{"id":5929,"date":"2013-04-26T07:12:44","date_gmt":"2013-04-26T05:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=5929"},"modified":"2013-04-27T12:58:58","modified_gmt":"2013-04-27T10:58:58","slug":"warum-die-inflationsrate-nicht-viel-niedriger-ist-als-sie-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/04\/26\/warum-die-inflationsrate-nicht-viel-niedriger-ist-als-sie-ist_5929","title":{"rendered":"Warum die Inflationsrate nicht viel niedriger ist"},"content":{"rendered":"<p>Der Internationale W\u00e4hrungsfonds geht in seinem neuen <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2013\/01\/index.htm\" target=\"_blank\">World Economic Outlook<\/a> einer Frage nach, die mich auch schon seit einiger Zeit besch\u00e4ftigt: Warum herrscht im Euroland, in Deutschland oder in den USA nicht schon l\u00e4ngst Deflation? Wenn die Inflation so reagiert h\u00e4tte, wie es die \u00f6konomische Analyse der siebziger Jahre und die daraus abgeleiteten Modelle h\u00e4tten erwarten lassen, m\u00fcsste das Preisniveau eigentlich fallen \u2013 so wie das in Japan seit 20 Jahren der Fall ist. Offenbar haben sich die volkswirtschaftlichen Wirkungsmechanismen stark ver\u00e4ndert. In seinem <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2013\/01\/pdf\/c1.pdf#page=2\" target=\"_blank\">Bericht zeigt der IWF<\/a>, dass die amerikanischen Inflationsraten bereits seit 2010 im negativen Bereich liegen m\u00fcssten, wenn sich deren Entwicklung auch heute noch mit den Modellparametern der siebziger Jahre ad\u00e4quat beschreiben lie\u00dfe \u2013 f\u00fcr Ende 2011 erg\u00e4be das im Vorjahresvergleich eine Inflationsrate von etwa -3 Prozent. Minus drei!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5930\" aria-describedby=\"caption-attachment-5930\" style=\"width: 483px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5930\" alt=\"Grafik: WEO, Tats\u00e4chliche unf prognostizierte Inflationsraten der USA\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/WEO_Inflationsraten_70er_vs_aktuell.gif\" width=\"483\" height=\"323\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5930\" class=\"wp-caption-text\">WEO, Tats\u00e4chliche unf prognostizierte Inflationsraten der USA<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die aktuelle Inflation wird nach meinem Verst\u00e4ndnis vor allem von der Outputl\u00fccke bestimmt, der Differenz zwischen der aktuellen und der potenziellen gesamtwirtschaftlichen Produktion, also dem Auslastungsgrad der Kapazit\u00e4ten. Je gr\u00f6\u00dfer die L\u00fccke, desto sch\u00e4rfer ist der Wettbewerb: Die Unternehmen versuchen durch Kampfpreise ihre Produktion zu steigern, um so die Kosten pro St\u00fcck zu senken und ihre Gewinnsituation zu verbessern. Mit anderen Worten, sie haben nur einen geringen oder gar keinen Spielraum f\u00fcr Preiserh\u00f6hungen. Die Auslastung entscheidet zudem dar\u00fcber, wie sich Besch\u00e4ftigung und Arbeitslosigkeit entwickeln. Und davon wiederum h\u00e4ngt es ab, wie stark die L\u00f6hne steigen. Sie sind der bei Weitem wichtigste Kostenfaktor und waren bisher sehr eng mit der Inflation auf der Verbraucherebene korreliert. Hohe Lohnsteigerungen gleich hohe Inflationsraten, und umgekehrt.<\/p>\n<p>Wie die folgenden Schaubilder zeigen, sind die Outputl\u00fccken gewaltig, wenn man nicht gerade die Annahme macht, dass die Wachstumsrate des Produktionspotenzials nach 2008 drastisch gesunken ist. Warum aber sollte es zu einem solchen Einbruch gekommen sein? Die Trends von Produktivit\u00e4t und Arbeitskr\u00e4ftepotenzial, den Komponenten in gesamtwirtschaftlichen Produktionsfunktionen, sind eigentlich recht stabil, \u00e4ndern sich also nicht von einem Jahr auf\u2019s andere, so dass der potenzielle Output normalerweise selbst w\u00e4hrend einer Rezession zunimmt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5932\" alt=\"Grafik: BIP und Trend des Produktionspotenzial der USA\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/USA_BIP_mit_Potenzial_12Q4.gif\" width=\"482\" height=\"324\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5933\" alt=\"GRafik: BIP und Trend des Produktionspotenzial in Euroland\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/Euroland_BIP_mit_Potenzial_12Q4.gif\" width=\"482\" height=\"310\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5934\" alt=\"Grafik: BIP und Trend des Produktionspotenzial Deutschlands\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/DE_BIP_mit_Potenzial_12Q4.gif\" width=\"482\" height=\"324\" \/><\/p>\n<p>Legt man die <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2013\/01\/pdf\/c1.pdf#page=2\" target=\"_blank\">Wachstumsprognosen des IWF<\/a> zugrunde, wird das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in den USA als auch im Euroland um rund 10 Prozent unter seinem Potenzial liegen, und das von Deutschland um etwa 6 Prozent. Selten waren die L\u00fccken so gro\u00df. Ein Blick auf die Besch\u00e4ftigung best\u00e4tigt diesen Befund. Sowohl in den USA als auch im Euroland sieht es am Arbeitsmarkt sehr tr\u00fcbe aus. Was die USA angeht, ist das einigerma\u00dfen \u00fcberraschend. Die US Besch\u00e4ftigung liegt noch immer unter ihrem Niveau von 2007, obwohl das reale Sozialprodukt seit 2010 ziemlich stetig mit j\u00e4hrlichen Raten von zwei Prozent zunimmt. Anders als in Euroland, wo nach einer kurzen Erholungsphase schon wieder Rezession herrscht. Deutschland ist ein erfreulicher Sonderfall: Durch die Kooperation zwischen Unternehmen, Betriebsr\u00e4ten und Gewerkschaften sowie die Strukturreformen zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts ist die Anzahl der Besch\u00e4ftigten trotz der deutlichen Wachstumsverlangsamung fast unaufhaltsam gestiegen.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_5935\" aria-describedby=\"caption-attachment-5935\" style=\"width: 485px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5935\" alt=\"Grafik: Besch\u00e4ftigungsentwicklung in den USA, Euroland und Deutschland seit 1991\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/Besch\u00e4ftigung_US_EA_DE_1991-2012Q4.gif\" width=\"485\" height=\"290\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5935\" class=\"wp-caption-text\">Besch\u00e4ftigungsentwicklung in den USA, Euroland und Deutschland seit 1991<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Schaubilder zeigen, dass sich die Inflationsraten im Verlauf der sogenannten &#8222;gro\u00dfen Rezession&#8220; nach dem Einbruch im Jahr 2009 in einer Spanne von 1 bis 2,5 Prozent eingependelt haben. F\u00fcr das Jahr 2013 erwartet der IWF f\u00fcr die USA 1,8 Prozent, f\u00fcr Euroland 1,7 Prozent, und 1,6 Prozent f\u00fcr Deutschland. Von Deflation also keine Spur. F\u00fcr den IWF wird sich daran auch mittelfristig nennenswert nichts \u00e4ndern: Die prognostizierten Inflationsraten bis 2018 liegen in einer Spanne zwischen 1,5 und etwas \u00fcber 2 Prozent.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5938\" alt=\"Grafik: Lohn- und Preisinflation in den USA, 1971-2012\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/Lohn_Preisinflations_USA_1971-2012.gif\" width=\"485\" height=\"290\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5939\" alt=\"Grafik: Lohn- und Preisinflation in Euroland, 1992-2012\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/Lohn_Preisinflation_Euroland_1992-2012.gif\" width=\"485\" height=\"290\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5940\" alt=\"Graqfik: Lohn- und Preisinflation in Deutschland, 1992-2012\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/04\/Lohn_Preisinflation_Deutschland_1992-2012.gif\" width=\"485\" height=\"290\" \/><\/p>\n<p>Einen Grund f\u00fcr die anhaltende Inflation im positiven Bereich sieht der IWF darin, dass es trotz der Probleme am Arbeitsmarkt keinen R\u00fcckgang der L\u00f6hne geben d\u00fcrfte. Warum das? Weil es inzwischen so viele Langzeitarbeitslose gibt! Die haben, meint der IWF, weitgehend ihre beruflichen Qualifikationen verloren. Die sogenannte strukturelle Arbeitslosigkeit sei dadurch stark gestiegen. Zu denken ist an Bauarbeiter, Banker, Buchh\u00e4ndler oder Flie\u00dfbandarbeiter in der Autoindustrie, ganz abgesehen von den vielen jungen Leuten, die von vornherein au\u00dferhalb des regul\u00e4ren Arbeitsmarkts bleiben. Sie konkurrieren angeblich nicht mehr um offene Stellen und \u00fcben daher keinen Druck auf die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter der Besch\u00e4ftigten aus. Wer einen Job habe, sei daher in einer entsprechend g\u00fcnstigen Verhandlungsposition und k\u00f6nne ausk\u00f6mmliche Lohnerh\u00f6hungen durchsetzen. Im Umkehrschluss hie\u00dfe eine hohe &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; Arbeitslosigkeit \u00fcbrigens, dass die Outputl\u00fccken kleiner w\u00e4ren als in den obigen Schaubildern dargestellt. Die Inflation k\u00f6nnte demnach in einer kommenden Expansionsphase rascher anspringen als erwartet. Diese Gefahr bestehe aber nicht, so der IWF, weil die Inflation nicht mehr so stark auf Schwankungen im Auslastungsgrad reagiere wie fr\u00fcher. Was unter anderem mehr Spielraum f\u00fcr wirtschaftspolitische Stimulierungen schaffe.<\/p>\n<p>Der IWF vermutet zudem, dass die nationale Kapazit\u00e4tsauslastung f\u00fcr die Inflation weniger wichtig ist als die globale. Die internationale Arbeitsteilung nimmt ja weiterhin in gro\u00dfen Schritten zu, so dass das Konzept des Inlandsmarkts immer weniger relevant ist. Der IWF geht nicht n\u00e4her darauf ein \u2013 er m\u00fcsste Belege daf\u00fcr haben, dass der Auslastungsgrad der Weltwirtschaft h\u00f6her ist als der der USA oder Eurolands. Ich kann das nicht erkennen. Ganz im Gegenteil, durch die vielen hundert Millionen Menschen, die in den Schwellenl\u00e4ndern noch aus der Landwirtschaft in die st\u00e4dtischen Berufe und die Industrie abwandern werden, sowie die hohen Zuwachsraten der Produktivit\u00e4t, ergibt sich ein enormer Druck auf die Preise international handelbarer Waren und Dienstleistungen. In den USA lagen die Einfuhrpreise zuletzt um nicht weniger als 2,7 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, in Deutschland um 2,3 Prozent (<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/04\/PD13_148_614.html;jsessionid=BF67C11B6FF0A68B91B16F9A8985A531.cae3\" target=\"_blank\">wie das Stat. Bundesamt am Freitag mitgeteilt hat<\/a>). Das bedeutet, dass von der Au\u00dfenwirtschaft zurzeit deflation\u00e4re Effekte ausgehen \u2013 jedenfalls deutet nicht viel darauf hin, dass aus dem Rest der Welt Inflation importiert wird. Das Argument des IWF taugt also nicht viel zur Erkl\u00e4rung der erstaunlich hohen aktuellen Inflation in den reichen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der W\u00e4hrungsfonds hat einen zweiten Pfeil im K\u00f6cher: Es sei den Notenbanken gelungen, die Inflationserwartungen bei etwa zwei Prozent fest zu verankern. Daf\u00fcr spricht vor allem, dass sich die tats\u00e4chlichen Inflationsraten in den OECD-L\u00e4ndern seit rund zwanzig Jahren um diese Marke pendeln. Die Tarifparteien gingen inzwischen davon aus, dass das so bleiben wird und sie sich daran zu orientieren haben, es sei denn sie haben eine besonders schwache oder starke Position im Markt. Inflation ist irgendwie kein Thema mehr. Wenn die EZB oder die Fed sagen, wir peilen eine Inflationsrate von zwei Prozent an, werde ihnen das geglaubt.<\/p>\n<p>Wenn ich mir allerdings die Rentenm\u00e4rkte ansehe, komme ich zu deutlich anderen Ergebnissen. In den USA, Kanada und Gro\u00dfbritannien beispielsweise liegt die Rendite zehnj\u00e4hriger Staatsanleihen gegenw\u00e4rtig bei 1,7 Prozent. Normalerweise enth\u00e4lt sie einen Aufschlag von vielleicht 0,5 Prozentpunkten f\u00fcr das Risiko, dass die Kurse bei langen Laufzeiten viel st\u00e4rker sinken k\u00f6nnen als bei kurzen. Die bereinigte Rendite liegt daher nur knapp \u00fcber ein Prozent und inflationsbereinigt sogar im Negativen. An den M\u00e4rkten wird offenbar erwartet, dass die Inflationsraten noch um Einiges sinken werden. Anleger lassen sich nicht beeindrucken vom Rotieren der Geldpressen und den gewaltigen Staatsdefiziten. In Japan und in der Schweiz signalisieren die Rentenm\u00e4rkte \u2013 mit Renditen von etwa 0,6 Prozent -, dass Deflation wahrscheinlicher ist als Preisstabilit\u00e4t, geschweige denn Inflation. In geringerem Ma\u00dfe gilt das auch f\u00fcr Deutschland, wo die Rendite zurzeit bei nur 1,2 Prozent liegt.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, ich w\u00fcrde nicht darauf setzen, dass wir es auch k\u00fcnftig in den reichen L\u00e4ndern mit einer stabilen Inflationsrate von etwa zwei Prozent zu tun haben werden. Die Nachrichten aus der Realwirtschaft sind insbesondere in Europa so schlecht, dass ein Abkippen in die Deflation immer noch m\u00f6glich ist. Weil es bisher noch nicht geschehen ist, muss nicht hei\u00dfen, dass es immer so bleiben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Internationale W\u00e4hrungsfonds geht in seinem neuen World Economic Outlook einer Frage nach, die mich auch schon seit einiger Zeit besch\u00e4ftigt: Warum herrscht im Euroland, in Deutschland oder in den USA nicht schon l\u00e4ngst Deflation? 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