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FC St. Pauli

Nicht ärgern!

 

FC St. Paulis Kapitän Lasse Sobiech vergibt in Bochum einen Elfmeter. Das Remis ist aus Hamburger Sicht trotzdem in Ordnung – und die beherzte Kontertaktik lässt hoffen.

Es fing an mit einem langen Ball von Jan-Philipp Kalla. Der Mittelfeldspieler versuchte, Bochums Torhüter aus großer Entfernung zu überwinden. Andreas Luthe parierte, aber fortan entwickelte sich ein offensiv geführtes Spiel, das ständig von einer Hälfte zur anderen wogte. So sehr, dass mich das Rewirpowerstadion an diesem Freitagabend an ein Gezeitenbecken erinnerte. Die Taktik des FC St. Pauli dabei: mit lang geschossenen Bällen aus der Abwehr heraus schnell umschalten.

Die von Trainer Ewald Lienen vorgebende Strategie führte schnell zur Führung: In der zehnten Minute verlängerte Lennart Thy einen der langen Bälle auf Marc Rzatkowski. Der Ex-Bochumer lief sofort in den Strafraum und flankte auf Kalla, der mit dem Kopf in die rechte Torecke traf.

Die Bochumer boten im Gegenzug ihren befürchteten Offensivfußball an. Immer wieder tauchten sie mit ihren groß gewachsenen Offensivspielern im Strafraum des FC St. Pauli auf und vollführten dabei sehenswerte Ball- und Kopfballstafetten über viele Stationen. Unsere Verteidiger sahen dabei das eine oder andere Mal überfordert aus.

Folgerichtig war es dann auch ein solcher Hin-und-Her-Angriff, der zum Ausgleich in der 12. Spielminute führte. Abgeschlossen wurde er vom bärenstarken Simon Terodde. Nachdem unser Torhüter Robin Himmelmann den ersten Schuss eines anderen Bochumers noch abwehren konnte, war es der Ex-Unioner, der den Ball ins Netz beförderte.

Verharrten die Spieler des FC St. Pauli in der Vorwoche gegen den SC Freiburg noch oft in der eigenen Spielhälfte, konterten sie im Spiel gegen Bochum entschlossener. Immer wieder führten weite Bälle zu diagonalen Anspielen in den Strafraum.

In der 67. Minute gelangte eine dieser Flanken zu Jeremy Dudziak, den nur noch ein Foul stoppen konnte. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Elfmeter. Kapitän Lasse Sobiech wuchtete ihn allerdings über das Bochumer Tor.

Es blieb beim Unentschieden. Glücklicherweise, muss man sagen. Denn zum Ende der Begegnung hin belagerten die Bochumer pausenlos den Strafraum des FC St. Pauli. Am gefährlichsten wurde es in der 75. Minute, als Jan Šimůnek einen Volleyschuss abgab – und dieser an der Torlatte landete.

Auch wenn das Unentschieden am Ende ein wenig schmeichelhaft war: Kontern die Spieler um Marc Rzatkowski weiter so beherzt und schnell, ist der nächste Sieg nicht weit entfernt. Vielleicht gelingt er ja schon am nächsten Spieltag gegen die Fortuna vom Rhein.

 

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