{"id":974,"date":"2014-05-30T13:59:50","date_gmt":"2014-05-30T11:59:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/?p=974"},"modified":"2014-05-30T14:40:17","modified_gmt":"2014-05-30T12:40:17","slug":"pecha-kucha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/pecha-kucha\/","title":{"rendered":"&#8230; Pecha Kucha"},"content":{"rendered":"<p dir=\"ltr\"><em>Jeder Teilnehmer hat 20 mal 20 Sekunden Zeit, um seine Idee vorzustellen. Egal ob es um He-Man-Figuren, Seitan-W\u00fcrstchen oder Spenden f\u00fcr einen guten Zweck geht.<!--more--><\/em><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die Scheinwerfer sind auf Michael gerichtet. Er steht auf der B\u00fchne der Fabrik und erz\u00e4hlt, wie er mit Pfandbechern die Welt ein St\u00fcck besser machen m\u00f6chte. Er schw\u00e4belt stark und redet ziemlich schnell. Muss er auch, denn er hat nicht viel Zeit. Sechs Minuten, vierzig Sekunden, um genau zu sein. <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" \/><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das klingt erst einmal viel, ist es aber nicht. Vor allem nicht f\u00fcr Michael Fritz, der als Gr\u00fcnder von <a href=\"http:\/\/www.vivaconagua.org\/\">Viva Con Agua<\/a> auch abendf\u00fcllend \u00fcber Bioklos, Unterw\u00e4sche-Trampen und die vielen vielen anderen Spenden-Aktionen der NGO erz\u00e4hlen k\u00f6nnte. Doch der n\u00e4chste Speaker steht schon in den Startl\u00f6chern&#8230;<\/p>\n<p><figure style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"pecha_kucha\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/hamburg\/files\/2014\/05\/pecha_kucha-580x398.jpg\" width=\"580\" height=\"398\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Pecha Kucha in der Fabrik am 14. Mai 2014, Foto: Patrick Salmy<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p dir=\"ltr\">So l\u00e4uft das eben bei den <a href=\"http:\/\/www.pechakucha.org\/\">Pecha Kucha Nights<\/a>: mit Hilfe von 20 Powerpoint-Folien, die jeweils genau 20 Sekunden stehen bleiben, kann hier jeder vor Publikum \u00fcber seine pers\u00f6nliche Herzensangelegenheit sprechen \u2013 welche auch immer das sein mag. Diese ziemlich straffe Vortragstechnik kommt aus Japan und ist dazu gedacht, der Langeweile der Zuh\u00f6rer vorzubeugen, dem \u201edeath by powerpoint\u201c-Syndrom. Pecha Kucha Nights gibt es weltweit in vielen St\u00e4dten und sie funktionieren so gut, dass das Publikum den Veranstaltern die Bude einrennt. Nicht verwunderlich, denn das Ganze ist \u00fcberraschend, kurzweilig und extrem unterhaltsam.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Da ist eine Jungimkerin, die vom Bienensterben berichtet, ein Kunsthistoriker, der \u00fcber seine He-Man-Figuren-Sammlung plaudert, <a href=\"http:\/\/www.seitanisten.de\/\">Seitan-grillende BWL-Studenten<\/a>, ein sehr unterhaltsamer Einblick in die <a href=\"http:\/\/www.hanseatische-materialverwaltung.de\/\">Hanseatische Materialverwaltung<\/a> und immer wieder viele, die sich f\u00fcr den guten Zweck einsetzen. Und jedes Mal Linda Salicka, die durch den Abend f\u00fchrt und den Nerv\u00f6seren unter den Speakern die Hand h\u00e4lt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die Hamburger Studentin Linda Salicka stolperte in Frankfurt in eine Pecha Kucha Night und war begeistert. So sehr, dass sie zusammen mit Janka Riedel-Lorj\u00e9 \u00fcber Nacht ein Konzept schrieb, das sie sich offiziell von den japanischen Erfindern abnicken lie\u00dfen \u2013 und los ging\u2019s mit den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/PechaKuchaHamburg\">Pecha Kucha Nights Hamburg<\/a>. Ihre Premiere gaben die zwei vor einem Jahr im Haus 73. Ohne viel Werbung, aber direkt mit 200 Besuchern, obwohl sich die zwei schon \u00fcber 30 Besucher gefreut h\u00e4tten. Von Mal zu Mal wurden es mehr. Zuletzt war die St. Johanniskirche mit 500 Leuten bis auf den letzten Platz besetzt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Offensichtlich haben Linda und Janka einen Nerv bei den Hamburgern getroffen: wahre Geschichten von echten Menschen, das alles non-profit und mit jeder Menge freiwilliger Helfer. Denn genau darum geht es: keine Akquise-Veranstaltungen, kein Business-Quatsch, sondern Leute, die etwas auf die Beine gestellt haben und hier einen Ort finden, um davon zu berichten und andere mit ihren Ideen anzustecken.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">In der Fabrik wurde gerade das einj\u00e4hrige Jubil\u00e4um mit viel Konfetti und ein paar bekannten Gesichtern aus der Pecha Kucha Familie gefeiert. Der He-Man-Fan <a href=\"http:\/\/streetartmag.wordpress.com\/\">Sebastian Hartmann<\/a> zum Beispiel, der sich nicht nur f\u00fcr Plastikfiguren interessiert, sondern auch auf Street-Art-Walks durch Hamburg f\u00fchrt. Oder der Fotograf <a href=\"http:\/\/www.derkevin.com\/Kevin%20McElvaney%20-%20Photographer%20-%20Latest.html\">Kevin McElvaney<\/a>, der sich mit seiner Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/1553038414922545\" target=\"_blank\">AGBOGBLOSHIE<\/a> gegen illegale Transfers von Elektro-Schrott nach Afrika engagiert. Neu auf der B\u00fchne waren der K\u00fcnstler und Musiker <a href=\"http:\/\/elfenmaschine.de\/\">Sven Myer<\/a>, der das Publikum durch kollektives Brummen in Stimmung brachte, und <a href=\"http:\/\/derdichtefuerst.de\/\">Christian Dittloff<\/a>, aka &#8222;Der dichte F\u00fcrst&#8220;, der h\u00f6chst kunstvoll \u00fcber das Verliebtsein dichtete.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die n\u00e4chste Pecha Kucha Night wird dann im Herbst stattfinden. Und wer eine gute Idee im \u00c4rmel hat, die er schon immer mal einem geneigten Publikum vorstellen wollte, kann sich gern bei Linda melden. Wir sind gespannt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Teilnehmer hat 20 mal 20 Sekunden Zeit, um seine Idee vorzustellen. 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