{"id":36,"date":"2008-07-17T09:04:41","date_gmt":"2008-07-17T07:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?p=36"},"modified":"2008-07-17T09:04:41","modified_gmt":"2008-07-17T07:04:41","slug":"der-sandelf-folge-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36","title":{"rendered":"Der Sandelf (Folge 6)"},"content":{"rendered":"<p><em>Himmlischer Wunsch!<\/em><\/p>\n<p><strong>Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelfen gefunden, der W\u00fcnsche erf\u00fcllen kann. Eigentlich eine feine Sache, doch die Gaben des seltsamen Wesens haben die Kinder bisher nur in Schwierigkeiten gebracht. Jetzt aber ist sich Anthea sicher, was sie brauchen: Fl\u00fcgel!<\/strong><\/p>\n<p><img src='https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/30\/wissen\/kinderzeit\/sandelf-6-410.jpg' alt='' class='aligncenter' \/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: Sabine Friedrichson<\/span><\/p>\n<p>Cyril schrieb ganz schnell einen langen Brief und machte sich dann \u2013 nach der Bauanleitung aus dem <em>Gartenfreund<\/em> \u2013 daran, eine Schneckenfalle zu konstruieren. Als die Postzeit heranr\u00fcckte, konnte er seinen Brief nicht wiederfinden; er war und blieb spurlos verschwunden. Vielleicht hatten ihn die Schnecken gefressen.<!--more--><\/p>\n<p>Janes Brief war der einzige, der sich einigerma\u00dfen vorzeigen lie\u00df. Sie wollte ihrer Mutter vom Psammed berichten \u2013 das hatten die anderen eigentlich auch vorgehabt \u2013, aber sie dachte so lange dar\u00fcber nach, wie man das Wort Psammed schreibt, dass ihr keine Zeit mehr blieb, die Geschichte ordentlich zu erz\u00e4hlen. Ihre Mutter musste mit Folgendem zufrieden sein:<\/p>\n<div style=\"width: 210px; float:left; border: 1px solid #ACADAE; margin: 5px 5px 5px 0px; font-size: 11px;\">\n<div style=\"text-align: center; margin: 5px 5px 5px 5px;\"><strong>Der Sandelf<\/strong> &#8211; Von Edith Nesbit<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/\/bilder\/2008\/25\/wissen\/kinderzeit-blog\/sandelf.gif\" alt=\"Der Sandelf\"\/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: Sabine Wilharm<\/span><\/div>\n<div style=\"width: 210px; margin: 5px 5px 5px 20px;\">\n<table width=\"200\" align=\"left\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"javascript:open_mp3('var_mp3_file=080717\/080717_1216276910-01&amp;var_mp3_artist=Von Edith Nesbit&amp;var_mp3_title=Der Sandelf- Folge 6&amp;ressort=a_Wissen&amp;sub_ressort=Bildung');\"><strong>Gleich Anh&ouml;ren <\/strong> &raquo;<\/a><\/td>\n<td style=\"padding-bottom: 5px; width: 25px;\">\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/30_Sandelf_dl.zip\"> <strong>Zum Herunterladen<\/strong> &raquo;<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/16\/der-sandelf-alle-folgen_31\"><strong>Alle Folgen im \u00dcberblick<\/strong> &raquo;<\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00bbAllerliebste Mami, wir sind so brav, wie wir k\u00f6nnen, genau wie Du uns gesagt hast. Der Kleine ist ein bisschen erk\u00e4ltet, aber Martha sagt, es ist nicht schlimm. Er hat nur gestern den Goldfisch \u00fcber sich gekippt. Als wir gestern auf dem gefahrlosen Weg, den auch die Karren fahren, in der Sandkuhle gewesen sind, da haben wir einen\u2026\u00ab Eine halbe Stunde verstrich, bis Jane davon \u00fcberzeugt war, dass keiner von ihnen wusste, wie man Psammed schrieb. Sie fanden das Wort auch nicht im Lexikon, in dem sie nachschlugen. Schlie\u00dflich beendete Jane ihren Brief in aller Eile: \u00bbWir haben ein komisches Ding gefunden, aber gleich wird die Post abgeholt, und deshalb f\u00fcr heute nichts mehr von Deiner kleinen Tochter Jane.<\/p>\n<p>PS. Wenn W\u00fcnsche in Erf\u00fcllung gingen, was w\u00fcrdest Du Dir dann w\u00fcnschen?\u00ab Dann h\u00f6rten sie den Postwagen herankommen, und Robert rannte in den Regen hinaus, um ihn anzuhalten und dem Postboten die Briefe mitzugeben. Auf diese Weise erfuhr die Mutter nichts von dem Sandelf, obgleich alle Kinder ihr davon hatten erz\u00e4hlen wollen. Es gab noch andere Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Ahnungslosigkeit, aber dazu kommen wir sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag kam Onkel Richard zu Besuch und nahm die Geschwister, au\u00dfer dem Kleinen, in einer offenen Kutsche mit nach Maidstone. Onkel Richard geh\u00f6rte zu den netten Verwandten. Er kaufte ihnen in Maidstone Spielsachen, und er nahm sie sogar mit in das Gesch\u00e4ft hinein und lie\u00df sie selbst etwas aussuchen.<\/p>\n<p>Es gab keine Beschr\u00e4nkung in Bezug auf den Preis und keine Predigten, dass die Sachen n\u00fctzlich oder lehrreich sein m\u00fcssten. Robert suchte sich allerdings doch, und zwar ganz aus Versehen, etwas Lehrreiches aus. Er entschied sich im letzten Moment f\u00fcr eine Schachtel mit Abbildungen von gefl\u00fcgelten Stieren mit Menschenk\u00f6pfen und gefl\u00fcgelten Menschen mit Adlerk\u00f6pfen. Er dachte, in der Schachtel w\u00e4ren Tiere von der Art, wie sie auf dem Deckel abgebildet waren. Aber zu Hause entdeckte er, dass es sich um ein gro\u00dfes Puzzle mit Bildern von der antiken Stadt Ninive handelte.<\/p>\n<p>Seine Geschwister wussten sofort, was sie haben wollten, und bekamen Dinge, an denen sie lange Freude hatten. Cyril suchte sich eine Modelllokomotive aus, die Schwestern w\u00e4hlten jede eine Puppe. Au\u00dferdem bekamen die beiden M\u00e4dchen noch ein Teegeschirr aus Porzellan mit Vergissmeinnicht darauf. Das gemeinsame Geschenk f\u00fcr die Br\u00fcder war ein Bogen mit Pfeilen.<\/p>\n<p>Danach fuhr Onkel Richard mit ihnen Boot, und sp\u00e4ter gab es in einer herrlichen Konditorei Tee und Kuchen. Als sie nach Hause kamen, war es viel zu sp\u00e4t, um sich noch etwas zu w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Der Tag nach dem Tag, an dem Onkel Richard sie so verw\u00f6hnt hatte, war sehr hei\u00df. Die Leute, die das Wetter in der Zeitung voraussagen, schrieben sp\u00e4ter, es sei der hei\u00dfeste Tag seit vielen Jahren gewesen. Wer schon einmal an einem strahlenden Sommertag morgens um f\u00fcnf aufgestanden ist, der wei\u00df, wie sch\u00f6n das ist. Das Morgenrot gl\u00e4nzt rosig und golden, und Gras und B\u00e4ume sind mit Tautropfen \u00fcbers\u00e4t. Die Schatten fallen genau andersherum als am Abend, und deshalb hat man das Gef\u00fchl, in einer neuen Welt zu sein.<\/p>\n<p>Anthea wachte um f\u00fcnf Uhr auf. Sie hatte sich das fest vorgenommen, und bei ihr klappte so etwas immer. In dem Moment, in dem sie die Augen aufschlug, h\u00f6rte sie die schwarzgoldene Standuhr unten im Esszimmer elf schlagen. Da wusste Anthea, dass es genau drei Minuten vor f\u00fcnf war. Die schwarzgoldene Uhr schlug n\u00e4mlich immer falsch, aber wenn man genau wusste, auf welche Weise sie falsch schlug, wusste man auch, was sie in Wirklichkeit ansagen wollte.<\/p>\n<p>Anthea war noch sehr m\u00fcde, aber sie sprang aus dem Bett und tauchte Gesicht und H\u00e4nde in eine Sch\u00fcssel mit kaltem Wasser. Das ist das beste Zaubermittel gegen den Wunsch, wieder ins warme Bett zur\u00fcckzuspringen. Dann zog sie sich an und faltete ihr Nachthemd ordentlich zusammen. Sie nahm die Schuhe in die Hand und schlich leise die Treppen hinunter. Sie \u00f6ffnete das Esszimmerfenster und kletterte hinaus. Genauso gut h\u00e4tte sie durch die Haust\u00fcr gehen k\u00f6nnen, aber Durchs-Fenster-Klettern war romantischer, und au\u00dferdem konnte Martha sie so nicht h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ich stehe jetzt immer um f\u00fcnf Uhr auf, nahm sie sich vor, das ist zu sch\u00f6n. Ihr Herz schlug schnell, denn sie hatte sich ganz allein einen bestimmten Plan ausgedacht. Sie wusste nicht genau, ob es ein guter Plan war, aber sie war fest davon \u00fcberzeugt, dass er nicht besser geworden w\u00e4re, wenn sie ihn mit den Geschwistern besprochen h\u00e4tte. Und ob er nun gut war oder schlecht, auf jeden Fall wollte sie ihn lieber allein ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Auf den roten und gelben Steinplatten unter der Veranda zog sie sich die Schuhe an, lief dann geradewegs in die Sandkuhle, suchte den Platz des Psammed und grub es aus. Es war ziemlich ungehalten.<\/p>\n<p>\u00bbDas ist ja gr\u00e4sslich\u00ab, knurrte es und plusterte sein Fell so auf, wie es die Tauben um die Weihnachtszeit herum tun, \u00bbeiskaltes Wetter, und dazu noch mitten in der Nacht.\u00ab \u2013 \u00bbEs tut mir so leid\u00ab, sagte Anthea sanft und kn\u00f6pfte sich die wei\u00dfe Spielsch\u00fcrze ab. Sie wickelte das Psammed darin ein, aber seinen Kopf, seine Fledermausohren und seine Schneckenaugen lie\u00df sie frei. \u00bbDanke sch\u00f6n\u00ab, sagte es. \u00bbSo ist\u2019s schon besser. Was ist der Wunsch des Morgens?\u00ab \u2013 \u00bbIch wei\u00df es nicht\u00ab, antwortete sie, \u00bbdas ist es ja eben. Sieh mal, wir haben bis jetzt so viel Pech gehabt. Dar\u00fcber wollte ich mich mit dir unterhalten. Aber \u2013 w\u00fcrdest du bitte damit einverstanden sein, mir vor dem Fr\u00fchst\u00fcck keinen Wunsch zu erf\u00fcllen? Es ist so schwer, sich mit jemandem zu unterhalten, der einen immer gleich auf W\u00fcnsche festnagelt, die man in Wirklichkeit gar nicht erf\u00fcllt haben wollte.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDu solltest dir nichts w\u00fcnschen, was du nicht haben willst. In den alten Zeiten wussten die Leute immer ganz genau, ob sie nun ein Megatherium oder einen Ichthyosaurus zum Essen haben wollten.\u00ab \u2013 \u00bbIch will\u2019s ja versuchen\u00ab, versprach Anthea, \u00bbaber ich w\u00fcnschte \u2026\u00ab \u2013 \u00bbPass auf!\u00ab, warnte das Psammed und begann sich aufzublasen.<\/p>\n<p>Oh, das war doch noch kein Wunsch. Das hab ich doch blo\u00df so gesagt! Ich w\u00e4re so froh, wenn du dich nicht aufblasen w\u00fcrdest, sodass du fast platzt, um mir einen Wunsch zu erf\u00fcllen. Warte bitte damit, bis die anderen auch hier sind.\u00ab \u2013 \u00bbNa ja\u00ab, sagte es nachsichtig, aber es zitterte dabei.<\/p>\n<p>\u00bbM\u00f6chtest du\u00ab, fragte Anthea liebevoll, \u00bbm\u00f6chtest du vielleicht auf meinem Scho\u00df sitzen? Da h\u00e4ttest du es w\u00e4rmer, und ich k\u00f6nnte dich noch in meinen Rock einwickeln. Ich bin auch ganz vorsichtig.\u00ab Anthea hatte es nicht erwartet, aber das Psammed war einverstanden. \u00bbIch danke dir\u00ab, sagte es. \u00bbDu bist wirklich sehr verst\u00e4ndnisvoll.\u00ab Es kroch auf ihren Scho\u00df und kuschelte sich dort ein, und sie nahm es mit einer noch \u00e4ngstlichen Z\u00e4rtlichkeit in die Arme. \u00bbNun denn!\u00ab, sagte es.<\/p>\n<p>\u00bbJa, also\u00ab, begann Anthea, \u00bballes, was wir uns gew\u00fcnscht haben, ist schrecklich schiefgegangen. Ich m\u00f6chte so gern, dass du uns einen Rat gibst. Du bist so alt, da musst du doch auch sehr weise sein.\u00ab \u2013 \u00bbIch bin von Kindesbeinen an gro\u00dfz\u00fcgig gewesen\u00ab, antwortete der Sandelf. \u00bbIch habe alle meine wachen Stunden nur dazu benutzt, W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Aber eines gedenke ich nicht zu tun, und das ist: jemandem etwas raten.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbAber sieh mal\u00ab, fuhr Anthea fort, \u00bbes ist doch so fabelhaft \u2013 so ein fabelhafter, unbeschreiblicher Gl\u00fccksfall. Es ist so gut und lieb und nett von dir, unsere W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Und es ist so ein Jammer, dass das alles f\u00fcr die Katz ist, nur weil wir zu dumm sind, um uns das Richtige zu w\u00fcnschen.\u00ab<\/p>\n<p>Genau das hatte Anthea einmal klar aussprechen wollen, aber nicht in der Gegenwart ihrer Geschwister. Es ist etwas anderes, wenn man sich allein eingesteht, dass man dumm ist, als wenn man das in Anwesenheit anderer Menschen tut.<\/p>\n<p>\u00bbKind\u00ab, sagte der Sandelf schlie\u00dflich, \u00bbich kann euch nur raten, vor dem Reden nachzudenken\u2026\u00ab \u2013 \u00bbAber ich dachte, du wolltest nie jemandem etwas raten.\u00ab \u2013 \u00bbDieser kleine Wink z\u00e4hlt nicht\u00ab, antwortete er. \u00bbIhr werdet euch ja doch nicht danach richten! Und au\u00dferdem, er stammt auch gar nicht von mir. Es steht in jedem Lesebuch.\u00ab \u2013 \u00bbWas w\u00fcrdest du denn zum Beispiel davon halten, wenn wir uns Fl\u00fcgel w\u00fcnschten? War das ein dummer Wunsch?\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbFl\u00fcgel?\u00ab, fragte er. \u00bbDas w\u00e4re das D\u00fcmmste nicht. Ihr m\u00fcsst nur aufpassen, dass ihr bei Sonnenuntergang nicht mehr zu hoch seid. Ich habe mal von einem kleinen Jungen aus Ninive geh\u00f6rt. Er war einer von K\u00f6nig Sanheribs S\u00f6hnen, und ein Reisender brachte ihm ein Psammed mit. Er hielt es sich in einem Sandkasten auf dem Palasthof. So etwas ist nat\u00fcrlich eine schreckliche Schmach und Schande f\u00fcr unsereins, aber der Junge war immerhin der Sohn eines assyrischen K\u00f6nigs. Eines Tages w\u00fcnschte er sich nun Fl\u00fcgel und bekam sie auch. Aber er dachte nicht mehr daran, dass sie bei Sonnenuntergang zu Stein werden w\u00fcrden, und als das geschah, st\u00fcrzte er direkt auf einen der gefl\u00fcgelten L\u00f6wen, deren Standbilder seines Vaters breite Schlosstreppe kr\u00f6nten. Was dabei passierte \u2013 na, eine sch\u00f6ne Geschichte ist das nicht! Aber bis zu dem Augenblick hat der Junge das Fliegen, glaub ich, sehr genossen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbSag mir doch\u00ab, fragte Anthea, \u00bbwarum versteinern unsere Wunschsachen nicht mehr? Warum verschwinden sie nur einfach?\u00ab \u2013 \u00bbAndere Zeiten, andere Sitten\u00ab, erwiderte das Psammed. \u00bbWas ich damit sagen will, ist dies: In jenen alten Zeiten w\u00fcnschten sich die Leute handfeste, vern\u00fcnftige Alltagsdinge, Mammuts und Flugsaurier und \u00c4hnliches, und das lie\u00df sich ziemlich leicht in Stein verwandeln. Aber heutzutage w\u00fcnschen sich die Leute meistens irgendetwas \u00dcberkandideltes. Wie willst du denn Sch\u00f6nheit versteinern lassen oder die Tatsache, dass sich alle um dich rei\u00dfen? Du wirst einsehen, dass das unm\u00f6glich ist. Und weil man nicht nach zwei verschiedenen Regeln arbeiten kann, darum verschwindet jetzt einfach alles. Wenn sich der Wunsch, bildsch\u00f6n zu sein, tats\u00e4chlich versteinern lie\u00dfe, so w\u00fcrde das furchtbar lange dauern, verstehst du \u2013 l\u00e4nger, als dir lieb w\u00e4re. Schau dir doch die griechischen Statuen an. Es ist schon besser so. Leb wohl. Ich falle um vor M\u00fcdigkeit.\u00ab Es sprang von ihrem Scho\u00df, scharrte wie wild und verschwand.<\/p>\n<p>Anthea kam zu sp\u00e4t zum Fr\u00fchst\u00fcck. Robert lie\u00df gerade in aller Seelenruhe einen L\u00f6ffel Sirup auf den Spielkittel vom Lamm tropfen, sodass der Kleine gleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck noch einmal wieder von Kopf bis Fuss gewaschen werden musste. An und f\u00fcr sich war das ja ziemlich unartig, aber es hatte doch zwei Vorteile: Es entz\u00fcckte den Kleinen, der besonders gern rundum klebrig war, und es besch\u00e4ftigte Martha so lange, dass sich die Geschwister ohne das Lamm zur Sandkuhle davonschleichen konnten.<\/p>\n<p><em>Hast du die letzte Folge verpasst? <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/category\/vorlesegeschichte\">Du findest sie <strong>hier<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Der Sandelf<\/strong> aus der Feder der britischen Autorin Edith Nesbit (1858 bis 1924) erscheint im Herbst 2008 in der neuen <\/em><em>ZEIT Kinder-Edition. Wir drucken Ausz\u00fcge (in der \u00dcbersetzung von Sybil Gr\u00e4fin Sch\u00f6nfeldt) vorab.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Himmlischer Wunsch! Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelfen gefunden, der W\u00fcnsche erf\u00fcllen kann. Eigentlich eine feine Sache, doch die Gaben des seltsamen Wesens haben die Kinder bisher nur in Schwierigkeiten gebracht. Jetzt aber ist sich Anthea sicher, was sie brauchen: Fl\u00fcgel! Illustration: Sabine Friedrichson Cyril schrieb ganz schnell einen langen Brief und machte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":182,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[986],"tags":[],"class_list":["post-36","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-vorlesegeschichten"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Himmlischer Wunsch! Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelfen gefunden, der W\u00fcnsche erf\u00fcllen kann. Eigentlich eine feine Sache, doch die Gaben des seltsamen Wesens haben die Kinder bisher nur in Schwierigkeiten gebracht. Jetzt aber ist sich Anthea sicher, was sie brauchen: Fl\u00fcgel! Illustration: Sabine Friedrichson Cyril schrieb ganz schnell einen langen Brief und machte [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2008-07-17T07:04:41+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/30\/wissen\/kinderzeit\/sandelf-6-410.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36\",\"name\":\"Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\"},\"datePublished\":\"2008-07-17T07:04:41+00:00\",\"dateModified\":\"2008-07-17T07:04:41+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der Sandelf (Folge 6)\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/\",\"name\":\"KinderZEIT-Blog\",\"description\":\"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c\",\"name\":\"Redaktion KinderZEIT\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Redaktion KinderZEIT\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/katrin-hoernlein\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog","og_description":"Himmlischer Wunsch! Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelfen gefunden, der W\u00fcnsche erf\u00fcllen kann. Eigentlich eine feine Sache, doch die Gaben des seltsamen Wesens haben die Kinder bisher nur in Schwierigkeiten gebracht. Jetzt aber ist sich Anthea sicher, was sie brauchen: Fl\u00fcgel! Illustration: Sabine Friedrichson Cyril schrieb ganz schnell einen langen Brief und machte [&hellip;]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36","og_site_name":"KinderZEIT-Blog","article_published_time":"2008-07-17T07:04:41+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/30\/wissen\/kinderzeit\/sandelf-6-410.jpg"}],"author":"Redaktion KinderZEIT","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Redaktion KinderZEIT","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36","name":"Der Sandelf (Folge 6) - KinderZEIT-Blog","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website"},"datePublished":"2008-07-17T07:04:41+00:00","dateModified":"2008-07-17T07:04:41+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/07\/17\/der-sandelf-folge-6_36#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der Sandelf (Folge 6)"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/","name":"KinderZEIT-Blog","description":"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c","name":"Redaktion KinderZEIT","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g","caption":"Redaktion KinderZEIT"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/katrin-hoernlein"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/182"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}