{"id":6665,"date":"2013-10-23T21:59:37","date_gmt":"2013-10-23T19:59:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=6665"},"modified":"2013-10-23T22:02:09","modified_gmt":"2013-10-23T20:02:09","slug":"energiewende-darf-nicht-auf-der-strecke-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/10\/23\/energiewende-darf-nicht-auf-der-strecke-bleiben_6665","title":{"rendered":"Energiewende darf nicht auf der Strecke bleiben"},"content":{"rendered":"<p>Unter den zehn zentralen Themen, \u00fcber die die Sozialdemokraten in den n\u00e4chsten Wochen mit der Union verhandeln wollten, fehlte zun\u00e4chst die Energiepolitik. Auch die Umwelt kam nicht vor, ebenso wenig wie die Zukunft des Euro und die Bankenunion. Ich dachte daher, dass sich die Parteien auf diesen Feldern wohl weitgehend einig seien und keinen Handlungsbedarf sahen. Das hat sich seit gestern ge\u00e4ndert \u2013 <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/arbeitsgruppen-grosse-koalition-spd-cdu-csu\" target=\"_blank\" title=\"Artikel auf ZEIT ONLINE\">es gibt neuerdings zw\u00f6lf Arbeitsgruppen<\/a>, und alle drei Themen sind jetzt abgedeckt. Gut so.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBei der Energiepolitik sind die Verhandlungsf\u00fchrer der Umweltminister Peter Altmaier von der CDU und Hannelore Kraft, die sozialdemokratische Ministerpr\u00e4sidentin von Nordrhein-Westfalen und voraussichtliche Spitzenkandidatin der SPD im Wahlkampf 2017. Sie steht der Energiewende hin zu Erneuerbaren skeptisch gegen\u00fcber, jedenfalls was die Beschleunigung des Prozesses betrifft, weil nicht nur E.on und RWE, die gr\u00f6\u00dften deutschen Stromversorger in ihrem Bundesland beheimatet sind, sondern weil die Industrie von NRW im Allgemeinen energieintensiver ist und eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt als in der \u00fcbrigen Bundesrepublik. Sie muss an die Arbeitspl\u00e4tze denken, die durch einen zu schnellen Ausstieg aus der fossilen Stromproduktion verloren gehen k\u00f6nnten. Die Arbeitslosenquote liegt vor allem in den St\u00e4dten des Ruhrgebiets deutlich \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Sie wird daher tendenziell auf die Bremse treten. Sie d\u00fcrfte bei Peter Altmaier auf keinen gro\u00dfen Widerstand treffen. In der kommenden gro\u00dfen Koalition k\u00f6nnte es eine Mehrheit derer geben, denen die Energiewende \u00fcberhaupt nicht schmeckt: Ihnen geht alles viel zu schnell. Sie bremsen lieber als sich noch ehrgeizigere Ziele zu setzen als die alte Bundesregierung.<\/p>\n<p>Vor allem die vier gro\u00dfen und bislang sehr profitablen Unternehmen des Stromoligopols d\u00fcrften ein Interesse daran haben, den Strukturwandel zu verlangsamen. Sie \u2013 und ihre Eigent\u00fcmer \u2013 haben etwas dagegen, zu einem Auslaufmodell zu degenerieren. Von Anfang 2008 bis heute ist der Aktienkurs von E.on um 73,9 Prozent, der von RWE um 73,5 Prozent eingebrochen (man beachte den Gleichlauf!). Im Sommer dieses Jahres hatten die Verluste sogar fast 80 Prozent erreicht. Seit der Bundestagswahl vom 22. September hatten die Kurse aber wieder kr\u00e4ftig zugelegt, sind aber nach wie vor sehr niedrig. Die Abstrafung der Gr\u00fcnen hat bei den Versorgern an den B\u00f6rsen ein kleines Kursfeuerwerk ausgel\u00f6st. Trotzdem haben E.on und RWE in den vergangenen knapp sechs Jahren zusammen 152 Milliarden Euro an Marktwert verloren. EnBW und Vattenfall, die beiden anderen Oligopolisten, d\u00fcrften kaum besser abgeschnitten haben. F\u00fcr diese Unternehmen ist die Aufnahme von Eigenkapital sehr teuer geworden und sie werden nicht mehr in der Lage sein, die hohen Dividenden zu zahlen, die sie zu den Lieblingen der konservativen Anleger gemacht hatten. Die Aktien waren bislang eine Alternative zu Bundesanleihen, nur mit viel h\u00f6heren Aussch\u00fcttungen. Das ist vorbei.<\/p>\n<p>Wenn die Expansion der erneuerbaren Energien so weitergeht wie bisher, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die traditionellen Kraftwerke nur noch eine Rolle als Puffer spielen. Sie kommen in nicht allzu ferner Zukunft nur dann zum Einsatz, wenn weder der Wind weht noch die Sonne scheint, wenn alle Stromspeicher leer sind und kein Strom aus dem Ausland importiert werden kann. Es liegt auf der Hand, dass so etwas nur sehr selten passieren wird. Da inzwischen etwa ein Viertel des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammt, gibt es ein \u00dcberangebot an Strom.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6666\" aria-describedby=\"caption-attachment-6666\" style=\"width: 482px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/Stromerzeugung_Anteil_Erneuerbare_1990-2012.gif\" alt=\"Grafik: Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung 1990-2012\" width=\"482\" height=\"316\" class=\"size-full wp-image-6666\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6666\" class=\"wp-caption-text\">Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung 1990-2012 (in Prozent)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Ein Indiz f\u00fcr das \u00dcberangebot ist, dass sich Unternehmen an der Leipziger Stromb\u00f6rse gelegentlich per Termin eine Kilowattstunde f\u00fcr 5 Cent oder weniger kaufen k\u00f6nnen, ein anderes, dass sich die Abschaltung der Atomkraftwerke bei der Versorgungssicherheit \u00fcberhaupt nicht bemerkbar gemacht hat. Nicht nur das: Der deutsche Gro\u00dfhandelspreis f\u00fcr Strom ist seit dem Fr\u00fchjahr 2011 um etwa ein Drittel gesunken.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6667\" aria-describedby=\"caption-attachment-6667\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/Grosshandelsstrompreis_DE.gif\" alt=\"Grafik: Grosshandelreis f\u00fcr Strom in Deutschland (Quelle: Economist, , Oct 12th 2013 )\" width=\"290\" height=\"281\" class=\"size-full wp-image-6667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6667\" class=\"wp-caption-text\">Grosshandelspreis f\u00fcr Strom in Deutschland (Quelle: Economist, Oct 12th 2013)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die Kombination von langfristig garantierten Abnahmepreisen f\u00fcr die Lieferanten von &#8222;gr\u00fcnem&#8220; Strom, der Verpflichtung der Netzbetreiber, diesen Strom stets vorrangig einzuspeisen sowie dem Verfall der Investitionskosten in der Photovoltaik hat die Installation von Solarpaneelen auf Hausd\u00e4chern und Feldern zu einer attraktiven Geldanlage f\u00fcr (fast) Jedermann gemacht. Die Energiegenossenschaften sprie\u00dfen nur so aus dem Boden und die Banken freuen sich \u00fcber ein profitables Gesch\u00e4ftsfeld, vor allem die Volksbanken. Letztlich garantiert ja der Staat die Zins- und Tilgungsleistungen der Schuldner. Die Sache w\u00fcrde sich inzwischen auch dann rechnen, wenn die Einspeiseverg\u00fctungen niedriger w\u00e4ren. Hauptgrund: Die \u00dcberschwemmung des Marktes mit immer billigeren Solaranlagen aus China. Da machen sich der technische Fortschritt und die sinkenden Kosten bei Massenproduktion bemerkbar. Manche nennen das Dumping, aber f\u00fcr die Stromverbraucher, die Installateure und die Umwelt sind das eher gute Nachrichten.  <\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/briefing\/21587782-europes-electricity-providers-face-existential-\n\nthreat-how-lose-half-trillion-euros\" target=\"_blank\" title=\"Economist - How to lose half a trillion euros\">Economist vom 12. Oktober<\/a> findet sich auf Seite 24 ein Schaubild, aus dem hervorgeht, dass die Installation von einem Kilowatt Spitzenleistung von Anfang 2007 bis zum Fr\u00fchjahr 2013 von 4,7 Euro auf 1,7 Euro gesunken ist. Das ist ein R\u00fcckgang von 64 Prozent!<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6668\" aria-describedby=\"caption-attachment-6668\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/Solar-Kosten_und_EE-Subventionen.gif\" alt=\"Grafik: Installationskosten f\u00fcr Solaranlagen und Subventionen f\u00fcr Erneuerbare Energien (Quelle: Economist, Oct 12th 2013)\" width=\"290\" height=\"281\" class=\"size-full wp-image-6668\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6668\" class=\"wp-caption-text\">Installationskosten f\u00fcr Solaranlagen und Subventionen f\u00fcr Erneuerbare Energien (Quelle: Economist, Oct 12th 2013)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Bei Windr\u00e4dern gibt es ein \u00e4hnliches Ph\u00e4nomen: Durch den Einbau neuer Generatoren, Getriebe und Rotoren l\u00e4sst sich die Stromerzeugung nachhaltig steigern, ohne dass die Anzahl der Windr\u00e4der gro\u00df vermehrt werden m\u00fcsste. Darauf weist etwa Matthias Willenbacher hin, der Mitbegr\u00fcnder von Juwi, einem f\u00fchrenden Projektentwickler f\u00fcr Anlagen der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Sein Buch &#8222;Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin&#8220; ist ein Playdoyer f\u00fcr den rapiden Ausbau der alternativen und dezentralen Stromproduktion, ohne Abstriche bei der Sicherheit der Versorgung. Es hat sich zu einem Bestseller gemausert. Willenbacher will seine Anteile am Unternehmen an Energiegenossenschaften verschenken, wenn bis 2020 der gesamte Strom des Landes aus erneuerbaren Quellen kommt. Zurzeit liegt das Ziel der Regierung bei (mindestens) 35 Prozent. Vor allem im Vergleich zu den fr\u00fcher \u00fcblichen Subventionen f\u00fcr Kohle und Atomstrom w\u00fcrde der Umstieg nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel kosten.<\/p>\n<p>Ich zitiere mal aus dem Buch: \u201eDer Wechsel im System wird dazu f\u00fchren, dass wir ohne eine nennenswerte Erh\u00f6hung der Anlagenzahl (also der Windr\u00e4der) in der Lage sind, rund 60 Prozent des deutschen Strombedarfs durch Windenergie zu decken. Und das, ohne gleichzeitig bei starken Windgeschwindigkeiten die Gesamtleistung \u00fcber den Bedarf hinaus deutlich zu erh\u00f6hen. Wir erhalten so etwa sechsmal so viel Strom bei nahezu gleicher Anlagenzahl. Auch im Hinblick auf das Landschaftsbild und den Naturschutz ist das eine wichtige Nachricht. Es ist gen\u00fcgend Potenzial und Platz da, um den entscheidenden Beitrag zur Energiewende zu leisten.\u201c (Seite 129)<\/p>\n<p>Der vorigen Graphik aus dem Economist ist \u00fcbrigens zu entnehmen, dass erneuerbare Energien 2013 mit etwa 17 Milliarden Euro subventioniert werden d\u00fcrften. Das entspricht 0,62 Prozent des diesj\u00e4hrigen BIP. Da gibt es also noch Luft nach oben, wenn man nur wollte. Vor allem m\u00fcsste man versuchen, die etablierten Produzenten und Verteiler von Strom mit ins Boot zu nehmen. Am besten sollten sie an der Energiewende mitverdienen, und zwar durch Geb\u00fchren f\u00fcr das Vorhalten von Reservekapazit\u00e4ten und Netzen, durch Einnahmen aus der Energieberatung, durch Beteiligungen an lokalen Stromanbietern und nat\u00fcrlich durch den (r\u00fcckl\u00e4ufigen) Verkauf von Strom. Auf Dauer aber w\u00fcrden Hausbesitzer und Bauern im Nebenerwerb die wichtigsten Anbieter von Strom werden. Jedes Oligopol hat sich einmal \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Wenn nahezu der gesamte Strom eines Tages aus erneuerbaren Quellen stammt und bei der Elektromobilit\u00e4t der Durchbruch gel\u00e4nge, w\u00fcrde das Wunder f\u00fcr die Umwelt bewirken. Wichtig ist, dass in den benachbarten L\u00e4ndern eine \u00e4hnliche Strategie verfolgt w\u00fcrde. Die Sache hat n\u00e4mlich einen Haken: Die r\u00fcckl\u00e4ufige Nachfrage nach \u00d6l, Kohle oder Gas reduziert die Preise dieser Energietr\u00e4ger, was den Umstieg auf Erneuerbare finanziell weniger attraktiv macht. Vermutlich ist das jedoch kein kriegsentscheidender Einwand, denn auf Dauer sind Sonne und Wind nicht zu schlagen \u2013 ihre Grenzkosten liegen bei Null. Im \u00dcbrigen ist die deutsche Energiepolitik zunehmend ein Rollenmodell, das die meisten L\u00e4nder der EU \u00fcbernehmen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Die Energiewende ist bisher eine Erfolgsstory. Eine ganz neue Industrie ist entstanden, die sich auf den Weltm\u00e4rkten ausgezeichnet schl\u00e4gt und in der immer mehr moderne Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Insgesamt gab es bereits 2012 &#8222;brutto&#8220; knapp 370.000 Arbeitspl\u00e4tze im Bereich Erneuerbare Energien. Vor allem in den neuen Bundesl\u00e4ndern ist die Branche zu einem Jobmotor geworden.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6669\" aria-describedby=\"caption-attachment-6669\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Branchen_Beschaeftigung.jpg\" alt=\"Grafik: Besch\u00e4ftigungseffekte durch Erneuerbare Energie (Quelle: www.unendlich-viel-energie.de)\" width=\"494\" height=\"386\" class=\"size-full wp-image-6669\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Branchen_Beschaeftigung.jpg 494w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Branchen_Beschaeftigung-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6669\" class=\"wp-caption-text\">Besch\u00e4ftigungseffekte durch Erneuerbare Energie (Quelle: www.unendlich-viel-energie.de)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Zudem ist die neue Industrie, gemessen an den Patentanmeldungen, \u00e4u\u00dferst innovativ. Die Anzahl der Patente ist von 2005 bis 2012 von rund 400 auf 2.200 gestiegen.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_6670\" aria-describedby=\"caption-attachment-6670\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Patentanmeldungen.jpg\" alt=\"Grafik: Patentanmeldungen im Bereiche Erneuerbare Energien (Quelle: www.unendlich-viel-energie.de)\" width=\"494\" height=\"364\" class=\"size-full wp-image-6670\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Patentanmeldungen.jpg 494w, https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2013\/10\/EE_Patentanmeldungen-300x221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6670\" class=\"wp-caption-text\">Patentanmeldungen im Bereiche Erneuerbare Energien (Quelle: www.unendlich-viel-energie.de)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Es konnte allerdings nicht ausbleiben, dass der Wettbewerb durch die selektiven finanziellen Anreize des Staates vielfach verzerrt worden ist. Die neue Regierung sollte noch einmal einen gro\u00dfen Schritt wagen, damit der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird, sich dann aber langsam zur\u00fcckziehen, \u00dcbergangsfristen einr\u00e4umen und das Feld den marktwirtschaftlichen Kr\u00e4ften \u00fcberlassen, allerdings innerhalb eines regulatorischen Rahmens, der die \u00fcbrigen Priorit\u00e4ten der Gesellschaft ber\u00fccksichtigt. Warum sind ausgerechnet energieintensive Unternehmen von der Umlage befreit, warum profitieren nicht auch Haushalte von den stark gesunkenen Gro\u00dfhandelspreisen f\u00fcr Strom, warum brauchen wir gigantische Offshore-Anlagen und Stromautobahnen, wenn es dezentrale Systeme auch tun w\u00fcrden? Die Liste lie\u00dfe sich beliebig verl\u00e4ngern. Zurzeit ist die sogenannte Allokation der Ressourcen nicht optimal. Ich hoffe, dass Peter Altmaier und Hannelore Kraft das auch so sehen und die richtigen Weichen stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter den zehn zentralen Themen, \u00fcber die die Sozialdemokraten in den n\u00e4chsten Wochen mit der Union verhandeln wollten, fehlte zun\u00e4chst die Energiepolitik. Auch die Umwelt kam nicht vor, ebenso wenig wie die Zukunft des Euro und die Bankenunion. 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