{"id":361,"date":"2008-09-15T22:32:34","date_gmt":"2008-09-15T20:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/09\/15\/mit-euro-anleihen-durch-die-krise_361"},"modified":"2019-10-02T10:56:48","modified_gmt":"2019-10-02T08:56:48","slug":"mit-euro-anleihen-durch-die-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/09\/15\/mit-euro-anleihen-durch-die-krise_361","title":{"rendered":"Mit Euro-Anleihen durch die Krise"},"content":{"rendered":"<p>Die Weltwirtschaft w\u00e4chst zur Zeit mit Raten von weniger als 1\u00bd%, gemessen am realen BIP und bewertet zu aktuellen Wechselkursen. Raten von weniger als 2% signalisieren gew\u00f6hnlich eine Rezession. So etwas gab es zuletzt 1975. Ein Wendepunkt ist noch nicht in Sicht. Vielmehr deuten alle Fr\u00fchindikatoren darauf hin, dass sich das Wachstum weiter abschw\u00e4chen wird.<\/p>\n<p>Dabei erreicht die amerikanische Finanzkrise immer neue erschreckende Dimensionen. Auch die US-Haushalte haben angesichts fallender Hauspreise und Aktienkurse zunehmend Probleme mit ihren Finanzen und m\u00fcssen den G\u00fcrtel enger schnallen. Das erinnert alles sehr an die japanische Krise, die inzwischen fast 20 Jahre lang anh\u00e4lt. Die USA stehen vor einer &#8222;balance sheet recession&#8220;, die auch mit niedrigen Zinsen und viel Liquidit\u00e4t nicht nachhaltig bek\u00e4mpft werden kann.<\/p>\n<p>Da der Rest der Welt ebenfalls nur noch sehr langsam w\u00e4chst, gehen immerhin die Preise f\u00fcr \u00d6l, Metalle und Nahrungsmittel jetzt stark zur\u00fcck. Aus dem Kaufkraftschock, der die Rezession im Wesentlichen bewirkt hatte, wird eine positive \u00dcberraschung. Die Inflationsraten gehen z\u00fcgig zur\u00fcck und die Leute haben real wieder mehr Geld in der Tasche. Der Abschwung hat aber so viel Eigendynamik entwickelt, dass er auch dadurch nur schwer zu stoppen sein wird. Auf die Schwellenl\u00e4nder, die in den letzten Jahren zum Motor der globalen Wirtschaft geworden waren, ist inzwischen auch nicht mehr Verlass. Einbrechende Aktienm\u00e4rkte und Krisen am Immobilienmarkt sind ein Indiz daf\u00fcr, dass es auch dort zu kostspieligen Fehlinvestitionen gekommen ist, die nun korrigiert werden m\u00fcssen und nun das Wachstum bremsen.<\/p>\n<p>Was kann der Anleger tun? Grunds\u00e4tzlich sollte man die Finger von Aktien lassen, solange die Gewinne wegen der schwachen Nachfrage unter Druck bleiben. Wenn \u00fcberhaupt, dann solche Werte, die von fallenden Rohstoffpreisen profitieren. Da der Dollar wieder abwerten wird, sind amerikanische Exporteure und Multinationals plausible Alternativen. Vor allem aber ist dies eine Zeit f\u00fcr langlaufende Anleihen aus dem Euroraum, einschlie\u00dflich Pfandbriefe und italienische Staatsanleihen. Wenn es so wird wie in Japan, sollte man sich die Portefeuilles voll stopfen damit. Wie viel bringen die 10-j\u00e4hrigen JGBs (Japanese Government Bonds) heute? 1,5%! Selbst am Bondmarkt kann es also gro\u00dfe Kursgewinne geben &#8211; vorausgesetzt die Inflation geht dauerhaft stark zur\u00fcck. Danach sieht es zur Zeit aus.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliches zur wirtschaftlichen Lage in den USA, Euroland, Japan, China und Russland, sowie den damit verbunden Implikationen f\u00fcr Aktien, Bonds und Wechselkurse in meinem neusten Investment Outlook:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2008\/09\/wermuths_investment_outlook_september_2008.pdf\" title=\"Wermuth\u2019s Investment Outlook - September 2008\">Wermuth\u2019s Investment Outlook &#8211; September 2008<\/a>*) (pdf, 239 KB)<\/p>\n<p style=\"line-height: 75%\"><font face=\"Arial\" size=\"1\">*) Den Investment Outlook von Dieter Wermuth in englischer Sprache gibt es einmal im Monat und er wird zun\u00e4chst kostenlos auf Herdentrieb zum Herunterladen bereitgestellt. (ur)<\/font><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltwirtschaft w\u00e4chst zur Zeit mit Raten von weniger als 1\u00bd%, gemessen am realen BIP und bewertet zu aktuellen Wechselkursen. Raten von weniger als 2% signalisieren gew\u00f6hnlich eine Rezession. So etwas gab es zuletzt 1975. Ein Wendepunkt ist noch nicht in Sicht. Vielmehr deuten alle Fr\u00fchindikatoren darauf hin, dass sich das Wachstum weiter abschw\u00e4chen wird. 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