{"id":2537,"date":"2010-11-18T19:43:12","date_gmt":"2010-11-18T18:43:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=2537"},"modified":"2010-11-18T19:47:06","modified_gmt":"2010-11-18T18:47:06","slug":"ezb-in-der-identitatskrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/11\/18\/ezb-in-der-identitatskrise_2537","title":{"rendered":"EZB in der Identit\u00e4tskrise"},"content":{"rendered":"<p>Die Finanzkrise hat eine Reihe von Problemen zutage gebracht, mit denen die V\u00e4ter und M\u00fctter des Euros nicht rechnen konnten. Das Hauptziel war es, die Inflation des W\u00e4hrungsraums insgesamt unter Kontrolle zu halten, also bei etwas unter 2 Prozent. So lautet das Inflationsziel der EZB. Das wurde erreicht, es stellte sich aber heraus, dass der Kampf gegen die Geldentwertung nur eine von mehreren Aufgaben der EZB ist, und in einer richtigen Krise nicht einmal die wichtigste. Es ist fast selbstverst\u00e4ndlich, dass die Inflationsraten stark zur\u00fcckgehen, wenn gro\u00dfe schuldengetriebene Immobilien- und Aktienkrisen geplatzt sind oder Banken ihre Kredite zur\u00fcckfahren, weil sie sich (mit Asset-backed Securities oder Hypothekenkrediten) verspekuliert haben.<!--more--><\/p>\n<p>Nicht nur das, es kann sogar Deflation drohen, also das Gegenteil von Inflation. Dieses Risiko muss mit aller Macht bek\u00e4mpft werden. Das bedeutet zwangsl\u00e4ufig auch, dass die EZB versuchen muss, die Konjunktur durch m\u00f6glichst niedrige Zinsen und eine gener\u00f6se Versorgung mit Liquidit\u00e4t anzukurbeln oder in Schwung zu halten. Ihr im Maastrichter Vertrag festgeschriebenes Sekund\u00e4rziel, die allgemeine Wirtschaftspolitik zu unterst\u00fctzen, sobald Preisstabilit\u00e4t erreicht ist, r\u00fcckt dadurch ganz nach oben auf der Priorit\u00e4tenliste.<\/p>\n<p>Wenn ich einmal kurz abschweifen darf: Genaueres \u00fcber die Aufgaben der EZB finden sich in den <a href=\"http:\/\/www.consilium.europa.eu\/showPage.aspx?id=1296&#038;lang=de\" target=\"_blank\">europ\u00e4ischen Vertr\u00e4gen<\/a>. In Artikel 127 Absatz 1 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union hei\u00dft es &#8222;Soweit \u2026 ohne Beeintr\u00e4chtigung des Zieles der Preisstabilit\u00e4t m\u00f6glich \u2026, unterst\u00fctzt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union.&#8220; Im Artikel 3 Absatz 3 des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union werden die wirtschaftspolitischen Ziele genannt: ausgewogenes Wirtschaftswachstum, Vollbesch\u00e4ftigung und sozialer Fortschritt.<\/p>\n<p>Es stellt sich aber auf einmal auch heraus, dass die EZB eine Schl\u00fcsselrolle bei der Stabilisierung, wenn nicht der Rettung des Bankensystems zu spielen hat. F\u00fcr \u00d6konomen, die sich in der Geschichte des Geldwesens auskennen, ist das nicht \u00fcberraschend &#8211; das war schon immer die Hauptaufgabe von Notenbanken. Nur wurde nicht gern dar\u00fcber gesprochen, vor allem damit die Banken nicht in Versuchung gef\u00fchrt wurden. Sie wissen es nat\u00fcrlich: Wenn sie nur gro\u00df genug und systemrelevant sind, werden sie nicht untergehen. Sie k\u00f6nnen sich nicht nur billiger refinanzieren als die Konkurrenz, sie k\u00f6nnen auch gr\u00f6\u00dfere Risiken eingehen und mehr Geld verdienen, wenn ihre Spekulationen aufgehen. Der Steuerzahler wird sie schon retten.<\/p>\n<p>Das Thema war in den reichen L\u00e4ndern in den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg weitgehend aus dem Bewusstsein der \u00d6konomen und der \u00d6ffentlichkeit verschwunden &#8211; im Vordergrund standen viele Jahrzehnte lang die Organisation des globalen W\u00e4hrungssystems und die Eind\u00e4mmung der Inflation. In Artikel 119 Absatz 3 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der EU werden &#8222;gesunde \u2026 monet\u00e4re Rahmenbedingungen&#8220; aufgef\u00fchrt, als einer von mehreren &#8222;richtungsweisenden Grunds\u00e4tzen&#8220;, die eingehalten werden m\u00fcssen. Das kann als ein vage formuliertes Mandat zur Sicherung der Finanzwesens angesehen werden &#8211; immerhin.<\/p>\n<p>Obwohl es anders als in den USA oder Japan keine Zentralregierung als institutionellen Gegenpart zur Zentralbank gibt und die Rettung von Staaten, denen die Insolvenz droht, eigentlich Sache der anderen Mitgliedsl\u00e4nder der W\u00e4hrungsunion, oder h\u00f6chstens noch des Internationalen W\u00e4hrungsfonds ist, betreibt die EZB de facto eine Rettungspolitik in eigener Regie, wenn auch nicht ganz freiwillig. Am offensichtlichsten in dieser Hinsicht sind die Ank\u00e4ufe von europ\u00e4ischen Staatsanleihen seit Mitte Mai diesen Jahres von bislang 65,1 Mrd. Euro. Ob dadurch die Bilanzsumme der EZB verl\u00e4ngert wurde oder nicht, ist schwer zu sagen, weil die Ausweitung der Geldbasis durch diese Ank\u00e4ufe m\u00f6glicherweise durch eine K\u00fcrzung der (viel gr\u00f6\u00dferen) Geldmarktoperationen kompensiert wurde. In der Tat ist die EZB seit Juli dabei, die Ausleihungen an Banken kr\u00e4ftig zur\u00fcckzufahren. Der Effekt der Anleihek\u00e4ufe bestand vermutlich haupts\u00e4chlich darin, dass das Renditeniveau der Krisenm\u00e4rkte zumindest zeitweise stabilisiert werden konnte und der Tag des Herrn erst einmal aufgeschoben wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/11\/ECB_Bilanzsumme_2007-101112.gif\" alt=\"Grafik: Bilanzsumme des Eurosystems - 2007 - 12. Nov. 2010\" title=\"ECB_Bilanzsumme_2007-101112\" width=\"400\" height=\"288\" class=\"alignnone size-full wp-image-2538\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/11\/ECB_Bilanzsumme_2007-101112.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2010\/11\/ECB_Bilanzsumme_2007-101112-300x216.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Daniel Gros von CEPS, dem Br\u00fcsseler Centre for European Policy Studies, argumentiert in einer Analyse vom 25. Oktober (<a href=\"http:\/\/www.ceps.eu\/book\/liquidate-or-liquefy\" target=\"_blank\">CEPS Commentary: Liquidate or liquefy?<\/a>) zu recht, dass die EZB auf ganz andere Weise viel gr\u00f6\u00dfere Subventionen verteilt, indem sie n\u00e4mlich den Banken in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien , ebenso wie nat\u00fcrlich allen anderen Banken im Euroraum unlimitiert Geldmarktkredite einr\u00e4umt, und zwar zu Zinsen, die weit unter den Werten liegen, die diese Banken am freien Markt unter Risikogesichtspunkten zahlen m\u00fcssten. Der Hauptrefinanzierungssatz der EZB liegt bekanntlich seit Mitte Mai 2009 bei ein Prozent. Aus der folgenden Tabelle geht hervor, in welchem Umfang diese Mittel in den vergangenen Monaten beansprucht wurden.<\/p>\n<table border=\"1\" width=\"480\" bordercolor=\"#000000\" cellspacing=\"0\" height=\"222\">\n<tr>\n<td width=\"100%\" colspan=\"6\" height=\"18\"><b><font face=\"Arial\" size=\"3\">Notenbankkredite und Subventionen&nbsp;<br \/>\n            <\/font><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"48\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">&nbsp;<\/font>\n          <\/td>\n<td width=\"30%\" align=\"center\" colspan=\"2\" height=\"48\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Notenbankkredite<br \/>\n            an Kreditinstitute<br \/>\n            Mrd. Euro<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"48\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Notenbankkredite<br \/>\n            in Prozent<br \/>\n            der Einlagen<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"48\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Notenbankkredite in Prozent des BIP 2010<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" valign=\"top\" height=\"48\"><font face=\"Arial\" size=\"2\">EZB-Subvention im Jahr<br \/>\n            2010<br \/>\n            in % des BIP<\/font><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\">&nbsp;\n          <\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">August &#8217;10<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Oktober &#8217;10<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">August &#8217;10<sup>1)<\/sup><\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Oktober &#8217;10<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" valign=\"top\" height=\"32\" bgcolor=\"#D3DAE2\">\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Griechenland<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">95,9<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">92,4<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">26%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">39,4%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">3,7%<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Irland<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">95,1<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">130,0<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">14%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">78,7%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">2,5%<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Portugal<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">49,1<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">40,0<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">15%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">23,4%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\" bgcolor=\"#AAD5FF\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">2,9%<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"25%\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">Spanien<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">126,0<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">71,0<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">5%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">6,7%<\/font><\/td>\n<td width=\"15%\" align=\"center\" height=\"16\"><font size=\"2\" face=\"Arial\">0,7%<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"100%\" colspan=\"6\" height=\"28\"><font face=\"Arial\" size=\"1\">1) <a href=\"http:\/\/www.ceps.eu\/book\/liquidate-or-liquefy\" target=\"_blank\">Daniel Gros (2010, S. 2)<\/a>&nbsp;<br \/>\n            Quellen: Nationale Notenbanken, Bloomberg, eigene Berechnungen<\/font><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Verbindlichkeiten von Griechenlands Banken gegen\u00fcber dem Eurosystem beliefen sich im Oktober auf insgesamt 92,4 Mrd. Euro. Ich unterstelle, dass sie am freien Markt 9,48 Prozentpunkte mehr zahlen m\u00fcssten, also 10,48 Prozent statt nur ein Prozent. Die Differenz entspricht dem Renditespread zwischen zweij\u00e4hrigen griechischen und deutschen Staatsanleihen. Letztere sind die sogenannte Benchmark, auf die sich alle anderen M\u00e4rkte im Euroraum beziehen. Das bedeutet also, dass die griechischen Banken von der EZB &#8211; und damit von den 16 L\u00e4ndern des Euroraums &#8211; eine j\u00e4hrliche Finanzspritze von 8,76 Mrd. Euro (92,4Mrd. Euro x 9,48\/100) erhalten. Das entspricht 3,7 Prozent des diesj\u00e4hrigen Bruttosozialprodukts, unter der Annahme, dass es zw\u00f6lf Monate bei den Spreads und den genannten Betr\u00e4gen bleibt. Portugal und Irland werden \u00e4hnlich massiv subventioniert wie Griechenland, w\u00e4hrend Spanien auf deutlich weniger Hilfe angewiesen ist. Die Zahlen \u00e4ndern sich t\u00e4glich, vor allem die Marktzinsen, nicht aber die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Subventionen.<\/p>\n<p>Indem die EZB die Zinsen, zu denen sich die Banken aus dem Eurogebiet bei ihr Geld leihen k\u00f6nnen, bei ein Prozent und damit nahe bei Null h\u00e4lt, erm\u00f6glicht sie Banken, die auf sich gestellt vermutlich kollabieren w\u00fcrden, zu \u00fcberleben. Das \u00e4hnelt dem japanischen Modell. Bei Zinsen von nur ein Prozent f\u00e4llt es recht leicht, auslaufende und eigentlich notleidende Kredite zu verl\u00e4ngern. Auf diese Weise entsteht ein Finanzsektor, der von sogenannten Zombie-Banks, auch Walking Dead genannt, bev\u00f6lkert ist. Sehr niedrige Zinsen, die f\u00fcr eine lange Zeit beibehalten werden, verhindern den n\u00f6tigen Strukturwandel und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Kosten, sind also wohlstandsmindernd.<\/p>\n<p>F\u00fcr die EZB bedeutet die Abh\u00e4ngigkeit der Banken von Billigkrediten der Notenbank, dass ihre Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit bei den Zinsen stark eingeschr\u00e4nkt ist. Gern w\u00fcrde sie ja die Zinsen erh\u00f6hen, aber wenn sie es t\u00e4te, m\u00fcsste sie wom\u00f6glich in der n\u00e4chsten Runde schon wieder Rettungsaktionen einleiten. Daher ist es verst\u00e4ndlich, dass sie darauf dr\u00e4ngt, dass m\u00f6glichst rasch Klarheit dar\u00fcber hergestellt wird, wie die Finanzierung der irischen Staats- und Bankenschulden organisiert werden soll. Sie m\u00f6chte ihre Rolle als Retter in letzter Not endlich wieder loswerden und die Anzahl ihrer Freiheitsgrade erh\u00f6hen. Es ist schlie\u00dflich nicht ihre Aufgabe, Strukturwandel zu verhindern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzkrise hat eine Reihe von Problemen zutage gebracht, mit denen die V\u00e4ter und M\u00fctter des Euros nicht rechnen konnten. Das Hauptziel war es, die Inflation des W\u00e4hrungsraums insgesamt unter Kontrolle zu halten, also bei etwas unter 2 Prozent. So lautet das Inflationsziel der EZB. 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