{"id":14,"date":"2006-08-16T16:35:00","date_gmt":"2006-08-16T14:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2006\/08\/16\/hazem-saghieh-uber-das-unbehagen-der-araber-in-der-moderne_14"},"modified":"2006-08-16T16:35:00","modified_gmt":"2006-08-16T14:35:00","slug":"hazem-saghieh-uber-das-unbehagen-der-araber-in-der-moderne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2006\/08\/16\/hazem-saghieh-uber-das-unbehagen-der-araber-in-der-moderne_14","title":{"rendered":"Hazem Saghieh \u00fcber das Unbehagen der Araber in der Moderne"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/photos1.blogger.com\/blogger\/1226\/3593\/1600\/sagieh.0.jpg\"><img decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"http:\/\/photos1.blogger.com\/blogger\/1226\/3593\/320\/sagieh.0.jpg\" \/><\/a>Interview mit Hazem Saghieh aus der ZEIT vom 17.8.2006<\/p>\n<p>WARUM DIE WUT WEITER WACHSEN WIRD<\/p>\n<p>DIE ZEIT: Herr Saghieh, die Welt ist schockiert von den Londoner Attentatspl\u00e4nen . Welche Rolle spielt die Entwicklung im Nahen Osten f\u00fcr die jungen britischen Muslime, die sich dem Terrorismus verschreiben?<\/p>\n<p>Hazem Saghieh: Man kann das gar nicht \u00fcbersch\u00e4tzen. Die Wut und die Frustration der jungen Leute im Westen wird durch die Bilder von amerikanischen und israelischen Kriegsgr\u00e4ueln immer weiter angefacht. Alles wird dem bereits vorhandenen Weltbild \u00bbWir gegen sie\u00ab eingef\u00fcgt. Tschetschenien, Bosnien, Afghanistan, Irak, Pal\u00e4stina und Libanon bilden darin ein einziges Panorama muslimischen Leidens. Besonders beunruhigend: Die innermuslimischen Widerspr\u00fcche spielen keine Rolle mehr. Im Irak bringen sunnitische Radikale Schiiten um. Im Libanon aber unterst\u00fctzen sie die schiitischen Extremisten von Hisbollah gegen Israel.<\/p>\n<p>ZEIT: Ihre Zeitung, Al Hayat, gilt als das liberale Flaggschiff der arabischen Presse. Wie wird der Libanon- Konflikt unter arabischen Meinungsmachern debattiert?<\/p>\n<p>Saghieh: Die arabische Mehrheitsmeinung feiert Hisbollah. Zwar gibt es noch Kritik von nichtschiitischen Libanesen und einige wenigen arabischen Intellektuellen, die noch kontrafaktisch an Frieden und Verst\u00e4ndigung glauben. Man kann das aber kaum eine Debatte nennen, weil sich die beiden Meinungslager nicht begegnen.<\/p>\n<p>ZEIT: Wie sieht es unter den jungen Muslimen in<br \/>\nEngland aus?<\/p>\n<p>Saghieh: Mich beunruhigt ihre Tendenz zur Selbststigmatisierung. Man inszeniert sich mehr und mehr genau so, wie das Vorurteil der Islamophoben die Muslime sieht: immer mehr Kopft\u00fccher, immer mehr \u00e4u\u00dferliche Zeichen des Andersseins. Man grenzt sich selber aus. Ich muss selbstkritisch sagen: Die arabischen Medien sind nicht sehr hilfreich f\u00fcr die Integration der Migranten in Europa. Al-Dschasira sagt den Leuten nicht, wie sie sich hier besser zurechtfinden, sondern wie sie sich besser von der Mehrheit unterscheiden k\u00f6nnen. Die mediale Globalisierung macht es Einwanderern durch Internet und Satellitenfernsehen sehr leicht, in der virtuellen \u00d6ffentlichkeit ihrer Herkunftsl\u00e4nder weiterzuleben, statt sich f\u00fcr ihre neue Heimat zu interessieren.<\/p>\n<p>ZEIT: Ist diese Abschottung nicht eine Reaktion auf das Gef\u00fchl, unerw\u00fcnscht zu sein?<\/p>\n<p>Saghieh: Das mag sein. Aber ich halte die ganze Fixierung aufs Anderssein f\u00fcr sehr gef\u00e4hrlich. Britische Muslime reden gerne vom Recht auf kulturelle Differenz. Doch das meiste Gerede von Differenz und Identit\u00e4t ist leichtfertiges Geschw\u00e4tz. Es f\u00fchrt die Migranten in eine Sackgasse, in ein selbst gew\u00e4hltes Ghetto. Man darf dann n\u00e4mlich nicht mehr vergleichen und werten, weil das schon eine Verletzung des Rechts auf Differenz ist. Das Beharren auf einer besonderen Identit\u00e4t f\u00fchrt in die selbst gew\u00e4hlte Unm\u00fcndigkeit.<\/p>\n<p>ZEIT: Zu Beginn des Krieges gab es in der arabischen \u00d6ffentlichkeit auch Kritik an Hisbollah.<br \/>\nWie sehen Ihre Leser die Lage jetzt?<\/p>\n<p>Saghieh: Ich f\u00fcrchte, die gro\u00dfe Mehrheit der Araber bewundert Hisbollah f\u00fcr einen vermeintlichen Sieg, wie ihn \u2013 so die Propaganda \u2013 arabische Armeen in vielen Kriegen nicht erzielen konnten. Scheich Nasrallah gilt in der arabischen Welt heute als zweiter Nasser. Es ist leicht zu verstehen, warum: Die Frustration durch die eigenen Regime, die Dem\u00fctigung durch Amerika und Israel und das allgemeine Unbehagen in der Moderne suchen Ausdruck, und all das projiziert man auf den so genannten Widerstand von Hisbollah. Mich ersch\u00fcttert, dass es den meisten dabei ziemlich egal ist, was aus meinem Heimatland, dem Libanon, wird. Durch diese Eskalation gibt es jetzt nur noch die Logik des \u00bbWir gegen sie\u00ab. Und wenn dabei ein kleines Land namens Libanon draufgeht, dann ist das eben so.<\/p>\n<p>ZEIT: Was bleibt von den Hoffnungen des letzten Jahres, als im Libanon die Zedernrevolution stattfand?<\/p>\n<p>Saghieh: Wir wissen nicht, was vom Libanon \u00fcberhaupt noch \u00fcbrig bleiben wird. Mindestens ein F\u00fcnftel der Bev\u00f6lkerung wurde vertrieben, die Infrastruktur wurde zerst\u00f6rt. Der Libanon bezahlt die Rechnung f\u00fcr die Fehler der modernen arabischen Geschichte. Wir haben 17 verschiedene Religionsgruppen mit 17 verschiedenen Versionen der libanesischen<br \/>\nGeschichte und ebenso vielen Vorstellungen davon, was es hei\u00dft, Libanese zu sein. Wenn das Land \u00fcberleben soll, m\u00fcssen drei Dinge in Angriff genommen werden: Als multireligi\u00f6ses Land brauchen wir politische Neutralit\u00e4t. Wir brauchen die Trennung zwischen Religion und Staat. Und das Problem von Hisbollah als Staat im Staate muss gel\u00f6st werden. Bleibt die Frage, ob der Libanon in der Lage sein wird, Hisbollah zu entwaffnen, ohne dabei in einen neuen B\u00fcrgerkrieg zu schlittern.<\/p>\n<p>ZEIT: Wie geht es Ihren Verwandten und Freunden im Libanon?<\/p>\n<p>Saghieh: Zum Gl\u00fcck wurde niemand verletzt. Manche haben ihre H\u00e4user und ihre Habe verloren. Die israelischen Angriffe auf Zivilisten waren barbarisch. Sie werden eine schreckliche Langzeitwirkung auf die nachbarschaftlichen Beziehungen in der Region haben. Der Antisemitismus in der arabischen Welt wird abermals gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>ZEIT: Aber Israel konnte doch nicht hinnehmen, dass es von einer Terror-Miliz beschossen wird und die libanesische Armee zusieht?<\/p>\n<p>Saghieh: Es ist eine schreckliche Logik am Werk: Je mehr Israel von den Arabern abgelehnt wird, umso harscher fallen seine Reaktionen aus. Die Israelis waren f\u00fcrchterlich entt\u00e4uscht, als der Clinton\/ Barak-Vorschlag in Camp David von Arafat verworfen wurde. Und als nach dem israelischen R\u00fcckzug aus dem Libanon der so genannte Widerstand von Hisbollah erst richtig losging, hat sich endg\u00fcltig das Gef\u00fchl festgesetzt, dass Israel in der Region niemals willkommen sein wird.<\/p>\n<p>ZEIT: Wo lag die libanesische Verantwortung f\u00fcr die Eskalation?<\/p>\n<p>Saghieh: Mein Land bezahlt jetzt den Preis f\u00fcr die Inkompetenz seiner politischen Elite. Wir haben es nicht verstanden, einen Staat aufzubauen, der den Namen verdient. Hisbollah ist, wie jeder sehen konnte, viel st\u00e4rker als der regul\u00e4re libanesische Staat. Sie hat R\u00fcckhalt unter den Schiiten, der gr\u00f6\u00dften Glaubensgruppe des Landes, und ist nach dem Staat der zweitgr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber im Lande. Im Libanon k\u00f6nnen Sie wie unter einem Vergr\u00f6\u00dferungsglas die arabische Unf\u00e4higkeit, sich mit dem Konzept des Nationalstaates zu vers\u00f6hnen, beobachten. Die Menschen stellen ihre ethnisch-religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeiten nicht f\u00fcr die Loyalit\u00e4t zu einem Staat zur\u00fcck. Das Problem von Hisbollah \u2013 dass sich bei uns ein Staat im Staate gebildet hatte \u2013 h\u00e4tten wir selber l\u00f6sen m\u00fcssen. Je l\u00e4nger die libanesische Regierung dies aufschob, umso harscher musste die israelische Reaktion ausfallen.<\/p>\n<p>ZEIT: Stand dabei nicht auch die Angst vor der werdenden Atommacht Iran im Hintergrund, die Hisbollah unterst\u00fctzt?<\/p>\n<p>Saghieh: Sicher. Iran versucht im Libanon, mit Hilfe von Hisbollah, einen Coup gegen das geopolitische System des Nahen Ostens, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet hat. Iran will das Staatensystem des Nahen Ostens umst\u00fcrzen, indem es Hisbollah und Hamas unterst\u00fctzt. Fr\u00fcher entschieden die arabischen Staaten \u00fcber Krieg und Frieden mit Israel. Heute versucht Iran, ihnen durch Hisbollah und Hamas die Souver\u00e4nit\u00e4t in diesen Fragen zu nehmen \u2013 und stellt sich dabei gleichzeitig als Schutzmacht der arabischen Sache in Pal\u00e4stina dar. Seine neue Macht verdankt Iran allerdings nicht zuletzt Amerika, das seine Feinde in Afghanistan und im Irak beseitigt hat.<\/p>\n<p>ZEIT: Konnte man diese Wendung schon vor dem Irak-Krieg voraussehen?<\/p>\n<p>Saghieh: Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass ein Krieg mit dem Irak eine St\u00e4rkung Irans bedeutet. Der Krieg mit dem Irak war eine gro\u00dfe Torheit. Die Europ\u00e4er haben gut daran getan, sich nicht zu beteiligen. Es war geopolitisch verr\u00fcckt, diesen Krieg vom Zaun zu brechen. Vielleicht steckt gar keine tiefe politisch Analyse hinter diesem Abenteuer, sondern die apokalyptische Idee von der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung \u2013 dass das gute Neue nur aus der Destruktion des schlechten Bestehenden erwachsen kann.<\/p>\n<p>ZEIT: Teilen Sie als arabischer Liberaler nicht die Hoffnung auf Demokratie in der Region?<\/p>\n<p>Saghieh: Man kann nicht in einer Despotie zu Bett gehen und am n\u00e4chsten Morgen in der Demokratie aufwachen. Man braucht eine lange \u00dcbergangsperiode, in der es politische Stabilit\u00e4t gibt, Mittelschichten wachsen k\u00f6nnen, Frauenrechte respektiert werden. Schauen Sie: Vor dem Irak-Krieg war ich in Washington in einem regierungsnahen Think Tank eingeladen, \u00fcber den Irak zu sprechen. Die Neokonservativen sahen die Befreiung des Iraks von Saddam Hussein in Analogie zum Sturz der totalit\u00e4ren Herrschaft in Mitteleuropa. Ich gab zu bedenken: Mitteleuropa war schon lange in einer ungl\u00fccklichen Liebesgeschichte<br \/>\nder westeurop\u00e4ischen Demokratie verbunden. Lesen Sie Kundera, Havel, Konrad! Die<br \/>\nSowjetunion musste mit Gewalt verhindern, dass diese Liebe erf\u00fcllt wurde. Als die Regime fielen, kam die unterdr\u00fcckte gute Gesellschaft zum Vorschein. Saddam Hussein dagegen hat teils sogar Leute unter dem Deckel gehalten, die noch viel fanatischer antiwestlich waren als er selbst. Beseitige den b\u00f6sen Staat, und die gute Gesellschaft wird sich zeigen \u2013 dieses Konzept funktioniert im Nahen Osten nicht. Aber das wollte man in Washington nicht h\u00f6ren.<\/p>\n<p>ZEIT: Warum unterst\u00fctzen heute auch viele ehemalige Linke in der arabischen Welt die Islamisten?<\/p>\n<p>Saghieh: Man sieht in den Islamisten die letzten erfolgreichen K\u00e4mpfer gegen das Imperium. Manche Linke \u2013 etwa in \u00c4gypten \u2013 arrangieren sich wohl auch schon mit der kommenden Macht, wenn sie heute die Muslimbr\u00fcder unterst\u00fctzen. Dabei arbeiten sie in Wahrheit ihren k\u00fcnftigen Henkern in die H\u00e4nde. Wo Islamisten an die Macht kamen, wie in Iran und im Sudan, wurden die Linken eingesperrt und gefoltert. Das Trittbrettfahren manches Linken bei dem Islamisten ist auch ein Indiz f\u00fcr den katastrophalen Zustand der Zivilgesellschaftem im Nahen Osten. Die kritische \u00d6ffentlichkeit und die Intellektuellen sind in unseren despotischen Gesellschaften marginalisiert, die Politik ist in diesen Despotien von der Zivilgesellschaft v\u00f6llig abgeschottet. Die Islamisten versprechen, dies aufzuheben. Das macht sie interessant. In einer Debatte mit einem arabischen Linken, der mit den Islamisten sympathisiert,<br \/>\nhabe ich gesagt: Dein Handy ist aus dem Westen, dein Anzug ist westlich, die Art, wie wir hier<br \/>\ndebattieren, ist westlich. Wie kannst du den Westen hassen? Er wusste keine Antwort.<\/p>\n<p>ZEIT: Was ist Ihre Erkl\u00e4rung?<\/p>\n<p>Saghieh: Es hat mehr mit Psychologie als mit Politik zu tun. Die Modernisten in unseren Gesellschaften \u2013 und das schlie\u00dft die modernen Fundamentalisten ein \u2013 hassen den Westen mehr als die Traditionalisten.<\/p>\n<p>ZEIT: Was steckt hinter diesem Selbsthass?<\/p>\n<p>Saghieh: Gerade weil wir so viel vom Westen \u00fcbernehmen \u2013 Technik, Wissenschaft, Mode, Lebensweise \u2013, f\u00fchlen wir unsere Unterlegenheit. Wir hassen, wovon wir abh\u00e4ngig sind. Das ganze Gerede \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der islamischen und arabischen Kultur vor tausend Jahren geh\u00f6rt auch in diesen Zusammenhang: Denn heute sieht es in unseren Gesellschaften durchweg finster aus. Es ist eine Tatsache, dass wir Araber in der modernen Welt nicht gl\u00fccklich sind. Und ich glaube, wir sind vor allem darum nicht gl\u00fccklich, weil wir uns mit der Tatsache nicht vers\u00f6hnen k\u00f6nnen, dass der Westen diese Welt nach seinem Bild formt. Die politische Welt besteht aus Nationalstaaten nach westlichem Muster. Wir haben damit in der arabischen Welt kein Gl\u00fcck gehabt. Und die letzte Ideologie des Widerstands gegen diese Weltordnung, die sich durch die Globalisierung \u00fcber den Erdball ausbreitet, ist in unserer Region der politische Islamismus. Mit seiner Fiktion der weltumgreifenden Umma, die nach der Scharia lebt, bietet er eine Gegenglobalisierung an.<\/p>\n<p>ZEIT: L\u00e4sst sich das arabische Unbehagen in der Moderne nicht mit dem deutschen Antiwestlertum zwischen den Weltkriegen vergleichen?<\/p>\n<p>Saghieh: Deutschland hat, nachdem es von den Alliierten besiegt wurde, die Moderne akzeptiert und aus der Niederlage moralische und politische Konsequenzen gezogen. Man hat die Niederlage nach einer Weile als Befreiung begriffen. Als Franco starb, wurde Spanien nahezu \u00fcberganslos zur Demokratie, \u00e4hnlich auch Portugal und Griechenland, nachdem ihre Milit\u00e4rherrscher abtraten. Schauen Sie dagegen auf die arabische Welt: Nasser stirbt, Sadat stirbt, Hafis al-Assad stirbt \u2013 nichts ver\u00e4ndert sich. Dies nicht wahrhaben zu wollen ist die gro\u00dfe Torheit der Neokonservativen in der amerikanischen Regierung.<\/p>\n<p>ZEIT: Wie steht es unter diesen Bedingungen um die moderaten Stimmen in der arabischen \u00d6ffentlichkeit? Werden sie durch die Kriegslogik gezwungen, zu schweigen oder sich mit den Radikalen zu solidarisieren?<\/p>\n<p>Saghieh: Wir arabischen Liberalen sind sehr unter Druck. Es gab im Libanon auch unter schiitischen Intellektuellen starke Kritik an Hisbollah. Angesichts der vielen Opfer auf schiitischer Seite schweigen diese Stimmen. Hisbollah mag geschw\u00e4cht sein, aber sie hat immer noch die Gewehre, den Einfluss und den M\u00e4rtyrerstatus.<\/p>\n<p>ZEIT: Wie ergeht es den verbliebenen kritischen Intellektuellen in Syrien?<\/p>\n<p>Saghieh: Das Regime nutzt die Gunst der Stunde und geht mit H\u00e4rte gegen seine Kritiker vor. Jede Kritik gilt als Landesverrat. Die Situation im Irak arbeitet Assad bei der Unterdr\u00fcckung der Opposition in die H\u00e4nde. Wer ihn kritisiert, wird als amerikanischer Spion verhaftet. Auf Forderungen nach Demokratie antwortet das Regime: Wollt ihr in Anarchie leben wie die arabischen Br\u00fcder im Irak?<\/p>\n<p>ZEIT: Ist es sinnvoll, die Syrer ins Spiel zu bringen, wie es der deutsche Au\u00dfenminister versucht?<\/p>\n<p>Saghieh: Im Prinzip ist das richtig, denn im Libanon kann es keinen Frieden ohne Syrien geben. Aber ich f\u00fcrchte, die Syrer werden einen Preis verlangen, den keiner zahlen kann, wie etwa die R\u00fcckgabe der Golan-H\u00f6hen durch Israel. Syrien und Iran haben ein rein instrumentelles Verh\u00e4ltnis zur Diplomatie. Diese Regime f\u00fchlen sich weder an Menschen- noch an V\u00f6lkerrechte gebunden. Sie profitieren ihrer Natur nach von der Zuspitzung. Ich bin darum pessimistisch, ob sie an einer diplomatischen L\u00f6sung wirklich interessiert sind.<\/p>\n<p>ZEIT: Kann eine internationale Friedenstruppe den S\u00fcdlibanon befrieden?<\/p>\n<p>Saghieh: Das h\u00e4ngt sicher von der Haltung der Iraner und Syrer ab. Welche europ\u00e4ische Armee wird sich ohne iranische oder syrische Garantien in den Libanon begeben, wo die Taktik des Selbstmordattentats bekanntlich erfunden wurde?<\/p>\n<p>ZEIT: Was wird aus den reformerischen Kr\u00e4ften in der Region?<\/p>\n<p>Saghieh: Sie sind schw\u00e4cher denn je. Es fing mit Chatamis Entmachtung durch Ahmadineschad in Iran an, Abu Masen muss sich in Pal\u00e4stina gegen Hamas behaupten, Fuad Siniora im Libanon steht durch den Krieg mit dem R\u00fccken zur Wand. Das sind alles nette, moderate Leute \u2013 aber sie k\u00f6nnen die Hoffnungen nicht erf\u00fcllen, die in sie gesetzt werden. Die Kombination der brutalen israelischen Kriegsf\u00fchrung mit der ohnehin schon explosiven Frustration in unserer Region ist dabei eine zerst\u00f6rerische Kraft.<\/p>\n<p>ZEIT: Sie klingen sehr finster.<\/p>\n<p>Saghieh: Nun, immer noch stehen wir ratlos vor der Aufgabe, die Welt nach dem Kalten Krieg neu zu ordnen. Der Gegensatz der Weltm\u00e4chte in der zweigeteilten Welt hatte die religi\u00f6sen, nationalen und ethnischen Konflikte nur verdr\u00e4ngt, die wir jetzt bew\u00e4ltigen m\u00fcssen. Und im Krieg gegen den Terrorismus wird leider die Frage der Gerechtigkeit in der Weltordnung zugunsten von Sicherheitsfragen an den Rand gedr\u00e4ngt. Das Erbe der Aufkl\u00e4rung, der Universalismus, ist sehr geschw\u00e4cht. Der Westen selber hat Mitschuld daran: Er hat die Frage der Gerechtigkeit den Radikalen \u00fcberlassen und zugleich in \u00fcberzogener philosophischer Selbstkritik die Aufkl\u00e4rung unterminiert. Der Westen wird in der arabischen \u00d6ffentlichkeit heute sehr oft auf kulturelle Dekadenz und \u00f6konomischen Imperialismus reduziert, als dessen Opfer sich Muslime nicht ganz zu Unrecht sehen. Das Versprechen des Westens bedeutet f\u00fcr mich aber auch Rechtsstaat, Frauenemanzipation, wissenschaftlicher Fortschritt und wirtschaftliche Dynamik. Der Preis f\u00fcr den R\u00fcckzug der Aufkl\u00e4rung ist hoch. Die meisten Araber und die gro\u00dfe Mehrzahl der Muslime verabscheuen den Terrorismus. Sie m\u00fcssen sich aber viel aktiver dagegen engagieren. Es wird immer schwieriger, das heute in der \u00d6ffentlichkeit, f\u00fcr die ich schreibe, zu vertreten. Die Logik des Krieges ist Gift f\u00fcr die Selbstkritik.<\/p>\n<p>DAS GESPR\u00c4CH F\u00dcHRTE J\u00d6RG LAU<br \/>\ncopyright DIE ZEIT<\/p>\n<p>Hazem Saghieh<br \/>\nist Meinungsredakteur von \u00bbAl Hayat\u00ab,<br \/>\nder zweitgr\u00f6\u00dften arabischen Zeitung.<br \/>\nSaghieh, 1951 im Libanon geboren, gilt<br \/>\nals die Stimme der arabischen Liberalen.<br \/>\nIn seinen Kommentaren setzt er<br \/>\nsich kritisch mit Antisemitismus, Islamismus<br \/>\nund Terrorismus auseinander.<br \/>\n1997 erschien sein Buch \u00bbVerteidigung<br \/>\ndes Friedens\u00ab. Saghieh lebt in London.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.english.daralhayat.com\">http:\/\/english.daralhayat.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Hazem Saghieh aus der ZEIT vom 17.8.2006 WARUM DIE WUT WEITER WACHSEN WIRD DIE ZEIT: Herr Saghieh, die Welt ist schockiert von den Londoner Attentatspl\u00e4nen . 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