{"id":6255,"date":"2010-06-17T12:00:16","date_gmt":"2010-06-17T10:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?p=6255"},"modified":"2010-06-16T10:56:29","modified_gmt":"2010-06-16T08:56:29","slug":"kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255","title":{"rendered":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1-540x509.gif\" alt=\"\" title=\"affenstern1\" width=\"540\" height=\"509\" class=\"alignleft size-large wp-image-6256\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1-540x509.gif 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1-300x283.gif 300w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1.gif 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><strong><\/p>\n<p>Von Frida Nilsson<\/p>\n<p>Das Waisenm\u00e4dchen Jonna lebt zusammen mit 50 anderen Kindern in einem Heim, unter der strengen Aufsicht von Leiterin Gerd. Die Kinder sehnen sich nach einem echten Zuhause mit lieben Eltern, und als Besuch ins Haus steht, der sich ein Kind aussuchen will, k\u00f6nnen sie es kaum erwarten. Bis sie sehen, wer da kommt&#8230;<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Als ich neun Jahre alt war, wurde ich von einem Gorilla adoptiert. Ich hatte niemanden darum gebeten, aber passiert ist es trotzdem. Es war an einem Tag im September. Alle Kinder aus dem Rainfarn \u2013 einem Heim f\u00fcr elternlose Kinder \u2013 waren in den Garten gescheucht worden, denn es war Gro\u00dfputztag. Der Wind tanzte herum und wirbelte die zusammengeharkten Laubhaufen immer wieder durcheinander. Gerd, die Heimleiterin, hatte angeordnet, dass alle Laken, Handt\u00fccher, Kissen und Decken zum L\u00fcften und Aussch\u00fctteln mit nach drau\u00dfen genommen werden sollten. Sie selbst patrouillierte zwischen uns auf und ab und kontrollierte alles, w\u00e4hrend sie gleichzeitig penibel darauf achtete, nur ja nicht in die N\u00e4he der Staubwolken zu kommen. \u00bbDenkt daran, das n\u00e4chste erst auszusch\u00fctteln, wenn der Staub sich gelegt hat!\u00ab, rief sie. \u00bbSonst bekommt ihr Kehlr\u00f6cheln, und ich habe das Elend dann am Hals.\u00ab Aron und ich hielten je ein Ende des Betttuchs in der Hand. \u00bbPass doch auf!\u00ab, sagte ich. \u00bbDu sch\u00fcttelst zu fest.\u00ab Aron sch\u00fcttelte noch fester. \u00bbIch kann nichts daf\u00fcr, dass ich so stark bin\u00ab, sagte er und legte los, dass sein Gesicht blaurot anlief. Meine blonden Z\u00f6pfe h\u00fcpften mir um den Kopf herum. Im Rainfarn mussten alle M\u00e4dchen mit langen Haaren Z\u00f6pfe tragen. Auf diese Weise k\u00f6nnten die L\u00e4use nicht so leicht einziehen und es sich gem\u00fctlich machen, behauptete Gerd. \u00bbH\u00f6r auf!\u00ab, br\u00fcllte ich und riss Aron das Betttuch aus der Hand. Er fuhr sich \u00fcber die Nase und zog eine Schnodderblase hoch. Sein Gesicht war \u00fcbers\u00e4t mit Sommersprossen. \u00bbDann sch\u00fcttele doch allein\u00ab, sagte er, hob ein Kissen vom Boden auf und schlug es gegen seine Knie, als wollte er es umbringen. \u00bbBeeilt euch, dann seid ihr schneller fertig!\u00ab, n\u00f6rgelte Gerd. Sie trug ihren hellgr\u00fcnen Putzkittel, und an ihren Ohren glitzerten kleine goldene Ohrh\u00e4nger.<\/p>\n<p>Niemand beeilte sich. Fr\u00fcher fertig zu werden bedeutete schlie\u00dflich, dass wir auch fr\u00fcher damit anfangen mussten, den Boden im Haus zu scheuern. Oder Fenster zu putzen, Kartoffeln zu sch\u00e4len, abzuwaschen und das Laub auf dem Rasen zusammenzuharken. An Spielen war nicht zu denken. Gerd war der Ansicht, dass wir schon ausreichend Freizeit hatten, immerhin schliefen wir nachts. Aber das Gro\u00dfreinemachen stand nicht grundlos an. Das Kinderheim erwartete Besuch. Jemanden, der sich ein Kind aussuchen und es adoptieren wollte. Gerd war nerv\u00f6s, das war sie an solchen Tagen immer. Schon fr\u00fchmorgens war sie wie ein aufgeregtes Huhn herumgerannt und hatte Haus und Kinder \u00fcberpr\u00fcft. Staubm\u00e4use mussten gejagt, die L\u00f6cher in den Kleidern gestopft und alle Ohren sorgf\u00e4ltig geschrubbt werden.<\/p>\n<p>\u00bbGott sei Dank habt ihr wenigstens ordentlich geschnittene Haare\u00ab, murmelte sie und musterte uns. Jedes Kind hatte einen frisch frisierten Kopf, denn der Fotograf war gerade erst im Rainfarn gewesen und hatte ein Gruppenfoto von uns gemacht. Er kam jedes Jahr, und in der Woche vorher holte Gerd die gro\u00dfe K\u00fcchenschere raus und schnitt uns allen die Haare. F\u00fcr das Bild mussten wir uns vor dem Haus aufstellen und so h\u00fcbsch l\u00e4cheln, wie wir nur konnten. Das war immer lustig. Eine willkommene Abwechslung in dem ewigen Putzen. Aber das Besondere daran war, dass es diese Fotografiererei schon gab, seit das Rainfarn gebaut worden war. In der Eingangshalle hingen jede Menge Fotos, auf denen alle verewigt waren, die jemals im Kinderheim gelebt hatten. Und beinahe \u00fcberall war Gerd mit drauf. Sie war schon als junge Frau Heimleiterin im Rainfarn gewesen.<\/p>\n<p>\u00bbSchau einer an\u00ab, sagte sie und reckte den Hals. \u00bbDa kommt die Post.\u00ab Ich schielte zur Wegbiegung hinunter, wo ein schwarzes Auto mit goldenem Posthorn aufgetaucht war. Gerd hastete zum Zaun und fuchtelte mit den Armen wie ein Dirigent. -\u00bbStoooopp!\u00ab, kr\u00e4hte sie dem Brieftr\u00e4ger entgegen, der die Scheibe hinunterkurbelte. \u00bbHier ist frisch geharkt!\u00ab Sie streckte ihre f\u00fcllige Hand nach dem Kuvert aus, das der Postbote gerade in den Briefkasten stecken wollte. \u00bbNur her damit.\u00ab Das Auto verschwand wieder, und leise summend riss Gerd den Brief auf. Aber als sie anfing zu lesen, blieb ihr das Liedchen im Hals stecken. \u00bbDie Stadtverwaltung kommt zur Inspektion\u00ab, murmelte sie und lie\u00df unruhig ihren Blick \u00fcber uns Kinder schweifen. Ungef\u00e4hr so, als z\u00e4hlte sie, wie viele wir waren. Eigentlich hatte sie es nicht n\u00f6tig, uns zu z\u00e4hlen. Es verging kein Tag, an dem Gerd uns nicht daran erinnerte, dass wir einundf\u00fcnfzig Kinder waren und dass das genau eins mehr war als erlaubt. Das Rainfarn war ein Heim f\u00fcr f\u00fcnfzig Kinder.<\/p>\n<p>\u00bbHa-ha!\u00ab, zischte Aron und wackelte mit den Augenbrauen. \u00bbDas war\u2019s dann wohl f\u00fcr einen von uns.\u00ab Ich h\u00f6rte auf, mein Laken zu sch\u00fctteln, und wischte mir den Schwei\u00df von der Stirn. \u00bbH\u00e4?\u00ab, sagte ich. Aron riss die Augen auf, bis sie gro\u00df wie Spiegeleier waren. \u00bbWei\u00dft du denn nicht, dass Gerd sich die, die sie nicht haben will, einfach vom Hals schafft?\u00ab \u2013 \u00bbVom Hals schafft?\u00ab, fl\u00fcsterte ich. Ich sp\u00fcrte ein ungutes Stechen in der Magengegend. \u00bbAbmurkst oder wie?\u00ab Er wiegte seinen Kopf vor und zur\u00fcck. \u00bbVielleicht nicht direkt\u00ab, sagte er. \u00bbAber hast du noch nie davon geh\u00f6rt, was sie damals mit dem Kind gemacht hat, das ihr l\u00e4stig geworden war?\u00ab Ich sch\u00fcttelte den Kopf. Aron kam ein paar Schritte n\u00e4her. \u00bbIch habe geh\u00f6rt\u00ab, zischte er und schielte zu Gerd hin\u00fcber, \u00bbdass hier vor langer Zeit ein Kind war, das sie nicht leiden konnte. Und eines Nachts hat sie das Kind auf ihren Gep\u00e4cktr\u00e4ger gesetzt und ist mit ihm davongefahren. Sie hat es in irgendeinem alten Schuppen abgesetzt. Zu essen gab es dort auch nichts, aber das Kind war noch so klein, dass es sich nicht wehren konnte. Gerd ist nach Hause gefahren und nie wieder dorthin zur\u00fcckgekehrt. Also ist das Kind gestorben.\u00ab Ich starrte ihn an. Er nickte und zog seine Mundwinkel bis zu den Ohren hoch. \u00bbPah!\u00ab, sagte ich. \u00bbDu l\u00fcgst ja.\u00ab Aron zuckte mit den Schultern. \u00bbVielleicht\u00ab, sagte er. \u00bbAber vielleicht auch nicht. Mich kann sie jedenfalls nicht einfach wegschleppen, ich bin zu stark.\u00ab Ger\u00e4uschvoll schleuderte er sein Kissen auf den Boden.<\/p>\n<p>Gerd las noch immer in ihrem Brief. \u00bbDienstag in zwei Wochen\u2008\u2026\u00ab, murmelte sie. \u00bbDie Inspektoren kontrollieren die hygienischen Verh\u00e4ltnisse und z\u00e4hlen routinem\u00e4\u00dfig alle Kinder durch. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Tord Fjordmark.\u00ab Sie schluckte und fing an, auf ihrer Unterlippe herumzukauen. Dann sah sie hoch und bemerkte, dass einige von uns noch immer dastanden und sie anstarrten. \u00bbJa, ja!\u00ab, sagte sie mit gespielter Ruhe. \u00bbDa m\u00fcssen wir wohl zusehen, dass bis dahin alles geputzt ist. Und ihr m\u00fcsst eure Fingern\u00e4gel sauber machen. Jonna!\u00ab Ich zuckte zusammen, als mein Name so unerwartet und streng fiel. Das verhie\u00df selten etwas Gutes. Mit ver\u00e4rgerter Miene watschelte Gerd auf mich zu und baute sich vor mir auf. \u00bbGlaubst du wirklich, dass die Bettt\u00fccher sauberer werden, wenn du mit deinen Dreckpfoten daran herumfingerst?!\u00ab Ich betrachtete meine H\u00e4nde. Ich hatte schon wieder vergessen, sie zu waschen, und das Laken, das ich festhielt, war tats\u00e4chlich ziemlich schmutzig geworden. Gerd riss es mir aus der Hand. \u00bbKein Wunder, dass hier alles so unappetitlich ist\u00ab, schimpfte sie und fuchtelte mit dem Bettbezug herum. \u00bbAm Ende bleibt ihr allesamt hier, bis ihr sechzig seid! Dann kann ich direkt in die Altenpflege wechseln!\u00ab<\/p>\n<p>Offenbar wollte sie gerade nicht dar\u00fcber nachdenken, dass sie selbst l\u00e4ngst tot unter der Erde liegen w\u00fcrde, wenn wir Kinder sechzig waren. Jedenfalls erschauerte ich. Was f\u00fcr ein gr\u00e4sslicher Gedanke \u2013 f\u00fcr immer im Rainfarn zu bleiben. Gerd war eigentlich nicht gef\u00e4hrlich, nur eben keine richtige Mama. Man hatte eher den Eindruck, als w\u00e4ren wir Kinder ihr egal. Wenn einer Grippe hatte, bekam sie schlechte Laune, weil sie sich damit herum\u00e4rgern musste. Wenn sich jemand das Knie aufschlug, galt ihre einzige Sorge den Teppichen, die nur ja keine Flecken bekommen durften. Eine richtige Mama h\u00e4tte Mitleid mit ihrem Kind gehabt, aber Gerd tat nur sich selbst leid.<\/p>\n<p>Sie wandte sich wieder an mich. \u00bbDu bist jetzt seit neun Jahren hier und hast noch immer nicht gelernt, dir die H\u00e4nde zu waschen, bevor du etwas anfasst?\u00ab Ich sp\u00fcrte, wie meine Wangen brannten. Ein paar andere Kinder feixten, wie immer, wenn Gerd mit mir schimpfte, was ziemlich oft vorkam. Ich verga\u00df n\u00e4mlich einfach immerzu, mich zu waschen. Dabei war es ja nicht so, dass ich gerne schmutzig war. Das Waschen verschwand nur irgendwie immer wieder aus meinem Kopf, ganz gleich, wie sehr Gerd auch schimpfte. Vielleicht war es ja so, dass mein Gehirn nicht dazu geschaffen war, an Seife zu denken. Vielleicht war es ja viel eher dazu geschaffen, an andere Dinge zu denken, aber dazu bekam es nie Gelegenheit, weil es sich immerzu gegen die Seifengedanken wehren musste, die Gerd ihm aufzwingen wollte.<\/p>\n<p>Ab und zu kam mir tats\u00e4chlich der Gedanke, ob diese ganze Wascherei nicht auch ein bisschen unn\u00f6tig war. So wie ich die Sache sah, konnte man jahrelang am Waschbecken stehen und sich abschrubben, aber wenn man dann endlich fertig war, war man kurz darauf schon wieder dreckig. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte ich mich nie getraut, Gerd so etwas zu sagen. Sie erkl\u00e4rte zu jeder Gelegenheit, dass es \u00bbIronie des Schicksals\u00ab war, dass ausgerechnet sie ein Dreckschweinchen wie mich am Hals hatte. Nicht dass ich verstanden h\u00e4tte, was sie mit \u00bbIronie des Schicksals\u00ab meinte, aber sicher nichts Gutes. \u00bbNun?\u00ab, sagte sie jetzt. \u00bbBist du zu dumm, an eine so einfache Sache zu denken und dich zu waschen?\u00ab Ich schaute weg, ich wollte nicht antworten. Gerd legte gek\u00fcnstelt die Hand hinter ihr Ohr. \u00bbBist du ein bisschen d\u00fcmmer als alle anderen, Jonna?\u00ab Jetzt starrten uns alle an. Ich biss mir auf die Lippen. \u00bbNein\u00ab, fl\u00fcsterte ich. \u00bbWie bitte?\u00ab, rief Gerd, als w\u00e4re sie taub. \u00bbWir k\u00f6nnen nicht h\u00f6ren, was du sagst. Antworte laut und deutlich. Bist du dumm?\u00ab \u2013 \u00bbNein!\u00ab \u2013 \u00bbAha. Dann geh und wasch dich.\u00ab Sie drehte sich um und hob die Stimme. \u00bbWir anderen packen zusammen. Es n\u00fctzt ja nichts, hier herumzustehen und den ganzen Tag zu sch\u00fctteln, wenn ihr doch alles wieder dreckig macht.\u00ab Einige hatten sich gerade darangemacht, die Laken und Kissen zusammenzusammeln, um sie ins Haus zu bringen, als ein leises Brummen zwischen den Fichten her\u00fcberdrang.<\/p>\n<p>Ein Auto. Wie eine Meute von Jagdhunden, denen Wildgeruch in die Nase stach, reckten alle Kinder die H\u00e4lse. \u00bbImmer mit der Ruhe jetzt!\u00ab, br\u00fcllte Gerd, aber niemand achtete auf sie. Jedes Auto, das zum Kinderheim kam, wurde gest\u00fcrmt. Alle knufften und rammten sich gegenseitig die Ellenbogen in die Seite, um am weitesten nach vorne zu gelangen und endlich von hier wegzukommen. Oh, wie sehr wir uns alle sehnten! Nach einem richtigen Zuhause, nach einer richtigen Mama, nach so einer feinen, mit hochgesteckten Haaren, in einen Duft von Parf\u00fcm geh\u00fcllt. Nach einer Mama, die Mitleid bei Sch\u00fcrfwunden hatte, die \u00bbarmer, kleiner Liebling\u00ab sagte, und nach einem Papa mit gl\u00e4nzenden Schuhen, der loseilte und Comic-Hefte kaufte, wenn man mit Grippe daniederlag. Weg aus dem Rainfarn wollten wir alle, und nachdem die Chance nicht gr\u00f6\u00dfer war als eins zu einundf\u00fcnfzig, war es nicht verwunderlich, dass wir bei den seltenen Gelegenheiten, in denen das Waisenhaus Besuch bekam, ziemlich dr\u00e4ngelten.<\/p>\n<p>Ich rannte mit den anderen an den Zaun. Und unten in der scharfen Kurve tauchte ein ramponierter alter Volvo zwischen den Fichten auf. Mit affenartiger Geschwindigkeit raste er vorw\u00e4rts. Nur Sekunden sp\u00e4ter bog er in den Kiesweg ein. Er drehte rasant ein paar Runden um die gro\u00dfe Eiche, kurvte noch ein paarmal mit der Schnauze nach rechts und nach links, als k\u00f6nne er sich nicht entscheiden, wo er parken sollte, und bremste schlie\u00dflich abrupt ab und kam direkt vor uns zum Stehen.<\/p>\n<p>Jetzt \u00e4hnelten nicht mehr nur Arons Augen zwei gebratenen Spiegeleiern. Dieses Auto sah aus, als w\u00e4re es gerade eben vom Schrottplatz get\u00fcrmt. Sein Auspuff schleifte \u00fcber den Boden, der Motor roch irgendwie verbrannt, und die Scheiben waren mit Aufklebern zugepflastert. Die Karosserie war vom Rost braun verkrustet, nur hie und da blitzten noch kleine Flecken des alten gr\u00fcnen Lacks hervor. Ich r\u00fcmpfte die Nase. Wer auch immer da drinnen sitzen mag, es ist auf jeden Fall niemand, zu dem ich nach Hause ziehen will, dachte ich. Die anderen sahen aus, als dachten sie haargenau dasselbe. \u00bbWas f\u00fcr ein verrotteter alter Schrotthaufen!\u00ab, schrie Aron. \u00bbLieber w\u00fcrde ich sterben, als mich da reinzusetzen!\u00ab Wie hypnotisiert war Gerd stehen geblieben und starrte ihren ruinierten Kiesweg an. Dann wanderte ihr Blick zu dem Auto. Die Fahrert\u00fcr \u00f6ffnete sich.<\/p>\n<p>Ein kr\u00e4ftiges, schwarz behaartes Bein schwang sich heraus, der zugeh\u00f6rige Fu\u00df steckte in einem v\u00f6llig verdreckten Turnschuh mit zerschlissenen Schn\u00fcrsenkeln. Da folgte schon das zweite Bein und es war genauso dick und struppig. Ich schluckte und reckte meinen Hals. Ein Teil von mir wollte stehen bleiben und sehen, wer aus diesem Auto stieg, aber gleichzeitig wollte ich nur noch weglaufen und mich verstecken. Es war irgendwie unheimlich, dass so ein Auto zum Rainfarn kam, es war ganz anders als sonst. Die Autos, die hierherkamen, waren immer schick. Jetzt griff eine Hand nach drau\u00dfen, hielt sich am Autodach fest, und m\u00fchsam zw\u00e4ngte sich der Fahrer des Wagens mit \u00c4chzen und St\u00f6hnen durch die T\u00fcr. Ich war sicher, dass mein Herz f\u00fcr einige Sekunden aufgeh\u00f6rt hatte zu schlagen. Totenstille machte sich breit.<br \/>\nEs war eine riesige \u00c4ffin! Gorilla. Zwei Meter gro\u00df, um den Bauch herum rund wie eine Tonne und der schwarze Kopf hatte die Form einer verwachsenen Birne. Sie hatte kein Oberteil an, aber ihre Beine steckten in einem Paar sch\u00e4biger blauer Leggins, die \u00fcber den Knien Falten warfen. Gorilla b\u00fcckte sich und zog an den Hosenbeinen, bis sie \u00fcber den Schaft der Turnschuhe reichten. Dann verschr\u00e4nkte sie die Arme und musterte das Rainfarn: die Fensterreihen im ersten Stock, hinter denen sich der gro\u00dfe Schlafsaal befand, den Erdkeller, in dem die Vorr\u00e4te an Kartoffeln und Essiggurken lagerten, den K\u00fccheneingang, den man benutzen musste, wenn man aus dem Gem\u00fcsegarten kam und dreckig war, und hinter all dem \u2013 den Waldrand, der sich wie eine schwarze Wand in den Himmel erhob. Eine ganze Weile stand sie da und sah sich das alles an, dann senkte sie den Blick und betrachtete h\u00f6chst interessiert uns Kinder.<\/p>\n<p>In rasendem Galopp fl\u00fcchteten sich alle zum gro\u00dfen Haupteingang. Nur Gerd blieb stehen und starrte Gorilla an, als h\u00e4tte sie ein Gespenst gesehen. Ich machte eine Kehrtwendung, um den anderen nachzulaufen. Jetzt h\u00e4mmerte mein Herz in meinem Brustkorb, und die Stiefel knirschten auf dem Kies. Ich wollte rein, schnell! Aber da passierte etwas Seltsames: Ich blieb stehen. Es gibt keine Erkl\u00e4rung, warum. Ich blieb stehen, mit dem R\u00fccken zu dieser h\u00e4sslichen Gorilla, und ich erinnere mich, dass ich dachte: Ich sollte ins Haus rennen. Rennen und mich wie alle anderen verstecken. Aber ich konnte es nicht. Ich sp\u00fcrte auf meinem R\u00fccken, wie sie mich ansah, so eindringlich und ausdauernd, dass ich gezwungen war zur\u00fcckzugucken. Und obwohl ich es eigentlich nicht wollte, drehte ich mich langsam um. Gorillas braune Augen begegneten meinen. Sie lachte und zeigte ihre gewaltigen Hauer, die sich in abscheulichen Reihen aneinanderdr\u00e4ngten. Sie machte einen Schritt auf mich zu. Wie festgefroren stand ich da.<\/p>\n<p>Da wurde Gerd ohnm\u00e4chtig. Mit einem leisen Wimmern sank sie auf den Boden und blieb liegen. Gorilla beugte sich hinunter und begann, mit ihren gro\u00dfen Pranken \u00fcber Gerds Gesicht hin und her zu wedeln. Gerd kam schnell wieder zu sich, und noch etwas wackelig auf den Beinen stand sie auf. Sie sah aus wie ein nerv\u00f6ser kleiner Buchfink. Da schoss ich wie der Blitz los und verschwand im Haus.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil unserer Sommergeschichte bangt Jonna um ihr Leben, weil sie von Gorilla adoptiert wird, die nicht nur<br \/>\nhalsbrecherisch Auto f\u00e4hrt, sondern angeblich auch Kinder frisst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\/affenstern-3\" rel=\"attachment wp-att-6260\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-223x300.jpg\" alt=\"\" title=\"affenstern\" width=\"223\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6260\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-223x300.jpg 223w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-401x540.jpg 401w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2.jpg 591w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Frida Nilsson:<br \/>\nIch, Gorilla und der Affenstern<br \/>\nGerstenberg<br \/>\nVerlag, 12,95 \u20ac<br \/>\nerscheint am<br \/>\n28. Juni 2010<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Frida Nilsson Das Waisenm\u00e4dchen Jonna lebt zusammen mit 50 anderen Kindern in einem Heim, unter der strengen Aufsicht von Leiterin Gerd. Die Kinder sehnen sich nach einem echten Zuhause mit lieben Eltern, und als Besuch ins Haus steht, der sich ein Kind aussuchen will, k\u00f6nnen sie es kaum erwarten. Bis sie sehen, wer da [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":217,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2269,986],"tags":[30155,2260,2270,888],"class_list":["post-6255","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gorilla-und-der-affenstern","category-vorlesegeschichten","tag-frida-nilsson","tag-ich-gorilla-und-der-affenstern","tag-lesesommer-2010","tag-vorlesegeschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Von Frida Nilsson Das Waisenm\u00e4dchen Jonna lebt zusammen mit 50 anderen Kindern in einem Heim, unter der strengen Aufsicht von Leiterin Gerd. Die Kinder sehnen sich nach einem echten Zuhause mit lieben Eltern, und als Besuch ins Haus steht, der sich ein Kind aussuchen will, k\u00f6nnen sie es kaum erwarten. Bis sie sehen, wer da [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2010-06-17T10:00:16+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2010-06-16T08:56:29+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1-540x509.gif\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\",\"name\":\"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\"},\"datePublished\":\"2010-06-17T10:00:16+00:00\",\"dateModified\":\"2010-06-16T08:56:29+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/49470446f328463e8ea80b00b7d5da9c\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern &#8211; Teil 1\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/\",\"name\":\"KinderZEIT-Blog\",\"description\":\"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/49470446f328463e8ea80b00b7d5da9c\",\"name\":\"Redaktion KinderZEIT\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e613a4a2ad2bd6413584eec4b8dd51cb549f6f87f7a858de5437c6df45ca1659?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e613a4a2ad2bd6413584eec4b8dd51cb549f6f87f7a858de5437c6df45ca1659?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Redaktion KinderZEIT\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/sandra-valeska-bruhns\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog","og_description":"Von Frida Nilsson Das Waisenm\u00e4dchen Jonna lebt zusammen mit 50 anderen Kindern in einem Heim, unter der strengen Aufsicht von Leiterin Gerd. Die Kinder sehnen sich nach einem echten Zuhause mit lieben Eltern, und als Besuch ins Haus steht, der sich ein Kind aussuchen will, k\u00f6nnen sie es kaum erwarten. Bis sie sehen, wer da [&hellip;]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255","og_site_name":"KinderZEIT-Blog","article_published_time":"2010-06-17T10:00:16+00:00","article_modified_time":"2010-06-16T08:56:29+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern1-540x509.gif"}],"author":"Redaktion KinderZEIT","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Redaktion KinderZEIT","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255","name":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern - Teil 1 - KinderZEIT-Blog","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website"},"datePublished":"2010-06-17T10:00:16+00:00","dateModified":"2010-06-16T08:56:29+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/49470446f328463e8ea80b00b7d5da9c"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern &#8211; Teil 1"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/","name":"KinderZEIT-Blog","description":"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/49470446f328463e8ea80b00b7d5da9c","name":"Redaktion KinderZEIT","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e613a4a2ad2bd6413584eec4b8dd51cb549f6f87f7a858de5437c6df45ca1659?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e613a4a2ad2bd6413584eec4b8dd51cb549f6f87f7a858de5437c6df45ca1659?s=96&d=mm&r=g","caption":"Redaktion KinderZEIT"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/sandra-valeska-bruhns"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/217"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6255"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6255\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}