{"id":5732,"date":"2012-09-25T13:43:17","date_gmt":"2012-09-25T11:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/?p=5732"},"modified":"2012-09-25T13:43:17","modified_gmt":"2012-09-25T11:43:17","slug":"israelische-soldaten-erzahlen-vom-dienst-als-besatzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2012\/09\/25\/israelische-soldaten-erzahlen-vom-dienst-als-besatzer_5732","title":{"rendered":"Israelische Soldaten erz\u00e4hlen vom Dienst als Besatzer"},"content":{"rendered":"<p><em>Meine Reportage aus dem aktuellen ZEIT Magazin<\/em>:<\/p>\n<p>Wenn Jehuda Schaul die jungen Soldaten der israelischen Armee in\u00a0Hebron\u00a0sieht, kommen die Erinnerungen wieder zur\u00fcck. Jehuda, ein b\u00e4renhafter 29-J\u00e4hriger mit Vollbart, war auch einmal hier eingesetzt. Er hat in dieser Stadt Dinge erlebt, die er bis heute nicht loswird: \u00bbIch glaubte zu wissen, wer ich bin, was gut und was b\u00f6se ist und wof\u00fcr ich stehe. Nach 14 Monaten Hebron war nichts davon \u00fcbrig. Als h\u00e4tte man alles, was ich war, durch einen Schredder geschoben.\u00ab<br \/>\nEin Besuch in Hebron ist f\u00fcr Jehuda immer auch eine Suche nach dem verlorenen Selbst. Es ist ein herrlicher Morgen. Wir gehen durch das Viertel Bab al-Khan im Herzen der Altstadt. Pal\u00e4stinenser d\u00fcrfen hier nur eine Seite der Stra\u00dfe benutzen, hinter einer Betonbarriere. Die Stra\u00dfen der alten Kasbah sind leer, die Gesch\u00e4fte versiegelt und lange schon aufgegeben. Das Herz Hebrons ist abgestorben. Dies ist eine Geisterstadt, belebt nur von den Soldaten, die in kleinen Gruppen patrouillieren. Alles normal, wird es nach diesem Tag in den Lageberichten hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Mit dieser Normalit\u00e4t kann Jehuda sich nicht abfinden. Er und ein paar Freunde haben nach ihrem Milit\u00e4rdienst eine Gruppe gegr\u00fcndet, die sich auf Hebr\u00e4isch Schowrim Schtika nennt, auf Englisch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.breakingthesilence.org.il\/\" target=\"_blank\">Breaking the Silence<\/a>\u00a0\u2013 \u00bbDas Schweigen brechen\u00ab. Sie haben einen Kampf begonnen, der fast aussichtslos scheint, einen Kampf gegen die Sachzw\u00e4nge der Realpolitik und die Tr\u00e4gheit des Herzens nach 45 Jahren der Besatzung.<\/p>\n<p>Jehuda und seine Freunde vermeiden abgedroschene Formeln wie \u00bbZweistaatenl\u00f6sung\u00ab und \u00bbFriedensprozess\u00ab, die das Publikum nicht nur in Israel mittlerweile in Sekundenschlaf versetzen. Sie haben etwas Interessanteres, aber auch Schwierigeres zu bieten: die Erfahrung der Soldaten, die die Besatzung am Laufen halten. Den Blick vom Checkpoint aus, durch das Visier des Gewehrs, das\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/schlagworte\/orte\/westjordanland\/index\" target=\"_blank\">Westjordanland<\/a>\u00a0im gr\u00fcnen Licht eines Nachtsichtger\u00e4ts.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5733\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/yehuda-hebron-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"491\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/yehuda-hebron-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/yehuda-hebron-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><\/p>\n<p><em>Jehuda Schaul zeigt in Hebrons Altstadt, wie es hier vor der Zweiten Intifada aussah \u00a0 Foto: J. Lau<\/em><\/p>\n<p>Soldaten sprechen \u00fcber ihren Dienst: Das ist \u00fcberall heikel, umso mehr aberin Israel, dessen Existenzrecht immer noch infrage gestellt wird. Ohne Bereitschaft zur Selbstverteidigung g\u00e4be es den j\u00fcdischen Staat l\u00e4ngst nicht mehr. Die Armee ist auch heute noch die wichtigste Institution im Land. Sie hat es gegr\u00fcndet, sie erh\u00e4lt es, sie bewahrt die zionistischen Werte, sie macht Juden aus aller Welt zu Israelis. Erwachsen werden, Soldat werden, B\u00fcrger werden, das ist alles eins, wenn die 18-j\u00e4hrigen M\u00e4nner f\u00fcr drei Jahre und die Frauen f\u00fcr 21 Monate eingezogen werden.<\/p>\n<p>Die Aktivisten von Breaking the Silence waren alle in Hebron eingesetzt. Wie Jehuda ist auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dana Golan, ebenfalls 29 Jahre alt, hier gepr\u00e4gt worden. Die beiden sind zusammen mit dem 33-j\u00e4hrigen Michael Manekin der harte Kern der Gruppe. \u00bbDie Menschen in diesem Land\u00ab, so beschreibt Dana Golan ihre Mission, \u00bbm\u00fcssen sich klarmachen, was sie ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern antun, die in der Besatzung dienen. Viele wollen lieber nicht genau wissen, was der Preis f\u00fcr das Besatzungsregime ist, was wir dort tun \u2013 und was das uns antut.\u00ab<\/p>\n<p>Als Jehuda anfing, im Sommer 2001, trug er voller Stolz die olivgr\u00fcne Uniform.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/52\/gaza-chronologie\" target=\"_blank\">Es tobte die Zweite Intifada<\/a>, ein blutiger Aufstand, der innerhalb von f\u00fcnf Jahren 1036 Israelis und 3592 Pal\u00e4stinenser das Leben kosten sollte. Jehudas Brigade hatte die Aufgabe, die j\u00fcdischen Siedler der Stadt vor den Angriffen von Pal\u00e4stinensern zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Hebron ist f\u00fcr Juden und Muslime ein heiliger Ort. Die Gr\u00e4ber von Abraham, Isaak und Jakob, Sara, Rebekka und Lea werden seit biblischer Zeit hier verehrt. F\u00fcr diese Stadt, einen der am l\u00e4ngsten ununterbrochen bewohnten Flecken der Erde, ist das Heilige immer wieder zum Fluch geworden. Weil Abraham auch im Islam als Urvater und erster Prophet gilt, tobt ein jahrhundertelanger Kampf um die Erinnerung, der immer wieder zu Pogromen und Massakern gef\u00fchrt hat. 1929 fielen 67 Juden einem Massenmord zum Opfer, 1994 erschoss der Siedler Baruch Goldstein 29 betende Muslime. In Hebron ist der Nahostkonflikt wie unter einem Brennglas zu beobachten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/kreuzung-hebron.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5734\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/kreuzung-hebron-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"491\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/kreuzung-hebron-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/files\/2012\/09\/kreuzung-hebron-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>An dieser Kreuzung in der Altstadt von Hebron hat sich w\u00e4hrend Jehudas Dienstzeit ein Selbstmordanschlag ereignet \u00a0 Foto: J. Lau<\/em><\/p>\n<p>Einige j\u00fcdische Siedlungen, das ist das Besondere, liegen in der fr\u00fcher arabisch dominierten Altstadt Hebrons. Die Siedlerbewegung hat hier angefangen. Nach Israels Sieg im Sechstagekrieg von 1967 wurde Hebron als Teil des Westjordanlands von israelischen Truppen besetzt. Bald begannen National-Religi\u00f6se, im Zentrum der Stadt H\u00e4user zu besetzen. Eine Gruppe um den Rabbiner Mosche Lewinger mietete sich in einem Hotel f\u00fcr eine Pessach-Feier ein und blieb. Die Armee r\u00fcckte an, um die Siedler abzusichern. So ging es immer wieder in Hebron: Checkpoints wurden errichtet, Stra\u00dfen gesperrt. Die pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung verlie\u00df infolgedessen das Zentrum zu Tausenden, und Hebron wurde durch den Oslo-Vertrag von 1994 eine geteilte Stadt: In \u00bbH1\u00ab sind die Pal\u00e4stinenser f\u00fcr die Sicherheit verantwortlich, in \u00bbH2\u00ab \u2013 dem alten Stadtkern \u2013 die Israelis. Allerdings versuchten die Siedler immer wieder, in pal\u00e4stinensisches Territorium vorzudringen.<\/p>\n<p>Jehuda wurde Zeuge einer solchen Aktion. Eines Tages zu Beginn von Jehudas Dienstzeit hatte sich eine Gruppe j\u00fcdischer Siedlerfrauen mit ihren Kindern nach Abu Sneina aufgemacht, einem arabischen Stadtteil Hebrons. Das war lebensgef\u00e4hrlich. Aus diesem Quartier heraus war einige Wochen zuvor ein zehn Monate altes israelisches Baby von einem arabischen Heckensch\u00fctzen erschossen worden. Es wimmelte in Abu Sneina von Militanten.<!--more--><\/p>\n<p>Die Siedlerfrauen wollten in dem arabischen Viertel einen St\u00fctzpunkt errichten. Die Armee, so ihr Kalk\u00fcl, musste ihnen folgen, um sie zu sch\u00fctzen. Wenn es ihnen gel\u00e4nge, sich festzusetzen, w\u00e4re ein weiteres St\u00fcck biblischen Bodens befreit. Es wurde Alarm ausgel\u00f6st, und Jehudas Kampfgruppe bekam den Auftrag, die Frauen aus Abu Sneina herauszuholen und in die sichere Zone zur\u00fcckzugeleiten. Nach Abschluss der Aktion bildeten die Soldaten einen Ring um die Siedlung, um die Frauen daran zu hindern, wieder loszuziehen. \u00bbDa ging das Geschrei los\u00ab, erinnert er sich: \u00bbIhr seid Nazi-Soldaten, die Juden ins Ghetto einsperren! Hey, Nazi, hier ist eine Schwangere. Schlag sie doch, dann wird sie eine Fehlgeburt haben, und es gibt einen Juden weniger!\u00ab<\/p>\n<p>Von anderen Juden, f\u00fcr die man gerade sein Leben riskiert hatte, Nazi genannt zu werden war ein Schock. Die Armee war in Hebron, um Juden vor Arabern zu besch\u00fctzen. Aber hier musste man oft genug die Araber vor den Juden sch\u00fctzen \u2013 und Hebrons Juden vor sich selbst.<\/p>\n\n<div class=\"embed-wrapper embed-wrapper--blocked js-embed-consent\" data-method=\"iframe\">\n<script class=\"raw__source\" type=\"text\/template\"><iframe loading=\"lazy\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/DdRBO1jpDws\" width=\"420\"><\/iframe><\/script>\n<div class=\"embed-wrapper__inner\">\n<div class=\"embed-wrapper__text\">\n<h3>Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/h3>\n<p data-replace=\"no\">An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. 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Doch um diese Menschen zu sch\u00fctzen, hat er Dinge getan, die er sich vor Hebron nicht h\u00e4tte vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Einer seiner ersten Eins\u00e4tze bestand darin, aus einem Posten hoch \u00fcber der Stadt ein Granatmaschinengewehr zu bedienen. Aus dem arabischen Viertel waren immer wieder die Siedlungen beschossen worden. Also wurde befohlen, zur\u00fcckzuschie\u00dfen: \u00bbEs ist unm\u00f6glich, mit einem Granatmaschinengewehr pr\u00e4zise zu treffen. In einem 15-Meter-Radius vom Zielpunkt t\u00f6tet es alles. Jetzt sollte ich diese Waffe in einer dicht besiedelten Stadt abfeuern. Ich habe geschossen und gebetet, dass ich keine Unschuldigen treffe.\u00ab Die ersten Tage waren schrecklich, aber bald gew\u00f6hnte er sich daran: \u00bbNach einer Weile war es dann die Attraktion des Tages, wenn man endlich zur\u00fcckschie\u00dfen konnte.\u00ab<\/p>\n<p>Doch irgendwann begann Jehuda mit dem Gedanken der nachtr\u00e4glichen Dienstverweigerung zu spielen, was eine Gef\u00e4ngnisstrafe zur Folge gehabt h\u00e4tte. Er hat es nach einem Gespr\u00e4ch mit seinem Kommandeur nicht getan, sondern sich sogar zum Offizierskurs angemeldet. Gerade Leute wie er m\u00fcssten dabeibleiben, wurde ihm gesagt. Er k\u00f6nne Dinge ver\u00e4ndern und Exzesse verhindern. Heute h\u00e4lt er das f\u00fcr eine Lebensl\u00fcge: \u00bbNicht individuelles Fehlverhalten war das Problem, sondern das System der Besatzung.\u00ab<\/p>\n<p>Wie Jehuda haben auch Dana und die anderen von Breaking the Silence ihren Dienst ordnungsgem\u00e4\u00df beendet. Es herrschte schlie\u00dflich ein Krieg, in dem der Gegner barbarische Methoden anwandte: Selbstmordanschl\u00e4ge auf Caf\u00e9s und Reisebusse in Israel waren damals Alltag.<\/p>\n<p>Erst nachdem sie aus der Armee entlassen waren, setzte das Erschrecken \u00fcber die eigene Verrohung ein. Jahre sp\u00e4ter noch stehen viele der Soldaten wie neben sich.<\/p>\n<p>Dana Golan ist seit drei Jahren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Gruppe. Wir besuchen sie im Jerusalemer Stadtteil Talpiot. Das B\u00fcro liegt in einem Industriegebiet. Vier schmucklose Zimmer mit Teek\u00fcche, ein Konferenzraum, Ikea-M\u00f6bel. Dana k\u00f6nnte man mit ihrer modischen Sonnenbrille und ihren langen braunen Haaren f\u00fcr eine typische Tel Aviver Israelin halten: unbeschwert, eher unpolitisch. Und vielleicht w\u00e4re sie ohne Hebron auch so geworden. Sie kommt, anders als Jehuda, aus einer s\u00e4kularen zionistischen Familie, die an das Milit\u00e4r glaubte. Als sie f\u00fcr den Dienst in den besetzten Gebieten eingeteilt wurde, war sie stolz: \u00bbSie schicken dich in die Frontstadt, weil du zu den Harten geh\u00f6rst\u00ab, dachte sie.<\/p>\n<p>Bei der ersten Hausdurchsuchung brennt sich ihr der Wandschmuck ins Ged\u00e4chtnis ein: \u00bbIch sehe ein Poster von der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem und ein Bild Saddam Husseins, und da wird mir klar: Ich bin tats\u00e4chlich in einem pal\u00e4stinensischen Haus. Der n\u00e4chste Gedanke: Komisch, ich war noch nie bei Pal\u00e4stinensern zu Hause. Jetzt stehe ich um zwei Uhr nachts mit einem MG in einem Hebroner Haus, und alle haben Angst vor mir.\u00ab<\/p>\n<p>Die Kameraden stellen alles auf den Kopf, man sucht Waffen. Stattdessen finden sie die Pornosammlung des Familienvaters. \u00bbMir ist es unendlich peinlich. Ich sch\u00e4me mich. Dann kommt der Befehl, ich soll die Frauen im Haus filzen.\u00ab Dana klopft die Frauen ab: \u00bbBeine auseinander, H\u00e4nde an die Wand. Ich fasse sie \u00fcberall an, auch an den Br\u00fcsten. Sie lassen es geschehen. Sie haben Angst. Dabei schaut der kleine Sohn zu mir her\u00fcber, und ich sehe den Hass in seinen Augen. In diesem Moment konnte ich ihn verstehen.\u00ab<\/p>\n<p>Sich pl\u00f6tzlich im Blick des anderen erkennen zu m\u00fcssen kann Folgen haben. Michael Manekins Schl\u00fcsselerlebnis begann mit einem Scherz. Man hatte dem Kommandeur der Patrouille, einem gro\u00dfen, rundlichen Mann, statt regul\u00e4rer Tarnfarbe giftgr\u00fcne Schminke gegeben. Weil die Farbe im Dunkeln aufgelegt wurde, hatte er es nicht bemerkt. Man h\u00e4mmert an die T\u00fcr eines pal\u00e4stinensischen Hauses, die T\u00fcr wird ge\u00f6ffnet, der Kommandeur st\u00fcrmt voran und br\u00fcllt \u00bbH\u00e4nde hoch, keine Bewegung!\u00ab: \u00bbDie ganze Familie lacht bei seinem Anblick, und ein Kind ruft: \u203aShrek! Shrek!\u2039 Wir lachen auch, und schlie\u00dflich lacht selbst der Kommandeur, der in einem Spiegel erkennt, dass er wirklich aussieht wie das Ungeheuer aus dem Film. Mein Gott, denke ich, sie kennen Shrek! Und sie haben Humor, diese Pal\u00e4stinenser. Sie haben mich zum Lachen gebracht. Sie leben in der gleichen amerikanisierten Popwelt wie wir. Der n\u00e4chste Gedanke: Was hast du blo\u00df gedacht, wie die sind? In dem Moment fiel meine Soldatenwelt in sich zusammen. Ich hatte oft erlebt, dass sich Kinder bei unserem Anblick vor Angst in die Hose machen. Das hat mir nicht so viel ausgemacht wie dieses Lachen \u00fcber Shrek.\u00ab<\/p>\n<p>Noam Chajut, der mit Jehuda zu den Gr\u00fcndern von Breaking the Silence geh\u00f6rt, trifft uns in\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/schlagworte\/orte\/tel-aviv\/index\" target=\"_blank\">Tel Aviv<\/a>, im Caf\u00e9 Henrietta am zentralen Busbahnhof. Der 32-J\u00e4hrige mit sch\u00fctterem blonden Haar ist f\u00fcr die Videodokumentation der Soldatenerfahrungen zust\u00e4ndig. Nach dem Milit\u00e4r hat er Biologie studiert und ist heute Bioingenieur. Seine freundliche und offene Art kann eine gro\u00dfe Wut kaum verdecken.<\/p>\n<p>Noam war Offizier im Westjordanland und in Gaza. Seine Gro\u00dfeltern waren vor dem Zweiten Weltkrieg aus der Ukraine und Polen eingewandert. Alle verbliebenen Verwandten in Europa wurden von den Deutschen ermordet. Noam wollte immer schon Offizier werden. Er kam zu einer Eliteeinheit, die w\u00e4hrend der Zweiten Intifada \u00fcberall im Westjordanland k\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>Wie Jehuda war auch er sp\u00e4ter in Hebron eingesetzt: \u00bbEs hie\u00df immer, wir bek\u00e4mpfen den Terrorismus. Aber dort bedeutete das, ein Volk unter Kontrolle zu halten. Mit dem Gewehr in der Hand bist du als 20-J\u00e4hriger pl\u00f6tzlich Herr \u00fcber Leben und Tod. Auch wenn du anders sein willst, ein guter Soldat, merkst du bald, dass es dein Daseinszweck ist, die Pal\u00e4stinenser deine Macht sp\u00fcren zu lassen, damit sie sich nicht erheben. Unsere Parole war: Brennt ihnen ins Bewusstsein, dass es sich nicht lohnt zu k\u00e4mpfen.\u00ab<\/p>\n<p>In den drei Jahren beim Milit\u00e4r, sagt er, \u00bbwar die Erzeugung von Unsicherheit mein Beruf\u00ab. Das bedeutete n\u00e4chtliche Hausdurchsuchungen; stetig wechselnde Checkpoints, Verhaftungen ganzer Dorfgemeinschaften, Zerst\u00f6rung von H\u00e4usern, laute Patrouillen mitten in der Nacht: \u00bbNiemand sollte sich sicher f\u00fchlen. Einmal wurden mit Panzern ganze Reihen von pal\u00e4stinensischen Autos plattgemacht. Ein andermal haben wir am Checkpoint alle Autoschl\u00fcssel einkassiert, weil jemand keine Papiere hatte. Die Unberechenbarkeit \u2013 und manchmal Sinnlosigkeit \u2013 der Ma\u00dfnahmen war Absicht. Jeden kann es jederzeit treffen, das war unsere Botschaft. Und am Wochenende fragen deine Eltern zu Hause, wie es dir geht, und du sagst: \u203aGut, alles klar.\u2039 Du willst nicht \u00fcber das reden, was du in den Gebieten gemacht hast. Was sollen sie denn anfangen mit deinen Geschichten?\u00ab<\/p>\n<p>Aber war der Kampf gegen den Terrorismus nicht erfolgreich? \u00bbSo kann man das sehen\u00ab, sagt Noam. \u00bbAber die Leute sollten wissen, wie teuer ihre Sicherheit erkauft wird.\u00ab<\/p>\n<p>Jehuda, Dana, Michael und Noam sind weder Def\u00e4tisten noch Verr\u00e4ter. Breaking the Silence ist ein Versuch von Exsoldaten, die Armee vor dem Missbrauch durch die Politik zu retten. Und wer die Armee retten will, der meint in Israel eigentlich das Land selbst. Pathetischer gesagt: dessen Seele, die durch die Besatzung korrumpiert zu werden droht.<\/p>\n<p>Mehr als sieben Jahre liegt Jehudas Wehrdienst jetzt zur\u00fcck, doch jede Woche f\u00e4hrt er wieder nach Hebron, oft sogar mehrmals: \u00bbManchmal sage ich mir: Jehuda, du hast die Armee eigentlich nie verlassen. Du bist irgendwie immer noch im Dienst.\u00ab<\/p>\n<p>Es begann damit, dass er zusammen mit Noam Chajut die Fotos sammelte, die sie bei ihren Eins\u00e4tzen mit Handys und Digicams gemacht hatten. Bilder von pal\u00e4stinensischen Wohnungen, von Gefangenen, von Stra\u00dfensperren. Sie zeigten die Bilder einem professionellen Fotografen, der ihnen half, eine Ausstellung in Tel Aviv zu organisieren.<\/p>\n<p>Das war im Sommer 2004, wenige Monate nach Jehudas Entlassung, und der Titel lautete\u00a0<em>Breaking the Silence.<\/em>\u00a0Die Ausstellung war gut besucht. Die Soldaten erkl\u00e4rten ihre eigenen Bilder. Viele Eltern von Soldaten kamen. In der zweiten Woche tauchte auch Jehudas Vater auf. Nach dem Rundgang wandte er sich schockiert an seinen Sohn: \u00bbJehuda, so etwas hast du getan?\u00ab Der Vater ging ohne ein weiteres Wort. Eine Woche sp\u00e4ter besuchte er Jehuda und gestand: \u00bbIch verstehe, warum du tust, was du tust.\u00ab<\/p>\n<p>Nach der Ausstellung begann Jehuda mit Freunden, Zeugenaussagen von Soldaten auf Band aufzunehmen. Sie sprachen Bekannte an, die wiederum ihre Freunde mitbrachten. Mittlerweile sind so \u00fcber 800 Aussagen dokumentiert. In diesen Tagen erscheint eine Auswahl auf Deutsch: Das Buch\u00a0<em>Breaking the Silence. Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten<\/em>\u00a0(Econ-Verlag) enth\u00e4lt Berichte von Misshandlungen, gezielten T\u00f6tungen, mutwilliger Zerst\u00f6rung. Aber seine Sprengkraft liegt nicht in den drastischen Schilderungen, sondern darin, dass es einen Einblick in den seelischen Zustand der Besatzer bietet.<\/p>\n<p>Je mehr Zeugnisse die Veteranen sammelten, umso deutlicher zeichneten sich Muster ab, die der offiziellen Version widersprachen, dass es sich um bedauerliche Einzelf\u00e4lle handelte. Es entstand das Bild einer systematischen und auf Dauer angelegten Politik der Einsch\u00fcchterung und Kontrolle, die das Geflecht des allt\u00e4glichen Lebens der Pal\u00e4stinenser zerst\u00f6rt. Jehuda beschreibt seine Lernkurve so: \u00bbWir waren mit der Haltung in die Armee gegangen, dass wir es besser machen wollten. Heute sehe ich das als Teil des Problems: die Idee, dass es eine menschliche, anst\u00e4ndige, korrekte Besatzung geben kann, tr\u00e4gt dazu bei, dass alles immer so weitergeht.\u00ab<\/p>\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung der Zeugnisse hat Breaking the Silence zu einem f\u00fchrenden Akteur der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/03\/krieg-israel-gaza-antikriegsbewegung\" target=\"_blank\">israelischen Friedensbewegung<\/a>\u00a0gemacht. Gegenreaktionen konnten nicht ausbleiben. Regierungsnahe Leitartikler und Thinktanks versuchen die Gruppe als Antizionisten in Diensten des Auslands zu diskreditieren, als unpatriotische Linke. In Israel scheidet die Frage, ob man Besatzung und Siedlungspolitik kritisiert oder verteidigt, Links und Rechts. Und die Linken stehen zurzeit auf verlorenem Posten. Es gibt keine Friedensverhandlungen mehr. Die Zweistaatenl\u00f6sung ist zur leeren Phrase geworden. Man hat beiderseits den Glauben an einen Frieden durch Verhandlungen verloren. Die Pal\u00e4stinenser haben erleben m\u00fcssen, dass die Siedlungen in den letzten 17 Jahren \u2013 also seit dem Oslo-Abkommen, das die R\u00fcckabwicklung der Besatzung vorsah \u2013 um das Zweieinhalbfache gewachsen sind, auf nun fast 300.000 Bewohner. Die Israelis hingegen haben zweimal erlebt, dass R\u00fcckz\u00fcge der Armee \u2013 2000 aus dem Libanon und 2005 aus Gaza \u2013 mit einem Hagel von Raketen durch Hisbollah und Hamas beantwortet wurden.<\/p>\n<p>Was nutzt es da, sich den unangenehmen Zeugnissen der Exsoldaten auszusetzen? Die \u00bbbesetzten Gebiete\u00ab verschwinden mittlerweile fast vollst\u00e4ndig hinter Mauern und Z\u00e4unen, die Terroristen drau\u00dfen halten und peinliche Anblicke der pal\u00e4stinensischen Realit\u00e4t vermeiden helfen. Jehuda versucht darum neuerdings, m\u00f6glichst viele Menschen in die besetzten Gebiete zu bringen, damit sie mit eigenen Augen sehen k\u00f6nnen, was Besatzung bedeutet. Breaking the Silence organisiert Touren nach Hebron, die man auf der Website buchen kann. An die 10.000 Teilnehmer waren schon dabei, ein Drittel von ihnen junge Israelis vor der Einberufung.<\/p>\n<p>Der kritische Okkupationstourismus ist der Regierung nicht genehm. Anfang des Jahres wurde eine von Jehudas Hebron-Touren mit Schulkindern polizeilich verboten. Der Erziehungsminister erkl\u00e4rte, er wolle mit eigens organisierten Touren daf\u00fcr sorgen, dass alle Schulkinder nach Hebron kommen, um ihre Verbundenheit mit der \u00bbewigen Wiege der j\u00fcdischen Nation\u00ab zu st\u00e4rken. Die Kinder werden viel \u00fcber Abraham und Rachel h\u00f6ren, aber wenig \u00fcber Extremisten wie Mosche Lewinger und Baruch Goldstein.<\/p>\n<p>Die Knesset ber\u00e4t eine Gesetzesvorlage, die Gruppen wie Breaking the Silence von ausl\u00e4ndischen Finanzierungsquellen abschneiden soll. Etwa die H\u00e4lfte des Etats von umgerechnet 650000 Euro erhalten die Aktivisten von europ\u00e4ischen Gebern \u2013 darunter kirchliche und entwicklungspolitische Stiftungen\u00a0<a href=\"http:\/\/www.misereor.de\/presse\/pressemeldungen\/pressemeldungen-detais\/article\/das-schweigen-brechen.html\" target=\"_blank\">wie Misereor<\/a>, aber auch die britische Botschaft und die EU-Delegation. Israels Regierung betrachtet diese Unterst\u00fctzung als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes.<\/p>\n<p>Jehuda nimmt das sportlich: \u00bbIrgendwas machen wir richtig, wenn die so auf uns losgehen.\u00ab Dabei sind die Veteranen mit ihrer schonungslosen Selbsterforschung die beste Werbung, die man sich f\u00fcr Israel und seine Armee vorstellen kann. Welches andere Land im Dauerkrieg mit seiner Umgebung leistet sich solch schneidende Selbstkritik? Undenkbar ist es nicht, dass man eines Tages in Jehudas und Danas Eigensinn eine andere Form von Patriotismus erkennt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Reportage aus dem aktuellen ZEIT Magazin: Wenn Jehuda Schaul die jungen Soldaten der israelischen Armee in\u00a0Hebron\u00a0sieht, kommen die Erinnerungen wieder zur\u00fcck. Jehuda, ein b\u00e4renhafter 29-J\u00e4hriger mit Vollbart, war auch einmal hier eingesetzt. 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