{"id":2985,"date":"2015-02-11T17:10:56","date_gmt":"2015-02-11T16:10:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/?p=2985"},"modified":"2015-02-12T12:38:51","modified_gmt":"2015-02-12T11:38:51","slug":"eckensteher-ottensen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/eckensteher-ottensen\/","title":{"rendered":"Mit Tulpen gegen die Tristesse"},"content":{"rendered":"<p><em>Wie tickt Hamburg? Um das herauszubekommen, hat sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hafentelegramm.com\" target=\"_blank\">Lea L\u00fcdemann<\/a>\u00a0einen Tag lang vor das Familieneck in Ottensen\u00a0gestellt. Ihre Eindr\u00fccke in Bild, Text und Ton<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">&#8222;Hallo. Hallo! HALLO! Alles klar?!&#8220;, raunt mir ein Teenager, um die 16 Jahre alt, mit schielendem Blick, dicken Brillengl\u00e4sern und azurblauem Jogger bekleidet, zu. Kommt immer n\u00e4her, streckt mir seine Hand entgegen, bis sie nur noch Zentimeter von meinem Gesicht entfernt ist. Was hat er vor? Soll, kann, darf ich seine Hand wegschlagen, mich umdrehen? Er h\u00e4lt inne, zieht die Hand zur\u00fcck. Geht weiter. Bleibt stehen, dreht sich um und fragt erneut, nicht ohne eine Spur Aggressivit\u00e4t in der Stimme: &#8222;Alles klar?&#8220; &#8222;Ja-a&#8220;, antworte ich z\u00f6gerlich. Er geht weg.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2987 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/8-580x430.png\" alt=\"eckensteher-zeit-ottensen-familieneck\" width=\"580\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/8-580x430.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/8.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Ich atme durch, schaue mich um. Ich stehe am Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen, hinter mir das Familieneck, im Sommer Treffpunkt f\u00fcr heitere Trinkgelage auf den B\u00e4nken davor und bekannt f\u00fcr sonnt\u00e4gliche Tatort-Ausstrahlungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">[soundcloud url=&#8220;https:\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/189086884&#8243; params=&#8220;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;166&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; \/]<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber von der Bar, auf der anderen Stra\u00dfenseite, steht ein Wohnhaus, dessen Fassade von einem Bauger\u00fcst fast vollkommen verdeckt ist. Wie so oft, wenn ich Bauger\u00fcste sehe, frage ich mich: Wo sind blo\u00df die Bauarbeiter? Weiter links von mir sehe ich einen trashig wirkenden Asia-Supermarkt, seinen Namen kann ich beim besten Willen nicht lesen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2989 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/6-580x386.png\" alt=\"zebrastreifen-ottensen-familieneck-stra\u00dfe-eckensteher-mitvergnuegenhh\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/6-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/6.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf dem Alma-Wartenberg-Platz trinken, wie meistens, ein paar angetrunkene M\u00e4nner und eine Frau Schnaps und Bier. Sie unterhalten sich lautstark. Ein kleiner Hund wuselt um sie herum, blickt mir hoffnungsvoll entgegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2990 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/10-580x386.png\" alt=\"hund-hamburg-alma-wartenberg-platz-hamburg-ottensen-eckensteher-zeit\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/10-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/10.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Daneben dann: ein kleiner Funken Behaglichkeit in dieser Tristesse. Das Aurel, knallrot angemalt, mit blauen Fensterl\u00e4den. Davor bunte St\u00fchle, Wolldecken und Tische mit ein paar Tulpen drauf. Trotz der zwei Grad plus, die an diesem Donnerstagnachmittag im Januar f\u00fcr Atemhauch vor meinem Mund sorgen, sitzen Raucher und Leute mit Kaffee dort dr\u00fcben, dick eingepackt in Jacken, M\u00fctzen und Schals.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2991 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/3-580x386.png\" alt=\"familieneck-ottensen-strassze-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/3-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/3.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch kehren wir zur\u00fcck zu meinem Standpunkt. Ich mag diese Ecke in Altona, mit ihr verbinde ich laue Sommern\u00e4chte mit Stra\u00dfenbier, bunte, g\u00fcnstige Blumen vom Blumenladen ohne Namen neben dem Aurel, und spontane Treffen mit Freunden, die, wie ich, in der N\u00e4he wohnen. &#8222;Treffen wir uns am Platz?&#8220;, fragen wir und suchen dann Caf\u00e9s, Bars oder Parks im Viertel auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2992 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/1-580x386.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/1-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/1.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jetzt, um 14.45 Uhr an diesem Donnerstag im Januar, sieht es hier anders aus: Der Himmel ist wolkenverhangen und der Tag neigt sich schon wieder seinem Ende entgegen. Ich blicke auf ein monotones Nebeneinanderher von Abl\u00e4ufen und Aktivit\u00e4ten und f\u00fchle mich einsam. Menschen, die in die eine oder in die andere Richtung unterwegs sind, blicken nicht auf, um ihr Gegen\u00fcber ins Auge zu nehmen. V\u00f6llig versunken in ihre eigenen Gedanken setzen sie einen Fu\u00df vor den anderen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2993 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/7-580x386.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/7-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/7.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Ort wirkt trist, obgleich Schulkinder ihren Eltern auf dem Nachhauseweg aufgeregt vom Tag erz\u00e4hlen, und junge M\u00fctter schwungvoll Kinderwagen vor sich herschieben. Ich bin entmutigt von &#8222;meinem Platz&#8220;, den ich sonst mit so viel Lebensqualit\u00e4t verbinde. Gleichzeitig wei\u00df ich, dass sich diese d\u00fcstere Stimmung f\u00fcr mich nur ergibt, weil ich innehalte. W\u00fcrde ich zum Einkaufen vorbeischlendern, fiele mir nichts auf.<\/p>\n<p>Um mich herum legen sich Ger\u00e4usche zu einem dissonanten Mischmasch \u00fcbereinander: Autos, Schritte, Schl\u00fcsselklirren, der 150er Bus. Kinderstimmen, Fahrradklingeln, Telefongespr\u00e4che. Selbst die Autos scheinen sich auf die Wintermelancholie eingestellt zu haben, sie sind fast alle in dunklen Farben lackiert: Auf einen schwarzen VW Sharan folgt ein dunkelgrauer BMW, auf einen schlammfarbenen Smart folgt ein dunkelblauer VW-Bus. Dann erscheint ein Polizist, der vor zwei vor dem Asia-Supermarkt haltenden Autos inneh\u00e4lt, seinen Block z\u00fcckt und mit gleichg\u00fcltigem Gesicht Strafzettel unter die Regenwischer klemmt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/9.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2994 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/9-580x386.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/9-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/9.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drei junge Frauen n\u00e4hern sich mir, jede von ihnen mit einem Strau\u00df Blumen in der Hand. Schon hebt sich meine Laune. Ich komme nicht umhin, sie anzusprechen. Anne, Djenna und Priscilla sind Freundinnen und gerade auf dem Weg, ein Sandwich essen zu gehen. Vor Langem h\u00e4tten sie sich f\u00fcr den Nachmittag verabredet, erz\u00e4hlen sie. Obgleich sie alle im Viertel wohnten, w\u00fcrden sie es doch viel zu selten schaffen, sich zu sehen. Und warum die Blumen? &#8222;Waren g\u00fcnstig \u2013 und so sch\u00f6n!&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2995 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/5-580x386.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/5-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/5.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erheitert wage ich die paar Schritte r\u00fcber auf den Alma-Wartenberg-Platz, hin zu den Bier und Schnaps trinkenden M\u00e4nnern und der Frau. Ob ich ein paar Fragen stellen d\u00fcrfte, frage ich, und w\u00e4hrend sich zwei von ihnen zu abf\u00e4lligen Kommentaren veranlasst sehen und sich wegdrehen, antwortet einer freundlich: klar!<\/p>\n<p>[soundcloud url=&#8220;https:\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/189086902&#8243; params=&#8220;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;166&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; \/]<\/p>\n<p>Warum sie sich hier treffen w\u00fcrden, frage ich und Rico, 1987 nach Hamburg gekommen, sagt, dass &#8222;dit ne Jewohnheit sei&#8220;. Er wohne in der N\u00e4he, und treffe sich nach Feierabend hier regelm\u00e4\u00dfig mit Leuten auf ein Bier. Die kr\u00e4ftigen Z\u00fcge aus dem Flachmann seiner Kollegen l\u00e4sst er unkommentiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2996 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/11-580x430.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/11-580x430.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/11.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob denn jeder dazusto\u00dfen d\u00fcrfe, m\u00f6chte ich wissen, und wieder sagt er: klar! Und f\u00fcgt leicht lallend hinzu: &#8222;Also manschmal sortiern wa aus, wenn jemand n\u00fcscht passt, aber eijentlich sind dit hier imma die Jleischen.&#8220;<\/p>\n<p>[soundcloud url=&#8220;https:\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/189086887&#8243; params=&#8220;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;166&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; \/]<\/p>\n<p>Dann klingelt Ricos Handy, ein Modell, das an die sp\u00e4ten Neunziger erinnert, doch er dr\u00fcckt den Anruf weg. Schaut hoch, strahlt die Fotografin und mich an, und lacht: &#8222;Ihr Zwee seid jetz wischtijer, ne?&#8220;<\/p>\n<p>Ein Blick r\u00fcber zum Aurel, neben dessen mit Blumen versehenen Kaffeetischchen sich nun, in Richtung Feierabend, eine Menschenschlange vor dem Blumenladen ohne Namen gebildet hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2997 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/2-580x430.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/2-580x430.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/2.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Angebot heute: 50 Tulpen f\u00fcr 8,50 Euro. Mich \u00fcberkommt jetzt das Gef\u00fchl, dass trotz Winter hier so schlecht doch alles gar nicht ist: Wo Schulkinder lachend nach Hause und Eltern mit Kinderwagen spazieren gehen, sich Freundinnen treffen und wo Leute selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt drau\u00dfen an mit Blumen gedeckten Tischen sitzen und es diese nebenan in 50-facher Ausf\u00fchrung zum Spottpreis gibt, da kann die Baustelle noch so verlassen, die Autos noch so laut und dunkel, der Himmel noch so grau sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2998 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/12-580x386.png\" alt=\"tafel-familieneck-ottensen-eckensteher\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/12-580x386.png 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2015\/02\/12.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nein, einsam ist es hier nicht \u2014 und die Tristesse, die mich trotz allem ausf\u00fcllt, l\u00e4sst sich, auch das erkenne ich nun, einzig und allein darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass sich dieser wolkig-graue Tag jetzt, um kurz nach 16 Uhr, bereits langsam, aber sicher der Nacht hingibt.<\/p>\n<p><em>Das Team von Mit Vergn\u00fcgen Hamburg hat sich schon an folgende Orten gestellt und sie multimedial festgehalten: <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/unter-der-sternbruecke\/\">Sternenbr\u00fccke<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/wandsbek-ist-mir-wurst\/\">Wandsbek,<\/a> <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/reeperbahn-talstrasse\/\">St. Pauli, <\/a><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/eckensteher-poppenbuettel\/\">Poppenb\u00fcttel,<\/a> <a href=\"http:\/\/bloghttp:\/\/zeit.de\/hamburg\/die-frauen-flanieren-bis-heute\/\">Jungfernstieg<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Bilder: Maria Kotylevskaja<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie tickt Hamburg? 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