{"id":1591,"date":"2010-03-24T15:29:03","date_gmt":"2010-03-24T14:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=1591"},"modified":"2010-03-24T16:00:57","modified_gmt":"2010-03-24T15:00:57","slug":"goldman-sachs-die-bubble-machine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591","title":{"rendered":"Goldman Sachs, die &#8222;Bubble Machine&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Vor kurzem wurde ich auf einen Artikel \u00fcber Goldman Sachs aufmerksam gemacht, der im Juli vergangenen Jahres auf der Website des <em>Rolling Stone Magazine<\/em>, also einer f\u00fcr Leute wie mich ziemlich obskuren Publikation, erschienen war. Hauptbotschaft: Die Goldm\u00e4nner sind \u00fcberall, vor allem da, wo in der Politik die finanziell relevanten Entscheidungen getroffen werden, sie haben entscheidend an allen amerikanischen Finanzblasen seit 1929 mitgewirkt, dabei unglaublich viel Geld verdient &#8211; und haben es nicht, anders als die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, verloren, als die Blasen schlie\u00dflich platzten.<!--more--><\/p>\n<p>Eine lesenswerte Polemik, mit Schaum vor dem Mund geschrieben, gespickt mit Verbalinjurien, wie alle Verschw\u00f6rungstheorien stellenweise stark \u00fcbertrieben und vereinfachend, nat\u00fcrlich auch einseitig, aber insgesamt gut informiert und schl\u00fcssig argumentiert. F\u00fcr alle, die in Parlamenten, Notenbanken und Aufsichtsbeh\u00f6rden dabei sind, eine neue, weniger krisenanf\u00e4llige Finanzarchitektur zu entwerfen, sollte die Lekt\u00fcre von Matt Taibbis &#8222;<a href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/politics\/story\/29127316\/the_great_american_bubble_machine\" target=\"_blank\"><em>The Great American Bubble Machine<\/em><\/a>&#8220; Pflicht sein. Das Treiben der Investment Banken wird selten genauer unter die Lupe genommen, weil die Materie &#8211; anders etwa als Umweltzerst\u00f6rung, die Formel 1 oder Hartz IV &#8211; nicht leicht zug\u00e4nglich ist und ihre Vertreter stets \u00e4u\u00dferst seri\u00f6s und kompetent auftreten. Taibbi will das \u00e4ndern, denn &#8222;wenn Amerika ein Sp\u00fclbecken ist, in dem sich das Wasser um den Abfluss dreht, dann ist Goldman Sachs der Abfluss.&#8220; Das ist nat\u00fcrlich ein unappetitliches Bild, wie einige andere auch, und es erleichtert nicht gerade die Akzeptanz seiner Botschaft bei den gebildeten St\u00e4nden.<\/p>\n<p>Dennoch ist die Schlussfolgerung ernst zu nehmen: Wir haben es zu tun mit einer &#8222;bedauerlichen L\u00fccke im demokratischen Kapitalismus westlicher Pr\u00e4gung, dessen zentrale Steuerungsparameter freie M\u00e4rkte und freie Wahlen sind; niemand hatte je daran gedacht, dass organisierte Gier einer dezentralen Demokratie in finanziellen Angelegenheiten stets \u00fcberlegen ist&#8220;, oder, um es in der Terminologie der \u00d6konomen auszudr\u00fccken, dass es im Finanzsektor regelm\u00e4\u00dfig und nicht nur zuf\u00e4llig zu sogenannten externen Effekten zulasten Dritter kommt. Nur durch strenge Regeln und Auflagen k\u00f6nnen diese Effekte verhindert oder zumindest gemildert werden &#8211; am besten international abgestimmt.<\/p>\n<p>Goldman Sachs ist nicht gleichzusetzen mit dem Finanzsektor insgesamt, aber es ist die profitabelste, gr\u00f6\u00dfte und &#8222;innovativste&#8220; Bank der Welt, und seit dem Ausscheiden und Schrumpfen wichtiger Konkurrenten ist sie einflussreicher denn je. Wer Wall Street sagt, hat vor allem Goldman Sachs im Sinn. Anderthalb Jahre, nachdem die Bank vom Staat vor dem Konkurs gerettet wurde, konnte sie schon wieder einen Jahresgewinn von 13,4 Milliarden Dollar sowie im Durchschnitt je Mitarbeiter Geh\u00e4lter und Boni von fast 500.000 Dollar vermelden, kaum weniger als im Bubble-Jahr 2007 (diese Zahlen finden sich in Taibbis j\u00fcngstem Artikel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/politics\/story\/32255149\/wall_streets_bailout_hustle\" target=\"_blank\"><em>Wall Street&#8217;s Bailout Hustle<\/em><\/a>&#8222;, der am 4. M\u00e4rz in der amerikanischen Printausgabe von Rolling Stone erschien). Goldman Sachs ist der Primus inter pares der sechs amerikanischen Megabanken &#8211; die anderen sind Bank of America, JP Morgan Chase, Citigroup, Wells Fargo und Morgan Stanley.<\/p>\n<p>In einem neuen Buch von Simon Johnson und James Kwak (der eine vom MIT, der andere ein ex-McKinsey-Mann) werden diese Institute als neue Oligarchen bezeichnet. Oligarchen schw\u00e4chen die Demokratie und verhindern einen echten Wettbewerb: &#8222;&#8230; mit ihren guten Beziehungen und ihren Spenden sind sie in der Lage, Gesetze und Regulierungen in ihrem Sinne zu beeinflussen.&#8220; Da sie, wie selbst &#8222;Maestro&#8220; Alan Greenspan einsieht, inzwischen &#8222;too big to fail&#8220; sind, sollten sie in kleinere Einheiten zerlegt werden. Das Aufbrechen von Standard Oil im Jahre 1911 oder der IG Farben nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich im Nachhinein als sehr positiv erwiesen. (Das Buch hei\u00dft &#8222;<a href=\"http:\/\/www.randomhouse.com\/catalog\/display.pperl?isbn=9780307379054\" target=\"_blank\"><em>13 Bankers: The Wall Street Takeover and the Next Financial Meltdown<\/em><\/a>&#8220; und ist bei Pantheon erschienen.)<\/p>\n<p>Ich hatte am 4. November einen Gastartikel in der <em>B\u00f6rsen-Zeitung<\/em> geschrieben, der sich mit der Frage besch\u00e4ftigte, warum insbesondere die amerikanischen Banken so au\u00dferordentlich profitabel sind, warum zeitweise etwa 40 Prozent aller Unternehmensgewinne in den USA auf den Finanzsektor entfielen (vgl. die beigef\u00fcgte Graphik), warum der Wettbewerb nicht funktionierte, und zu welchen Fehlallokationen volkswirtschaftlicher Ressourcen es dadurch kam. Es handelt sich um ein gravierendes und im Grunde strukturelles Marktversagen an einer zentralen Stelle der Volkswirtschaft. &#8222;Die Banken m\u00fcssen auf ihre Kernaufgaben zur\u00fcckgestutzt werden und d\u00fcrfen nie mehr die Steuerzahler oder die Wirtschaftspolitik in Geiselhaft nehmen.&#8220; Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Leider gibt es immer wieder, und fast zwangsl\u00e4ufig, die sogenannte <em>regulatory capture<\/em>, bei der die Aufseher und Gesetzgeber nach einer Weile auf einmal im Boot derjenigen sitzen, die sie beaufsichtigen sollen. Das passiert vor allem dann, wenn die Materie kompliziert ist &#8211; wie etwa bei derivativen Produkten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/03\/FinProfitShares_1950-09Q3.gif\" alt=\"Grafik: Gewinne des US-Finanzsektors - 1950-2009Q3\" title=\"Gewinne des US-Finanzsektors - 1950-2009Q3\" width=\"400\" height=\"312\" class=\"alignnone size-full wp-image-1593\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/03\/FinProfitShares_1950-09Q3.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/03\/FinProfitShares_1950-09Q3-300x234.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Matt Taibbi: Er schildert anhand der Geschichte von Goldman Sachs, wie durch die systematische Verquickung von Finanzen, Geldpolitik, Aufsicht und Gesetzgebung in gro\u00dfem Stile Geld verdient wird. Bislang ist es noch nicht gelungen nachzuweisen, dass die volkswirtschaftliche Produktivit\u00e4t durch neue Finanzprodukte nachhaltig verbessert werden kann. Nur dadurch lie\u00dfen sich die exorbitanten Gewinne der Banken rechtfertigen. So aber haben wir es mit einem massiven Marktversagen zu tun, gepaart mit einer unfairen Einkommensverteilung.<\/p>\n<p>Es ist eine lange Geschichte, und sie beginnt gegen Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit dem Bubble Nummer 1: Das hei\u00dfe Finanzprodukt jener Zeit waren die Investment Trusts, an denen sich, befeuert durch kreditgetriebene Wertsteigerungen, immer breitere Schichten der Bev\u00f6lkerung beteiligten. Alte Anleger wurden durch die Einzahlungen neuer Anleger, die Kursgewinne und Liquidit\u00e4t bedeuteten, in Sicherheit gewogen. Es kam zu einer gewaltigen Kreditpyramide und einer allgemeinen Euphorie, an deren Ende der Crash von 1929 stand. <a href=\"http:\/\/www.irrationalexuberance.com\/\" target=\"_blank\">Real hatten die Aktienkurse laut Robert Shiller erst 1966 wieder das Niveau dieses Jahres erreicht<\/a>, so lang und tief war die Depression, die auf den Crash folgte. Die Goldman Sachs Trading Corporation war ein Hauptakteur in diesem Gesch\u00e4ftsfeld. Gerechnet in heutigen Dollars beliefen sich ihre Verluste auf nicht weniger als 475 Milliarden Dollar, eine unvorstellbare Summe. Mir ist nicht klar, und Taibbi erkl\u00e4rt es auch nicht, warum Goldman Sachs dennoch \u00fcberleben konnte. An der Stelle ist seine Analyse etwas d\u00fcnn. So oder so, Goldman Sachs \u00fcberlebte jedenfalls.<\/p>\n<p>65 Jahre sp\u00e4ter war die Bank, die inzwischen den Ruf hatte, die kl\u00fcgsten K\u00f6pfe der Branche an sich zu binden, st\u00e4rker denn je und hatte ein neues lukratives Gesch\u00e4ftsfeld entdeckt, die IPOs, die Initial Public Offerings, also die B\u00f6rseneinf\u00fchrung von jungen Unternehmen. Goldmans fr\u00fcherer Co-Chairman Robert Rubin war zusammen mit Larry Summers und Alan Greenspan zum wichtigsten Wirtschaftsberater von Bill Clinton geworden. Unter seiner \u00c4gide wurden die Regeln der B\u00f6rseneinf\u00fchrung entscheidend zugunsten der Banken ge\u00e4ndert: Seit den drei\u00dfiger Jahren galt, dass nur solche Unternehmen an die B\u00f6rse gebracht werden durften, die mindestens f\u00fcnf Jahre im Gesch\u00e4ft waren und in drei aufeinander folgenden Jahren Gewinne gemacht hatten.<\/p>\n<p>Es gelang den Akteuren an der Wall Street, diese Regeln aufzuweichen. Auf einmal war es m\u00f6glich, Unternehmen an die B\u00f6rse zu bringen, die noch nicht einmal in absehbarer Zukunft profitabel sein w\u00fcrden. Der Weg f\u00fcr den Bubble Nummer 2 war frei. Goldman Sachs war der K\u00f6nig der IPOs und verdiente bei jeder B\u00f6rseneinf\u00fchrung, f\u00fcr die die Firma die F\u00fchrungsrolle innehatte, sechs Prozent oder mehr der Emissionssumme.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Strategie bestand daran, durch sogenanntes <em>laddering<\/em> den starken Kursanstieg junger Aktien in den Wochen nach ihrer Platzierung praktisch zu garantieren, was wiederum den Verkauf weiterer Papiere erleichterte. Goldman Sachs bot seinen besten Kunden die Aktien zum niedrigen Emissionspreis an, und zwar unter der Bedingung, dass sie sp\u00e4ter am offenen Markt weitere Aktien kaufen mussten. Wer also fr\u00fch einstieg, konnte mit satten Gewinnen rechnen. An Nachfrage fehlte es anfangs ja nicht.<\/p>\n<p>Eine andere beliebte Strategie (&#8222;<em>spinning<\/em>&#8222;) bestand laut Taibbi darin, den Vorst\u00e4nden der jungen Unternehmen Aktien zu sehr niedrigen Einstandskursen zu \u00fcberlassen, gegen die Zusicherung, dass die Bank auch bei k\u00fcnftigen Kapitalma\u00dfnahmen eine F\u00fchrungsrolle spielen w\u00fcrde. De facto handelte es sich um ein Gesch\u00e4ft zulasten Dritter, n\u00e4mlich der nichtsahnenden au\u00dfenstehenden Aktion\u00e4re.<\/p>\n<p>Am Ende, als die Internet-Blase platzte, wurden allein an der NASDAQ Buchgewinne von etwa 5.000 Milliarden Dollar vernichtet, mehr als ein Drittel des amerikanische Sozialprodukts. Goldman Sachs aber hatte seinen Mitarbeitern von 1999 bis 2002 28,5 Milliarden Dollar an Geh\u00e4ltern und Boni gezahlt, 350.000 Dollar pro Mitarbeiter und Jahr. Zwar kam es zu einigen Klagen seitens \u00fcbervorteilter Aktion\u00e4re, aber die Strafen, die die Aufsichtsbeh\u00f6rde SEC verh\u00e4ngte, waren geradezu l\u00e4cherlich gering im Vergleich zu den Einnahmen der Mitarbeiter. Sie hatten ihre Sch\u00e4fchen rechtzeitig ins Trockene gebracht.<\/p>\n<p>Bubble Nummer 3 folgte auf dem Fu\u00dfe: der amerikanische Immobilienboom. Er zeichnete sich dadurch aus, dass es auf einmal f\u00fcr jedermann m\u00f6glich war, sich ein Haus auf Pump zu kaufen, und zwar selbst dann, wenn keinerlei Eigenkapital vorhanden war. Oft war noch nicht einmal der Nachweis erforderlich, dass Schuldner einer regelm\u00e4\u00dfigen Arbeit nachgingen oder ein regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen hatten. Den &#8222;Finanzingenieuren&#8220; von Goldman Sachs und anderen gelang es, unter freundlicher Mithilfe der Rating Agenturen aus M\u00fcll Gold zu machen, wie sich Taibbi ausdr\u00fcckt. Die im Grunde wertlosen Hypotheken wurden zu neuen Wertpapieren geb\u00fcndelt und an gutgl\u00e4ubige Investoren verscherbelt &#8211; nicht zuletzt an die Landesbanken, aber auch an Pensionskassen und Versicherungen in der ganzen Welt: Bei gegebenem Rating wiesen die  Papiere eine \u00fcberdurchschnittliche Rendite auf, was sie aus Anlegersicht unwiderstehlich machte.<\/p>\n<p>Als dann seit 2006 die Ertr\u00e4ge ausblieben, die Hypotheken nicht mehr bedient werden konnten, weil ein \u00dcberangebot an H\u00e4usern auf den Markt dr\u00fcckte, kam es zum Crash, der bis heute noch nicht ausgestanden ist. Viele Millionen amerikanische Haushalte und tausende kleine Banken sind nach wie vor finanziell unter Wasser und m\u00fcssen ihre Bilanzen wieder in Ordnung bringen. Vorher k\u00f6nnen sie nicht daran denken, mehr zu konsumieren oder zus\u00e4tzliche Kredite zu vergeben. Zur Zeit werden nur ein Drittel so viele H\u00e4user gebaut wie zu den Spitzenzeiten in der Mitte des Jahrzehnts. Goldman Sachs aber war in der Lage, seinen Mitarbeitern im Jahr 2006 im Durchschnitt 622.000 Dollar zu zahlen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chste Goldgrube erwies sich f\u00fcr Goldman Sachs der \u00d6lpreisboom: Die Preise waren von Anfang 2002 bis Mitte 2008 von 20 auf 145 Dollar je Fass geklettert, und die Analysten der Bank hatten sogar 200 Dollar als Zielmarke ausgegeben. Als sehr profitabel erwiesen sich in j\u00fcngster Zeit zudem die politischen Man\u00f6ver im Verlauf der staatlichen Rettungsaktionen f\u00fcr den amerikanischen Bankensektor. Kurzzeitig war Goldman Sachs offenbar am Rande des Untergangs, am Ende aber stand die Bank wieder kerngesund da und konnte seine Mitarbeiter so f\u00fcrstlich belohnen wie eh und je. Ich will hier nicht n\u00e4her auf die Details eingehen, schon weil es ein ziemlich technischer Text w\u00fcrde. Ich empfehle Taibbi. <\/p>\n<p>Der Widerwille, sich mit solchen Details zu besch\u00e4ftigen, ist einer der Hauptgr\u00fcnde, weshalb diejenigen, die davor keine Scheu haben, so viel Geld verdienen k\u00f6nnen. Es f\u00e4llt \u00fcbrigens auch den meisten \u00d6konomen nicht auf, wie der Markt im Finanzsektor immer wieder auf&#8217;s Neue ausgehebelt wird. Ihnen ist vielfach nicht klar, dass der Bankenmarkt eine viel gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr unseren Wohlstand hat als die \u00fcbrigen M\u00e4rkte f\u00fcr G\u00fcter und Dienstleistungen, und dass ihm mit einfachen Modellen nicht beizukommen ist.<\/p>\n<p>Taibbi meint, dass der Handel mit Emissionsrechten die n\u00e4chste gro\u00dfe Blase werden k\u00f6nnte. Die Banken und ihre H\u00e4ndler, Goldman vorneweg, st\u00fcrzen sich zur Zeit auf das Gesch\u00e4ftsfeld. Er fragt, meiner Ansicht nach zu Recht, warum die Umwelt nur auf diese Weise gerettet werden kann, warum nicht einfach, und ohne gut verdienende Mittelsleute, durch Auflagen und Steuern. Das reicht, wie wir gelernt haben, bei externen Effekten allemal. Den Steuerzahler w\u00fcrde es freuen. Der Emissionshandel ist schon wieder so eine komplizierte Materie, mit der sich weder das Publikum noch die Politiker gern besch\u00e4ftigen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem wurde ich auf einen Artikel \u00fcber Goldman Sachs aufmerksam gemacht, der im Juli vergangenen Jahres auf der Website des Rolling Stone Magazine, also einer f\u00fcr Leute wie mich ziemlich obskuren Publikation, erschienen war. Hauptbotschaft: Die Goldm\u00e4nner sind \u00fcberall, vor allem da, wo in der Politik die finanziell relevanten Entscheidungen getroffen werden, sie haben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":61,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-1591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen-und-glauben"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Goldman Sachs, die &quot;Bubble Machine&quot; - Herdentrieb<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Goldman Sachs, die &quot;Bubble Machine&quot; - Herdentrieb\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vor kurzem wurde ich auf einen Artikel \u00fcber Goldman Sachs aufmerksam gemacht, der im Juli vergangenen Jahres auf der Website des Rolling Stone Magazine, also einer f\u00fcr Leute wie mich ziemlich obskuren Publikation, erschienen war. Hauptbotschaft: Die Goldm\u00e4nner sind \u00fcberall, vor allem da, wo in der Politik die finanziell relevanten Entscheidungen getroffen werden, sie haben [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Herdentrieb\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2010-03-24T14:29:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2010-03-24T15:00:57+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/03\/FinProfitShares_1950-09Q3.gif\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dieter Wermuth\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@zeitonline\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@zeitonline\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Dieter Wermuth\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591\",\"name\":\"Goldman Sachs, die \\\"Bubble Machine\\\" - Herdentrieb\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website\"},\"datePublished\":\"2010-03-24T14:29:03+00:00\",\"dateModified\":\"2010-03-24T15:00:57+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/cded255e8a7893fa16565de10e59b891\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Goldman Sachs, die &#8222;Bubble Machine&#8220;\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/\",\"name\":\"Herdentrieb\",\"description\":\"So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/cded255e8a7893fa16565de10e59b891\",\"name\":\"Dieter Wermuth\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/17b936dcdfff00d08ede21a6c8044f16e55bc8832ed4a15d30fdb3dcfd0adec3?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/17b936dcdfff00d08ede21a6c8044f16e55bc8832ed4a15d30fdb3dcfd0adec3?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Dieter Wermuth\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/author\/dieter-wermuth\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Goldman Sachs, die \"Bubble Machine\" - Herdentrieb","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Goldman Sachs, die \"Bubble Machine\" - Herdentrieb","og_description":"Vor kurzem wurde ich auf einen Artikel \u00fcber Goldman Sachs aufmerksam gemacht, der im Juli vergangenen Jahres auf der Website des Rolling Stone Magazine, also einer f\u00fcr Leute wie mich ziemlich obskuren Publikation, erschienen war. Hauptbotschaft: Die Goldm\u00e4nner sind \u00fcberall, vor allem da, wo in der Politik die finanziell relevanten Entscheidungen getroffen werden, sie haben [&hellip;]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591","og_site_name":"Herdentrieb","article_published_time":"2010-03-24T14:29:03+00:00","article_modified_time":"2010-03-24T15:00:57+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/03\/FinProfitShares_1950-09Q3.gif"}],"author":"Dieter Wermuth","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@zeitonline","twitter_site":"@zeitonline","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Dieter Wermuth","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591","name":"Goldman Sachs, die \"Bubble Machine\" - Herdentrieb","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website"},"datePublished":"2010-03-24T14:29:03+00:00","dateModified":"2010-03-24T15:00:57+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/cded255e8a7893fa16565de10e59b891"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/24\/goldman-sachs-die-bubble-machine_1591#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Goldman Sachs, die &#8222;Bubble Machine&#8220;"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/","name":"Herdentrieb","description":"So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/cded255e8a7893fa16565de10e59b891","name":"Dieter Wermuth","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/17b936dcdfff00d08ede21a6c8044f16e55bc8832ed4a15d30fdb3dcfd0adec3?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/17b936dcdfff00d08ede21a6c8044f16e55bc8832ed4a15d30fdb3dcfd0adec3?s=96&d=mm&r=g","caption":"Dieter Wermuth"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/author\/dieter-wermuth"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/61"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1591\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}