{"id":1426,"date":"2010-02-26T14:19:35","date_gmt":"2010-02-26T13:19:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=1426"},"modified":"2010-02-26T14:33:33","modified_gmt":"2010-02-26T13:33:33","slug":"leute-gebt-mehr-geld-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426","title":{"rendered":"Leute, gebt mehr Geld aus!"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich mir die <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/02\/PD10__061__811,templateId=renderPrint.psml\" target=\"_blank\">detaillierten Zahlen f\u00fcr das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal<\/a> ansehe, die am Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurden, komme ich, wie sonst auch immer, zu der nicht sehr originellen Erkenntnis, dass es mal wieder an der Binnennachfrage gehapert hat: real minus 2,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal, minus 3,2 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert, und Stagnation seit inzwischen zehn Jahren. Wenn der Export nicht w\u00e4re! Der Wachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels zum realen BIP war +2,0 Prozentpunkte, womit er den neuerlichen Einbruch der Inlandsnachfrage genau ausglich. Insgesamt ergab sich f\u00fcr das reale BIP im Vorquartalsvergleich ein Nullwachstum. Der Abstand zum vierten Quartal 2008 betrug immer noch minus 2,4 Prozent.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Inl_Verwendung_Kettenindex_09Q4.gif\" alt=\"Grafik: Reale Inl\u00e4ndische Verwendung - 09Q4\" title=\"Reale Inl\u00e4ndische Verwendung - 09Q4\" width=\"400\" height=\"325\" class=\"alignnone size-full wp-image-1430\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Inl_Verwendung_Kettenindex_09Q4.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Inl_Verwendung_Kettenindex_09Q4-300x243.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Schlimmer noch: Das BIP lag um nicht weniger als 5,6 Prozent unter seinem zyklischen Hoch vom ersten Quartal 2008. Unterstellt, das mittelfristige Produktionspotential Deutschlands w\u00e4chst noch mit einer j\u00e4hrlichen (mickrigen) Rate von einem Prozent, hei\u00dft das, dass wir es mit einer L\u00fccke von 7,5 Prozent zu tun haben &#8211;  n\u00e4mlich zwischen dem, was tats\u00e4chlich produziert wurde, und dem, was ohne Kapazit\u00e4tsprobleme h\u00e4tte produziert werden k\u00f6nnen. Das ist ein Nachkriegsrekord, vermute ich.<\/p>\n<p>Kaum hatte der Aufschwung begonnen, ist er schon wieder ins Stocken geraten: +0,4 Prozent im zweiten Quartal, +0,7 Prozent im dritten, und Null im vierten. Nach einer tiefen Rezession sollte man erwarten, dass es mit gro\u00dfen Schritten aufw\u00e4rts geht, weil zum Einen alle wirtschaftspolitischen Ampeln auf Gr\u00fcn stehen und zum anderen die leergefegten Lager aggressiv aufgef\u00fcllt werden, sobald sich die Endnachfrage stabilisiert. Danach hatte es ja um die Jahresmitte 2009 ausgesehen.<\/p>\n<p>Gemessen am steilen Anstieg der Erwartungskomponente des Ifo-Index h\u00e4tte das BIP in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres eigentlich nicht stagnieren, sondern weiter expandieren m\u00fcssen. Die befragten Unternehmer blicken, wie dem Schaubild zu entnehmen ist, seit dem vergangenen Fr\u00fchjahr n\u00e4mlich immer optimistischer in die Zukunft. Nicht mal auf die bislang so stabile Korrelation kann man sich also verlassen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/ifo_Erwartungen_und_BIP_1002.gif\" alt=\"Grafik: Ifo-Erwartungen und BIP Wachstum\" title=\"Ifo-Erwartungen und BIP Wachstum\" width=\"400\" height=\"305\" class=\"alignnone size-full wp-image-1432\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/ifo_Erwartungen_und_BIP_1002.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/ifo_Erwartungen_und_BIP_1002-300x228.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn ich mir die Auftragseing\u00e4nge an das Verarbeitende Gewerbe ansehe, kann ich nur dar\u00fcber staunen, dass sich beim BIP so wenig tut. Die Orderb\u00fccher haben sich seit dem Fr\u00fchjahr real mit einer Jahresrate von rund 20 Prozent gef\u00fcllt &#8211; danach m\u00fcsste doch die Aufstockung der Lager in vollem Gang sein. M\u00fcsste! Im vierten Quartal kam es stattdessen zu einem kr\u00e4ftigen Abbau, was die Wachstumsrate des BIP f\u00fcr sich genommen um erstaunliche 1,2 Prozentpunkte vermindert hat. Mit anderen Worten, wenn sich der Lagerbestand einfach nicht ver\u00e4ndert h\u00e4tte, w\u00e4re das reale BIP gegen\u00fcber dem dritten Quartal kr\u00e4ftig gestiegen (statt zu stagnieren).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Wachstumsbeitrag_zum_BIP_mit_BIP_09Q4.gif\" alt=\"Grafik: Wachstumsbeitr\u00e4ge zum BIP Wachstum\" title=\"Wachstumsbeitrag_zum_BIP_mit_BIP_09Q4\" width=\"400\" height=\"400\" class=\"alignnone size-full wp-image-1433\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Wachstumsbeitrag_zum_BIP_mit_BIP_09Q4.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Wachstumsbeitrag_zum_BIP_mit_BIP_09Q4-150x150.gif 150w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Wachstumsbeitrag_zum_BIP_mit_BIP_09Q4-300x300.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2010\/Presse-10-011.html\" target=\"_blank\">Am Donnerstag gab es die neuen Arbeitsmarktzahlen<\/a>. Auch sie waren eigentlich ganz gut und w\u00fcrden zu einem einigerma\u00dfen robusten Wachstum des Sozialprodukts passen &#8211; im Januar und Februar gab es saisonbereinigt etwa genau so viele Arbeitslose wie im vierten Quartal, n\u00e4mlich 3,425 Millionen (Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent). Was den Arbeitsmarkt angeht, ist Deutschland trotz der tiefen Rezession bisher mit einem blauen Auge davongekommen. Die Besch\u00e4ftigung ist beispielsweise seit dem zyklischen Hoch vom Oktober 2008 bis zum Januar 2010 nur um 0,4 Prozent zur\u00fcckgegangen (auf 40,231 Millionen); in den USA betrug der R\u00fcckgang in diesem Zeitraum 4,4 Prozent (auf 138,333 Millionen). Bisher gibt es entgegen den meisten Vorhersagen keine Anzeichen daf\u00fcr, dass wir uns auf vier Millionen Arbeitslose zubewegen, oder gar auf die f\u00fcnf Millionen, die im M\u00e4rz 2005 gez\u00e4hlt wurden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Erwerbstaetige_und_Arbeitslose_1002.gif\" alt=\"Grafik: Erwerbst\u00e4tige und Arbeitslose in Deutschland - 1002\" title=\"Erwerbstaetige_und_Arbeitslose_1002\" width=\"400\" height=\"346\" class=\"alignnone size-full wp-image-1435\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Erwerbstaetige_und_Arbeitslose_1002.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Erwerbstaetige_und_Arbeitslose_1002-300x259.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Da der Arbeitsmarkt so stabil ist, k\u00f6nnte man erwarten, dass die Verbraucher etwas spendabler w\u00e4ren. Bereinigt um die Inflation waren ihre Ausgaben aber nicht h\u00f6her als im Sommer 2001, vor achteinhalb Jahren, und sie sind auch zwischendurch kaum viel gefallen oder gestiegen. (siehe \u00fcbern\u00e4chste Grafik)<\/p>\n<p>Die Lage am Arbeitsmarkt ist nat\u00fcrlich nicht alles. Wie sieht es mit den Einkommen aus? Die Nettol\u00f6hne und -geh\u00e4lter sind real vom Sommer 2001 bis zum Januar 2010 um 3,0 Prozent gesunken (!), die verf\u00fcgbaren Einkommen, die auch die Sozialeinkommen, die betrieblichen \u00dcbersch\u00fcsse und die Einkommen der Selbst\u00e4ndigen einschlie\u00dfen, sind (bis zum vierten Quartal) um 1,0 Prozent gestiegen, also eigentlich auch nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Tarifverdienste_und_verf_Einkommen_der_HH_09Q4.gif\" alt=\"Grafik: Tarifverdienste und verf\u00fcgbares Einkommen der Haushalte - 09Q4\" title=\"Tarifverdienste und verf\u00fcgbares Einkommen der Haushalte - 09Q4\" width=\"400\" height=\"335\" class=\"alignnone size-full wp-image-1437\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Tarifverdienste_und_verf_Einkommen_der_HH_09Q4.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Tarifverdienste_und_verf_Einkommen_der_HH_09Q4-300x251.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Ein anderer Aspekt dr\u00e4ngt sich bei der Analyse dieser Zahlen auf: Die Einkommensverteilung hat sich \u00fcber den Gesamtzeitraum hinweg deutlich zugunsten der Besserverdiener verschoben und damit zu Lasten der Bev\u00f6lkerungsschichten, die eine hohe Konsumquote haben, auch wenn das im Verlauf der Rezession (wegen des Gewinneinbruchs) etwas korrigiert worden ist. Es \u00fcberrascht nicht, dass die Sparquote Schritt f\u00fcr Schritt von 9,5 auf 11,4 Prozent gestiegen ist &#8211; in  kaum einem anderen  der gro\u00dfen Industriel\u00e4nder sparen die Haushalte so viel wie bei uns, und das schlie\u00dft Japan ein, den einstigen Sparweltmeister!<\/p>\n<p>Angesichts solcher Zahlen braucht sich niemand zu wundern, dass der private Verbrauch, der 2009 einen Anteil von 61,6 Prozent an der Binnennachfrage hatte, nicht anspringen will. Fragt sich nur, warum das so ist und wie sich das \u00e4ndern lie\u00dfe. H\u00f6here L\u00f6hne! sagen Heiner Flassbeck und die Gewerkschaften, Strukturwandel! sagen der Sachverst\u00e4ndigenrat und alle, die mal in Kiel studiert haben, die Steuern m\u00fcssen runter! dagegen die Supply Siders und die FDP. Was sage ich?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Konsum_Kettenindex_09Q4.gif\" alt=\"Grafik: Reale Konsumausgaben des Staates und der privaten Haushalte - 09Q4\" title=\"Reale Konsumausgaben des Staates und der privaten Haushalte - 09Q4\" width=\"400\" height=\"318\" class=\"alignnone size-full wp-image-1439\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Konsum_Kettenindex_09Q4.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Konsum_Kettenindex_09Q4-300x238.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Bevor ich das verrate, m\u00fcssen wir uns noch ansehen, was sich bei den anderen Komponenten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung getan hat. Bislang war der staatliche Konsum, auf den 20,6 Prozent der Binnennachfrage entfallen &#8211; Stichworte: Sozialleistungen, Lehrer, Polizisten, Bundeswehr -, f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse so etwas wie eine Konjunkturlokomotive. Von Sommer 2001 bis zum vierten Quartal 2009 war er real um 10,7 Prozent gestiegen und \u00fcbertraf seinen Vorjahresstand zuletzt um 2,7 Prozent. Zwar war es zwischen dem dritten und vierten Quartal vergangenen Jahres zu einem R\u00fcckgang von 0,6 Prozent gekommen, aber insgesamt haben unsere Politiker nicht das Gef\u00fchl, dass sie mit zu den Hauptverantwortlichen f\u00fcr die tiefe Rezession und die lahme Konjunkturerholung geh\u00f6ren. Ohne die einigerma\u00dfen anti-zyklischen und mittelfristig am Wachstum des Produktionspotentials ausgerichteten Ausgaben des Staates w\u00e4re Deutschland noch mehr von der Auslandsnachfrage abh\u00e4ngig. Vergessen wir nicht, dass unsere vertragstreue Regierung versucht, trotz der schwierigen Einnahmesituation das Maastricht-Kriterium von 3 Prozent Neuverschuldung einzuhalten, also zu sparen wo sie nur kann. Mehr auszugeben war einfach nicht drin, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Das klingt plausibel, allerdings nur auf den ersten Blick. Ich werde den Staat nicht so leicht davonkommen lassen. Auch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Am h\u00e4rtesten hatte es in der Rezession erwartungsgem\u00e4\u00df die Ausr\u00fcstungsinvestitionen getroffen, auf die (zusammen mit den sonstigen Anlagen) im Jahr 2009 8,1 Prozent der Binnennachfrage entfielen. Real lagen die Ausr\u00fcstungen im vierten Quartal um nicht weniger als 22,3 Prozent unter ihrem zyklischen H\u00f6chststand vom vierten Quartal 2007. Bis zuletzt haben sie sich nicht erholt (real -1,5 Prozent  im 4. gegen\u00fcber dem 3. Quartal): Einerseits sind die Gewinne in den vergangenen zwei Jahren nominal um 6,6 Prozent zur\u00fcckgegangen (Arbeitnehmerentgelt dagegen plus 2,8 Prozent), zum anderen ist die Kapazit\u00e4tsauslastung so niedrig wie seit Menschengedenken nicht mehr. Warum also neue Maschinen kaufen? Die Unternehmen hatten &#8211; und haben &#8211; vermutlich auch schlichtweg Angst davor, dass ihre Banken ihnen die Kreditlinien zusammenstreichen k\u00f6nnten. Deren Bilanzprobleme sind ja zur Gen\u00fcge bekannt. Cash is king, d\u00fcrften sich viele sagen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Investitionen_Kettenindex_09Q4.gif\" alt=\"Grafik: Reale Investitionsausgaben - 09Q4\" title=\"Reale Investitionsausgaben - 09Q4\" width=\"400\" height=\"318\" class=\"alignnone size-full wp-image-1441\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Investitionen_Kettenindex_09Q4.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Investitionen_Kettenindex_09Q4-300x238.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr viele Unternehmen sind zudem die Ertragschancen im Ausland einfach auch besser als im Inland, selbst wenn man ber\u00fccksichtigt, dass die Risiken h\u00f6her sind. Die ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkte expandieren rascher, und in manche kommt man nur, wenn man dort auch investiert. Das ist einer der Gr\u00fcnde, weswegen Deutschland der zweitgr\u00f6\u00dfte Nettokapitalexporteur ist, nach China (!). Abgesehen vom immer noch sehr armen China gibt es unter den wohlhabenden L\u00e4ndern zahlreiche andere, die gewisserma\u00dfen aus strukturellen Gr\u00fcnden Kapital exportieren, also stets einen Leistungsbilanz\u00fcberschuss haben, beispielsweise die Schweiz, alle skandinavischen L\u00e4nder, Holland, \u00d6sterreich, Japan, Hongkong, Singapur, Taiwan, Malaysia und S\u00fcdkorea. Das ist eine Gruppe von L\u00e4ndern, der man zumindest aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden gern angeh\u00f6ren m\u00f6chte: Sie haben allesamt geordnete Finanzen, behaupten sich gut an den Weltm\u00e4rkten, haben entweder bereits einen hohen Lebensstandard erreicht oder wachsen sehr rasch, und geh\u00f6ren nach Angaben von Transparency International zu den am wenigsten korrupten L\u00e4ndern. Der st\u00e4ndige Netto-Kapitalexport scheint ihnen nicht zu schaden. Das gilt, finde ich, auch f\u00fcr Deutschland, dessen Kapitalexporte, gemessen am Saldo der Leistungsbilanz, im Jahr 2009 120 Mrd. Euro ausmachten. Das waren 5 Prozent des BIP. So lange die internationalen Unterschiede bei den Einkommen und den Wachstumsraten gro\u00df sind, so lange wird Deutschland weiter netto Kapital ausf\u00fchren, was aber nicht hei\u00dft, dass es nicht auch weniger sein k\u00f6nnte als bisher &#8211; dann m\u00fcsste sich aber bei den anderen Komponenten der Binnennachfrage etwas in Richtung Expansion tun.<\/p>\n<p>Die Bauten sind bei uns, anders als in vielen anderen L\u00e4ndern, ein stabilisierendes Element im Konjunkturverlauf; auf sie entfielen im vergangenen Jahr 10,7 Prozent der Binnennachfrage. In dieser Beziehung k\u00f6nnen wir uns ausnahmsweise mal dar\u00fcber freuen, dass wir eine vergreisende Gesellschaft sind. Viel neuer Wohnraum wird nicht ben\u00f6tigt, und Spekulieren lohnt daher nicht (dann schon lieber US-Wertpapiere auf der Basis von Schrottimmobilien!). Zudem sind die Leerstandsraten bei Gewerbeimmobilien nach wie vor hoch.<\/p>\n<p>Einige Antworten auf die Frage, warum die Binnennachfrage denn so schwach ist, heute ebenso wie gestern, habe ich schon gegeben: stagnierende Realeinkommen, Verschiebung der Einkommensverteilung zugunsten der Besserverdienenden, steigende Sparquote, der Maastricht-Vertrag, nur m\u00e4\u00dfig steigender Bedarf an Wohnraum und Gewerbeimmobilien, starke Unterauslastung der Kapazit\u00e4ten. Das sind auch einige der Ansatzpunkte, wenn es darum geht, die Binnennachfrage nachhaltig auf einen steileren Wachstumspfad zu heben.<\/p>\n<p>Dass es nicht schlecht w\u00e4re, wenn die L\u00f6hne endlich real wieder rascher zunehmen w\u00fcrden, ist leider leichter gesagt als getan. Gerade haben die Gewerkschaften in der Metall- und Elektroindustrie einem zweij\u00e4hrigen Tarifvertrag zugestimmt, bei dem es vor allem um die Sicherung der Besch\u00e4ftigung geht. K\u00fcrzere Arbeitszeiten ohne vollen Lohnausgleich sind Teil des Gesamtpakets. Insgesamt haben die Arbeitnehmer schon seit Jahren keine starke Verhandlungsposition. Solange die Grenzen offen sind, konkurrieren die Arbeiter von Opel mit denen in Korea, und die verdienen nur einen Bruchteil der deutschen L\u00f6hne. Was also tun? Kurzfristig l\u00e4sst sich nicht viel machen, da uns Handelsrestriktionen gerade noch gefehlt haben. Mindestl\u00f6hne w\u00e4ren hilfreich, sie m\u00fcssten aber einhergehen mit einer Qualifizierungsoffensive der Arbeiter, die diese L\u00f6hne erhalten sollen &#8211; sonst haben wir, wie in Frankreich oder Spanien, eine Jugendarbeitslosenquote von 25 Prozent.<\/p>\n<p>St\u00e4rkere, auch staatliche, Anstrengungen zur Verbesserung der beruflichen Bildung sind ohnehin der K\u00f6nigsweg zu h\u00f6heren L\u00f6hnen und robusterem Konsum. Warum bewegen sich die Gewerkschaften nicht in diese Richtung? Es darf beispielsweise nominell keine Arbeitslosen geben: Wer seinen Job verliert, sollte umgehend in die Weiterbildung, so etwas wie Schulpflicht f\u00fcr Arbeitslose, und ruhig auf Kosten der Allgemeinheit. So wie sich gerade herauszustellen scheint, dass die Kosten der Kurzarbeit f\u00fcr den Staat niedriger sind als wenn die Betroffenen arbeitslos geworden w\u00e4ren, so ist es vermutlich billiger, Geld in die Umschulung zustecken als einfach jeden Monat Geld zu \u00fcberweisen, ganz abgesehen davon, dass dadurch die Qualit\u00e4t des sogenannten Humankapitals verbessert wird, von der unser Wohlstand entscheidend abh\u00e4ngt. Weiterbildung darf allerdings nicht bedeuten, dass jeder, der einmal arbeitslos war, am Ende einen Gabelstaplerf\u00fchrerschein besitzt: Wo besteht echter Bedarf, und zwar nicht nur heute, sondern auf lange Sicht?<\/p>\n<p>Die Einkommensverteilung k\u00f6nnte auch mal wieder einen Schubs in Richtung mehr Gleichheit vertragen, etwa durch h\u00f6here Freibetr\u00e4ge bei der Einkommensteuer, eine Senkung der Mehrwertsteuer (aber Wiedereinf\u00fchrung des Regelsatzes bei Hotel\u00fcbernachtungen!), die Gleichbehandlung aller Einkommensarten (keine Bevorzugung der Kapitaleink\u00fcnfte oder der b\u00e4uerlichen Einkommen), finanziert durch h\u00f6here Steuern auf Heiz\u00f6l, Diesel, Kerosin und den CO2-Verbrauch allgemein (auch hier bitte eine Gleichbehandlung!) und die allm\u00e4hliche Abschaffung der umweltzerst\u00f6renden Pendlerpauschale. Und bitte weiter CDs mit den Daten von Steuerfl\u00fcchtlingen kaufen! Selten wurde das Geld der Steuerzahler so produktiv angelegt.<\/p>\n<p>Wenn die Kapazit\u00e4ten so unterausgelastet sind wie jetzt, muss der Staat schon sehr starke Anreize bieten, damit mehr investiert wird. Auf alle F\u00e4lle muss vermieden werden, dass Br\u00fccken ins Nirgendwo oder noch mehr H\u00e4user gebaut werden. Wie gesagt, unser Wohlstand h\u00e4ngt davon ab, wie es um unser Humankapital bestellt ist: Daher ist es wichtig, in Kinderg\u00e4rten, Schulen, Universit\u00e4ten und Forschung und Entwicklung zu investieren, aber nicht, wie die Amerikaner sagen, in bricks and mortar, sondern ins Personal. Vielleicht die Bundeswehr verkleinern, stattdessen mehr Kinderg\u00e4rtnerinnen einstellen und den Stipendientopf f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studenten kr\u00e4ftig auff\u00fcllen, um nur mal unsystematisch aufzulisten, wie die Priorit\u00e4ten zu setzen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Es muss auch nicht einfach hingenommen werden, dass das staatliche Defizit nicht gr\u00f6\u00dfer sein darf. Abgesehen davon, dass die 3-Prozentgrenze nicht von zentraler Bedeutung f\u00fcr den Fortbestand der W\u00e4hrungsunion ist, muss sich die staatliche Neuverschuldung nicht zuletzt an der gesamtwirtschaftlichen Outputl\u00fccke orientieren. Wenn die bei 7 Prozent liegt und das Defizit bei 3 Prozent, kann man die Finanzpolitik &#8211; ich vereinfache &#8211; nicht als expansiv bezeichnen. Genau das brauchen wir aber, wenn auch nur vor\u00fcbergehend. Wenn die Wirtschaft wieder l\u00e4uft und die Finanzpolitiker das Ziel solider Finanzen weiterhin ernst nehmen, wovon man in Deutschland ausgehen darf, werden sowohl die Defizite als auch die Schuldenquote sehr rasch zur\u00fcckgehen. Man sollte nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2331819&#038;\" target=\"_blank\">Thomas Mayer von der Deutschen Bank hat sich vor einigen Tagen von meinem Mitblogger Robert von Heusinger zu der Aussage hinrei\u00dfen lassen, dass es f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung hilfreich w\u00e4re, wenn die Produktivit\u00e4t nicht so rasch zun\u00e4hme<\/a>. Richtig so! Um was es geht, ist, dass Arbeitslose in Arbeit kommen, auch wenn es eine wenig produktive ist. Das ist allemal besser, als nichts zu tun. Der Gesamtoutput nimmt zu, aber die durchschnittliche Produktivit\u00e4t sinkt. Macht nichts, so erkl\u00e4rt sich ja auch das kleine deutsche Besch\u00e4ftigungswunder der vergangenen zwei Jahre. Besser w\u00e4re nat\u00fcrlich, wenn die Arbeitslosen vorneweg eine Ausbildung in einem einigerma\u00dfen zukunftstr\u00e4chtigen Job bek\u00e4men.<\/p>\n<p>Fehlt noch was? Nat\u00fcrlich die Geldpolitik! H\u00e4tte sie mehr f\u00fcr die St\u00e4rkung der Binnennachfrage tun k\u00f6nnen? Sie h\u00e4tte, wenn auch nicht f\u00fcr die deutsche allein. Ihr Ziel lautet ja, die Inflation bei knapp unter 2 Prozent zu stabilisieren. Dass wir nach wie vor weit unter diesem Ziel liegen und vermutlich auch liegen werden (es sei denn der Euro verliert noch einmal 10 Prozent) akzeptiert die EZB nicht als Aufforderung, die Zinsen weiter zu senken &#8211; die mittelfristigen Inflationserwartungen l\u00e4gen ja genau in der Zielregion. Es m\u00fcsste doch erst einmal ausprobiert werden, ob die Inflationserwartungen tats\u00e4chlich in die H\u00f6he schie\u00dfen w\u00fcrden, wenn der Refinanzierungssatz auf 0,25 Prozent gesenkt w\u00fcrde &#8211; in den USA hat sich da auch nichts getan, als die Fed Funds Rate auf diesen Satz gesenkt wurde und gleichzeitig die Wirtschaft mit deutlich mehr Zentralbankgeld geflutet wurde als im Euroraum. Im \u00dcbrigen gibt es so etwas wie eine Nullgrenze bei den Zinsen nicht &#8211; wenn niemand Geld ausgeben will, muss im Notfall die Ersparnis durch negative Zinsen verringert werden. Na ja, ich will nicht \u00fcbertreiben. Es w\u00fcrde schon helfen, wenn die exit strategy f\u00fcr eine Weile auf Eis gelegt w\u00fcrde. Warten wir doch, bis die Inflation wirklich zu traben beginnt (dazu bedarf es aber ganz anderer Lohnsteigerungen als die, die jetzt in der Pipeline sind).<\/p>\n<p>Wenn ich zu guter Letzt mal ein bisschen esoterischer werden darf: Die Binnennachfrage l\u00e4sst sich auch dadurch ankurbeln, dass die Politik versucht, die terms of trade zu verbessern, also den Euro real aufzuwerten. Die Exporte w\u00fcrden tendenziell zur\u00fcckgehen, die Einfuhren steigen, ebenso wie die Realeinkommen (durch einen R\u00fcckgang der Verbraucherpreise). Wenn die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und damit die Besch\u00e4ftigung dadurch nicht ernsthaft Schaden nimmt, kann die Binnennachfrage anspringen. Gut gebr\u00fcllt, L\u00f6we, aber geht das eigentlich? Es geht, wenn es zuvor eine kr\u00e4ftige Abwertung gegeben hat (wie jetzt beispielsweise) und die Spekulanten \u00fcberwiegend Short-Positionen in Euro halten. Das sogenannte Eurosystem k\u00f6nnte dann in bew\u00e4hrter (Bundesbank-) Manier Dollar auf den Markt werfen und dadurch den Wechselkurstrend umkehren. Es geht auch ohne Zinserh\u00f6hungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich mir die detaillierten Zahlen f\u00fcr das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal ansehe, die am Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurden, komme ich, wie sonst auch immer, zu der nicht sehr originellen Erkenntnis, dass es mal wieder an der Binnennachfrage gehapert hat: real minus 2,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal, minus 3,2 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert, und Stagnation seit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":61,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-1426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konjunktur-und-wirtschaftspolitik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Leute, gebt mehr Geld aus! - Herdentrieb<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Leute, gebt mehr Geld aus! - Herdentrieb\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wenn ich mir die detaillierten Zahlen f\u00fcr das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal ansehe, die am Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurden, komme ich, wie sonst auch immer, zu der nicht sehr originellen Erkenntnis, dass es mal wieder an der Binnennachfrage gehapert hat: real minus 2,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal, minus 3,2 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert, und Stagnation seit [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Herdentrieb\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2010-02-26T13:19:35+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2010-02-26T13:33:33+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/02\/Inl_Verwendung_Kettenindex_09Q4.gif\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dieter Wermuth\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@zeitonline\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@zeitonline\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Dieter Wermuth\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426\",\"name\":\"Leute, gebt mehr Geld aus! - Herdentrieb\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website\"},\"datePublished\":\"2010-02-26T13:19:35+00:00\",\"dateModified\":\"2010-02-26T13:33:33+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/cded255e8a7893fa16565de10e59b891\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/26\/leute-gebt-mehr-geld-aus_1426#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Leute, gebt mehr Geld aus!\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/\",\"name\":\"Herdentrieb\",\"description\":\"So funktioniert Kapitalismus. 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