{"id":386,"date":"2008-11-04T20:42:28","date_gmt":"2008-11-04T19:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=386"},"modified":"2008-11-04T20:42:28","modified_gmt":"2008-11-04T19:42:28","slug":"kein-land-kann-sich-von-der-krise-abkoppeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/11\/04\/kein-land-kann-sich-von-der-krise-abkoppeln_386","title":{"rendered":"Kein Land kann sich von der Krise abkoppeln"},"content":{"rendered":"<p>Bisher hatte ich immer gedacht, dass sich so etwas wie die Finanzkrise von 1997\/98 nicht wiederholen w\u00fcrde. Warum? Weil die Schwellenl\u00e4nder ihre Lektionen damals gelernt und in der Folge so solide gewirtschaftet hatten, dass sie nicht mehr von ausl\u00e4ndischen Geldgebern abh\u00e4ngig waren. W\u00e4re es dabei geblieben, h\u00e4tte der Internationale W\u00e4hrungsfonds in nicht allzu ferner Zukunft mangels Bet\u00e4tigungsfeld zumachen k\u00f6nnen. Das ist nicht geschehen, ich habe mich geirrt. Trotz ihrer stark gestiegenen W\u00e4hrungsreserven geraten viele Schwellenl\u00e4nder jetzt in Zahlungsschwierigkeiten. Wie konnte es dazu kommen?<!--more--><\/p>\n<p>Es stimmt schon, dass die Schwellenl\u00e4nder als Gruppe inzwischen zu Netto-Kapitalexporteuren geworden sind &#8211; Netto-Kapitalausfuhren sind der Gegenposten zu den \u00dcbersch\u00fcssen in ihren Leistungsbilanzen. Und diese waren in den vergangenen zehn Jahren gewaltig, sowohl absolut als auch in Relation zu ihrem Sozialprodukt. Im Wesentlichen entsprachen die Leistungsbilanzdefizite der USA und Gro\u00dfbritanniens den \u00dcbersch\u00fcssen der Schwellenl\u00e4nder. Sie schlugen sich in einem bisher nicht gekannten Anstieg der W\u00e4hrungsreserven nieder, aber auch in einer Zunahme der privaten Kapitalexporte. F\u00fcr die Finanzierung ihrer Einfuhren h\u00e4tte den Schwellenl\u00e4ndern ein viel geringeres Reserveniveau gen\u00fcgt &#8211; das Problem war, dass sie lange Zeit bestrebt waren, ihre W\u00e4hrungen unterbewertet zu halten mit dem Ziel, ihre Exporte und damit ihr Wirtschaftswachstum zu stimulieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2008\/11\/int_reserven_0806.gif\" alt=\"W\u00e4hrungsreserven - 0806\" title=\"int_reserven_0806\" \/><\/p>\n<p>Hier lag dann aber auch das Problem. Die Interventionen am Devisenmarkt, also die Abgabe von Inlandsw\u00e4hrung in den Markt, f\u00fchrten zu einer starken Expansion der Geldmenge. Zusammen mit dem raschen Wachstum des BIP ergab das steigende Inflationsraten und relativ hohe Notenbankzinsen. Da abzusehen war, dass W\u00e4hrungen, die k\u00fcnstlich niedrig gehalten wurden, \u00fcber kurz oder lang aufwerten w\u00fcrden, bestand f\u00fcr private Haushalte, Banken und andere Unternehmen in diesen Schwellenl\u00e4ndern ein starker Anreiz, sich in niedrig verzinslichen W\u00e4hrungen wie dem Schweizer Franken, dem Yen, dem Euro und vor allem dem Dollar zu verschulden und damit Projekte im Inland zu finanzieren. Das schlug sich in betr\u00e4chtlichen privaten Kapitaleinfuhren nieder, was die W\u00e4hrungsreserven noch mehr aufbl\u00e4hte und die Wahrscheinlichkeit einer Aufwertung weiter erh\u00f6hte.<\/p>\n<p>\u00dcber den Umfang dieser privaten Kapitalimporte gibt es keine verl\u00e4sslichen Informationen. Er war jedenfalls so betr\u00e4chtlich, dass L\u00e4nder, die diese Strategien nicht durch Kapitalverkehrskontrollen verhinderten, in gr\u00f6\u00dfte Zahlungsschwierigkeiten gerieten, als &#8211; erstens &#8211; die Kreditkrise die Banken in den Hartw\u00e4hrungsl\u00e4ndern zu einer unerwartet restriktiven Politik gegen\u00fcber den Schuldnern zwang und als &#8211; zweitens &#8211; die Aufwertungsphantasie f\u00fcr die W\u00e4hrungen der Schwellenl\u00e4nder verschwand. Einer der Gr\u00fcnde war der Verfall der Rohstoffpreise, ein anderer der R\u00fcckgang der Exporte in die rezessionsgeplagten OECD-L\u00e4nder. Auch eine unterbewertete W\u00e4hrung hilft nicht viel, wenn die amerikanischen, europ\u00e4ischen oder japanischen Kunden gar nicht in der Lage oder willens sind, Geld f\u00fcr Importe auszugeben.<\/p>\n<p>Wenn Kredite nicht mehr problemlos verl\u00e4ngert, sondern vielmehr eingefordert werden, m\u00fcssen sich die Schuldner Fremdw\u00e4hrungen beschaffen. Sie bieten also auf dem Devisenmarkt ihre eigene W\u00e4hrung an. Versucht die Notenbank nicht l\u00e4nger, einen bestimmten Wechselkurs zu halten, wertet die Inlandsw\u00e4hrung mehr oder weniger stark ab, bleibt sie dagegen bei ihrem Wechselkursziel, verliert sie W\u00e4hrungsreserven. Beides verschlechtert zun\u00e4chst tendenziell das Rating des betreffenden Landes, was sich wiederum in noch ung\u00fcnstigeren Kreditkonditionen niederschl\u00e4gt. Ein Nebeneffekt, der die Sache noch verschlimmert, besteht darin, dass die Schuldner Aktiva ver\u00e4u\u00dfern m\u00fcssen, um nicht zahlungsunf\u00e4hig zu werden. Das f\u00fchrt vielfach zu Notverk\u00e4ufen und damit zu einem Einbruch von Aktienkursen und Immobilienpreisen. Die Spirale dreht sich weiter und ist bei freien M\u00e4rkten oft nur schwer zu stoppen. Die Zahlungsprobleme lassen sich ohne Hilfe von au\u00dfen am Ende nicht mehr l\u00f6sen. Der IWF und seine \u00dcberbr\u00fcckungskredite in Dollar und Euro sind wieder gefragt, vielfach aber auch die wichtigsten Handelspartner, oder die EU.<\/p>\n<p>Betroffen sind diesmal nicht Malaysia, Indonesien, Thailand oder Argentinien, sondern Island, Ungarn, die Ukraine, die drei baltischen Staaten, Wei\u00dfrussland, die T\u00fcrkei, Pakistan und S\u00fcdafrika. Auf der Kippe stehen Polen, S\u00fcd-Korea, aber auch drei der vier BRIC-L\u00e4nder, n\u00e4mlich Brasilien, Indien und sogar das reservereiche Russland. Dort haben sich die W\u00e4hrungsreserven der Notenbank in nicht einmal drei Monaten von $597 Mrd. auf $485 Mrd. verringert &#8211; niemand hatte eine Vorstellung davon, wie stark der private Sektor im Ausland tats\u00e4chlich in der Kreide stand. <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2008\/10\/27\/opinion\/27krugman.html\" target=\"_blank\"> Paul Krugman hat vor ein paar Tagen in der New York Times bekannt, wie schockiert er dar\u00fcber ist, dass die Finanzkrise nun auch Russland, Korea und Brasilien erreicht hat.<\/a>.<\/p>\n<p>Es zeigt sich wieder einmal, dass es auf Dauer unm\u00f6glich ist, ohne Kapitalverkehrskontrollen feste Wechselkurse dauerhaft zu verteidigen, es sei denn man verzichtet auf eine autonome Zinspolitik. L\u00e4sst man die Zinsen im Ernstfall allerdings so stark steigen, dass der Wechselkurs da bleibt, wo man ihn haben m\u00f6chte, kann das zu Arbeitslosenquoten im zweistelligen Bereich f\u00fchren. Das l\u00e4sst sich politisch in kaum einem Land durchhalten. Allerdings: Wird eine Krise dennoch einmal durchgestanden, ist neue Glaubw\u00fcrdigkeit der Lohn. Dann gibt es auch wieder niedrige Zinsen. D\u00e4nemark, Schweden und auch die Tschechische Republik haben gezeigt, wie es gehen kann. Die L\u00e4nder, die der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion beitreten m\u00f6chten, m\u00fcssen meistens auch einmal durch ein solches Tal der Tr\u00e4nen. Das Sch\u00f6ne daran ist, dass ein Land nur einmal da durch muss. Wenn es geschafft ist, sinkt die Krisenanf\u00e4lligkeit und es winken vergleichsweise niedrige Realzinsen. Eine andere, nicht ganz so \u00fcberzeugende Alternative, mit der sich Zahlungskrisen vermeiden lassen, besteht darin, seine Geldpolitik per Currency Board auf die EZB oder die Fed zu \u00fcbertragen, das hei\u00dft de facto auf eine eigene Geldpolitik zu verzichten. China wiederum hat Erfolg damit, dass es private Kapitalimporte erschwert.<\/p>\n<p>Hohe W\u00e4hrungsreserven sind, wie wir also gerade lernen, nicht unbedingt ein verl\u00e4ssliches Mittel gegen Abwertungen und Zahlungsunf\u00e4higkeit. Und ein zweites Bretton Woods-Abkommen ist in der Tat ein wichtiges Projekt zur Stabilisierung der Weltfinanzen. Fragt sich nur, welcher Institution das Sagen \u00fcber die globale Geldpolitik \u00fcbertragen werden sollte. Ich h\u00e4tte etwas dagegen, wenn es wieder die Fed w\u00fcrde. Vielleicht reichen ja auch drei oder vier gro\u00dfe W\u00e4hrungsbl\u00f6cke \u00e0 la EU 15 &#8211; dadurch w\u00e4re sichergestellt, dass jeweils der gr\u00f6\u00dfte Teil des Handels und des Kapitalverkehrs in einer einheitlichen W\u00e4hrung  &#8211; der eigenen &#8211; abgewickelt w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher hatte ich immer gedacht, dass sich so etwas wie die Finanzkrise von 1997\/98 nicht wiederholen w\u00fcrde. 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