{"id":2424,"date":"2010-10-29T21:09:38","date_gmt":"2010-10-29T19:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=2424"},"modified":"2010-10-29T22:20:22","modified_gmt":"2010-10-29T20:20:22","slug":"deflation-wir-sind-noch-einmal-davongekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/10\/29\/deflation-wir-sind-noch-einmal-davongekommen_2424","title":{"rendered":"Deflation &#8211; wir sind noch einmal davongekommen"},"content":{"rendered":"<p>Lange hatte ich bef\u00fcrchtet, dass es auch bei uns demn\u00e4chst zu einer echten Deflation kommen k\u00f6nnte. Das glaube ich inzwischen nicht mehr. Die Inflation wird zwar auf absehbare Zeit niedrig bleiben &#8211; weil sich zum Einen die L\u00fccke zwischen Nachfrage und Produktionspotential nur langsam schlie\u00dft und weil zum Anderen wegen des festen Euro Preisstabilit\u00e4t importiert wird -, eine echte Deflation im Sinne, dass das Preisniveau viele Jahre lang sinkt, wird es aber nicht geben. Ich kann mir gut eine Deflation in L\u00e4ndern wie Irland, Griechenland, Portugal und Spanien vorstellen, aber nicht in Deutschland, und auch nicht im Euroraum insgesamt.<!--more--><\/p>\n<p>Was ist eigentlich gegen Deflation einzuwenden? Warum soll nicht die Kaufkraft des Geldes auch mal steigen statt immer nur abzunehmen? Im vergangenen Jahr hatte die japanische Notenbank private Haushalte befragt, was sie denn von der hartn\u00e4ckigen Deflation hielten. Erstaunlicherweise war die Reaktion deutlich positiv: toll, dass alles immer billiger wird! Offenbar ist es so, dass sich ganz gut mit einem leicht sinkenden Preisniveau leben l\u00e4sst, vorausgesetzt, dass sich daraus keine Abw\u00e4rtsspirale entwickelt und man davon ausgehen kann, dass die leichte Deflation einige Jahre lang anhalten wird. Also Hauptsache, man kann sich darauf einstellen. So ist es in Japan inzwischen.<\/p>\n<p>Es lohnt immer, sich die japanischen Zahlen mal genauer anzusehen. In den Jahren seit 1995, f\u00fcnf Jahre nach dem Platzen der Aktienblase und zwei Jahre nach dem Platzen der Immobilienblase &#8211; als das Preisniveau dauerhaft zu sinken begann -, lag die durchschnittliche Inflationsrate bei &#8211; 0,1 Prozent, mit relativ geringen Schwankungen um diesen Wert. Rechnet man die kr\u00e4ftige Erh\u00f6hung der Umsatzsteuer vom Jahr 1997 heraus (das staatliche Defizit war damals aus Sicht der Politiker zu gro\u00df geworden!), ergibt sich ein Wert von -0,3 Prozent. Im vergangenen Aufschwung, der 2008 endete, sah es kurzzeitig nach einer R\u00fcckkehr zu etwas h\u00f6heren Inflationsraten aus, seitdem hat sich die Deflation aber wieder festgesetzt. Nachdem die Verbraucherpreise 2009 um 1,4 Prozent gesunken waren, d\u00fcrften sie 2010 noch einmal um 1,0 Prozent zur\u00fcckgehen; auch f\u00fcr 2011 wird allgemein eine milde Deflation vorausgesagt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_CPI_Headline_Core_1008.gif\" alt=\"Grafik: Japanische Deflation\" title=\"Japanische Deflation\" width=\"400\" height=\"340\" class=\"alignnone size-full wp-image-2425\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_CPI_Headline_Core_1008.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_CPI_Headline_Core_1008-300x255.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Die Notenbank ist seitens der Regierung unter Druck, etwas dagegen zu tun. Das Wirtschaftswachstum will einfach nicht in Gang kommen, wenn die Preise immer nur sinken. W\u00e4hrend Inflation diejenigen beg\u00fcnstigt, die sich verschulden &#8211; also etwas unternehmen und Risiken eingehen! -, ist Deflation gut f\u00fcr die Sparer, die Alten, die Vorsichtigen, die &#8222;Couponschneider&#8220;.<\/p>\n<p>In der Tat, seit das japanische Preisniveau nicht mehr steigt, nimmt das reale Sozialprodukt kaum noch zu. Seit 1992 waren es im Jahresdurchschnitt nur 0,8 Prozent, w\u00e4hrend es bis dahin rund 4 Prozent waren. Dass da ein direkter Zusammenhang besteht, l\u00e4sst sich am R\u00fcckgang der gesamtwirtschaftlichen Investitionsquote ablesen, denn Investitionen werden in der Regel \u00fcberwiegend mit geliehenem Geld finanziert. Das Wachstum des Produktionspotentials und damit des Lebensstandards h\u00e4ngt davon ab, wie viel investiert wird. Am dramatischsten war der R\u00fcckgang des Wohnungsbaus: Verglichen mit den Werten der fr\u00fchen neunziger Jahre sind die Investitionen in diesem Bereich real um 60 Prozent niedriger. Die Hypothekenschulden sind immer noch eine schwere Last.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GDP_growth_1956-2009.gif\" alt=\"Grafik: Japanisches Wirtschaftswachstum seit 1956\" title=\"JP_GDP_growth_1956-2009\" width=\"400\" height=\"294\" class=\"alignnone size-full wp-image-2426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GDP_growth_1956-2009.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GDP_growth_1956-2009-300x220.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GFCF_ratio_1956-2009.gif\" alt=\"Grafik: Japanische Investitionsquote seit 1956\" title=\"JP_GFCF_ratio_1956-2009\" width=\"400\" height=\"308\" class=\"alignnone size-full wp-image-2427\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GFCF_ratio_1956-2009.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/JP_GFCF_ratio_1956-2009-300x231.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Was ein Anspringen des Wirtschaftswachstums und der Inflation nach wie vor behindert sind zwei sogenannte Verm\u00f6genseffekte: der Marktwert der inl\u00e4ndischen Aktien betr\u00e4gt gerade mal 23,6 Prozent des Werts von Ende 1989, und die Preise f\u00fcr H\u00e4user und Wohnungen sinken nach wie vor &#8211; sie haben sich seit 1992 halbiert. Die Leute f\u00fchlen sich arm und wagen kaum noch, neue Schulden aufzunehmen.<\/p>\n<p>Warum gibt es eigentlich nur in Japan Deflation? Im Jahr 2009 sind die Preisniveaus auch in anderen Volkswirtschaften zur\u00fcckgegangen, aber das waren immer nur kurze Episoden. Wer &#8222;Deflation&#8220; sagt, hat etwas Dauerhaftes im Sinn. Nach dem heutigen Stand der Erkenntnis kommt es dazu nur im Gefolge von Blasen an den M\u00e4rkten f\u00fcr Aktien, Immobilien, Devisen oder Rohstoffen, die wiederum vor allem schuldenfinanziert sein m\u00fcssen. Nirgendwo l\u00e4sst sich das besser beobachten als in Japan.<\/p>\n<p>Es muss eine so euphorische Stimmung herrschen, dass bedenkenlos Schulden f\u00fcr den Kauf von Aktien oder Immobilien aufgenommen werden. Blasen ohne Schulden, also nur auf der Basis von Eigenmitteln, gibt es nicht. Deflation kommt zustande, wenn die Schulden deutlich h\u00f6her sind als der Marktwert der Dinge, die einst auf Pump gekauft wurden, oder wenn, was genauso gef\u00e4hrlich ist, Autos oder Ferienreisen in gro\u00dfem Stil per Kreditkarte bezahlt wurden und auf einmal der Arbeitsmarkt einbricht. Dann ist Sparen angesagt. Je gr\u00f6\u00dfer der Absturz, je \u00fcbertriebener die Preise und Kurse einst waren, und je gr\u00f6\u00dfer die Schulden im Vergleich zum Einkommen, desto l\u00e4nger dauert es, bis wieder Normalit\u00e4t erreicht ist, bis die Leute sich wieder schuldenfrei f\u00fchlen und beginnen, nicht mehr jeden Pfennig umzudrehen, bevor sie ihn ausgeben. In Japan dauert es auch deswegen so lange, weil die Banken angesichts der extrem niedrigen Zinsen sehr gro\u00dfz\u00fcgig mit der Verl\u00e4ngerung ihrer Kredite sind, nach dem Motto, besser ein geringer oder auch gar kein Zinsertrag als eine gewinnmindernde Abschreibung. <\/p>\n<p>All das beschreibt nicht, was wir in den vergangenen Jahren in Deutschland erlebt haben. Im <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/17311841?story_id=17311841\" target=\"_blank\">Economist von letzter Woche<\/a> gab es eine Tabelle mit Hauspreisindikatoren. Danach waren die Hauspreise von 1997 bis 2010 in einigen gro\u00dfen L\u00e4ndern im hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Prozentbereich gestiegen: USA 65 bis 102, Gro\u00dfbritannien 181, Frankreich 141, Italien 94, Spanien 157 Prozent. F\u00fcr Deutschland gibt es in dieser Tabelle \u00fcber diesen Zeitraum keine Angabe. Nach einer Zeitreihe der OECD sind die Hauspreise in Deutschland zwischen 1997 und 2008 aber um rund 6 Prozent gefallen. Noch beruhigender ist, dass deutsche Immobilien auf der Basis von Mieten zu Marktpreisen um 12,9 Prozent unterbewertet sind. Da gibt es keine Blase, die platzen k\u00f6nnte (ebenso wie in der Schweiz und in Japan). In Spanien sind die Preise dagegen nach wie vor sehr hoch, ebenso wie in Gro\u00dfbritannien und &#8211; erstaunlicherweise &#8211; in Frankreich.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Euroraum insgesamt ergibt sich also ein gemischtes Bild: Gewogen mit den Anteilen am Sozialprodukt der W\u00e4hrungsunion komme ich im Vorjahresvergleich bei den Hauspreisen zu einer Inflationsrate von moderaten 2,3 Prozent, und zu einer \u00dcberbewertung der Immobilien von 18,2 Prozent. Danach h\u00e4tten wir es hier mit einem positiven Verm\u00f6genseffekt zu tun. Es droht aus dieser Ecke also weder eine gro\u00dfe Blasen-platz-Gefahr noch eine Deflationsgefahr. Die EZB betont zu Recht, dass sie bei ihren Zinsentscheidungen immer nur auf das Aggregat schaut, nicht auf die regionalen Entwicklungen. Die spanischen und franz\u00f6sischen Preise m\u00f6gen deutlich \u00fcberh\u00f6ht sein und weiter zur\u00fcckgehen oder endlich kr\u00e4ftig fallen &#8211; wie im Fall Frankreich -, daraus l\u00e4sst sich aber nicht ableiten, dass starke deflation\u00e4re Effekte zu bef\u00fcrchten sind<\/p>\n<p>Wie sieht es bei den Aktien aus? In der j\u00fcngeren Vergangenheit gab es in der W\u00e4hrungsunion zwei Situationen, in denen es nach Euphorie und Blasen roch: im Jahr 2000 und dann wieder um die Jahresmitte 2007. Heute liegen die Aktienindices weit unter ihren damaligen H\u00f6chstst\u00e4nden: Mailand -56,8 Prozent, Paris -44,0 Prozent, Madrid -32,4 Prozent, Frankfurt, relativ bescheiden, -18,6 Prozent. Ich glaube nicht, dass die Kurse noch einmal einbrechen werden, vielleicht mit der Ausnahme von Spanien. Die Kurs-\/Gewinnrelationen bewegen sich auf der Basis der gesch\u00e4tzten Gewinne f\u00fcr 2010 in den vier M\u00e4rkten in der Spanne von 10,7 bis 12,7, sind also historisch gesehen sehr billig. Auch im Verh\u00e4ltnis zu den Renditen langlaufender Staatsanleihen sind sie eher unterbewertet.<\/p>\n<p>Da der Aktienbesitz eine relativ geringen Anteil am Verm\u00f6gen der Haushalte hat (vor allem im Vergleich zu Amerika, wo der Wert der Aktienportefeuilles von 2007 auf 2008 von 137,3 Prozent auf 86,3 Prozent des verf\u00fcgbaren Einkommens eingebrochen war) d\u00fcrfte der R\u00fcckgang der Aktienkurse keine schockartigen Effekte auf die Ausgabenpl\u00e4ne der europ\u00e4ischen Haushalte gehabt haben. Das spricht ebenfalls dagegen, dass Deflation f\u00fcr die W\u00e4hrungsunion als Ganzes ein echtes Risiko darstellt.<\/p>\n<p>Das zeigt sich im \u00dcbrigen auch an den Inflationserwartungen. Es gibt keine Hinweise, dass sie sich in Richtung Null in Bewegung gesetzt h\u00e4tten. Wenn ich die Rendite der inflationsgesch\u00fctzten Bundesanleihe mit F\u00e4lligkeit April 2020 von 0,78 Prozent mit der der &#8222;normalen&#8220; zehnj\u00e4hrigen Bundesanleihe von 2,56 Prozent vergleiche, komme ich auf eine Differenz von 1,78 Prozentpunkten &#8211; mit einer solchen durchschnittlichen Inflationsrate rechnen die Anleger zur Zeit. <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/ezb\/monatsberichte\/2010\/201010.mb_ezb_final.pdf\" target=\"_blank\">Die EZB schreibt, dass die Inflationserwartungen bei knapp unter Zwei &#8222;fest verankert&#8220; sind<\/a>. Die aktuelle Inflation befindet sich im \u00dcbrigen ebenfalls in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/Euroland_HVPI_HVPIoENAT_1009.gif\" alt=\"Grafik: Euroland Inflation\" title=\"Euroland_HVPI_HVPIoENAT_1009\" width=\"400\" height=\"343\" class=\"alignnone size-full wp-image-2428\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/Euroland_HVPI_HVPIoENAT_1009.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/Euroland_HVPI_HVPIoENAT_1009-300x257.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Allein die sogenannte Kerninflationsrate (HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel) liegt im Vorjahresvergleich bei nur 1,0 Prozent und k\u00f6nnte ein Fr\u00fchindikator daf\u00fcr sein, wo es mit den Verbraucherpreisen hingehen kann. Das d\u00fcrfte die EZB beunruhigen und einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein, dass sie die Zinsen vorl\u00e4ufig nicht erh\u00f6hen wird, abgesehen davon, dass der Bankensektor und die L\u00e4nder des Club Med nach wie vor wackeln. Eine m\u00f6glichst steile Zinskurve, also niedrige Geldmarkts\u00e4tze und deutlich h\u00f6here Langfristzinsen sowie insgesamt niedrige Realzinsen sind bis auf Weiteres situationsgerecht.<\/p>\n<p>Die EZB w\u00fcrde die Zinsen nur dann erh\u00f6hen, wenn sich gleichzeitig die Konjunktur deutlich erholen und der Wechselkurs des Euro einbrechen w\u00fcrde. Handelsgewogen liegt der Euro bereits um rund 9 Prozent \u00fcber dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre, so dass in dieser Hinsicht kein Handlungsbedarf besteht, zumal, wie t\u00e4glich zu h\u00f6ren, ein W\u00e4hrungskrieg im Gange ist. Wenn alle anderen aus Wettbewerbsgr\u00fcnden abwerten, oder es versuchen, sollte der Euro nicht durch Zinserh\u00f6hungen zus\u00e4tzlich in die H\u00f6he getrieben werden: Ein R\u00fcckgang der europ\u00e4ischen Au\u00dfenhandelspreise ist ohnehin vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Andererseits ist die Konjunktur keineswegs so robust, wie es aus deutscher Sicht scheint. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds hat f\u00fcr Euroland in seinem j\u00fcngsten World Economic Outlook f\u00fcr 2010 und 2011 Zuwachsraten von 1,7 und 1,5 Prozent prognostiziert, was ja nichts anderes bedeutet als dass die Produktionsl\u00fccke weiter zunimmt &#8211; die EZB siedelt die mittelfristige Wachstumsrate so viel ich wei\u00df immer noch bei etwas \u00fcber 2 Prozent an. Das bedeutet unter anderem, dass die Arbeitslosigkeit hoch bleiben wird und die L\u00f6hne nur langsam steigen werden &#8211; die Stundenl\u00f6hne \u00fcbertrafen \u00fcbrigens im zweiten Quartal ihren Vorjahreswert nur um 1,1 Prozent, so dass sich unter Ber\u00fccksichtigung des Produktivit\u00e4tsfortschritts ein R\u00fcckgang der sogenannten Lohnst\u00fcckkosten von 0,6 Prozent ergab. Die L\u00f6hne wirken zur Zeit tendenziell deflation\u00e4r.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte die EZB wohl auch beunruhigen, dass sowohl M3 als auch die Kreditvergabe an den privaten Sektor f\u00fcr ihren Geschmack viel zu langsam expandieren (im Vorjahresvergleich mit 1,0 und 0,9 Prozent). Einst galten ja Zuwachsraten in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 4 1\/2 Prozent als ideal. Es wird durch den Ankauf von Staatsanleihen Geld gedruckt (oder besser: wurde gedruckt) und die Zuteilungen bei den Geldmarktgesch\u00e4ften sind nach wie vor \u00fcppig, die Geldnachfrage aber springt nicht an. So gesehen haben wir es mit einem Charakteristikum einer Deflation zu tun. Der Wert des Geldmultiplikators scheint weiter zur\u00fcckzugehen, die M\u00e4rkte reagieren nicht richtig auf die Signale der Notenbank.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Loans_1999-1009.gif\" alt=\"Grafik: Entwicklung von M3 und Kredite in Euroland\" title=\"EMU_M3_Loans_1999-1009\" width=\"400\" height=\"324\" class=\"alignnone size-full wp-image-2430\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Loans_1999-1009.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Loans_1999-1009-300x243.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Multiplier_1999-1008.gif\" alt=\"Grafik: Geldmengenmultiplikator (M3) in Euroland\" title=\"EMU_M3_Multiplier_1999-1008\" width=\"400\" height=\"299\" class=\"alignnone size-full wp-image-2431\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Multiplier_1999-1008.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/10\/EMU_M3_Multiplier_1999-1008-300x224.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Das hat vielleicht doch damit zu tun, dass auch in der W\u00e4hrungsunion ein Prozess der Sanierung von Bilanzen im Gange ist, also ein Abbau von Schulden. Das betrifft vermutlich sowohl die Haushalte als auch die Unternehmen. Immerhin sah es schon schlimmer aus, und mit einigem guten Willen, oder einer Lupe, k\u00f6nnte ich erkennen, dass sich der Prozess seinem Ende n\u00e4hert. Jetzt schon gr\u00fcnes Licht zu geben, wird die EZB aber nicht wagen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, einige wichtige Indikatoren sprechen gegen eine Deflation, andere aber raten zur Vorsicht. Da es mangels erprobter Instrumente f\u00fcr eine Zentralbank viel schwieriger ist, eine Deflation zu bek\u00e4mpfen als eine Inflation, spricht alles daf\u00fcr, dass die Geldpolitik ihren expansiven Kurs beibehalten wird.<\/p>\n<p>Ein richtiges Deflationsproblem haben allerdings die USA. Die Zinsen sind bereits bei Null, die Finanzpolitik ist l\u00e4ngst an ihr Limit gesto\u00dfen, die Besch\u00e4ftigung liegt um etwa 5 Prozent unter ihrem letzten H\u00f6chststand, die Kerninflationsrate ist auf ihrem Weg nach unten im dritten Quartal bei einer annualisierten Rate von 0,8 Prozent angekommen, und mindestens ein Viertel aller Haushalte hat Hypothekenschulden, die den stark gesunkenen Wert ihrer H\u00e4user \u00fcbersteigen. Dabei sinken die Immobilienpreise weiter, nachdem sie sich f\u00fcr eine Weile erholt zu haben schienen. Wir k\u00f6nnen von Gl\u00fcck sagen, dass die Schwellenl\u00e4nder bislang keine Schw\u00e4che zeigen und das, was sich in Amerika zusammenbraut, einigerma\u00dfen wettmachen. Bislang geht es in den USA immer noch in Richtung japanische Verh\u00e4ltnisse, nur dass sein Anteil am globalen BIP etwa dreimal so gro\u00df ist wie der von Japan. Entsprechend gro\u00df ist das Risiko f\u00fcr die Weltwirtschaft &#8211; und f\u00fcr uns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange hatte ich bef\u00fcrchtet, dass es auch bei uns demn\u00e4chst zu einer echten Deflation kommen k\u00f6nnte. Das glaube ich inzwischen nicht mehr. 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