{"id":1664,"date":"2010-11-23T19:08:06","date_gmt":"2010-11-23T18:08:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/gruenegeschaefte\/?p=1664"},"modified":"2010-11-23T19:08:06","modified_gmt":"2010-11-23T18:08:06","slug":"eine-portion-risiko-bitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/gruenegeschaefte\/2010\/11\/23\/eine-portion-risiko-bitte\/","title":{"rendered":"Eine Portion Risiko, bitte!"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Verdana,Helvetica,Arial;\"> <\/span><\/p>\n<p>Trotz aller Qualit\u00e4tssiegel, Reinheitsgarantien und N\u00e4hrwert-Angaben gehen die Verbraucher davon aus, dass ihr Essen Risiken bergen kann. Das belegt das aktuell ver\u00f6ffentlichte <a href=\"http:\/\/www.efsa.europa.eu\/de\/riskcommunication\/riskperception.htm?wtrl=01\">Eurobarometer 2010<\/a>. Die Studie listet akribisch auf, wor\u00fcber Verbraucher in 27 L\u00e4ndern sich beim Essen sorgen. Befragt wurden knapp 27.000 Personen, die die Sichtweise von 500 Millionen europ\u00e4ischen Konsumenten repr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Jeder dritte Europ\u00e4er ist\u201esehr beunruhigt\u201c \u00fcber Pestizide in Obst und Gem\u00fcse, R\u00fcckst\u00e4nde von Tierarzneien wie Antibiotika in Fleisch oder Schadstoffe wie Quecksilber in Fisch. Addiert man diejenigen dazu, die immerhin \u00a0noch \u201eziemlich beunruhigt\u201c sind, misstrauen schon sieben von zehn Europ\u00e4er dem Angebot im Supermarkt.<\/p>\n<p>Im Bewusstsein der Verbraucher sehr pr\u00e4sent sind vor allem Pestizide, die eher ein langfristiges Gesundheitsrisiko darstellen. Weitaus weniger sorgen sich die Europ\u00e4er um akute Risiken wie Allergien oder bakterielle<br \/>\nInfektionen wie Salmonellen in Eiern. Die BSE-Angst \u2013 beim letzten Eurobarometer 2005 noch ein Spitzenreiter \u2013 ist v\u00f6llig abgeflaut.<\/p>\n<p>Zugelegt haben die Bedenken \u00fcber krude Aromenmixturen, Farbstoffe, Konservierungsmittel und andere Zus\u00e4tze in moderner Industriekost (25 Prozent, plus drei Prozent). Noch nicht angekommen in den K\u00f6pfen scheinen dagegen die neuen Risiken wie der Einsatz der Nanotechnik in Lebensmitteln oder scheinbar Unspektakul\u00e4res wie <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/gruenegeschaefte\/2010\/11\/02\/zu-bunt-getrieben\/\">Gifte, die in Verpackungen<\/a> stecken. Man mag also dar\u00fcber streiten, wie versiert die Verbraucher die Risiken ihres Speisezettels einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Wer erwartet hat, dass die Esser sich um ihr Gewicht sorgen, irrt. Kaum etwas beunruhigte die Befragten weniger als m\u00f6gliche Dickmacher.<\/p>\n<p>Europaweit am entspanntesten sehen die Menschen in Finnland ihre Nahrung (3 Prozent), dicht gefolgt von den D\u00e4nen (5 Prozent). Sympathisch ist, dass die Befragten sich nicht nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen, sondern auch um das der Tiere, die sie essen. Artgerechte Tierhaltung ist vor allem den Frauen wichtig.<\/p>\n<p>Ein reduziertes Verbraucherbild, was davon ausgeht, dass die Esser sich nur f\u00fcr Fett, Salz und Zucker interessieren, ist offenbar \u00fcberholt. Das ist eine Botschaft, die auch den Nahrungsmittelkonzernen zu denken geben sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz aller Qualit\u00e4tssiegel, Reinheitsgarantien und N\u00e4hrwert-Angaben gehen die Verbraucher davon aus, dass ihr Essen Risiken bergen kann. Das belegt das aktuell ver\u00f6ffentlichte Eurobarometer 2010. Die Studie listet akribisch auf, wor\u00fcber Verbraucher in 27 L\u00e4ndern sich beim Essen sorgen. Befragt wurden knapp 27.000 Personen, die die Sichtweise von 500 Millionen europ\u00e4ischen Konsumenten repr\u00e4sentieren. 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