1985 freie Schriftstellerin; seitdem zahlreiche literarische Ver\u00f6ffentlichungen. U.a. \\\"Eden Plaza\\\" (2002), \\\"Nach den Kriegen\\\" (2004), \\\"Die Helligkeit der Nacht. Ein Journal\\\" (2009). Zuletzt, 2016, den Abenteuerroman \\\"Die Witwen\\\" (Jung und Jung), der f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominiert war. Seit 2004 leitet sie das \u201eStudio Literatur und Theater\u201c der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und ist Mitglied der \u201eBayerischen Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste\u201c\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/dagmar-leupold\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Mut zur L\u00fccke - Vernunft und die m\u00fcndige Gesellschaft","description":"Meinungsbildung war gestern. Heute liken wir oder werden zu Followern. 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Promotion (phD) 1993 an der Graduate School der City University of New York. Seit 1985 freie Schriftstellerin; seitdem zahlreiche literarische Ver\u00f6ffentlichungen. U.a. \"Eden Plaza\" (2002), \"Nach den Kriegen\" (2004), \"Die Helligkeit der Nacht. Ein Journal\" (2009). Zuletzt, 2016, den Abenteuerroman \"Die Witwen\" (Jung und Jung), der f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominiert war. Seit 2004 leitet sie das \u201eStudio Literatur und Theater\u201c der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und ist Mitglied der \u201eBayerischen Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste\u201c","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/dagmar-leupold\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/06\/freitext-nachdenken.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1079"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7536"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7549,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7536\/revisions\/7549"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}