{"id":96,"date":"2006-11-28T19:21:42","date_gmt":"2006-11-28T18:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=96"},"modified":"2006-11-28T19:21:42","modified_gmt":"2006-11-28T18:21:42","slug":"steingarts-weltkrieg-um-wohlstand-ein-verriss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2006\/11\/28\/steingarts-weltkrieg-um-wohlstand-ein-verriss_96","title":{"rendered":"Steingarts &#8222;Weltkrieg um Wohlstand&#8220; &#8211; ein Verriss"},"content":{"rendered":"<p>Gabor Steingart ist mit seinem j\u00fcngsten Werk &#8222;Weltkrieg um Wohlstand&#8220; angetreten, den Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg erneut herauf zu beschw\u00f6ren. Einen Mythos gegen den Paul Krugman schon in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts klug, aber wie es scheint vergebens, angeschrieben hat. Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist ein \u00e4rgerliches Buch. Da es aber offenbar eine hohe Auflage erreichen wird und mit dem Anspruch auftritt, uns die Weltwirtschaft einmal umfassend zu erkl\u00e4ren, will ich es nicht unkommentiert lassen. Zumal es den Segen von Bert R\u00fcrup, dem Vorsitzenden des Sachverst\u00e4ndigenrats, zu haben scheint, der, wie Steingart in seiner Danksagung schreibt, sein Buchprojekt begleitet hat, und es daher m\u00f6glicherweise sogar die Meinung der akademischen Mehrheit hierzulande widerspiegelt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Botschaft des Buches, ausgebreitet auf 400 Seiten und im wesentlichen gewonnen durch die Extrapolation von allseits bekannten Trends, lautet: die Asiaten werden immer reicher, Europa schrumpft dahin, auch im Vergleich zu den USA, und wir k\u00f6nnen nicht viel dagegen tun. Bescheidene Lichtblicke im Dunkel b\u00f6ten sich, wenn wir die Budgetdefizite des Staates durch eine Art Notopfer der Reichen beseitigen, unsere Freihandelszone um Amerika erweitern und den unfairen, aber schlauen Chinesen mit Protektionismus drohen, sollten sie sich auch weiterhin nicht an die Spielregeln halten. Weder die Diagnose, noch die Prognose und die Rezepte k\u00f6nnten schlichter nicht sein. Schlicht muss nicht immer gleich falsch sein, hier aber trifft es allemal zu.<\/p>\n<p>Warum soll es einen Weltkrieg um Wohlstand geben? Weltkrieg bedeutet f\u00fcr mich einen Krieg, in dem sich die gro\u00dfen L\u00e4nder gegenseitig zerst\u00f6ren &#8211; wo dabei der Wohlstand bleibt, ist Steingarts Geheimnis. Tats\u00e4chlich redet er auch nicht wirklich \u00fcber Krieg, nicht mal \u00fcber einen Wirtschaftskrieg. Im Grunde thematisiert er nur die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, mit denen die einzelnen Volkswirtschaften wachsen. Der Titel des Buches ist irre f\u00fchrend, aber wir wissen schon was gemeint ist. Steingart sieht die Globalisierung als ein Nullsummenspiel, in dem die einen, das sind vor allem Indien und China, nur gewinnen k\u00f6nnen, wenn die anderen, also wir sklerotischen Europ\u00e4er und die nicht minder sklerotischen Japaner, verlieren. Dass alle L\u00e4nder durch eine intensivere internationale Arbeitsteilung, wie wir sie zur Zeit wieder einmal sehr anschaulich erleben, wohlhabender werden, f\u00e4llt ihm nicht auf. Seit Jahren w\u00e4chst das Sozialprodukt der Welt real mit Raten zwischen 3 \u00bd und 5 Prozent, so rasch wie seit Menschengedenken nicht, und alle L\u00e4nder nehmen daran teil, seit Neuestem auch die europ\u00e4ischen. Der Wohlstand nimmt \u00fcberall zu, wenn auch nicht f\u00fcr jeden einzelnen &#8211; wie das bei Strukturwandel eben so ist -, aber der Mechanismus, der das bewirkt, hei\u00dft nicht Krieg, sondern Handel und Kapitalverkehr, also Kooperation, und damit das genaue Gegenteil von Krieg.<\/p>\n<p>Aufgeregt versucht der Autor nachzuweisen, dass die gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften binnen kurzem China und Indien sein werden. Wen \u00fcberrascht das? Schon wenn das Pro-Kopf-Einkommen in diesen beiden L\u00e4ndern ein Viertel des amerikanischen erreicht hat, ist ihr Sozialprodukt insgesamt jeweils so gro\u00df wie das der USA. Ganz einfach deshalb, weil ihre Bev\u00f6lkerung etwa viermal so gro\u00df ist. Warum sollen die armen Chinesen und Inder nicht das erste Viertel auf dem Weg zu mehr Wohlstand sehr rasch zur\u00fccklegen? Sie sind sparsam und arbeitsam, und immer breiteren Bev\u00f6lkerungsschichten wird zunehmend klar, dass eine gute Ausbildung der Schl\u00fcssel zu Aufstieg und Wohlstand ist.<\/p>\n<p>Wenn man sich ansieht, wie hoch die Sparquoten und die Investitionsquoten in diesen beiden L\u00e4ndern sind, muss man sich fragen, warum deren Lebensstandard auf Dauer nicht sogar h\u00f6her sein wird als im Westen. Rechnen wir einmal: angenommen, das BIP pro Kopf, gemessen zu Kaufkraftparit\u00e4ten, wie sie der Internationale W\u00e4hrungsfonds auf der Basis von Indikatoren wie Energieverbrauch, Anzahl der Autos oder Mobiltelefone, oder der Produktion von Zement, Stahl oder Nahrungsmitteln sch\u00e4tzt, sei in den USA heute 100, in China dagegen nur 20. Unterstellt man weiter, dass sich die Pro-Kopf-Einkommen in den USA wie bisher um 2 Prozent j\u00e4hrlich erh\u00f6ht, in China dagegen um 8 Prozent. Dann erreicht das chinesische Pro-Kopf-Einkommen in genau vier Jahren bereits ein Viertel des amerikanischen &#8211; und die Sozialprodukte der beiden L\u00e4nder w\u00e4ren gleich gro\u00df. Bei diesen Wachstumsraten w\u00fcrde es nur weitere 24 Jahre dauern, bis sich die Pro-Kopf-Gr\u00f6\u00dfen angeglichen h\u00e4tten, und das Bruttoinlandsprodukt Chinas zu Kaufkraftparit\u00e4ten viermal so gro\u00df w\u00e4re wie das der USA. Das sind doch Zahlen, oder? Vielleicht k\u00e4me es dann doch noch zu einem echten Weltkrieg, bei dem es dann aber vermutlich um Energie und Rohstoffe gehen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Ich will mit dem kleinen Beispiel nur zeigen, dass ich mich ebenfalls mit exponentiellen Zeitreihen auskenne &#8211; vor allem wei\u00df ich aber, dass man mit dem Extrapolieren der aktuellen Trends nicht weit kommt und fast immer falsch liegt. Man darf ja auch nicht das prozentuale Gr\u00f6\u00dfenwachstum des ersten Lebensjahres eines Menschen f\u00fcr die kommenden 70 oder 80 Jahre fortschreiben; am Ende k\u00f6nnte man den Mond mit der Hand herunterholen.<\/p>\n<p>Junge Volkswirtschaften expandieren rasch, vorausgesetzt die Wirtschaftspolitik begeht keine gro\u00dfen Fehler. Im Verlauf der Jahre geht es dann weniger schnell voran, und schlie\u00dflich landen sie bei Pro-Kopf-Zuwachsraten, oder genauer: Pro-Arbeitsstunden-Zuwachsraten des BIP, die in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 2 Prozent liegen. So war es in Japan und Deutschland nach dem Krieg. Taiwan, Korea und Malaysia sind auf dem Weg dahin, und es wird in China und Indien auch so kommen. Dass sie schlie\u00dflich einen viel gr\u00f6\u00dferen Anteil am Sozialprodukt der Welt haben werden als die USA oder die EU ist ziemlich wahrscheinlich.<\/p>\n<p>So what? Was lernen wir? Hauptsache ist doch, dass der eigene Wohlstand m\u00f6glichst gro\u00df ist und nicht, dass das Land, in dem man lebt, gro\u00df und m\u00e4chtig ist. Gro\u00dfes Sozialprodukt ist nicht gleich gro\u00dfes Gl\u00fcck. Die reichsten L\u00e4nder der Welt hei\u00dfen Luxemburg, Schweiz, Norwegen, Singapur, Hongkong oder Irland &#8211; sie sind allesamt klein.<\/p>\n<p>Eine Unterstellung in Steingarts Kriegsschm\u00f6ker lautet, dass es gef\u00e4hrlich f\u00fcr uns wird, wenn diese &#8222;Asiaten&#8220; einmal so reich sind wie wir. Ich zitiere: &#8222;<i>Die neue St\u00e4rke der Asiaten f\u00fchrt zur Schw\u00e4chung des Westens. Ihr Aufstieg ist unser Abstieg. In Europa sind schon heute Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung zu besichtigen. In Amerika wachsen Handelsbilanzdefizite und der Schuldenstand der Privathaushalte. Viele bezahlen den noch immer wachsenden Konsum mit neuen Krediten, also einem Teil jener Zukunft, die sie dadurch zerst\u00f6ren. Lange kann sich der Westen diese Gegenwart nicht mehr leisten.<\/i>&#8220; (S. 12) &#8222;Ihr Aufstieg ist unser Abstieg&#8220; Das kann ja im Ernst nur hei\u00dfen, dass sie f\u00fcrs Erste schneller wachsen als die &#8222;alten&#8220; Industriel\u00e4nder, es hei\u00dft aber auf keinen Fall, dass wir auch absolut absteigen. Es klingt aber so. Wir sind bereits an der Spitze der weltweiten Einkommenspyramide angelangt, da m\u00fcssen die Wachstumsraten einfach abnehmen. Entscheidend ist doch, dass die Produktivit\u00e4t weiter zunimmt, dass man Jahr f\u00fcr Jahr f\u00fcr seinen Einsatz an Arbeit und Kapital mehr bekommt &#8211; und das ist immer noch der Fall. Wir werden immer noch reicher, und die Inder und Chinesen helfen uns im \u00fcbrigen dabei, weil sie uns zwingen, uns auf das zu konzentrieren, was wir am besten k\u00f6nnen. Das ist eine Bedingung f\u00fcr die Vorteilhaftigkeit des internationalen Handels.<\/p>\n<p>Keine Frage, die flei\u00dfigen Asiaten werden viel rascher wohlhabend als wir: Sie kombinieren billige Arbeitskraft mit moderner Technik, was so bei uns nicht mehr m\u00f6glich ist. Zudem gibt es bei ihnen einfach viel mehr lohnende Investitionsm\u00f6glichkeiten. Aus einst kapitalarmen L\u00e4ndern werden dadurch kapitalreichere L\u00e4nder, aber noch sind sie im Schnitt bettelarm. Wenn man nicht so miesepetrig und defensiv in die Welt gucken w\u00fcrde wie Steingart, w\u00fcrde man vor allem die tollen Gelegenheiten f\u00fcr unsere Ausfuhren und &#8211; ja auch das &#8211; f\u00fcr Direktinvestitionen in diesen L\u00e4ndern sehen. Deutschland war immer einer der Hauptprofiteure von raschem Wachstum im Ausland. Meines Wissens hat sich nichts Grundlegendes an Wirtschaftsstruktur oder Unternehmergeist hierzulande ge\u00e4ndert, dass wir jetzt auf einmal an uns selbst zweifeln sollten.<\/p>\n<p>In einem hat Steingart nat\u00fcrlich recht: Es gibt heute vermutlich relativ mehr Verlierer im Globalisierungsprozess als fr\u00fcher. Das hat mit der Teilnahme von Hunderten von Millionen Asiaten und Lateinamerikanern am weltweiten Arbeitsmarkt zu tun. Einen nicht nur absolut, sondern auch relativ so starken Anstieg des Arbeitsangebots hat es seit der Kolonialzeit oder dem Beginn des Industriezeitalters nicht gegeben. Die Ursachen liegen auf der Hand: ein dramatischer R\u00fcckgang der Transportkosten, durch das Internet eine nahezu perfekte Transparenz der M\u00e4rkte f\u00fcr Inputs und Outputs, die Implosion der Planwirtschaften und im gro\u00dfen Ganzen zunehmend liberale Bedingungen f\u00fcr Au\u00dfenhandel und Kapitalverkehr. All das hat sich nahezu zeitgleich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ereignet und kommt daher jetzt mit so gro\u00dfer Wucht \u00fcber uns. Solange Arbeit im Weltma\u00dfstab so reichlich bleibt, wird sich daran nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Insbesondere einfache Jobs wie die vieler Industriearbeiter sind unter intensiven internationalen Konkurrenzdruck geraten und verschwinden. Das \u00e4hnelt dem, was wir aus der Landwirtschaft kennen. Fr\u00fcher waren vierzig oder f\u00fcnfzig Prozent der Bev\u00f6lkerung mit der Produktion von Nahrungsmitteln besch\u00e4ftigt, heute reichen zwei Prozent &#8211; und sie bescheren uns dar\u00fcber hinaus noch \u00dcbersch\u00fcsse, die wir dann in den Entwicklungsl\u00e4ndern entsorgen m\u00fcssen. Aber das ist ein anderes Thema. In den USA n\u00e4hert sich der Anteil der in der Industrie Besch\u00e4ftigten an der Gesamtbesch\u00e4ftigung der 10-Prozent-Marke. Trotzdem nimmt die dortige Industrieproduktion Jahr f\u00fcr Jahr um etwa 2 Prozent zu. Anders als das Steingart behauptet, erleben wir weder in den USA noch in Europa einen Deindustrialisierungsprozess &#8211; nur der Anteil der Industrie an der Wertsch\u00f6pfung und der Besch\u00e4ftigung geht zur\u00fcck, nicht aber deren Output. Der Sektor ist weiterhin quicklebendig &#8211; trotz der sogenannten Billigkonkurrenz aus dem Ausland.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Industriearbeiter, der gerade freigesetzt wurde, ist das kein Trost. Es geht daher hierzulande und in allen anderen reichen L\u00e4ndern darum, wie die Gewinner die Verlierer entsch\u00e4digen k\u00f6nnen. Der Kuchen ist ja durch die Globalisierung, also die produktivit\u00e4tssteigernde internationale Arbeitsteilung, nicht kleiner sondern gr\u00f6\u00dfer geworden, so dass Verteilungsspielraum durchaus vorhanden ist. Um die Mittel daf\u00fcr zu mobilisieren, stellt sich Steingart eine Mischung aus den folgenden Ma\u00dfnahmen vor: eine Verm\u00f6gensabgabe f\u00fcr die gut verdienenden Gewinner der Globalisierung, den Umbau der Sozialsysteme &#8211; weg von arbeitsbezogenen Abgaben, hin zur Finanzierung \u00fcber Steuern &#8211; sowie europ\u00e4ischen Mindeststeuern f\u00fcr Unternehmen. Ob ein Notopfer a la Erzberger funktionieren wird, darf angesichts der Mobilit\u00e4t der bessergestellten Schichten bezweifelt werden, die beiden anderen Vorschl\u00e4ge finde ich dagegen gut und praktikabel. Vermutlich m\u00fcssen auch die indirekten Steuern weiter an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>Leider geht Steingart nicht darauf ein, wie man Arbeitslosigkeit im Vorfeld bek\u00e4mpfen kann. Da, denke ich, sollte man sich vor allem die skandinavischen Modelle zum Vorbild nehmen. In Schweden oder D\u00e4nemark setzt man auf eine sorgf\u00e4ltige Erziehung der Kinder, unter anderem auch zur echten Mehrsprachigkeit, die F\u00f6rderung der betrieblichen Ausbildung &#8211; unser Erfolgsmodell &#8222;duale Ausbildung&#8220; w\u00fcrde eine wichtige S\u00e4ule bleiben -, die unverz\u00fcgliche Weiterbildung, wenn jemand arbeitslos wird, eine h\u00f6here Frauenerwerbsquote, liberale Einwanderungsregeln f\u00fcr gut qualifizierte Arbeitnehmer, das nach hinten offene Ende der Lebensarbeitszeit, sowie den Druck auf Arbeitslose, auch Jobs anzunehmen, die schlechter bezahlt sind als die alten, wenn es diese nicht mehr gibt. Die Dienstleistungsm\u00e4rkte sollten entschlossener liberalisiert und berufsst\u00e4ndische Kartelle verboten werden.<\/p>\n<p>Wenn wir schon so viel Angst vor den Asiaten haben, warum machen wir es nicht zu unserer Top-Priorit\u00e4t, das bestqualifizierte Humankapital heranzubilden und die Bedingungen f\u00fcr Unternehmensgr\u00fcndungen und Investitionen st\u00e4ndig zu verbessern? Wir k\u00f6nnen unseren Vorsprung, unseren \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfen Wohlstand nur dadurch sichern, dass wir Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten, die gefragt sind und mit denen sich gute Preise erzielen lassen. Dazu braucht man vermutlich bessere Universit\u00e4ten und Technische Hochschulen als wir sie heute haben. Manchmal \u00fcberkommt mich das Gef\u00fchl, dass wir von der Substanz leben. Warum werden die meisten High-Tech-Unternehmen in den USA gegr\u00fcndet und nicht bei uns? Warum haben wir so wenige Nobelpreistr\u00e4ger in den Naturwissenschaften? Es ist h\u00f6chste Zeit, dass hier umgesteuert wird. Steingart allerdings sieht auf diesem Feld leider keinen Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Die oben geschilderten Mikro-L\u00f6sungen sind nur der eine Aspekt, Makroans\u00e4tze der andere, auch wenn diese in den letzten Jahrzehnten von der herrschenden Lehre alles andere als angepriesen wurden. Steingart ist offenbar gar nicht klar, dass es so etwas wie Makro-Politik \u00fcberhaupt gibt. Wie k\u00f6nnen wir wieder dahinkommen, dass es mehr offene Stellen als Jobsuchende gibt? In L\u00e4ndern mit Vollbesch\u00e4ftigung, wo das der Fall ist, sind die Wachstumsraten des Sozialprodukts durchwegs h\u00f6her als bei uns, insbesondere in den USA und in Gro\u00dfbritannien. Das kommt nicht allein von super-flexiblen Arbeitsm\u00e4rkten und dem Fehlen sozialer Absicherung, sondern nicht zuletzt auch von einer geschickteren Makropolitik.<\/p>\n<p>Angesichts der offenbar dauerhaft niedrigen Inflation, die ein Nebenprodukt der Globalisierung ist, sowie der inzwischen solide verankerten (niedrigen) Inflationserwartungen hat die Wirtschaftspolitik mehr Spielraum f\u00fcr expansive Strategien als sie denkt. Insbesondere k\u00f6nnen wir uns bis auf Weiteres einen realen Notenbankzins von nur ein bis zwei Prozent erlauben, ebenso wie eine Abwertung des Euro, was im Notfall Dollarank\u00e4ufe durch die EZB bedeuten w\u00fcrde. Vom letzteren bin ich allerdings doch nicht so \u00fcberzeugt, wenn ich es mir recht \u00fcberlege, denn das w\u00fcrde das sch\u00f6ne &#8211; und lukrative &#8211; Ziel infrage stellen, aus dem Euro eine Reservew\u00e4hrung vom Rang des Dollar zu machen.<\/p>\n<p>Auch die Finanzpolitik k\u00f6nnte wachstumsorientierter ausgerichtet sein als bisher. Wie wir gerade erleben, verschwinden die \u00f6ffentlichen Defizite fast \u00fcber Nacht, wenn man der Wirtschaft mal f\u00fcr eine Weile die Z\u00fcgel lockert. Das ist kein Rezept, das immer anschl\u00e4gt. Wenn aber, wie das heute der Fall ist, die Kapazit\u00e4ten schlecht ausgelastet sind und die Inflation bei 1 Prozent liegt, also weit unter dem, was die EZB f\u00fcr Preisstabilit\u00e4t h\u00e4lt, l\u00e4sst es sich zum Wohle aller nutzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Steingart allerdings m\u00fcsste der Wachstumsbeitrag der Finanzpolitik ganz im Gegenteil darin bestehen, die Defizite unabh\u00e4ngig von der konjunkturellen Lage abzubauen. Das ist \u00fcbrigens die einzige Makroma\u00dfnahme, auf die er kommt. Warum das helfen soll, wird nicht begr\u00fcndet. So wie die Gr\u00fcnen, die mit &#8222;<i>ihren zuweilen schlechten Manieren, einem oft klebrigen Pathos, der eifernden Art &#8230; den Schleier zerschnitten [haben], den die Wohlstandsgesellschaft so sorgf\u00e4ltig \u00fcber ihre Schattenseiten ausgebreitet hatte<\/i>&#8220; (S. 301), so sollten wir uns dem wachstumsf\u00f6rdernden Jahrhundertziel widmen, der Schuldenfalle zu entkommen. So, so. Steingart vergleicht in diesem Zusammenhang allen Ernstes die Situation der \u00f6ffentlichen Hand heute mit der unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg.<\/p>\n<p>So wie die Gr\u00fcnen uns mit ihren schlechten Manieren die Umweltproblematik bewusst gemacht haben, solle sich eine neue Generation von Politikern am Schuldenabbau festbei\u00dfen. Es kommt ihm nicht in den Sinn, dass der Staat, wenn er investiert, auch Schulden machen darf. Fremd ist ihm ferner der Aspekt, dass ein Staat m\u00f6glicherweise deswegen \u00dcbersch\u00fcsse im Budget erzielt, weil seine Wirtschaft rasch w\u00e4chst, dass also die Kausalit\u00e4t genau andersherum laufen k\u00f6nnte als er sich das vorstellt. Hat hier Bert R\u00fcrup seine Hand im Spiel gehabt? Es gibt im \u00fcbrigen au\u00dferhalb Deutschlands keinen \u00d6konomen von Rang, der die Position vertritt, dass Schuldenabbau ein Wachstumselixier sei. Sp\u00e4testens an dieser Stelle wurde mir klar, dass wir es bei Steingart mit einem Autor zu tun haben, der sich mit Get\u00f6se an den d\u00fcnnen Brettern versucht, die so gerne in Talkshows gebohrt werden.<\/p>\n<p>Da ich gerade in Fahrt komme zum Abschluss noch ein paar Kostproben von Steingarts wirrem Denken:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8211; \u00dcber die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg schreibt er: &#8222;<i>Zu Unrecht gilt der Einmarsch der Amerikaner in Europa als Landnahme herzloser Kapitalisten. [&#8230;] Das Aggressive in Wirtschaft und Staat war nicht verschwunden, aber es war weniger offensichtlich. [&#8230;] Selbstverst\u00e4ndlich ging es weiter darum, materielle Vorteile auf Kosten anderer zu erwirtschaften &#8230;<\/i>&#8220; (S. 83) Die Botschaft lautet, wie an vielen anderen Stellen, dass Handel dem einen n\u00fctzt und dem anderen schadet. Fragt sich, warum dann \u00fcberhaupt gehandelt wird.<\/li>\n<li> &#8211; Zu Kennedys Zeiten verlor Amerika &#8222;<i>Marktanteile im weltweiten Warenaustausch, auch deshalb, weil Europa wieder zu Kr\u00e4ften gekommen war. Die Automatisierung der Fabriken tat ein \u00dcbriges, die Arbeitslosigkeit zu erh\u00f6hen.<\/i>&#8220; (S. 86) F\u00fcr Steingart ist klar, dass technischer Fortschritt h\u00f6here Arbeitslosigkeit bedeutet, nicht aber h\u00f6here Einkommen. Bisher dachte ich immer, das eine bedinge das andere. F\u00fcr ihn bedeutet Produktivit\u00e4tswachstum vor allem eine Gefahr f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze.<\/li>\n<li> &#8211; Auf S. 103 wird festgestellt, dass sich Angst und Gier einander abwechseln, &#8222;<i>wobei die gro\u00dfen Geldanleger, zum Beispiel Konzerne und Staaten, die Sicherheit eindeutig bevorzugen.<\/i>&#8220; Vier Seiten weiter hei\u00dft es dann: &#8222;<i>Die Finanzinvestoren sind keine Finanzbeamten. Sie lieben den Exzess &#8230; sie sind nun mal Spekulanten, die mit dem Risiko der \u00dcbertreibung leben.<\/i>&#8220; Was denn nun? Ist Steingart eigentlich klar, dass Konzerne und Staaten netto fast immer und \u00fcberall Schuldner sind, also keine Geldanleger? Die privaten Haushalte sind die bei weitem wichtigsten Finanzinvestoren.<\/li>\n<li> &#8211; Auf S. 103f. hei\u00dft es, dass der Dollar die Reservew\u00e4hrung der Welt ist. &#8222;<i>Fast alle Staaten misstrauen ihrer eigenen W\u00e4hrung und legen das Geld aus dem Tresorraum ihrer nationalen Notenbank lieber in den Vereinigten Staaten an, bevorzugt in Staatsanleihen.<\/i>&#8220; Dass die anderen Staaten keineswegs ihrer eigenen W\u00e4hrung misstrauen, sondern die Dollarpapiere nur deswegen kaufen, weil ihre eigene W\u00e4hrung sonst gegen\u00fcber dem Dollar aufwerten w\u00fcrde, also unerw\u00fcnscht fest w\u00e4re, kommt Steingart nicht in den Sinn. Au\u00dferdem kann man nicht einfach in den Tresorraum hinabsteigen, die Gelddruckmaschine anwerfen und dann, Hokuspokus, Dollaraktiva damit kaufen. Das ist nicht nur naiv sondern auch falsch &#8211; die Dollar bekommt ein Land nur dadurch, dass es dem Ausland etwas Konkretes verkauft, also G\u00fcter, Dienstleistungen und\/oder Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde (einschlie\u00dflich Forderungen).<\/li>\n<li> &#8211; Als Steingart das Kapitel \u00fcber die USA schrieb, muss er wohl eine Reihe schlechter Tage gehabt haben. Auf S. 110 behauptet er: &#8222;<i>Der wachsende Konsum basiert nicht auf einer Ausweitung der Produktion, einem steilen Anstieg der L\u00f6hne oder gar der Zunahme der Exporte, sondern zum gr\u00f6\u00dften Teil auf steigenden Schulden.<\/i>&#8220; Das stimmt so nicht. Die Produktion ist seit der Rezession von 2000\/2001 mit Jahresraten von etwa 3 \u00bd Prozent gesteigert worden. In den USA brummte bis vor kurzem das Wirtschaftswachstum. Weiterhin: wenn der Export zunimmt, bleibt weniger, nicht mehr, f\u00fcr den Konsum \u00fcbrig. Ausfuhren und privater Verbrauch konkurrieren n\u00e4mlich um dieselben knappen Ressourcen. Drittens: der Konsum kann auch dadurch gesteigert werden, dass die verf\u00fcgbaren Einkommen insgesamt zunehmen, also die Summe aus L\u00f6hnen, Gewinnen, Mieteinnahmen, Transfers, Zinseinnahmen und den Terms of Trade. L\u00f6hne sind nur eine Einkommenskomponente. Auch ein ber\u00fchmter Wirtschaftsjournalist sollte sich mal mit der Systematik der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung befassen.<\/li>\n<li> &#8211; &#8222;<i>Auf eine schnelle Anhebung der Einkommen in Fernost oder Osteuropa sollte niemand setzen. Die L\u00f6hne dort sind angesichts von Millionen Bauern und Slumbewohnern, die erst noch auf ihre industrielle Besch\u00e4ftigung warten, selbst unter Druck.<\/i>&#8220; (S. 183) Das stimmt ebenfalls so nicht. Die Reall\u00f6hne Chinas etwa d\u00fcrften in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 6 bis 8 Prozent pro Jahr zunehmen. Wenn das BIP n\u00e4mlich um 10 Prozent j\u00e4hrlich expandiert, wie das seit einiger Zeit der Fall ist, die Besch\u00e4ftigung dagegen um &#8222;nur&#8220; 3 Prozent, nimmt die Produktivit\u00e4t auf Pro-Kopf-Basis um rund 7 Prozent zu. Nun kann das alles in die Gewinne gehen, tut es aber nicht, weil zum einen die etwas qualifizierteren Arbeitnehmer inzwischen durchaus sogenannte Knappheitsrenten erzielen und zum anderen Umsatz und Gewinn der Unternehmen nicht zuletzt davon abh\u00e4ngen, wie sich die Massenkaufkraft entwickelt. Gutbezahlte Arbeiter sind gute Konsumenten. Steingart hat zudem gar kein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wie Wechselkurse das relative Lohnniveau eines Landes ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Wenn der Renminbi oder die Rupie, die W\u00e4hrungen Chinas und Indiens, um 10 Prozent gegen\u00fcber dem Euro aufwerten, entspricht das aus unserer Sicht einer ebenso gro\u00dfen Erh\u00f6hung der dortigen L\u00f6hne. Wir sollten nicht aus dem Blick verlieren, dass sich in Asien durch die gro\u00dfen Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse und den privaten Kapitalzufluss zunehmend Druck im W\u00e4hrungskessel aufstaut, der nur um den Preis gewaltiger Dollarank\u00e4ufe unter Kontrolle gehalten werden. Irgendwann aber wird er sich entladen. Dann werden die Lohnrelationen ganz anders aussehen als heute &#8211; unsere preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit verbessert sich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich will es dabei bewenden lassen. Das Buch zeigt vor allem eins: dass es um den \u00f6konomischen Sachverstand der gebildeten St\u00e4nde in diesem Land schlecht bestellt sein muss, wenn schon die Meinungsf\u00fchrer so krausen Unsinn in die Welt setzen und daf\u00fcr auch noch meist freundlich rezensiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gabor Steingart ist mit seinem j\u00fcngsten Werk &#8222;Weltkrieg um Wohlstand&#8220; angetreten, den Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg erneut herauf zu beschw\u00f6ren. Einen Mythos gegen den Paul Krugman schon in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts klug, aber wie es scheint vergebens, angeschrieben hat. Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist ein \u00e4rgerliches Buch. 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