{"id":1924,"date":"2014-08-26T12:45:06","date_gmt":"2014-08-26T10:45:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/?p=1924"},"modified":"2014-08-26T18:06:22","modified_gmt":"2014-08-26T16:06:22","slug":"ausstellung-heiko-mueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/ausstellung-heiko-mueller\/","title":{"rendered":"Pop-Surrealismus und Lowbrow f\u00fcr Hamburg"},"content":{"rendered":"<p><em>Der Maler Heiko M\u00fcller wird von Galerien in den USA, Italien und Spanien vertreten, jetzt stellt er erstmals allein in seiner Heimat Hamburg aus. Warum erst jetzt?<\/em><\/p>\n<p>Die Galerie <a href=\"http:\/\/www.feinkunst-krueger.de\/\" target=\"_blank\">Feinkunst Kr\u00fcger<\/a> und der K\u00fcnstler <a href=\"http:\/\/www.heikomueller.de\/\" target=\"_blank\">Heiko M\u00fcller<\/a> sind bereits seit \u00fcber zehn Jahren eng miteinander verbunden. M\u00fcller hat in dieser Zeit nicht nur an zahlreichen\u00a0Gruppenausstellungen der legend\u00e4ren Hamburger Galerie teilgenommen, sondern auch gemeinsam mit dem Galeristen Ralf Kr\u00fcger eine eigene Ausstellungsreihe geschaffen: die seit 2006\u00a0j\u00e4hrlich stattfindende \u00a0&#8222;Don&#8217;t Wake Daddy&#8220;-Show.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_1926\" aria-describedby=\"caption-attachment-1926\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1926\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Balz-580x580.jpg\" alt=\"Heiko M\u00fcller: Balz (2014), \u00d6l auf Leinwand, 40 x 40 cm. (Foto Heiko M\u00fcller)\" width=\"580\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Balz-580x580.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Balz-220x220.jpg 220w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Balz.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1926\" class=\"wp-caption-text\">Heiko M\u00fcller: Balz (2014), \u00d6l auf Leinwand, 40 x 40 cm. (Foto Heiko M\u00fcller)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die beiden holen hierf\u00fcr die besten europ\u00e4ischen und amerikanischen K\u00fcnstler der Stilrichtungen Pop-Surrealismus und Lowbrow nach Hamburg. Fast unvorstellbar, dass es angesichts dieser engen Zusammenarbeit erst jetzt zur ersten Einzelausstellung von Heiko M\u00fcller bei Feinkunst Kr\u00fcger kommt: Am 6. September er\u00f6ffnet er hier seine Schau <em>Glades<\/em>.<\/p>\n<p>Es hat \u00fcber zehn Jahre gedauert, bis einer der popul\u00e4rsten Hamburger Maler der vergangenen Jahre endlich seine wundervollen, phantasiereichen und immer auch leicht psychedelischen Werke ohne Begleitung anderer K\u00fcnstler bei Feinkunst Kr\u00fcger zeigt. &#8222;Eine Einzelausstellung zu machen bedeutet gro\u00dfen Zeitaufwand. Da ich nie viele Bilder auf Lager habe, h\u00e4tte ich f\u00fcr eine Einzelausstellung viele Anfragen f\u00fcr Gruppenausstellungen ablehnen und mich viele Monate in mein Atelier zur\u00fcckziehen m\u00fcssen&#8220;, sagt Heiko M\u00fcller. Auch weil er ein geselliger Mensch sei, seien ihm bisher Gruppenausstellungen wichtiger gewesen. Einige davon sehe er immer noch als seine bedeutsamsten Schauen an \u2014 etwa die Kooperationen mit den K\u00fcnstlern Femke Hiemstra, Fred Stonehouse oder Henning Kles, die alle bei Feinkunst Kr\u00fcger zu sehen gewesen seien.<\/p>\n<p>Heiko M\u00fcller ist in den vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Ralf Kr\u00fcger auch international sehr\u00a0erfolgreich geworden: Er wird von Galerien in den USA, Italien und Spanien vertreten, seine Bilder sind in unz\u00e4hligen Publikationen erschienen und er hat Sammler auf der ganzen Welt. \u2028\u2028&#8220;Da ich inzwischen auch in anderen Galerien kleinere Einzelausstellungen gemacht habe, gingen mir irgendwann Ralf gegen\u00fcber die Argumente aus&#8220;, sagt M\u00fcller mit einem Augenzwinkern. Vor zwei Jahren habe er dem Galeristen versprochen, bei ihm eine Einzelausstellung zu machen. Bereits Anfang 2013 begann er mit der Arbeit an den Bildern f\u00fcr <em>Glades<\/em>; seine\u00a0Malerei ist h\u00f6chst detailreich und aufw\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Aus \u00d6lfarben entstehen \u00fcber Wochen zumeist kleinformatige Werke, die aber an Dichte oft nicht zu \u00fcbertreffen sind. Sein Stil ist unverwechselbar \u2014 ein echter Heiko M\u00fcller besticht durch seine Tiefe: Bei n\u00e4herem Hinsehen ist viel mehr zu entdecken, als die\u00a0Bilder auf den ersten Blick offenbaren. &#8222;Im Grunde schwanke ich ja meistens\u00a0zwischen Realismus, Surrealismus, Expressionismus und Impressionismus hin und her&#8220;, sagt M\u00fcller. Er will sich nicht einordnen lassen. Seine Einfl\u00fcsse sind vielschichtig: Er m\u00f6ge Natur und Tiere, aber auch Comics und unheimliche Filme, alte Illustrationen, M\u00e4rchen, Surrealismus und alte fl\u00e4mische Malerei. Und er finde Cy Twombley und Mike Kelley gro\u00dfartig. Wirklich wichtig sei ihm am Ende nur eines: &#8222;Ich male nur das, was ich liebe.&#8220;<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_1927\" aria-describedby=\"caption-attachment-1927\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1927\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Bear-and-Falcon-580x580.jpg\" alt=\"Heiko M\u00fcller: B\u00e4r und Falke (2014), \u00d6l auf Leinwand, 40 x 40 cm. (Foto Heiko M\u00fcller)\" width=\"580\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Bear-and-Falcon-580x580.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Bear-and-Falcon-220x220.jpg 220w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/08\/Bear-and-Falcon.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1927\" class=\"wp-caption-text\">Heiko M\u00fcller: B\u00e4r und Falke (2014), \u00d6l auf Leinwand, 40 x 40 cm. (Foto Heiko M\u00fcller)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Der amerikanische Pop-Surrealismus und die sogenannte Lowbrow-Kunst sind sicherlich akzeptable Versuche, M\u00fcllers Arbeit mit einem Label zu versehen. Immerhin: Er wird in den USA als einer der ganz wenigen deutschen Maler von Fans und Protagonisten dieser Kunstrichtungen hoch verehrt. Er selbst dagegen bezeichnet das, was er auf die Leinwand bringt, allerdings eher als &#8222;Assoziativen Realismus&#8220;. Egal wie man M\u00fcllers Kunst nun einordnet: Er hat gemeinsam mit Galerist Kr\u00fcger seit Jahren sehr gro\u00dfen Erfolg \u2014 seine Bilder verkaufen sich hervorragend.<\/p>\n<p>Pop-Surrealismus und Lowbrow \u2014 im Ursprungsland USA sind diese Stile schon l\u00e4nger sehr erfolgreich, aber auch im traditionell weitaus konservativeren Kunst-Deutschland sind sie zuletzt unglaublich popul\u00e4r geworden. M\u00fcllers Meinung nach hat das vor allem mit dem Durchhalteverm\u00f6gen von ihm und Ralf Kr\u00fcger zu tun: &#8222;In vielen anderen deutschen St\u00e4dten haben Galerien versucht, die Aufmerksamkeit der Sammler auf Lowbrow und Pop Surrealism zu lenken und haben meines Erachtens zu fr\u00fch aufgegeben&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Als Beispiel nennt er die amerikanische Top-Galeristin <a href=\"http:\/\/www.mkgallery.com\/\" target=\"_blank\">Merry Karnowsky<\/a>: Die habe vor einigen Jahren in Berlin eine Niederlassung aufgemacht und dann nur wenige Monate durchgehalten. Anscheinend dachte sie, das w\u00fcrde einschlagen wie eine Bombe, sagt M\u00fcller. Man brauche einfach Geduld, um die Sehgewohnheiten der Kunstinteressierten langsam an Neues zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Geduld, das scheint eine der gro\u00dfen Tugenden des Hamburger Malers zu sein. Immerhin hat es ja auch ein Jahrzehnt gedauert, bis es zu einer umfassenden Einzelausstellung gekommen ist. In diesem an H\u00f6hepunkten so reichen Kunstherbst ist Heiko M\u00fcllers Ausstellung <em>Glades<\/em> definitiv ein Termin, den man nicht verpassen darf.<\/p>\n<p>Heiko M\u00fcller: GLADES<br \/>\nVernissage: 6. September 2014, 20 Uhr<br \/>\nAusstellung vom 7. &#8211; 27.09.2014<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.feinkunst-krueger.de\/\" target=\"_blank\">Feinkunst Kr\u00fcger<\/a>, Kohlh\u00f6fen 8, Hamburg-Neustadt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maler Heiko M\u00fcller wird von Galerien in den USA, Italien und Spanien vertreten, jetzt stellt er erstmals allein in seiner Heimat Hamburg aus. Warum erst jetzt? Die Galerie Feinkunst Kr\u00fcger und der K\u00fcnstler Heiko M\u00fcller sind bereits seit \u00fcber zehn Jahren eng miteinander verbunden. 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