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Wochenrückblick

Tschüss, bis zum Frühjahr

 

Eine Regierungserklärung von Olaf Scholz, das Treffen der Jungen Union und die letzte Segelregatta des Jahres: ein Überblick über die Ereignisse der vergangenen Woche.

Mitte der zurückliegenden Woche gab Olaf Scholz eine der wichtigsten Regierungserklärungen seiner Amtszeit ab, wenn nicht sogar die wichtigste. Thema: die Flüchtlingssituation. In der mit Spannung erwarteten Rede blieb der Bürgermeister meist im Allgemeinen. Er nahm zu Beginn Bezug auf Hamburgs ersten gewählten Nachkriegsbürgermeister Max Brauer. Tenor: Die Stadt hat schon größere Probleme in den Griff bekommen. Zudem dankte Scholz allen Helfern und betonte erneut, dass Olympiabewerbung und Flüchtlingshilfe kein Widerspruch seien. Der Bürgermeister gab das Ziel aus, Obdachlosigkeit zu vermeiden, weshalb weiter Massenunterkünfte nötig seien. Im Dezember solle es zudem zu einem Forum kommen, bei dem sich verschiedene Helfergruppen austauschen und die weiteren Schritte diskutieren könnten. Scholz sagte:

"Wir erleben gerade überall – in der Verwaltung, bei den Hilfsorganisationen, bei den Ehrenamtlichen – eine Durchhaltefähigkeit über Wochen und Monate, die beeindruckt und die wir in den kommenden Jahren weiterhin benötigen werden. Wir werden daher am 18. Dezember zum ersten Mal das Forum Flüchtlingshilfe veranstalten, um diesen breiten Resonanzraum gesellschaftlicher Unterstützung noch besser zu fassen."

Kritik kam, wenig überraschend, von den Oppositionsparteien. Die Linke forderte stärkere dezentrale Unterbringung, die CDU mehr Einsatz des Bürgermeisters und die FDP gab zu Protokoll, dass sich Olaf Scholz erst viel zu spät überhaupt zum Thema äußere.

Unter anderem um die Flüchtlingspolitik ging es auch beim Deutschlandtag der Jungen Union. Der fand von Freitag bis Sonntag in Hamburg statt. Zu Gast waren unter anderem Kanzlerin Merkel sowie der Generalsekretär der CSU, Andreas Scheuer. Merkel wurde dabei freundlicher empfangen als noch vor einigen Tagen von ihren Parteifreunden im Osten. Kritik an ihrer Politik, verbunden mit dem Wunsch nach einer strikteren Asylpolitik, wurde vom Unionsnachwuchs dennoch geäußert. Die Junge Union beschloss die sogenannte Hamburger Erklärung. Der Bundesvorsitzende Paul Ziemiak sagte dazu, man unterstütze ausdrücklich den Kurs der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingskrise. Gleichzeitig fordere man jedoch auch eine Obergrenze für Asylbewerber.

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Am Samstag fand zum 32. Mal die Alsterglocke statt. Mehr als 500 Segler aus verschiedenen norddeutschen Segelclubs waren dabei. Etwa 80 Boote nahmen an einem Staffellauf auf der Außenalster teil. Die Segler verabschieden sich in Hamburg damit traditionell in den Winter.

Noch lange nicht in die Winterpause verabschieden sich die Fußballer. Nach der Länderspielpause standen am Wochenende wieder Liga-Spiele an. Der HSV empfing zum zweiten Mal Ex-Mitspieler Hakan Çalhanoğlu als Gegner. Als er mit seinen Leverkusener Vereinskollegen aufwärmte, um als Einwechselspieler zum Einsatz zu kommen, bewarfen ihn HSV-Fans mit Bechern, die Ersatzspieler mussten auf die andere Seite des Platzes wechseln. Im eigentlichen Spiel war weniger los: Es fielen keine Tore. Deren sechs gab es dafür beim Spiel des FC St. Pauli bei Union Berlin. Nach mehrfachen Führungswechseln hatten schlussendlich die Berliner das letzte Wort und erzielten in der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich.

Einen durchaus überraschenden Sieg gab es hingegen für die Hamburg Towers. Nach drei sieglosen Spielen in Folge empfingen die Basketballer in Wilhelmsburg Rasta Vechta, die wie im Vorjahr mit einer Vielzahl an Fans anreisten. Die Niedersachsen haben sich im Sommer deutlich verstärkt und gelten als Aufstiegskandidat. In der Inselparkhalle gab es für sie dennoch wieder eine Niederlage. Mit einer guten Mannschaftsleistung schafften die Hamburg Towers den 82:74-Derbysieg. Man scheint in Wilhelmsburg wohl wieder auf dem richtigen Weg zu sein, nachdem Trainer Attarbashi zuletzt viele sprichwörtliche Baustellen ausmachte.

Eine tatsächliche Baustelle gibt es in Eimsbüttel: Die Osterstraße wird umgestaltet. Am Donnerstag fand dafür ein symbolischer Spatenstich statt. In zwei Bauabschnitten wird voraussichtlich bis Mitte 2017 am neuen Konzept gearbeitet.

Apropos Zeit: Am kommenden Wochenende wird die Uhr wieder umgestellt. Genießen Sie also die wohl letzten Tage des Jahres, an denen Sie im Hellen von der Arbeit, der Universität oder der Schule nach Hause kommen!