{"id":27,"date":"2005-12-04T11:12:08","date_gmt":"2005-12-04T10:12:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=27"},"modified":"2005-12-04T11:12:08","modified_gmt":"2005-12-04T10:12:08","slug":"eine-trane-fur-den-rheinischen-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2005\/12\/04\/eine-trane-fur-den-rheinischen-kapitalismus_27","title":{"rendered":"Eine Tr\u00e4ne f\u00fcr den Rheinischen Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p>Lassen Sie uns gemeinsam Abschied nehmen vom Rheinischen Kapitalismus. So haben vorzugsweise die Franzosen das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft genannt. Andere haben daf\u00fcr den etwas schr\u00e4gen Begriff \u201esoziale Marktwirtschaft\u201c verwendet. Auf jeden Fall galt das deutsche Wirtschaftssystem lange Zeit als ungew\u00f6hnlich erfolgreich und als so etwas wie der \u201edritte Weg\u201c zwischen dem Kapitalismus angels\u00e4chsischer Pr\u00e4gung und dem Sozialismus. Aus und vorbei!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIrgendwann Mitte der 90er Jahre schlichen sich die Usancen des angels\u00e4chsischen Modells in das deutsche ein und haben den Kapitalmarkt und sein Denken hoff\u00e4hig gemacht. Seither krachte es ganz sch\u00f6n im Geb\u00e4lk \u2013 die Emp\u00f6rung \u00fcber Massenentlassungen trotz Rekordgewinne ist beredtes Beispiel. Stimmt, so etwas hat es im Reihnischen Modell nicht gegeben. Doch ich bin optimistisch: Die <strong>Anpassungskrise ist \u00fcberwunden<\/strong>. Die deutsche Wirtschaft tickt jetzt viel st\u00e4rker wie der angels\u00e4chsische Kapitalismus und d\u00fcrfte schon bald wieder erfolgreich sein \u2013 nur eben anders.<\/p>\n<p><strong>Das einzige was noch fehlt,  sind die Streiks<\/strong>. Deutschland war immer das Land in der kapitalistischen Welt, das den Arbeitskampf nicht kannte, zumindest fiel er nie ins Gewicht. Vier ganze Tage pro Jahr auf 1000 Arbeitnehmer sind im Schnitt der vergangenen zehn Jahre f\u00fcr einen Streik draufgegangen. In Amerika sind es 44, in Irland 78 und in Frankreich fast 100. Die Gewerkschaften h\u00e4ngen wohl noch der Illusion nach, es werde wieder alles wie fr\u00fcher. Das k\u00f6nnen sie vergessen. Die Unternehmen haben nur noch den Aktion\u00e4r im Sinn. Sie k\u00f6nnen (und d\u00fcrfen) nicht mehr anders. Deshalb m\u00fcssen die Arbeiter sehen, wo sie bleiben.<\/p>\n<p>Der nachfolgende Text ist in verk\u00fcrzter Form im aktuellen Wirtschaftsteil der ZEIT <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2005\/49\/Manager_ohne_Moral\">(Manager ohne Moral?)<\/a> enthalten. Hier ist sozusagen eine \u201eextended version\u201c der Vorg\u00e4nge, die sich auf der Finanzierungsseite abspielen. Es werden zum einen die Merkmale des Rheinischen Kapitalismus herausgearbeitet  und beschrieben, wie die Kapitalrendite sich den normalen (angels\u00e4chsischen) Verh\u00e4ltnissen angepasst hat. Der Ausblick ist optimistisch. Im n\u00e4chsten Jahr m\u00fcsste die Arbeit wieder etwas mehr vom Kuchen abbekommen, so die Prognose.<\/p>\n<p>Noch Anfang der 90er Jahre wussten Finanzvorst\u00e4nde von b\u00f6rsennotierten Unternehmen mit dem Begriff <strong>Eigenkapitalrendite<\/strong> wenig anzufangen. Sie war keine Steuerungsgr\u00f6\u00dfe, sondern floss lediglich in die Berechnung des Kalkulationszinsen f\u00fcr Investitionen ein. Die einzige Kommunikation, die mit den Aktion\u00e4ren stattfand, lief \u00fcber die H\u00f6he der Dividende. Cash flow und Shareholder value waren  Fremdworte im doppelten Sinne. Denn der \u201eRheinische Kapitalismus\u201c oder die \u201eSoziale Marktwirtschaft\u201c, obwohl eine Spielart des Kapitalismus, unterschieden sich so grunds\u00e4tzlich vom angels\u00e4chsischen Modell, dass es kaum Analogien gab.<\/p>\n<p>In Deutschland spielte der Kapitalmarkt zur Finanzierung der Unternehmen keine Rolle. Die <strong>Minderheitsaktion\u00e4re, Fondsgesellschaften, ausl\u00e4ndische Investoren hatten nichts zu melden<\/strong>. Daf\u00fcr \u201e\u00fcbernahmen die Gro\u00dfbanken die Rolle des zentralen Koordinators\u201c, sagt Reinhard H. Schmidt von der Uni Frankfurt. Sie finanzierten die Unternehmen mit Kredit, sie waren an den Industrieunternehmen  beteiligt, sie sa\u00dfen in so gut wie jedem Aufsichtsrat und gaben dem Management die Richtung vor. Es war ein System, das auf die Kontrollen der Insider setzte. Im Aufsichtsrat sa\u00dfen alle Stakeholder, Gro\u00dfaktion\u00e4re, Banken, Gewerkschaften sowie wichtige Kunden und Lieferanten. Die Konflikte zwischen den Parteien wurden intern und im Kompromiss gel\u00f6st. Es war die <strong>ber\u00fchmte Deutschland AG, die das Land regierte<\/strong>. Es war ein System, das sich durch ein besonders hohes Ma\u00df an Stabilit\u00e4t auszeichnete.<\/p>\n<p>Ein Finanzierungssystem, das auf den Bankkredit als wichtigstes Finanzierungsmedium setzt, produziert nicht auf Teufel komm raus hohe Eigenkapitalrenditen. Denn hohe Gewinne f\u00fcr die Aktion\u00e4re sind nicht in erster Linie im Interesse der Banken, denen es vor allem um die langfristige Bedienbarkeit der Kredite ging. Die Bilanzierungsregeln waren nat\u00fcrlich an den Interessen der Gl\u00e4ubiger ausgerichtet. Lieber Reserven bilden als Gewinne ausweisen. So konnten die Firmen in schlechten Jahren das Ergebnis gl\u00e4tten, blieben zahlungsf\u00e4hig \u2013 f\u00fcr den Zins- und Schuldendienst sowie die Dividende. Deshalb zeichnete sich der Rheinischen Kapitalismus durch eine Langfristigkeit aus, die das angels\u00e4chsische Modell nicht kennt.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzliche Werkschlie\u00dfungen, Massenentlassungen, hektische Verk\u00e4ufe von einzelnen Beteiligungen waren unn\u00f6tig. Zum einen sorgte die konservative Bilanzierung daf\u00fcr,  Liquidit\u00e4tskrisen gar nicht erst entstehen zu lassen, zum anderen gab es den Druck des Kapitalmarktes nicht, m\u00f6glichst rasch die versprochene Eigenkapitalrendite zu bescheren. Und vor feindlichen \u00dcbernahmen sch\u00fctzten die \u00dcberkreuzbeteiligungen.<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich Mitte der 90er Jahre. Die immer st\u00e4rker in deutschen Aktien investierten ausl\u00e4ndischen Investoren, Pensions- und Investmentfonds, verlangten eine h\u00f6here Publizit\u00e4t, einen besseren Schutz, eine andere Vertretung im Aufsichtsrat. Im Gegenzug stie\u00dfen deutsche Gro\u00dfkonzerne im Ausland auf Hemmnisse, weil sie anders bilanzierten. Irgendwie schien der Rheinische Kapitalismus nicht globalisierungstauglich. Als eine der ersten Konzerne <strong>verzichtete die Deutsche Bank 1995 auf die deutschen Bilanzierungsvorschriften <\/strong>und nutze die gesetzliche M\u00f6glichkeit ihre Bilanz nach dem kapitalmarktorientierten Standard IAS zu erstellen. Hinzu kamen die Vorbereitungen auf einen einheitlichen europ\u00e4ischen Kapitalmarkt, in denen sich die Vertreter der einzelnen L\u00e4nder meist nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, die Usancen des angels\u00e4chsischen Modells einigten.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich hielt die Shareholder-value-Philosophie viele Verlockungen bereit.  Die Vorst\u00e4nde, die sich bislang immer um einen Kompromiss mit ihrem Aufsichtsrat bem\u00fchen mussten und international bescheiden verdienten,  wollten auch endlich richtig Kasse machen. Was gab es da Eleganteres, als den Aktienkurs zum allein seligmachenden Ma\u00dfstab zu bestimmen, und damit nur noch die Interessen der Aktion\u00e4re, die Stimmung der B\u00f6rse zu bedienen? So f\u00fchrten zum Beispiel die Vorst\u00e4nde bei<strong> Deutscher Bank und Daimler Benz erstmals im Jahr 1996 Aktienoptionen ein<\/strong>. Die Regierung verabschiedete ein Finanzmarktf\u00f6rderungsgesetz nach dem anderen, um den Kapitalmarkt aufzuwerten \u2013 auch weil sie gro\u00dfe Privatisierungen plante wie die Telekom. <strong>1998 durften Unternehmen zum ersten Mal eigene Aktien zur\u00fcckkaufen<\/strong>, und bekamen so die M\u00f6glichkeit zu schrumpfen. <strong>2001 wurde das \u00dcbernahmegesetz<\/strong> verabschiedet, das klar regelt, wie in Deutschland ein b\u00f6rsennotiertes Unternehmen aufgekauft werden darf.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit wurde die Stellung der Banken im deutschen Modell geschw\u00e4cht. Im Finanzministerium hatten w\u00e4hrend der Regierung von SPD und Gr\u00fcnen, die Kapitalmarktfreunde die Oberhand. \u201eDie Vorstellung, dass Banken in der Corporate Governance keine Rolle spielen sollten, fing mit der ersten Regierung Schr\u00f6der an\u201c, sagt Schmidt von der Uni Frankfurt. Das Gesetz, das die Deutschland AG in die Aufl\u00f6sung schickte, war das Geschenk der <strong>Steuerfreiheit f\u00fcr Beteiligungsverk\u00e4ufe <\/strong>des Ex-Finanzminister Eichel. Damit brachen die Schutzw\u00e4lle. Der anonyme Aktion\u00e4r hatte sich auch in Deutschland von der untersten Hierarchiestufe ganz nach oben gearbeitet.<\/p>\n<p>Vollends zerbarst das System des Rheinischen Kapitalismus in den Nachwehen des B\u00f6rsencrashs zur Jahrtausendwende. Die Banken, durch die Vorbereitung auf die neue Regulierung Basel II bereits geschw\u00e4cht, schlitterten 2002 und 2003 nur knapp an einer Krise vorbei. Derart in Not zogen sie sich aus der g\u00fcnstigen Finanzierung vieler Firmen zur\u00fcck und gaben ihre herausgehobene Stellung auf. Mit dramatischen volkswirtschaftlichen Folgen: <strong>\u201ePl\u00f6tzlich wurde die geringe Rendite auf das eingesetzte Kapital zum Problem\u201c,<\/strong> sagt Dirk Schumacher, Deutschlandschefvolkswirt von Goldman Sachs. Nach seinen Berechnungen lag die gesamtwirtschaftliche Kapitalrendite im Jahr 2000 um rund drei Prozentpunkten unter der in der EU. Zur Steigerung der Rendite stoppten die Vorst\u00e4nde die Investitionen,  gingen auf Konfrontation mit den Gewerkschaften und dr\u00fcckten die Lohnkosten wo irgend m\u00f6glich, durch unbezahlte Mehrarbeit, weniger Pausen und Urlaubstage sowie die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das letzte konstituierende Element des alten Systems, die Sozialpartnerschaft zwischen Arbeit und Kapital, war dahin. Die Banken ihrerseits verlangten h\u00f6here Kreditzinsen. Nach Schumacher\u2019s Berechnungen stiegen die Kreditzinsen f\u00fcr Unternehmen in Deutschland seit 2000 \u2013 obwohl die Europ\u00e4ische Zentralbank zur selben Zeit die Notenbankzinsen  kr\u00e4ftig gesenkt hatte.<\/p>\n<p>Diese Anpassungskrise des alten Finanzierungssystems an das neue, angels\u00e4chsische l\u00e4sst sich in der Verteilung zwischen Lohn- und Gewinneinkommen ablesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zelos.zeit.de\/bilder\/2005\/49\/wirtschaft\/arbeit_540.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/zelos.zeit.de\/bilder\/2005\/49\/wirtschaft\/arbeit_540.gif\" width=\"410\" height=\"238\"\/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>(zum Verg\u00f6\u00dfern auf die Grafik klicken)<\/p><\/blockquote>\n<p> Seit f\u00fcnf Jahren steigt der Anteil der Gewinne am Volkseinkommen und sinkt der Anteil der L\u00f6hne \u2013 nur so steigt die Kapitalrendite. \u201eIn Frankreich gab es diese krasse Umverteilung trotz Globalisierung, trotz China und Osteuropa nicht\u201c, sagt Sylvain Broyer, Deutschlandchefvolkswirt bei der franz\u00f6sischen Investmentbank Ixis. Die stagnierenden Lohneinkommen lasten auf dem Konsum und damit auf dem Wachstum.<\/p>\n<p>Doch es mehren sich die Anzeichen, dass die Anpassungskrise \u00fcberstanden ist. Die <strong>deutsche Kapitalrendite liegt inzwischen h\u00f6her als im Rest der EU<\/strong>. Die deutschen Unternehmen samt gro\u00dfer Teile des Mittelstandes sind \u201e\u00e4u\u00dferst wettbewerbsf\u00e4hig\u201c, sagt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW und verweist auf die steigenden Marktanteile am internationalen Handel, was keinem anderen Industrieland in den letzten Jahren gelang.  Selbst Michael H\u00fcther, der Chef des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft macht sich um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der hiesigen Unternehmen keine Sorgen mehr. \u201eWir bekommen aus dem Unterholz der Volkswirtschaft gute Signale.\u201c Der begonnene Investitionszyklus werde sich 2006  fortsetzen und auch am Arbeitsmarkt k\u00f6nnte es zur Trendwende kommen. Es gebe zwar immer noch weniger Unternehmen, die n\u00e4chstes Jahr einstellen statt entlassen wollen. Aber \u201eder Saldo ist der geringste seit Beginn des Jahrtausends\u201c, so H\u00fcther. Optimistisch stimmt Irsch auch das Kreditneugesch\u00e4ft der Banken und Sparkassen. Es hat sich nach Sch\u00e4tzungen der KfW im dritten Quartal erstmals stabilisiert, nachdem es seit Anfang 2002 Quartal f\u00fcr Quartal gesunken ist.<\/p>\n<p>Und selbst die Aktieninvestoren, die neuen Herren in den deutschen Unternehmen, setzen wieder auf Expansion. Laut der Fondsmanagerumfrage von Merrill Lynch, hat im November erstmals die Mehrzahl der befragten 300 internationalen Verm\u00f6gensverwalter verst\u00e4rkten Investitionen das Wort geredet. (siehe auch \u201e<a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=21\">Vorstandschefs, h\u00f6rt auf die Investoren<\/a>\u201c) Damit ging eine 15monatige Phase zu Ende, in der die Investoren vor allem eins sehen wollten: Geld. Der Cash flow sollte f\u00fcr Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe und Dividendenerh\u00f6hungen eingesetzt werden, hie\u00df es seit August 2004.<\/p>\n<p>Wenn wieder investiert wird, d\u00fcrfte auch die Arbeitslosigkeit zur\u00fcck gehen \u2013 und damit d\u00fcrfte sich auch die Umverteilung von Arbeitseinkommen zu Kapitaleinkommen ihrem Ende n\u00e4hern. Bereits in den n\u00e4chsten Tarifverhandlungen erwartet Ralf Zimmermann, Aktienstratege beim Bankhaus Sal. Oppenheim, dass die Gewerkschaften unterm Strich etwas h\u00f6here Abschl\u00fcsse durchsetzen k\u00f6nnen als in den vergangenen Jahren. \u201eWaren es fr\u00fcher 1,5 Prozent Lohnsteigerung f\u00fcr 18 oder 24 Monate, k\u00f6nnten es n\u00e4chstes Jahr 2,x f\u00fcr nur noch zw\u00f6lf Monate werden.\u201c Und auch Schumacher glaubt, dass sich die krasse Umverteilung des Jahres 2005 sich nicht wiederholt. Nach seinen Sch\u00e4tzungen haben sich dieses Jahr die gesamtwirtschaftlichen Profite um 7 Prozent erh\u00f6ht, w\u00e4hrend die Lohnsumme um 0,3 Prozent zur\u00fcckgegangen ist. F\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre sagt es 4,2 und 3,3 Prozent f\u00fcr die Gewinneinkommen voraus und 1,9 sowie 2,4 Prozent f\u00fcr die Lohneinkommen.<\/p>\n<p>Damit bleibt das Kapital weiter im Vorteil, aber die Arbeit partizipiert wieder am Zuwachs des Volkseinkommens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lassen Sie uns gemeinsam Abschied nehmen vom Rheinischen Kapitalismus. So haben vorzugsweise die Franzosen das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft genannt. Andere haben daf\u00fcr den etwas schr\u00e4gen Begriff \u201esoziale Marktwirtschaft\u201c verwendet. 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