{"id":588,"date":"2007-06-23T11:37:22","date_gmt":"2007-06-23T09:37:22","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2007\/06\/23\/integration-und-leitkultur_588"},"modified":"2007-06-23T11:37:22","modified_gmt":"2007-06-23T09:37:22","slug":"integration-und-leitkultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/joerglau\/2007\/06\/23\/integration-und-leitkultur_588","title":{"rendered":"Integration und Leitkultur &#8211; ein Zwischenruf von Gari Pavkovic"},"content":{"rendered":"<p><em>Der erfolgreichste Integrationsbeauftragte Deutschlands, <strong>Gari Pavkovic<\/strong> aus Stuttgart, schickt mir folgende Stellungsnahme zu dem schwelenden Streit \u00fcber Moscheebau, Toleranz, Anerkennung. (Letztes Jahr hat Pavkovic zusammen mit anderen Integrationspolitikern an unserem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/28\/Integrationsgipfel\">ZEIT- Integrationsgipfel<\/a> mitgewirkt.) Ich stelle seinen Beitrag  hier im vollen Wortlaut zur Debatte:<\/em><\/p>\n<p>Wann gelten EinwanderInnen in Deutschland als integriert? Es besteht zumindest ein breiter Konsens dar\u00fcber, dass die zugewanderten Personen  \u2013 mit und ohne deutschen Pass \u2013 daf\u00fcr drei Voraussetzungen erf\u00fcllen m\u00fcssen: die Anerkennung der Menschenrechte (die auch die Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Verfassung sind), das Einhalten von Recht und Gesetz im Alltag und gute Deutschkenntnisse. Im Gegenzug garantiert unsere Rechtsordnung die individuelle Gleichbehandlung aller hierzulande regul\u00e4r lebenden Personen. Dies beinhaltet auch ihre Recht auf eine selbst gew\u00e4hlte kulturelle, religi\u00f6se oder sonstige Einstellung und Lebenspraxis, solange diese andere Personen in ihren Freiheiten und Rechten nicht beeintr\u00e4chtigen. Rechtliche Gleichheit und kulturelle Verschiedenheit sind die Merkmale unserer freiheitlichen  pluralistischen Gesellschaft. Alle B\u00fcrgerInnen haben zu tolerieren, dass es Mitmenschen gibt, die eine andere Lebensweise haben als sie selbst, solange diese gute Staatsb\u00fcrgerInnen sind. Gegenseitige Toleranz ist die Basis des Zusammenlebens, unabh\u00e4ngig davon, ob diese Toleranz sich als gegenseitiger Respekt, als herablassende Duldung oder gar als Ignoranz der Anderen ausdr\u00fcckt. Leben und leben lassen, w\u00fcrden die Rheinl\u00e4nder sagen, Schaffen und schaffen lassen, die Schwaben. So weit, so gut&#8230;.<!--more--><\/p>\n<p>In der aktuellen integrationspolitische Debatte wird dieser Toleranzbegriff in Frage gestellt, wie zuletzt von zahlreichen Bedenkentr\u00e4gerInnen im Falle des geplanten Moscheebaus in K\u00f6ln-Ehrenfeld. Was ist dort passiert? K\u00f6lner Muslime wollen ihre Religion nicht wie in den Jahrzehnten zuvor in einer Hinterhofmoschee aus\u00fcben sondern in einem repr\u00e4sentativen Geb\u00e4ude. Das steht Ihnen laut unserer Verfassung im Rahmen der baurechtlichen Vorgaben auch zu. Die KritikerInnen sehen darin den Ausdruck einer falsch verstandenen Toleranz und begr\u00fcnden dies mit einer Vielzahl von \u201eArgumenten\u201c: der angeblichen Ausbreitung der Scharia durch ein solches Gebetshaus, dem grunds\u00e4tzlichen Zweifel, ob Muslime die Menschenrechte und unsere Rechtsordnung akzeptieren, der Diskriminierung der Christen in muslimischen L\u00e4ndern und dem Hinweis, dass eine Moschee nicht in unsere christlich gepr\u00e4gte deutsche bzw. europ\u00e4ische Kultur passe.<\/p>\n<p>Die KritikerInnen der Einwanderungsgesellschaft (von ihnen verstanden als einer ungewollten Koexistenz verschiedener Kulturen und Religionen), betonen, dass der Multikulturalismus letztendlich eine Art  Kulturrelatvismus ohne gemeinsame Wertebasis bedeute. Ein solcher Multikulturalismus gef\u00e4hrde den Zusammenhalt der Gesellschaft und f\u00f6rdere die Bildung von abgeschotteten Parallelgesellschaften. Die Folge sei eine gescheiterte Integration der Zugewanderten, in erster Linie der fremdkulturellen T\u00fcrkInnen bzw. MuslimInnen.<\/p>\n<p>Diese Bedenkentr\u00e4gerInnen gehen bei ihrer Kritik von der Annahmen aus, dass es in sich konsistente Kulturen und Religionen g\u00e4be (z.B. den Islam an sich) und ebenso eine fest umrissene deutsche bzw. europ\u00e4ische (Leit-)Kultur, die keine Ber\u00fchrungspunkte und Schnittstellen zu den anderen Kulturen habe. An Stelle des Individuums mit seinem B\u00fcrgerrechten und \u2013pflichten wird das ethnische Kollektiv mit seinen Anspr\u00fcchen zum Gegenstand des Diskurses. Somit argumentieren die KritikerInnen in denselben kulturalisierenden Denkkategorien wie die Bef\u00fcrworterInnen des Multikulturalismus, allerdings mit anderer Intention. Ihr Konstrukt von fest umrissenen Kulturen\/Religionen, die sie einer bestimmten geografischen Region zuordnen, impliziert, dass beispielsweise die K\u00f6lner MuslimInnen nicht ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft seien (B\u00fcrgerInnen der Stadt K\u00f6ln und als solche ein integraler Bestandteil der Bev\u00f6lkerung in Deutschland) sondern ein kollektiver kultureller Fremdk\u00f6rper. Diese Einstellung kommt auch im bizarren Vorschlag von Henryk Broder zum Ausdruck: T\u00fcrken d\u00fcrfen nur dann eine Moschee in K\u00f6ln bauen, wenn Christen in der T\u00fcrkei eine Kirche bauen d\u00fcrfen. Will hei\u00dfen: F\u00fcr Muslime in Deutschland gelten Recht und Gesetz nur eingeschr\u00e4nkt, solange in ihren Herkunftsl\u00e4ndern Unrecht geschieht. Das auf den ersten Blick gerecht erscheinende Prinzip von \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn\u201c geht von der Pr\u00e4misse aus, dass K\u00f6lner Muslime \u2013 mit und ohne deutschen Pass \u2013 T\u00fcrkInnen sind und bleiben und als solche f\u00fcr die Ungleichbehandlung \u201eunserer\u201c Christen in der T\u00fcrkei verantwortlich sind (Sippenhaft). Gilt dies auch f\u00fcr Juden, Hindus und Buddhisten? Muss das Prinzip nicht dann auch f\u00fcr Christen mit Herkunft aus undemokratischen Staaten angewandt werden?<\/p>\n<p>Viele Verb\u00e4nde der MigrantInnen gehen auch von einer fest umrissenen kollektiven Identit\u00e4t ihrer \u201eLandsleute\u201c aus und leiten daraus das Recht ab, f\u00fcr diese als Ganzes zu sprechen. Dabei sind sie als Vereinsfunktion\u00e4re nur VertreterInnen einer begrenzten Anzahl von Vereinsmitgliedern. Das gilt auch f\u00fcr die islamischen Dachverb\u00e4nde. Sie leiten ihren Anspruch auf die Repr\u00e4sentanz aller MuslimInnen in Deutschland vom Konstrukt ab, dass es einheitliche Glaubensgemeinschaft der Muslime und eine gemeinsame \u00dcbereinkunft \u00fcber die Auslegung des \u201ewahren Islam\u201c g\u00e4be und dass sie autorisiert seien, diese zu vertreten. Der t\u00fcrkische Verband Ditib beansprucht f\u00fcr sich, f\u00fcr alle t\u00fcrkischen MuslimInnen zu sprechen. Beides trifft nicht zu. Trotzdem spricht nichts dagegen, dass K\u00f6lner Muslime, die beim Verband Ditib organisiert sind, ihre Hinterhofmoschee in ein repr\u00e4sentatives Gebetshaus umwandeln. Den Gl\u00e4ubigen steht es frei, diese Moschee oder andere Moscheen zu besuchen. Auch f\u00fcr die Anerkennung des sunnitischen Islam als Religionsgemeinschaft auf L\u00e4nderebene bedarf es nicht eines Alleinvertretungsanspruchs. Notwendig ist die Erf\u00fcllung anderer Kriterien, u.a. der freien Wahlentscheidung der Gl\u00e4ubigen, ohne Sanktionen aus einer solchen Religionsgemeinschaft wieder auszutreten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage nach der Leitkultur. Was macht die deutsche Leitkultur jenseits der gemeinsamen Sprache und dem Befolgen von Recht und Gesetz aus? Lange Zeit konnte man Deutscher sein aber kaum Deutscher werden. Dank den Reformen des Staatsangeh\u00f6rigkeitsrechts haben wir immer mehr neue Deutsche, deren Sozialisation nicht nur von der christlich-j\u00fcdischen Tradition gepr\u00e4gt ist. Dies ist die Realit\u00e4t in allen europ\u00e4ischen Einwanderungsl\u00e4ndern. Von den MigrantInnen, die dauerhaft unter uns leben wollen und d\u00fcrfen, verlangt man zu Recht gute Deutschkenntnisse und Verfassungstreue. Letzteres ist schwer zu \u00fcberpr\u00fcfen, wenn ein einwandfreies polizeiliches F\u00fchrungszeugnis nicht als ausreichend angesehen wird. Woran will man die \u201einnere Hinwendung\u201c zu Deutschland festmachen?<\/p>\n<p>Menschen entwickeln ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu Gruppen, in denen sie willkommen sind und die ihnen Chancen er\u00f6ffnen, sich mit ihren Potenzialen und Talenten zu entfalten. Dies beinhaltet auch die Akzeptanz der neuen Mitglieder in ihrem Sosein, in ihrer kulturellen Andersartigkeit, solange sie die Bereitschaft mitbringen, die gemeinsamen Grundwerte ohne Wenn und Aber mitzutragen.<\/p>\n<p>Eingewanderte aus der T\u00fcrkei und aus anderen Herkunftsl\u00e4ndern sind willkommen, wenn sie gute Arbeitnehmer oder Arbeitgeber sind, sich b\u00fcrgerschaftlich f\u00fcr das Allgemeinwohl engagieren, respektvoll mit anderen umgehen und niemandem schaden. Willkommenskultur hei\u00dft: sie geh\u00f6ren selbstverst\u00e4ndlich und wenn sie wollen dauerhaft dazu, in K\u00f6ln als K\u00f6lnerInnen, in Stuttgart als  StuttgarterInnen, als neue Inl\u00e4nderInnen, egal wie sie ihr kulturelles Selbstverst\u00e4ndnis definieren. Man hat neben der ethnischen Identit\u00e4t als T\u00fcrkIn  zugleich eine Identit\u00e4t als Mann oder Frau, als junger oder \u00e4lterer Mensch, eine berufliche und famili\u00e4re Identit\u00e4t, man ist gl\u00e4ubig oder AtheistIn, Hobbyg\u00e4rtnerIn oder MusikerIn, Anh\u00e4ngerIn des FC K\u00f6ln oder von Galatasaray Istanbul. Wenn man ein Teil dieser Gesellschaft geworden ist, ist auch die eigene Religion \u2013 sofern vorhanden &#8211; ein Teil dieser Gesellschaft. Der Islam ist ein integraler Bestandteil der religi\u00f6ser Vielfalt in unserem Land, auch wenn es \u2013 abgesehen von den Aleviten &#8211; noch keine anerkannte Religionsgemeinschaft der Muslime gibt.<\/p>\n<p>Die Frage ist, wollen wir unsere k\u00fcnftige Integrationspolitik auf der Grundlage der rechtlichen Gleichheit und kulturellen Vielfalt fortsetzen und wenn nicht, was sind dann die Alternativen? Die \u00c4ngstlichen unter uns werden fragen: Was macht \u00fcberhaupt noch die Einheit aus, wenn wir kulturelle Verschiedenheit zulassen? Die christlich-j\u00fcdische Tradition ist wie das antike griechisch-r\u00f6mische Erbe ein Bestandteil unserer Zivilisation. Die Richtschnur f\u00fcr das Zusammenleben im Alltag des 21. Jahrhunderts sind jedoch die universellen Menschenrechte und das Grundgesetz als Erbe der Aufkl\u00e4rung und als globaler Weltethos sowie die Verst\u00e4ndigung in einer gemeinsamen Sprache.<\/p>\n<p>Der Auftrag unserer Bildungseinrichtungen besteht darin, allen Mitgliedern der Gesellschaft diese Grundlagen zu vermitteln. Der gesellschaftliche Bildungsauftrag umfasst aber auch die Vermittlung von F\u00e4higkeiten, die es uns erm\u00f6glichen, in einer pluralistischen Gesellschaft sowie im globalen Zusammenh\u00e4ngen erfolgreich zurechtzukommen. Deswegen sind Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenzen und Toleranz gegen\u00fcber der Verschiedenheit von Lebensentw\u00fcrfen Bestandteile der Bildung in einer modernen europ\u00e4ischen Gesellschaft. Toleranz ist dar\u00fcber hinaus auch ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor im globalen Wettbewerb um M\u00e4rkte und um die besten K\u00f6pfe. St\u00e4dte und L\u00e4nder, die ein weltoffenes Klima gegen\u00fcber Minderheiten leben (seien es ethnische, religi\u00f6se oder sonstige Minderheiten) sind wirtschaftlich erfolgreicher und zukunftsf\u00e4higer als fremdenfeindliche Gesellschaften.<\/p>\n<p>Leitende Werte moderner Gesellschaften sind soziale Gerechtigkeit, was die F\u00f6rderung von Chancengleichheit der Teilhabe von Frauen und von Minderheitengruppen sowie die Akzeptanz von kultureller Vielfalt mit einschlie\u00dft, Verantwortung f\u00fcr die Umwelt (sorgsamer Umgang mit den Ressourcen, religi\u00f6s gesprochen mit der Sch\u00f6pfung), Verantwortung f\u00fcr die Nachwelt (Vorsorge f\u00fcr die nachwachsenden Generationen \u00fcber Generationenvertr\u00e4ge und eine ma\u00dfvolle Haushaltspolitik), aber auch Verantwortung f\u00fcr die Wirkungen des eigenen Handelns au\u00dferhalb der Grenzen der eigenen Gesellschaft (globale Verantwortung). Man kann diese und andere Werte zu Bestandteilen der eigenen Leitkultur erkl\u00e4ren. Warum nicht?  Im Falle Deutschlands geh\u00f6rt auch die klare Verurteilung des Antisemitismus, der nationalsozialistischen Ideologie und des Holocaust zum Wertekanon der eigenen Leitkultur. Die Kehrwoche geh\u00f6rt nicht mehr dazu, auch wenn sie viele Stuttgarter schw\u00e4bischer und t\u00fcrkischer Herkunft nach wie vor einhalten.<\/p>\n<p>Die Ausgrenzung des Islam geh\u00f6rt auch nicht zum Wesen einer so verstandenen deutschen und europ\u00e4ischen Leitkultur, auch wenn kritische Auseinandersetzungen zum Moscheebau ein selbstverst\u00e4ndliches Merkmal unserer demokratischen Streitkultur sind. Diese Diskussionen m\u00fcssen jedoch auf der Grundlage der rechtlichen Gleichbehandlung und in Bezug auf konkrete Konflikte im jeweiligen Einzelfall gef\u00fchrt werden &#8211; und nicht in Form von pauschalen Verd\u00e4chtigungen oder Unterstellungen. Es geht um den produktiven Streit mit dem Ziel, Interessen auszugleichen und rechtskonforme L\u00f6sungen im Konsens aller Beteiligten zu finden. Entscheidend sind der respektvolle Umgang mit dem Andersdenkenden und unsere Rechtsordnung. Die Toleranz h\u00f6rt dort auf, wo die Intoleranz des Anderen anf\u00e4ngt. Wenn wir Kirchen, Synagogen und Tempel zulassen, dann auch Moscheen. Religionsfreiheit gilt f\u00fcr alle. Aber es gibt keine Toleranz gegen\u00fcber Zwangsheirat und anderen Einschr\u00e4nkungen der Freiheitsrechte des Einzelnen, egal ob diese von einer Gruppe kulturell oder religi\u00f6s begr\u00fcndet sind. Umgekehrt darf es keine Benachteiligung der Religionsaus\u00fcbung von Muslimen durch kulturell-religi\u00f6se Begr\u00fcndungen geben (christlich-j\u00fcdisches Erbrecht auf Meinungshoheit). Beides ist unserer aufgekl\u00e4rten s\u00e4kularen Gesellschaft und somit unserer Leitkultur wesensfremd. Kurzum: Es gibt keine Benachteiligung aber auch keine Sonderrechte f\u00fcr kulturelle oder religi\u00f6se Gruppen. Dies ist kein Kulturrelativismus, sondern das klare Eintreten f\u00fcr die Universalit\u00e4t der Menschenrechte und f\u00fcr die konsequente Gleichbehandlung unserer B\u00fcrgerInnen und ihrer Lebensentw\u00fcrfe in der freiheitlich-demokratischen  \u201eIntegrationsgesellschaft\u201c.<\/p>\n<p>Die Integrationsf\u00e4higkeit unserer Gesellschaft wird nicht in erster Linie von der H\u00f6he der Minarette in K\u00f6ln oder Berlin abh\u00e4ngen, sondern davon inwieweit es uns gelingen wird, die strukturelle Benachteiligung unserer B\u00fcrgerInnen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt abzubauen. Und davon inwieweit wir als Deutsche ein starkes Selbstvertrauen in Bezug auf uns mit unserem historischem Erbe und ein reflektiertes Selbstbewusstsein in Bezug auf Andere entwickeln. Beides ist notwendig, um unser Land in seiner neuen Vielfalt zu lieben und Menschen aus anderen L\u00e4ndern f\u00fcr unser Gesellschaftsmodell und den damit verbundenen Wertekanon zu gewinnen. Nur dann werden wir zu l\u00e4ngerfristig zu den Gewinnern der Globalisierung geh\u00f6ren, wirtschaftlich, aber auch als ein Kulturraum, der weltweit als lebenswert und attraktiv respektiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der erfolgreichste Integrationsbeauftragte Deutschlands, Gari Pavkovic aus Stuttgart, schickt mir folgende Stellungsnahme zu dem schwelenden Streit \u00fcber Moscheebau, Toleranz, Anerkennung. (Letztes Jahr hat Pavkovic zusammen mit anderen Integrationspolitikern an unserem ZEIT- Integrationsgipfel mitgewirkt.) Ich stelle seinen Beitrag hier im vollen Wortlaut zur Debatte: Wann gelten EinwanderInnen in Deutschland als integriert? 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