{"id":2714,"date":"2011-02-01T00:12:51","date_gmt":"2011-01-31T23:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=2714"},"modified":"2011-02-01T00:12:51","modified_gmt":"2011-01-31T23:12:51","slug":"gold-eine-blase-platzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/02\/01\/gold-eine-blase-platzt_2714","title":{"rendered":"Gold &#8211; eine Blase platzt"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich m\u00fcsste der Goldpreis in diesen Wochen kr\u00e4ftig steigen, schlie\u00dflich werden die Inflationsprognosen weltweit gerade nach oben angepasst. Im Januar lagen die Verbraucherpreise im Euroland mit 2,4 Prozent im Vorjahresvergleich deutlich \u00fcber dem Zielwert der EZB (von knapp unter 2 Prozent). Derweil destabilisiert sich die Lage im Nahen Osten zusehends. Angeblich ist der tunesische Staatschef gerade mit einer Tonne Gold an Bord nach Saudi-Arabien geflohen. Gold ist die W\u00e4hrung, auf die in der Krise Verlass ist. Es gibt au\u00dferdem nach wie vor eine Menge Liquidit\u00e4t, weil die Fed, die Bank von Japan, die EZB und die Bank of England weiterhin Vollgas geben: Die Banken kommen noch nicht ohne die Hilfe der Notenbanken aus, die Arbeitslosigkeit ist gef\u00e4hrlich hoch und es ist noch nicht sicher, dass der Aufschwung bereits Eigendynamik entwickelt hat. Der Goldpreis profitiert bekanntlich, wenn die Leute den Eindruck haben, dass die Notenbanken Geld &#8222;drucken&#8220;. Fast alles spricht daher, jedenfalls auf den ersten Blick, f\u00fcr einen h\u00f6heren Goldpreis.<!--more--><\/p>\n<p>Was aber geschieht? Seit der Goldpreis am 6. Dezember bei 1423,75 Dollar pro Feinunze einen Rekord erreicht hat, ist er um 6,7 Prozent auf 1328,73 Dollar gefallen. Vielleicht ist das nur eine der vielen relativ kleinen Korrekturen, die immer mal wieder vorkommen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Goldpreis entweder sein Hoch \u00fcberschritten hat oder kurz davor ist. Ich werde mit meiner Skepsis, dass es sich schon lange um eine Blase handelt, recht behalten, <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/01\/22\/vor-einem-crash-des-goldpreises_1303\">muss aber zugeben, dass ich das auch schon vor einem Jahr behauptet hatte<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_20011.gif\" alt=\"Grafik: T\u00e4gl. Goldpreis in USD seit 2001\" title=\"Gold_price_USD_daily_since_2001\" width=\"400\" height=\"303\" class=\"alignnone size-full wp-image-2716\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_20011.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_20011-300x227.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Blasen werden stets mit neuen Argumenten am Leben gehalten und weiter aufgeblasen &#8211; diesmal sei alles anders als sonst, hei\u00dft es dann immer! Wer mit traditionellen \u00f6konomischen Argumenten kommt, die darauf hinauslaufen, dass es so nicht weitergehen kann, dass auch der Preis von Gold irgendwie an Ertr\u00e4ge gekoppelt sein muss, die sich in der realen Wirtschaft erzielen lassen, gilt als St\u00f6renfried. Die Amerikaner haben daf\u00fcr den sch\u00f6nen Ausdruck &#8222;party pooper&#8220;. Am Ende setzen sich die Gesetze der Physik und der Marktwirtschaft aber immer durch, so wie es auch jetzt wieder sein wird.<\/p>\n<p>Beim Goldpreis ist es wie bei Immobilien. Bei denen hatte sich beispielsweise in Spanien, Irland oder auch in den USA lange die Ansicht festgesetzt, dass sie immer nur teurer werden konnten. Das war umso erstaunlicher, als die Verbraucherpreise in den letzten Jahren eher stagnierten oder sogar fielen, dass es also keinen Grund gab, sich einen Inflationsschutz zuzulegen. Immerhin konnte man mit dem Vermieten von Immobilien anders als mit Gold laufende Einnahmen erzielen, so dass die Bodenhaftung nicht ganz verloren ging. Das Ende ist bekannt &#8211; die Immobilienpreise sind in diesen L\u00e4ndern um mehr als 30 Prozent eingebrochen und haben bei den privaten Haushalten eine Schuldenkrise ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Der Goldpreis kann nach Ansicht der gold bugs auch immer nur steigen. Wenn man sich die beiden folgenden Graphiken ansieht, ging es seit Anfang 2001 tats\u00e4chlich im gro\u00dfen Ganzen immer nur aufw\u00e4rts, und zwar mit einer durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Zuwachsrate von 17,5 Prozent auf Dollarbasis. Im vergangenen Jahr wurde mit Gold mehr Geld verdient als mit jeder anderen wichtigen Assetklasse (+ 29,5 Prozent von Ende 2009 bis Ende 2010, in Dollar).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_1968.gif\" alt=\"Grafik: T\u00e4gl. Goldpreis in USD seit 1968\" title=\"Gold_price_USD_daily_since_1968\" width=\"400\" height=\"312\" class=\"alignnone size-full wp-image-2717\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_1968.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Gold_price_USD_daily_since_1968-300x234.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Goldpreis_CIP_Index_1968-100.gif\" alt=\"Grafik: Realer Goldpreis seit 1968\"\" title=\"Goldpreis_CIP_Index_1968-100\" width=\"400\" height=\"315\" class=\"size-full wp-image-2718\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Goldpreis_CIP_Index_1968-100.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Goldpreis_CIP_Index_1968-100-300x236.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Im Allgemeinen wird von Brokern und Banken empfohlen, jede Marktschw\u00e4che f\u00fcr Zuk\u00e4ufe zu nutzen, weil es, wie sie meinen, im Trend eben immer nur aufw\u00e4rts gehen kann. Sehen wir uns ihre wichtigsten Argumente der Reihe nach an.<\/p>\n<p>1. Weil die bev\u00f6lkerungsreichen Schwellenl\u00e4nder China, Indien, Indonesien, Brasilien und so weiter auf absehbare Zeit stark wachsen werden &#8211; weil n\u00e4mlich viel gespart und entsprechend viel investiert wird -, nimmt der Wohlstand dort rapide zu. Zusammen mit den Entwicklungsl\u00e4ndern stellen diese L\u00e4nder bereits heute 85 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung. Immer breitere Schichten k\u00f6nnen es sich leisten, Gold zu kaufen, und sie werden es kaufen, weil die sozialen Sicherungssysteme unterentwickelt sind. Nach vielen bitteren Erfahrungen mit Abwertungen und galoppierender Inflation glauben die Menschen nicht an die dauerhafte Stabilit\u00e4t ihrer nationalen W\u00e4hrung. Gold ist f\u00fcr sie besser als Geld in der Bank. Jedenfalls nimmt die Nachfrage tendenziell rascher zu als das Angebot, was den Goldpreis gewisserma\u00dfen aus strukturellen Gr\u00fcnden immer weiter in die H\u00f6he treiben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was ist dagegen zu sagen? Das Argument ist nicht unplausibel, geht aber am Kern der Sache vorbei. Ich denke, dass die neuen Mittelschichten ihr Geld erst einmal f\u00fcr Wohnungseinrichtung, Kleidung, Autos und Reisen ausgeben wollen. Gold d\u00fcrfte auf der Priorit\u00e4tenliste ziemlich weit unten rangieren. Soweit sie sparen, ist es sinnvoller, Wertpapiere zu erwerben, weil die n\u00e4mlich meist eine kalkulierbare Rendite abwerfen. Dadurch lassen sich Sparziele rascher erreichen &#8211; vor allem wenn es um Anzahlungen f\u00fcr Immobilien geht. Das mag allerdings nicht f\u00fcr Indien gelten, wo Gold eine Art Kultstatus hat. <\/p>\n<p>Wichtiger ist aber aus meiner Sicht, dass die Einkommen in den immer noch armen L\u00e4ndern, die sich auf viele Jahre hinaus im Aufholprozess befinden, real sehr rasch steigen, und zwar aus zwei Gr\u00fcnden: wegen der gro\u00dfen Produktivit\u00e4tsfortschritte, die durch die \u00dcbernehme moderner Technologie und Verfahren erzielt werden, sowie wegen der zunehmenden Besch\u00e4ftigung und relativ geringen Arbeitsplatzrisiken. In jungen Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten geht es darum, den Lebensstandard zu steigern, nicht so sehr darum, wie sich das Erreichte vor dem Zugriff des Staates und dem Verlust an Kaufkraft sch\u00fctzen l\u00e4sst. Die Ansammlung von Gold ist ein Luxusproblem alternder Gesellschaften.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen: Warum soll die Nachfrage nach Gold st\u00e4rker steigen als das Angebot? So etwas gibt es in einer Marktwirtschaft nicht. Sind die Preise nur hoch genug, wird auch das Angebot ausgeweitet, und das wirkt wie eine nat\u00fcrliche Bremse, selbst wenn das zugegebenerma\u00dfen nicht \u00fcber Nacht geschehen wird.<\/p>\n<p>2. Das zweite Argument der Goldpromoter geht so: Die Inflation hat weltweit ihren Tiefpunkt hinter sich gelassen und steigt von nun an nicht nur tempor\u00e4r, sondern im Trend. In den Industriel\u00e4ndern ist seit Jahren aggressiv Geld gedruckt worden, um zu verhindern, dass aus der tiefen Rezession eine Depression wurde. Die globale Liquidit\u00e4t ist rascher ausgeweitet worden als das nominale Sozialprodukt, was nicht nur die Wirtschaft stimulierte, sondern auch einen gewaltigen \u00dcberhang an anlagesuchenden Mitteln geschaffen hat. Aus beiden Gr\u00fcnden ist es zu einem neuen Rohstoffboom gekommen, dessen Effekte inzwischen die Inflation auf der Verbraucherebene in die H\u00f6he treibt, ebenso wie demn\u00e4chst auch die Inflationserwartungen, die Renditen der festverzinslichen Wertpapiere und eben den Goldpreis. Noch sieht es nicht danach aus, als ob die Notenbanken der gro\u00dfen Industriel\u00e4nder in absehbarer Zeit auf eine restriktive Politik umschalten k\u00f6nnten. Langsam nistet sich daher wieder eine Inflationsmentalit\u00e4t ein. Die Anleger seien zunehmend bereit, f\u00fcr den Inflationsschutz, den das Gold bietet, eine Pr\u00e4mie, also einen stolzen Preis zu zahlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich gibt es allerdings kaum Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass wir es bei der Inflation mit einer Trendwende zu tun haben, die die Inflation des Goldpreises rechtfertigen w\u00fcrde. Vor allem in den Industriel\u00e4ndern sind die sogenannten Output gaps immer noch gewaltig und es wird Jahre dauern, bis sie wieder geschlossen sind. Der Abstand zwischen dem, was zuletzt im Euroland und in den USA gemessen am realen BIP produziert wurde, und dem, was bei normaler Kapazit\u00e4tsauslastung produziert werden k\u00f6nnte, liegt bei etwa sechs oder sieben Prozent. Das l\u00e4sst sich an den folgenden Schaubildern gut ablesen. Auch wenn man das BIP der Weltwirtschaft insgesamt nimmt, kommt man zu dem Schluss, dass die Outputl\u00fccke seit Menschengedenken nicht mehr so gro\u00df war wie heute.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_EA_US.gif\" alt=\"Grafik: Outputl\u00fccke - USA u. Euroland\" title=\"Trend_und_Outputluecke_EA_US\" width=\"400\" height=\"553\" class=\"alignnone size-full wp-image-2719\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_EA_US.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_EA_US-216x300.gif 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_Welt.gif\" alt=\"Grafik: Wachstum der Weltwirtschaft\" title=\"Trend_und_Outputluecke_Welt\" width=\"400\" height=\"351\" class=\"alignnone size-full wp-image-2720\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_Welt.gif 400w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2011\/01\/Trend_und_Outputluecke_Welt-300x263.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Das bedeutet, dass die L\u00f6hne wegen der schwachen Verhandlungsposition der Gewerkschaften, die eine Folge der Outputl\u00fccken ist, nur langsam steigen d\u00fcrften, vor allem in den OECD-L\u00e4ndern. In den USA wurden gerade die Zahlen f\u00fcr die Arbeitskosten im vierten Quartal ver\u00f6ffentlicht: Saisonbereinigt hatten sie sich gerade einmal um 0,4 Prozent gegen\u00fcber dem dritten Quartal erh\u00f6ht und damit etwa so stark wie das Preisniveau. In Japan, im Euroland und in Gro\u00dfbritannien sieht es \u00e4hnlich aus &#8211; nur in Deutschland nehmen die L\u00f6hne von nun an relativ rasch zu, was aber angesichts der Produktivit\u00e4tsreserven nicht bedeutet, dass sie inflation\u00e4r wirken. Eine Inflationsmentalit\u00e4t und eine entsprechende Nachfrage nach Gold k\u00f6nnen sich nur entwickeln, wenn die L\u00f6hne \u00fcber mehrere Jahre hinweg deutlich schneller zunehmen als die Produktivit\u00e4t. Schon die immer intensivere internationale Arbeitsteilung wird das verhindern. Im \u00dcbrigen liegen die Kerninflationsraten, bei denen die Preise f\u00fcr Energie und Nahrungsmittel ausgeklammert werden, nahe ein Prozent oder darunter. Bei den steigenden Inflationsraten der vergangenen Monate haben wir es im Grunde lediglich mit einer Verschiebung der relativen Preise zugunsten von Energie und Rohstoffen zu tun: Die Struktur des globalen Wachstums hat sich zulasten der Dienstleistungen und zugunsten der G\u00fcterproduktion verschoben. Wenn der Prozess beendet ist, wird auch die &#8222;Headline&#8220;-Inflation wieder zur\u00fcckgehen. Das d\u00fcrfte sich bereits im Sommer zeigen. An den sogenannten Inflationserwartungen hat sich in den OECD-L\u00e4ndern jedenfalls bislang kaum etwas ge\u00e4ndert. Warum sollte man da Gold kaufen?<\/p>\n<p>In den Schwellenl\u00e4ndern ist die Inflation, wie ich zugebe, eine gr\u00f6\u00dfere, vielleicht sogar eine echte Gefahr, vor allem deswegen, weil diese L\u00e4nder von der Rezession in den reichen L\u00e4ndern verschont geblieben sind (Russland ist die wesentliche Ausnahme). Es gibt praktisch keine Output gaps, das reale Sozialprodukt expandiert mit Raten von etwa sechs Prozent, und die Arbeitslosigkeit sinkt. Daher f\u00e4llt es einigerma\u00dfen leicht, Lohnforderungen durchzusetzen und die hohen Preise f\u00fcr Rohstoffe und Energie an die Verbraucher weiterzugeben. Aus mehreren Gr\u00fcnden wird die Inflation trotzdem auch dort nicht aus dem Ruder laufen: Da die Investitionsquoten sehr hoch sind, nimmt das Angebot ebenfalls kr\u00e4ftig zu, was wiederum die Inflation in Schach h\u00e4lt. Die L\u00f6hne steigen zwar rasch, halten aber Kontakt zu den Zuwachsraten der Produktivit\u00e4t. So war es \u00fcbrigens in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren in der Bundesrepublik &#8211; investitionsgetriebenes hohes Wachstum bei niedriger Inflation. Mit anderen Worten: Auch in den Schwellenl\u00e4ndern wird sich auf absehbare Zeit trotz des Rohstoffbooms keine Inflationsmentalit\u00e4t breit machen. Damit gibt es auch keinen Grund, in Goldanlagen zu fliehen.<\/p>\n<p>Dass weltweit aggressiv Geld gedruckt wird, k\u00f6nnte allerdings ein Inflationsrisiko sein. Bislang mache ich mir aber auch in dieser Hinsicht keine Sorgen &#8211; die Notenbanken in den gro\u00dfen Industriel\u00e4ndern tun das ja, um ein Abrutschen des Preisniveaus in die Deflation zu verhindern. Sollte die Inflation eines Tages tats\u00e4chlich kr\u00e4ftiger ausfallen als erw\u00fcnscht, gibt es gen\u00fcgend wohlerprobte Instrumente, mit denen sie bek\u00e4mpft werden kann. Gold zu kaufen, wenn Deflation droht, ist jedenfalls keine rationale Strategie.<\/p>\n<p>3. F\u00fcr Gold spricht nach Ansicht der Goldlobby zus\u00e4tzlich, dass der Euro auf der Kippe steht und eine veritable globale W\u00e4hrungskrise ins Haus steht. Griechenland, Irland, Portugal und Spanien w\u00fcrden sich wegen ihres untragbaren Schuldendienstes irgendwann in diesem oder im n\u00e4chsten Jahr f\u00fcr zahlungsunf\u00e4hig erkl\u00e4ren m\u00fcssen. Die Betr\u00e4ge, um die es dabei geht, machen ein Vielfaches dessen aus, was nach der Lehman Brothers-Insolvenz vom Herbst 2008 an Forderungen abgeschrieben werden musste: Banken und Versicherungen w\u00fcrden reihenweise Konkurs anmelden, eine Rettung durch die solventen Staaten w\u00e4re praktisch nicht mehr m\u00f6glich, der Euro fl\u00f6ge auseinander und es k\u00e4me zu einem Abwertungslauf. Das Papiergeld w\u00fcrde als das entlarvt, was es ist: Papier. Nur wer \u00fcber Gold verf\u00fcge, k\u00e4me mit heiler Haut davon.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich ist, wer so argumentieren kann und das f\u00fcr logisch h\u00e4lt. Es ist aber aus zwei Gr\u00fcnden ein ziemlicher Quatsch.<\/p>\n<p>Zum Einen werden die n\u00e4chsten zwei Jahre bis zum Auslaufen der jetzigen Rettungspakete daf\u00fcr genutzt werden, eine dauerhafte L\u00f6sung f\u00fcr die Probleml\u00e4nder in der Peripherie Eurolands zu finden. Der Wille, den Euro zu erhalten, ist viel st\u00e4rker, als sich das Au\u00dfenstehende vorstellen. F\u00fcr Europ\u00e4er sind Nationalstaaten, die in jeder Hinsicht souver\u00e4n sind, nicht das Ende der Geschichte. Eine engere wirtschaftliche und politische Union ist f\u00fcr die meisten ein erstrebenswertes Ziel, schon weil sie stabilere demokratische Strukturen und ein h\u00f6heres Ma\u00df an au\u00dfenpolitischer Unabh\u00e4ngigkeit verspricht. Es ist zwar nicht m\u00f6glich, mit Bestimmtheit zu sagen, wie die L\u00f6sung aussehen wird, sie d\u00fcrfte aber die folgenden Elemente enthalten: a. Verl\u00e4ngerung der Laufzeit der Staatsschulden, b. Subventionierung der langfristigen Zinsen, c. Steuererh\u00f6hungen und Ausgabenk\u00fcrzungen in den Schuldnerl\u00e4ndern, d. strenge und durchsetzungsf\u00e4hige Auflagen f\u00fcr Schuldnerl\u00e4nder und Gl\u00e4ubigerl\u00e4nder gleicherma\u00dfen, de facto eine enge Koordinierung der Finanzpolitik wenn nicht sogar ein gro\u00dfer Schritt in Richtung gemeinsame Finanzpolitik &#8211; die Gl\u00e4ubigerl\u00e4nder wollen n\u00e4mlich eine Gegenleistung f\u00fcr die Garantien und Subventionen, die von ihnen erwartet werden. Aber selbst wenn es zu einer Restrukturierung der Schulden kommen sollte (&#8222;haircut&#8220;), wird das den Euro nicht aus der Bahn werfen. Eine Menge kluge Leute werden die erforderlichen Sicherungsmechanismen vorbereiten (hoffe ich jedenfalls).<\/p>\n<p>Das andere Gegenargument betrifft die Markteffekte einer Insolvenz gro\u00dfer europ\u00e4ischer Schuldner, seien es Banken, Versicherungen oder Regierungen. Da die Gl\u00e4ubiger hohe Abschreibungen auf ihre Aktiva vornehmen m\u00fcssten, w\u00fcrde das deflation\u00e4r wirken. Sie machen dann entweder Verluste oder geringere Gewinne, sie m\u00fcssten ihr Kapital wieder aufstocken oder ihre Bilanz verk\u00fcrzen, der Cash Flow st\u00fcnde nicht mehr im selben Ma\u00dfe f\u00fcr Investitionen und Dividenden zur Verf\u00fcgung wie vorher, ihre Risikoaversion nimmt zu, die Kreditvergabe schrumpft &#8211; all das verbunden mit einer Konkurswelle w\u00fcrde geradewegs in eine neue Rezession f\u00fchren. Nicht nur das: Wenn der Abbau von Schulden, also die Sanierung der Bilanzen, f\u00fcr weite Teile der Volkswirtschaft auf einmal h\u00f6chste Priorit\u00e4t hat, wird die Geldpolitik wirkungslos. Es w\u00fcrde wie nach Lehman sein, oder wie nach dem Platzen der japanischen Aktien- und Immobilienblasen. Was soll man mit Gold, also einem Inflations-Hedge, wenn das Preisniveau sinkt?<\/p>\n<p>Ich finde, das Argument, dass Gold einen Nutzen hat, wenn der Euro scheitert, ist das am wenigsten schl\u00fcssige von den Dreien. Ich w\u00fcrde, wenn ich wirklich Angst davor h\u00e4tte, langlaufende schwedische Anleihen kaufen, oder Aktien von europ\u00e4ischen Versorgern &#8211; die haben eine hohe und bislang stabile Dividendenrendite -, au\u00dferdem mein Haus verkaufen, und meinen Zweitwagen ebenfalls. Die Goldkette von der Oma m\u00fcsste auch dran glauben &#8211; tr\u00e4gt ja sowieso kein Mensch mehr.<\/p>\n<p>Ich bin gespannt, ob ich diesmal Recht behalte mit meiner B\u00e4renstory und der Goldblase jetzt die Luft ausgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich m\u00fcsste der Goldpreis in diesen Wochen kr\u00e4ftig steigen, schlie\u00dflich werden die Inflationsprognosen weltweit gerade nach oben angepasst. 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