{"id":196,"date":"2007-08-22T20:25:44","date_gmt":"2007-08-22T18:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=196"},"modified":"2022-03-25T12:54:18","modified_gmt":"2022-03-25T11:54:18","slug":"minsky-und-die-krisen-des-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2007\/08\/22\/minsky-und-die-krisen-des-kapitalismus_196","title":{"rendered":"Minsky und die Krisen des Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcbertreibungen an den M\u00e4rkten, Assetpreisblasen und Finanzkrisen waren das Element von Hyman Minsky. Der 1996 verstorbene \u00d6konom ist durch seine Krisentheorie ber\u00fchmt geworden, stand aber immer am Rand des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams. Jetzt wird er wieder entdeckt. Nouriel Roubini schreibt etwa, dass die jetzige Krise an den Finanzm\u00e4rkten ein richtiger Minsky-Moment sei &#8211; sie verlaufe genau nach <a href=\"https:\/\/www.levyinstitute.org\/pubs\/wp74.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Minskys Theorie der finanziellen Instabilit\u00e4t<\/a>, die dieser schon in den 60er und 70er Jahren entwickelt hatte. Minskys Hauptthese ist, dass das Finanzsystem im Laufe eines Aufschwungs automatisch instabil wird. Kurz: Im Kapitalismus ist die Krise immer mit dabei.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDamit wendet sich Minsky gegen den Mainstream, nach dem die \u00d6konomie immer ins Gleichgewicht strebt. Abweichungen und Dynamiken k\u00e4men im Mainstream nur durch \u00e4u\u00dfere Faktoren, wie Kriege, Katastrophen oder andere St\u00f6rungen, die mit der Wirtschaft als solcher nichts zu tun haben. Wenn es dann doch Krisen gebe, seien die durch falsche institutionelle Anreize entstanden. Minsky setzt dem entgegen, dass Finanzkrisen zum kapitalistischen Wirtschaften geh\u00f6ren &#8211; also aus dem System selbst entstehen. Damit ist Minsky ein \u00d6konom des Ungleichgewichts.<\/p>\n<p>Der zweite Pfeiler seiner Theorie ist die Rolle der fundamentalen Unsicherheit im Marktgeschehen. W\u00e4hrend der Homo Oeconomicus des Mainstreams die Wahrscheinlichkeit zuk\u00fcnftiger Ereignisse zu jeder Zeit auf der Grundlage aller verf\u00fcgbaren Informationen ausrechnet, stehen bei Minsky die Rolle von Unsicherheit und Konventionen im Mittelpunkt. Weil Menschen nie genau wissen, welches \u00f6konomische Modell wahr ist und welche Folgen ihre Handlungen haben, neigen sie dazu, sich den anderen anzupassen. Sie orientieren sich an Konventionen und treffen auf deren Grundlage Entscheidungen, ohne alle m\u00f6glichen Optionen zu durchdenken, was letztlich auch unm\u00f6glich ist. Und so kann sich die \u00f6konomische Realit\u00e4t ganz anders entwickeln als gedacht und den Leuten schnell um die Ohren fliegen: Die n\u00e4chste Krise kommt bestimmt.<\/p>\n<p>Wie kommt Minsky darauf? Er stellt die Finanzierung von Unternehmen, Haushalten und Banken in seiner Untersuchung in den Mittelpunkt. Dabei unterscheidet er zwischen drei verschiedenen Arten von Finanzierung. Neben der sicheren Finanzierungsform von Unternehmen, Haushalten und Banken, bei der die erwarteten Einnahmen ausreichen, um sowohl den Kredit als auch die Zinsen zur\u00fcckzuzahlen, unterscheidet Minsky noch zwischen der spekulativen- und der Ponzi-Finanzierung. Bei der spekulativen Finanzierung reichen die Einnahmen nur daf\u00fcr aus, die Zinsen zu bedienen, aber nicht den Kredit selbst zur\u00fcck zu zahlen. Der muss deswegen immer wieder verl\u00e4ngert werden und die Spekulanten sind damit auf liquide Finanzm\u00e4rkte angewiesen. So finanzieren sich vor allem Banken und andere Finanzinstitutionen. Ponzi-Finanzierer k\u00f6nnen dagegen weder ihre Schulden bedienen noch zur\u00fcckzahlen. Sie spekulieren darauf, dass die Preise ihrer Assets steigen, um sp\u00e4ter durch deren Erl\u00f6s die Schulden zu tilgen. Klar, dass ein Finanzsystem umso instabiler wird, je weniger Akteure sich sicher finanzieren und je mehr zu spekulativen &#8211; oder Ponzi-Finanzierern werden.<\/p>\n<p>Genau das geschieht aber im Aufschwung. Mit steigender Wirtschaftskraft steigen auch die Gewinnerwartungen und damit die Verm\u00f6genspreise. Mit der Aussicht auf h\u00f6herer Gewinne verschulden sich die Akteure st\u00e4rker, um sich neues Kapital, ein H\u00e4uschen oder Aktien zu kaufen. Wenn sich die Gewinne dann auch verwirklichen, steigt die Erwartung auf noch h\u00f6here zuk\u00fcnftige Gewinne: Wenn jetzt schon so viel drin ist, muss noch mehr gehen, sagen sich viele. Schnell finden sich Theorien, warum das Wachstum nicht mehr aufh\u00f6ren kann und die Wirtschaft sich auf einem ganz neuen Pfad bewegt, auf dem Rezessionen der Vergangenheit angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Leute werden immer unvorsichtiger &#8211; sie untersch\u00e4tzen die Risiken und \u00fcbersch\u00e4tzen die Gewinn- und Renditeerwartungen; gleichzeitig steigt die Verschuldung und immer mehr Akteure wechseln von der sicheren zur spekulativen und von der spekulativen zur Ponzi-Finanzierung. Dann braucht es nur eine kleine Ersch\u00fctterung, und das System st\u00fcrzt in sich zusammen. Bleiben die Gewinne pl\u00f6tzlich hinter den immer h\u00f6heren Erwartungen zur\u00fcck, fallen die Verm\u00f6genspreise und die Ponzi-Finanzierer gehen reihenweise Pleite. Dann bekommen auch die Banken Angst und verweigern Kredite. Die Liquidit\u00e4t versiegt und bringt die Spekulanten in Bedr\u00e4ngnis. Am Ende steht ein Verfall der Verm\u00f6genspreise, Massenpleiten, ein R\u00fcckgang der Investitionen und die Deflation. Das instabile Finanzierungssystem rei\u00dft die reale Wirtschaft mit in den Abgrund &#8211; von wegen Trennung zwischen monet\u00e4rer und realer Sph\u00e4re!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rgemonitor.com\/blog\/roubini\/208166\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nouriel Roubini hat das Modell Minskys auf die US-Immobilienkrise und ihre Weitungen in das internationale Finanzsystem \u00fcbertragen<\/a>. Unter die Ponzispieler z\u00e4hlt er vor allem die US-Haushalte im Subprimemarkt &#8211; denn die endg\u00fcltige Schuldenlast liegt bei vielen Haushalten klar \u00fcber dem verf\u00fcgbaren Einkommen. Das zieht sich aber nicht nur durch den Immobilienmarkt, sondern betrifft auch Kreditkartenschulden und andere Konsumkredite. Viele Haushalte haben sich auch spekulativ finanziert in der Hoffnung darauf, ihre Hypotheken refinanzieren zu k\u00f6nnen. Dass Banken spekulativ vorgehen, ist kein Wunder. Wie viele Ponzispieler darunter waren, wei\u00df man bis jetzt nicht &#8211; was ja auch ein Hauptgrund f\u00fcr die versiegende Liquidit\u00e4t ist. Die IKB und die SachsenLB waren auf jeden Fall dabei. Mal schauen, welche Banken noch folgen werden.<\/p>\n<p>Hedge Funds und Private Equity haben in Roubinis Augen das Finanzsystem besonders destabilisiert. Diese beiden Investorengruppen seien treibende Kr\u00e4fte in der Minskykrise gewesen: Durch schuldenfinanzierte \u00dcbernahmen und dadurch, dass man Unternehmen von der B\u00f6rse genommen hat, und durch Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe haben sie die Eigenkapitalbasis der betroffenen Unternehmen geschw\u00e4cht und stattdessen h\u00f6here Schulden aufgenommen &#8211; was das Finanzsystem noch anf\u00e4lliger gemacht hat. In der jetzigen Krise stimmt alleine optimistisch, dass viele Unternehmen durch ihre hohen Profite weiterhin auf sicheren Beinen stehen. Trotz der Krise am Kreditmarkt k\u00f6nnen sie wegen ihres hohen Cash Flows weiter investieren.<\/p>\n<p>Minsky hat mit seiner Theorie die Krisenanf\u00e4lligkeit des Kapitalismus erkl\u00e4rt, aber es ging ihm vor allem auch darum, dass &#8222;es&#8220; nicht noch einmal passieren sollte, n\u00e4mlich eine Deflation wie nach der Weltwirtschaftskrise 1929. Wichtig waren ihm deswegen starke \u00f6ffentliche Institutionen, die helfen die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Zentralbank sollte das immer komplexer werdende Finanzsystem \u00fcberwachen und die Entwicklung neuer Finanzstrukturen steuern. Im Fall der Krise ist ihre Rolle die des Lender of Last Resort, d.h. des Kreditgebers der letzten Instanz, der f\u00fcr ausreichend Liquidit\u00e4t sorgt. Das Budget des Staates sollte sich mindestens in der Gr\u00f6\u00dfenordung der Investitionen bewegen, um in der Krise durch entsprechende Defizite den R\u00fcckgang der Investitionsausgaben ausgleichen zu k\u00f6nnen. Hierdurch werden nicht nur die Profite der Unternehmen stabilisiert, sondern das Finanzsystem wird zus\u00e4tzlich mit sicheren \u00f6ffentlichen Wertpapieren versorgt<\/p>\n<p>Ben Bernanke, der Chef der Fed, scheint letzten Freitag seinen Minsky-Moment gehabt zu haben: Minsky betonte die Wichtigkeit des Diskontfensters im Gegensatz zur Offenmarktpolitik. Mit niedrigeren Diskonts\u00e4tzen k\u00f6nne man verantwortungsvollen Banken Liquidit\u00e4t zu besseren Kondition geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbertreibungen an den M\u00e4rkten, Assetpreisblasen und Finanzkrisen waren das Element von Hyman Minsky. Der 1996 verstorbene \u00d6konom ist durch seine Krisentheorie ber\u00fchmt geworden, stand aber immer am Rand des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams. Jetzt wird er wieder entdeckt. 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