{"id":7674,"date":"2018-08-03T06:00:56","date_gmt":"2018-08-03T04:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=7674"},"modified":"2018-08-03T11:00:02","modified_gmt":"2018-08-03T09:00:02","slug":"istanbul-bosporus-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2018\/08\/03\/istanbul-bosporus-europa\/","title":{"rendered":"Das Schweigen ist ein lauter Ruf"},"content":{"rendered":"<p><strong>An der Bosporuspromenade sitzen Familien. Man angelt und grillt. \u00dcber Politik wird nicht gesprochen. Ich bin fremd in Istanbul und finde hier doch, was in Europa fehlt. <\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_7694\" aria-describedby=\"caption-attachment-7694\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7694 size-large\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2018\/08\/freitext-istanbul-1024x576.jpg\" alt=\"Istanbul: Das Schweigen ist ein lauter Ruf\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/08\/freitext-istanbul-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/08\/freitext-istanbul-620x349.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2018\/08\/freitext-istanbul-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7694\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ozan Kose\/AFP \/ Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Ich bin in Istanbul, nun schon den achten Monat. Ich kenne verschiedene Jahreszeiten, kenne die Mimosen, Hortensien, den bl\u00fchenden Judasbaum, reife Feigen auf dem Glasdach der Bushaltestelle, unreife Haseln\u00fcsse von der Schwarzmeerk\u00fcste. Ich kenne sogar das Unkraut und ich wei\u00df, wie der Staub riecht. Ich kenne den Winterwind und die feuchthei\u00dfen St\u00fcrme des Sommers. Vor kaltem Regen fliehe ich manchmal in ein Teehaus und die M\u00e4nner fragen sich, was sie mit dieser Ausl\u00e4nderin anstellen sollten \u2013 ihr einen hei\u00dfen Tee bringen, eine weiche Katze, einen Stuhl? <!--more-->Aus einem Tee werden drei und dann kommt manchmal ein St\u00fcck Sonne und die neuen Gesichter \u00fcbernehmen das Bild einer ganzen Welt. Der eine hat vier S\u00f6hne, der andere baut in Smyrna, wieder ein anderer bewacht in der Nacht das holl\u00e4ndische Konsulat.<\/p>\n<p>Jetzt sitzen wieder vielk\u00f6pfige Familien an der Bosporuspromenade auf mitgebrachten bunten Teppichen. Man angelt und grillt. Jungs springen ins Wasser, V\u00e4ter und Gro\u00dfv\u00e4ter schauen zu. Vielleicht k\u00f6nnen sie gar nicht schwimmen. Die M\u00e4dchen sitzen bei ihren M\u00fcttern und Gro\u00dfm\u00fcttern. Einige fahren Rollschuh oder sehen sich YouTube-Videos auf ihrem Smartphone an. Andere verdienen sich ein paar Lira dazu und verkaufen Tee und Nescaf\u00e9 aus Thermoskannen.<\/p>\n<h2>Hinab in die Unterwelt<\/h2>\n<p>Es gibt Liebespaare, die sich bei der Hand halten. Es gibt Frauen, deren Schleier nur einen Augenblick erlaubt. Die Augen sind sch\u00f6n, denke ich, manchmal funkeln sie, manchmal sehen sie traurig aus. Aber was wei\u00df ich schon, denke ich, wenn ich unter meinen gro\u00dfen Kopfh\u00f6rern die Promenade entlang gehe. Eine halbe Stunde in die eine Richtung, eine halbe Stunde in die andere Richtung. Dann sitze ich auf einer Bank und sehe den Schiffen hinterher, der <em>Delta<\/em>, der <em>Odessa<\/em>, der <em>Kiel<\/em> und der riesigen <em>Hongkong Express<\/em>. Delfine folgen den Schiffen, sie retten Arion vor den Piraten. Wo ist die Kamera? Schick mir keine Delfinbilder mehr, bekomme ich als Nachricht. Im September werden die Delfine wie ich verschwunden sein.<\/p>\n<p>\u00dcber Istanbul l\u00e4sst sich viel schreiben, es gibt an jeder Ecke einen Anfang. Ich war in einem Hinterhof, man muss dort eine rostige Bodenklappe \u00f6ffnen, man steigt vorbei an M\u00fcll und verwesenden Ratten viele Stufen in die Unterwelt hinab und steht unversehens in einer byzantinischen Zisterne. Ein paar M\u00e4nner, die rund um die unscheinbare Klappe eben noch mit nichts als Tee und Zigaretten besch\u00e4ftigt waren, haben sich uns angeschlossen. Sie staunen. Die Wasserversorgung sei hier immer schon ein Thema gewesen, sagt mein Freund Kenan, die Herren Forchheimer und Strzygowski h\u00e4tten bereits um 1900 in Konstantinopel nach byzantinischen Wasserbeh\u00e4ltern gesucht und dar\u00fcber ein Buch geschrieben. Heute jedoch sei das Problem der Wasserversorgung durch den Pr\u00e4sidenten gel\u00f6st worden, das sei sein Verdienst, wenn auch es wohl sein einziger bleiben werde. Dann schweigt er \u00fcber Politik. Das Schweigen ist ein lauter Ruf. Man spricht vom verhungerten Verstand. Man zuckt die Schultern. Alle wollen wieder an die Luft. Man schl\u00e4gt sich die K\u00f6pfe blutig an den Resten der byzantinischen S\u00e4ulentrommeln.<\/p>\n<p>Im Osmanischen Reich h\u00e4tten hier alle S\u00f6hne und T\u00f6chter der W\u00fcsten und Berge vereint gelebt \u2013 friedlich, sagt Kenan. Zu diesem Frieden kann man unterschiedlicher Auffassung sein, sage ich. Kenan \u00fcberh\u00f6rt das. Mit Atat\u00fcrk kam das T\u00fcrkentum, sagt er. Mustafa Kemals Portr\u00e4t begegnet mir \u00fcberall. Wo ich auch hinkomme, Atat\u00fcrk ist schon da. Das wird sich \u00e4ndern, sagt Kenan. Es \u00e4ndert sich schon.<\/p>\n<h2>Ich nenne ihn Pasolini<\/h2>\n<p>Wir gehen tanzen. Auf D\u00e4chern, in der Hitze. Manchmal geht der Strom aus. Es ist dunkel und die Musik geht weiter. Man singt laut und falsch. Man schwitzt. Und pl\u00f6tzlich klebt der Schwei\u00df des anderen an dir. Das ist gut. Und du denkst, auch der Mensch ist ein Wirbeltier.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen begegnen mir kleine Kinder in den Stra\u00dfen, sie sprechen Arabisch und sie streunen herum. Was tun diese Kinder hier ganz allein und zu dieser Uhrzeit? Es sind syrische Kinder, bekomme ich zur Antwort, es gibt sie. Es gibt sie, wiederhole ich immer wieder im Kopf. Es gibt sie.<\/p>\n<p>Ich gehe \u00fcber die eine Br\u00fccke, \u00fcber die zweite, \u00fcber die dritte. Stra\u00dfenhunde mit riesigen K\u00f6pfen, gut organisiert, gut informiert, begleiten mich. Besonders einer hat es mir angetan. Ich nenne ihn Pasolini. Sein Blick sagt, wir kennen uns schon lange. Auch hier wird geangelt. Ein innerer Auftrag, immer wieder tagein, tagaus diese Fische aus dem Wasser zu ziehen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht auf eine Sardine trete, die zuckend, um ihr kleines Leben k\u00e4mpfend auf dem Boden liegt.<\/p>\n<h2>Das fremde Kind ist mir ganz nah<\/h2>\n<p>Auf der Istiklal spielen drei M\u00e4nner ein Lied. Es ist zu fr\u00fch. Niemand h\u00f6rt ihnen zu. Sie spielen f\u00fcr sich. Sie weinen f\u00fcr sich. Es ist ein Lied aus Kurdistan. Es ist ein Lied aus Anatolien. Es ist ein Lied vom Balkan. Mein Geld wollen sie nicht. Sie spielen f\u00fcr sich. Sie singen vom Kranich. Kraniche bauen ihre Nester in den B\u00e4umen, und brennt der Baum, verlassen die Kraniche den brennenden Baum nicht. Sie bleiben sitzen und verbrennen.<\/p>\n<p>Ich bin sp\u00e4t dran. Das Durcheinander von Bussen und Bahnen macht mir Kopfschmerzen. Der Bus ist voll. Alle stehen. Ich sitze und eine junge Mutter setzt mir ihr Kind auf den Scho\u00df. Sie tut es schweigend und selbstverst\u00e4ndlich. Das fremde Kind ist mir ganz nah. Ich rieche den Morgen im Kindergarten im Haar des Kindes. Nein, das passiert mir in Deutschland nicht, denke ich. Niemand w\u00fcrde jemandem, weil der Bus voll ist, sein Kind anvertrauen. Vielleicht ist das das Problem Europas, denke ich. Die Mutter nimmt das Kind wieder von meinem Scho\u00df. Sie m\u00fcssen aussteigen. Schade, sage ich leise. Die Mutter l\u00e4chelt. Ich glaube, die Farbe des Kopftuchs nennt man Mauve.<\/p>\n<p>Meine Zeit ist fast um. Einige Tage habe ich noch. Das Licht ist hell. Die Luft ist salzig. Ich bin eine Fremde. Nichts kann ich sagen \u00fcber die Stadt. Nur weg will ich nicht.<\/p>\n<p>_______________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Es gibt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Bosporuspromenade sitzen Familien. Man angelt und grillt. \u00dcber Politik wird nicht gesprochen. 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