{"id":6318,"date":"2010-06-24T11:00:37","date_gmt":"2010-06-24T09:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?p=6318"},"modified":"2010-06-24T11:10:28","modified_gmt":"2010-06-24T09:10:28","slug":"kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/24\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-2_6318","title":{"rendered":"KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6319\" title=\"Affenstern02-540\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/Affenstern02-540.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/Affenstern02-540.jpg 540w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/Affenstern02-540-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/p>\n<p><strong>Von Frida Nilsson<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jonna hat es gewusst: Von allen 51 Kindern, die im Kinderheim Rainfarn  untergebracht sind, wird  ausgerechnet sie von einer schrecklich  aussehenden Gorilladame adoptiert!  Wird Gerd, die Leiterin des Heims,  sie wirklich gehen  lassen \u2013 zu einem Affen? Jonna hat ziemliche Angst  vor der Zukunft \u2026<\/strong><\/p>\n<p>In der gro\u00dfen Halle t\u00fcrmten sich unsere Stiefel und Turnschuhe.  Vollkommen au\u00dfer Atem st\u00fcrmte ich die Treppe nach oben. Als ich in den  Schlafsaal kam, ging es dort zu wie im H\u00fchnerstall. \u00dcberall kletterten  Kinder herum und schrien. Ich lie\u00df mich auf mein Bett fallen. Die  rostigen Federn quietschten. Ich hatte ein schreckliches Gef\u00fchl im  Bauch. Gorilla hatte mich so unheimlich angeschaut. Gerd wird niemals  zulassen, dass sie mich adoptiert, dachte ich.<!--more--><\/p>\n<p>\u00bbHast du mit ihr geredet, Jonna?\u00ab, rief Aron von seinem Bett aus.  \u00bbBist du bescheuert?\u00ab, schrie ich zur\u00fcck. \u00bbN\u00f6\u00ab, antwortete er. \u00bbAber  vielleicht hast du ja gedacht, ihr zwei w\u00fcrdet gut zusammenpassen.\u00ab \u2013  \u00bbHalt die Klappe\u00ab, murmelte ich, legte mich hin und kehrte ihnen den  R\u00fccken zu. Aber schon stand Aron an meinem Bett. \u00bbWas meinst du wohl,  woher die ihren dicken Bauch hat, na?\u00ab, fl\u00fcsterte er. Ich drehte mich  um. \u00bbWas meinst du mit \u203awoher\u2039?\u00ab \u2013 \u00bbHihi.\u00ab Er wackelte mit seinen roten  Augenbrauen. \u00bbIch meine, was glaubst du, wie sie so dick geworden ist?\u00ab \u2013  \u00bbWoher soll ich das wissen!\u00ab, sagte ich. \u00bbWie bist du denn so ein Idiot  geworden?\u00ab Aron verging das Grinsen. \u00bbIch bin wenigstens nicht so dumm,  dass ich nicht kapiere, warum dieser Affe hierhergekommen ist\u00ab, sagte  er. Er klopfte sich auf den Bauch und nickte bedeutungsvoll. \u00bbDeshalb  ist er so fett. Kinder!\u00ab \u2013 \u00bbWas?\u00ab, sagte ich. Ich merkte, dass ich ein  bisschen erschrocken klang. \u00bbIst doch klar\u00ab, sagte Aron und zuckte mit  den Schultern. \u00bbKapierst du nicht, wie teuer das ist, wenn so ein  Fettklops ins Gesch\u00e4ft gehen muss, um sich Fleisch zu kaufen?\u00ab Er  sch\u00fcttelte den Kopf. \u00bbAdoptieren ist viel billiger.\u00ab<\/p>\n<p>Ersch\u00fcttert starrte ich ihn an. Aber dann versetzte ich ihm einen  harten Knuff gegen die Schulter. \u00bbAch! H\u00f6r auf zu l\u00fcgen!\u00ab Aron schnappte  nach Luft. \u00bbAchtung, Jonna!\u00ab, zischte er. \u00bbSie ist da!\u00ab \u2013 \u00bbH\u00f6r doch  auf\u00ab, sagte ich, aber da bemerkte ich, dass alle anderen im Raum still  geworden waren und zur T\u00fcr sahen. Ich drehte mich um. Da stand sie,  Gorilla, und zupfte an ihren sumpfigen Leggins. Gerd war ebenfalls  gekommen. \u00bbGl\u00fcck f\u00fcr dich und mich, dass wir so mager sind\u00ab, fl\u00fcsterte  Aron. \u00bbSie wird sich bestimmt jemanden aussuchen, an dem mehr Fleisch  dran ist\u2026\u00ab \u2013 \u00bbNun!\u00ab, unterbrach ihn Gerd. \u00bbWieso liegen die Laken alle  noch auf einem Haufen im Hof? Und was soll dieser Tumult hier oben?\u00ab  Niemand antwortete. Gerd holte tief Luft. \u00bbAufstellung!\u00ab, befahl sie.<\/p>\n<p>Langsam und vorsichtig bewegte sich etwas im Saal. Alle schoben sich  in den Mittelgang, um sich in einer Reihe aufzustellen. Ich stellte mich  an den Rand. Dann versuchte ich, m\u00f6glichst bucklig und grimmig  auszusehen. Bucklige, grimmige Kinder wollte niemand haben. Gerd  marschierte nach vorne. \u00bbAlso!\u00ab, rief sie. \u00bbJetzt will ich ein paar  fr\u00f6hlichere Mienen sehen! Und benehmt euch, wenn Gorill\u2026 hrm, wenn die  Dame euch anspricht!\u00ab<\/p>\n<p>Nerv\u00f6s schielte sie nach Gorilla. Die musterte sie absch\u00e4tzig, drehte  sich um und sah uns an. Meine Knie zitterten. Einige in der Reihe  wichen zur\u00fcck, als Gorilla nach vorne trat. Sie war so gro\u00df. Ihr Gesicht  war furchig wie das eines Seemanns. \u00bbStill gestanden!\u00ab, schnarrte Gerd.  \u00bbBrav sein!\u00ab Sie war ganz sch\u00f6n kribbelig. Vielleicht hatte sie Angst,  selbst adoptiert zu werden, falls keines der Kinder nach Gorillas  Geschmack sein sollte.<\/p>\n<p>Ungelenk lief Gorilla vor den Kindern auf und ab. Als sie am Ende der  Reihe bei mir angekommen war, blieb sie stehen. Ich starrte auf den  Boden und kr\u00fcmmte meinen R\u00fccken, bis ich Angst bekam, er k\u00f6nnte gleich  in der Mitte durchbrechen. Aber Gorilla blieb, wo sie war. Die Zeit  wurde zu einer Ewigkeit, und niemand gab auch nur einen Mucks von sich.  \u00bbNein, also, Jonna!\u00ab Es war Gerd, die es schlie\u00dflich doch noch wagte,  den Mund aufzumachen. Sie warf Gorilla einen unterw\u00fcrfigen Blick zu,  dann eilte sie zu mir. \u00bbHatte ich dir nicht gesagt, du solltest dir  diese Schmutzpfoten waschen?\u00ab Aufmerksam verfolgte Gorilla diesen  Ausbruch, und als Gerd das bemerkte, f\u00fchlte sie sich sofort best\u00e4tigt.  \u00bbWas glaubst du wohl, wie eine Dame sich f\u00fchlt, wenn sie zu Besuch  kommt, und du zeigst dich hier so dreckig?\u00ab, fauchte sie. \u00bbSie findet  das ganz bestimmt nicht am\u00fcsant!\u00ab<\/p>\n<p>Aber Gorilla sah sogar sehr am\u00fcsiert aus, und Gerd, die sich sicher  war, gerade Punkte zu sammeln, fuhr damit fort, mir den Kopf zu waschen.  Tr\u00e4nen brannten mir unter den Augenlidern, und alle starrten mich an,  wie immer. Gerd seufzte und stemmte die H\u00e4nde in die H\u00fcften. \u00bbMeine  alleraufrichtigste Entschuldigung, verehrte Dame\u00ab, sagte sie zu Gorilla.  \u00bbUnter uns, dieses Kind ist ein hoffnungsloser Fall. Eins von denen,  die man nie loswird. Sie ist hier, seit sie als kleiner Wurm auf der  Treppe zur\u00fcckgelassen worden ist. In den ganzen neun Jahren habe ich sie  noch niemandem andrehen k\u00f6nnen.\u00ab Sie beugte sich tief zu mir herunter.  \u00bbHast du mich verstanden?\u00ab, raunte sie. \u00bbJetzt wei\u00dft du, warum du nie  hier wegkommst.\u00ab Sie drehte sich zu Gorilla um, mit einem L\u00e4cheln, das  bedeuten sollte, dass die sicher ihrer Meinung war und ich nichts als  ein dummes Kind.<\/p>\n<p>Gorilla verschr\u00e4nkte die Arme \u00fcber ihrem riesigen Bauch. Dann nickte  sie in meine Richtung. \u00bbDie ist die Richtige\u00ab, sagte sie. Einige in der  Reihe schnappten nach Luft. \u00bb\u00c4h\u2026 ah ja\u00ab, sagte Gerd und wusste nicht, ob  sie Gorilla anl\u00e4cheln sollte oder mich. \u00bbNa dann. Dann m\u00fcssen wir ja  nur noch die n\u00f6tigen Formalit\u00e4ten regeln.\u00ab<\/p>\n<p>Ich blieb, wo ich war. In meinen Ohren brauste es, und ich hatte das  Gef\u00fchl, mich jeden Moment, hier vor allen anderen, \u00fcbergeben zu m\u00fcssen.  \u00bbSo!\u00ab, zischte Gerd und zog mich mit. Niemand sagte etwas. Alle standen  mucksm\u00e4uschenstill, und Arons Gesicht war kreidebleich geworden. \u00bbDie  Papiere erledigen wir in meinem B\u00fcro\u00ab, sagte Gerd auf dem Weg nach  unten. Es waren meine Papiere, die sie meinte, die, in denen stand, wie  ich hie\u00df, in welchem Jahr ich geboren worden war und solche Dinge. Die  Papiere, die Gorilla unterschreiben musste, damit ich ihr geh\u00f6rte. Es  war ein Albtraum. Ich wollte umdrehen und zur\u00fcck in den Schlafsaal  rennen. Aber das ging nicht, Gerds Finger bohrten sich wie Klauen in  meinen Arm.<\/p>\n<p>Gorilla nickte mit ihrem schweren Kopf. \u00bbHrm\u00ab, brummte sie und  stapfte voraus. Sie ging geradewegs ins B\u00fcro, und Gerd schob mich  hinterher. Gorilla setzte sich in einen Sessel und wartete. Sie sah sich  um, bis ihr Blick ein altes Schwarz-Wei\u00df-Foto streifte und daran  h\u00e4ngenblieb. Es zeigte Gerd in jungen Jahren, als sie gerade als  Heimleiterin im Rainfarn angefangen hatte. Das Foto war \u00fcber drei\u00dfig  Jahre alt, aber die glitzernden Ohrringe hatte sie schon damals  getragen. Gorilla betrachtete erst das Bild und dann Gerd.  \u00bbJa-ha-ha-haa\u00ab, zwitscherte Gerd. \u00bbDas ist ja schon so lange her. So  lange, lange\u2026\u00ab Sie kramte herum und wirkte gestresst, als wollte sie die  ganze Angelegenheit m\u00f6glichst schnell hinter sich bringen. Sie schrieb  ihren Namen auf ein Papier und reichte es dann weiter. \u00bbSie m\u00fcssen nur  noch hier unterschreiben, werte Dame.\u00ab Gorillas Finger waren so gro\u00df,  dass der Stift fast ganz in ihrer Hand verschwand. Mit ungeschicktem  Griff kritzelte sie ein paar schiefe Buchstaben: Gorilla.<\/p>\n<p>Einf\u00e4ltig starrte Gerd auf die Unterschrift. \u00bbJa\u00ab, piepste sie dann  und schluckte. \u00bbGenau so. Und die Dame quittiert auch noch Jonnas  Kleidung, wenn ich recht verstanden habe. Hundert Kronen nehmen wir  daf\u00fcr.\u00ab Ich sah an meinen dunkelblauen Jeans hinunter. Die Beine waren  viel zu kurz. Alles, was man im Kinderheim bekam, war geerbt. Ich besa\u00df  eine wei\u00dfe Strickweste mit Kn\u00f6pfen, und am Haken in der Eingangshalle  hing meine verwaschene popelgelbe Jacke. Gerd erhob sich von ihrem  Stuhl. \u00bbNa dann\u00ab, sagte sie. \u00bbDann ist ja alles unter Dach und Fach.\u00ab  Das war die schnellste Adoption, die jemals im Rainfarn stattgefunden  hatte, wenigstens so weit ich zur\u00fcckdenken konnte. Ich war froh, dass  die anderen Kinder sich immer noch fernhielten, als Gorilla meine Hand  nahm und mich durch die Eingangst\u00fcr nach drau\u00dfen zog. Gerd folgte uns.  \u00bbHalt!\u00ab, schnatterte sie noch. \u00bbJonnas Sachen!\u00ab Sie machte auf dem  Absatz kehrt und verschwand nach drinnen.<\/p>\n<p>Ich stand in der Abendsonne, meine Hand in der des Gorillas. Gorilla  hatte bemerkt, dass ich ihr Auto musterte. \u00bbHrm\u00ab, r\u00e4usperte sie sich und  zog die Mundwinkel hoch. \u00bbWenn du willst, bringe ich dir bei, wie man  damit f\u00e4hrt.\u00ab Ich starrte sie an. Eine Weile wusste ich nicht, was ich  sagen sollte. \u00bbAlso\u2026 ich bin erst neun\u00ab, quetschte ich dann hervor.  Gorillas L\u00e4cheln erstarb. Sie sah mich pr\u00fcfend von Kopf bis Fu\u00df an. \u00bbAch  so, ja\u00ab, brummelte sie. \u00bbDu kommst noch nicht an die Pedale. Na dann,  auch egal.\u00ab Gerd kam angerannt. \u00bbEs war nicht so viel\u00ab, sagte sie und  reichte Gorilla eine Plastikt\u00fcte mit meiner Zahnb\u00fcrste und einem  Porzellanwichtel, dem ein Arm fehlte. Sie warf mir einen verdrie\u00dflichen  Blick zu. Es passte ihr nicht, dass ich mir den Wichtelmann gesichert  hatte. Sie hatte ihn am letzten Sankt-Knut-Tag weggeworfen, weil er  kaputt war, aber ich hatte ihn aus der M\u00fclltonne gefischt und behalten.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fccksitz von Gorillas Auto t\u00fcrmten sich Limonadenflaschen,  Bonbonpapierchen und anderer M\u00fcll. Also setzte ich mich nach vorne, und  Gorilla quetschte sich auf den Fahrersitz. Er knirschte unter ihrem  Gewicht. \u00bbDann d\u00fcsen wir mal nach Hause\u00ab, sagte sie und lie\u00df den Motor  an. Schnell hatten wir das Dorf hinter uns gelassen und waren auf dem  Weg in die Stadt. Der Motor dr\u00f6hnte gef\u00e4hrlich laut.<\/p>\n<p>Gorilla fuhr schrecklich schlecht. Immer wieder geriet sie auf die  falsche Fahrbahnseite, und die entgegenkommenden Autos mussten auf den  B\u00fcrgersteig ausweichen, um nicht mit uns zusammenzusto\u00dfen. Wir n\u00e4herten  uns einer Kreuzung. \u00bbEs ist rot!\u00ab, schrie ich. \u00bbAch, das schaffen wir  noch!\u00ab, br\u00fcllte Gorilla und gab Gas. Im R\u00fcckspiegel sah ich, wie ein  Lastwagen bei dem Versuch, uns auszuweichen, in einen Blumenk\u00fcbel  bretterte. Gorilla fuhr einfach weiter. Wenn sie anh\u00e4lt, um zu tanken,  springe ich raus, dachte ich. Dann fahre ich per Anhalter nach Sibirien  oder nach Gr\u00f6nland oder zum Mond. Alles konnte nur besser sein, als bei  der da zu wohnen. Aber Gorilla brauchte kein Benzin. Wir waren fast  durch die ganze Stadt gerauscht, als wir ein kleines Industriegebiet  erreichten. Verlassene Geb\u00e4ude s\u00e4umten die Stra\u00dfe. Es waren Werkst\u00e4tten,  Garagen, Lagerh\u00e4user und Fabriken. Aber alles sah leer und \u00f6de aus.  GESCHLOSSEN war mit gro\u00dfen Buchstaben an eine alte Tankstelle gepinselt.<\/p>\n<p>Hier und da waren Schilder in den Boden gerammt worden. Das hei\u00dft,  wenn ich genauer dar\u00fcber nachdachte, stand eigentlich vor jedem Haus, an  dem wir vorbeikamen, so ein Schild. Sie waren quietschgelb und rund und  mit roten Buchstaben beschriftet. Ich kniff die Augen zusammen, aber  Gorilla fuhr so schnell, dass ich sie beim besten Willen nicht  entziffern konnte. Wir bogen in eine kleinere Stra\u00dfe ab, die nicht  asphaltiert war und noch abgelegener wirkte als die anderen.<\/p>\n<p>\u00bbDa w\u00e4ren wir\u00ab, erkl\u00e4rte Gorilla und hielt an. Ich stieg aus und  stand im Matsch. Wir hatten vor einem alten Fabrikgeb\u00e4ude geparkt,  dessen Dach irgendwie gezackt aussah, als h\u00e4tte es viele scharfe Z\u00e4hne.  Ein hoher runder Schornstein reckte sich in den grauen Himmel. \u00dcber die  L\u00e4ngsseite des Hauses zog sich eine Reihe schmaler Fenster. Unter der  Fensterreihe befand sich eine Stahlt\u00fcr mit einer rostigen Klinke, die  knirschte, als Gorilla sie hinunterdr\u00fcckte und die T\u00fcr \u00f6ffnete. Sie lie\u00df  mich zuerst eintreten. \u00bbHrm\u00ab, r\u00e4usperte sie sich und schob ihre  gewaltigen Eckz\u00e4hne zu einem albernen L\u00e4cheln nach vorne. \u00bbDa w\u00e4ren  wir.\u00ab<\/p>\n<p>Kaum durch die T\u00fcr getreten, stand ich in einem P\u00e4ckchen Butter.  \u00bbHoppla\u00ab, sagte Gorilla und beugte sich nach unten. \u00bbDas liegt da aber  ung\u00fcnstig.\u00ab Sie schob die Butter zwanzig Zentimeter nach rechts und ging  hinein. Gorillas Wohnung bestand aus einem einzigen gro\u00dfen Raum. Auf  dem Boden lag ein gigantischer orientalischer Teppich. In einer Ecke  stand ein durchgelegenes Bett neben mehreren Regalen, die alle bis oben  hin mit B\u00fcchern vollgestopft waren. Neben den Regalen thronte ein  protziger Lesesessel aus Leder, und schlie\u00dflich gab es auch noch eine  Hintert\u00fcr. Auf der anderen Seite des Raumes befand sich die K\u00fcche. Dort  gab es einen alten Holzofen. Auf der Herdplatte t\u00fcrmten sich ungesp\u00fclte  So\u00dfensch\u00fcsseln, T\u00f6pfe, Kochl\u00f6ffel, Karotten und ein paar Blument\u00f6pfe mit  rosa Geranien. Auf dem Esstisch lag eine Autot\u00fcr. Daneben standen ein  gro\u00dfer roter Holzstuhl mit zerschlissener Sitzfl\u00e4che und ein kleinerer,  frisch gestrichen, in Paprikagr\u00fcn. Auf dem Sp\u00fcltisch stapelten sich ein  Fernseher mit verschmiertem Bildschirm und ein Staubsauger, dem die  R\u00e4der fehlten. Das ist doch Wahnsinn, dachte ich. Adoptiert von dem  Affen mit dem haarstr\u00e4ubendsten Ordnungssinn der Stadt.<\/p>\n<p>Gorilla r\u00e4usperte sich wieder. \u00bbHrm. Ich habe mir \u00fcberlegt, dass du  es dir hier gem\u00fctlich machen k\u00f6nntest\u00ab, sagte sie und eilte um den Kamin  herum, hinter dem eine H\u00e4ngematte hing. Rot, blau und wei\u00df gestreift.  Sie war zwischen Wand und Kamin eingehakt, und darunter stand ein  hellgrauer Nachttisch. \u00bbIch dachte mir, eine H\u00e4ngematte w\u00e4re eine sch\u00f6ne  Sache\u00ab, erkl\u00e4rte sie strahlend, als w\u00e4ren H\u00e4ngematten der gr\u00f6\u00dfte Luxus  der Welt. \u00bbDie quietscht nicht. Ich selbst habe mir die Federn aus  meinem Bett ausgebaut, weil ich nicht aushalten kann, wenn es so  quietscht.\u00ab<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Moment trat peinliche Stille ein, und Gorilla fing an, von  einem Bein auf das andere zu treten. \u00bbWillst du\u2026 willst du denn gar  nicht auspacken?\u00ab, fragte sie. \u00bbWenn ich daf\u00fcr vielleicht mal meine Ruhe  haben d\u00fcrfte?\u00ab, fauchte ich. \u00bbIch will allein auspacken, ohne dass  jemand danebensteht und glotzt.\u00ab Da kam Leben in Gorilla. Unsicher sah  sie sich um und kratzte sich am Kinn. \u00bbDann gehe ich wohl mal aufs Klo\u00ab,  sagte sie.<\/p>\n<p>Es dauerte ziemlich lange, bis sie zur\u00fcckkam. Ich war schon in die  H\u00e4ngematte gekrochen, und als sie sich langsam heranschlich, kniff ich  die Augen zu und tat, als w\u00fcrde ich schlafen. Ich sp\u00fcrte ihren Atem in  meinen Haaren. Dann schlich sie sich zu ihrem Lesesessel. Ich lag da und  h\u00f6rte zu, wie sie die Seiten in ihrem Buch umbl\u00e4tterte. Vielleicht ein  Kochbuch, dachte ich und sp\u00fcrte, wie mein Herz stolperte. Hundert  delikate Rezepte mit Kinderheimkindern. Hier drau\u00dfen w\u00fcrde wohl kaum  jemand bemerken, ob ein M\u00e4dchen verschwand oder zw\u00f6lf. Vielleicht hatte  sie eine ganze Speisekammer voller Skelette.<\/p>\n<p>Nachdem ich angefangen hatte, mir \u00fcber solche Dinge Gedanken zu  machen, konnte ich nicht mehr einschlafen. Je mehr ich fantasierte, umso  \u00fcberzeugter war ich, dass sie nur so lange im Sessel sitzen blieb, bis  sie sicher sein konnte, dass ich wirklich schlief. Dann w\u00fcrde sie  aufstehen und den Ofen anfeuern. \u00dcber mir, oben in dem zahnf\u00f6rmigen  Dach, waren viele kleine Fenster. Ich lag da und blinzelte zu den  Sternen hinauf, aber jedes Mal, wenn ich den Sessel knarren h\u00f6rte,  sp\u00fcrte ich wieder das Stechen in meinem Magen. Gleich steht sie auf,  dachte ich. Und wenn ich h\u00f6re, dass sie n\u00e4her kommt, hilft nur noch  wegrennen. Aber die Zeit verging, und Gorilla erhob sich nicht aus ihrem  Sessel. Stundenlang sa\u00df sie da und bl\u00e4tterte Seiten um. Und schlie\u00dflich  konnte ich die Augen nicht mehr l\u00e4nger offen halten und schlief ein.<\/p>\n<p>Im dritten Teil kontrolliert Jonna, ob Gorilla wirklich Kinderskelette  in der Speisekammer aufbewahrt, findet aber keine. Sie fasst  genug Mut,  um mit ihrer Adoptivmutter zu fr\u00fchst\u00fccken.<\/p>\n<p>Den ersten Teil der KinderZEIT-(Vor)lesegeschichte findet Ihr <a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\">hier<\/a><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-6260\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2010\/06\/17\/kinderzeit-lesesommer-2010-ich-gorilla-und-der-affenstern-teil-1_6255\/affenstern-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6260\" title=\"affenstern\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-223x300.jpg 223w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2-401x540.jpg 401w, https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/files\/2010\/06\/affenstern2.jpg 591w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Frida Nilsson:<br \/>\nIch, Gorilla und der Affenstern<br \/>\nGerstenberg<br \/>\nVerlag, 12,95 \u20ac<br \/>\nerscheint am<br \/>\n28. Juni 2010<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Frida Nilsson Jonna hat es gewusst: Von allen 51 Kindern, die im Kinderheim Rainfarn untergebracht sind, wird ausgerechnet sie von einer schrecklich aussehenden Gorilladame adoptiert! Wird Gerd, die Leiterin des Heims, sie wirklich gehen lassen \u2013 zu einem Affen? 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