{"id":65,"date":"2008-09-04T07:01:08","date_gmt":"2008-09-04T05:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?p=65"},"modified":"2008-09-04T07:01:08","modified_gmt":"2008-09-04T05:01:08","slug":"der-sandelf-folge-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65","title":{"rendered":"Der Sandelf (Folge 13)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ende gut, alles gut!<\/strong><\/p>\n<p><em>Der Sandelf hat es endg\u00fcltig satt, W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Aber Cyril, Anthea, Robert und Jane brauchen ein letztes Mal seine Hilfe \u2013 anders k\u00f6nnen sie sich nicht aus dem Schlamassel befreien, in das sie sich hineingew\u00fcnscht haben. Zeit f\u00fcr einen Handel\u2026<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/37\/wissen\/kinderzeit\/p-sandelf\/p-sandelf-artikel-450.jpg\" alt=\"der Sandelf\" \/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: Sabine Friedrichson<\/span><\/p>\n<p>Es w\u00e4re doch viel sicherer gewesen, wenn sie damit sofort geflohen w\u00e4ren?\u00ab \u2013 \u00bbJa, aber nimm mal an\u00ab, sagte Cyril, \u00bbdass sie lieber auf den Sonnenuntergang, \u00e4h, ich meine: auf die Nacht warten wollten, bevor sie sich davonmachten. Au\u00dfer uns hat ja niemand gewusst, dass du heute zur\u00fcckkommst.\u00ab \u2013 \u00bbIch muss sofort die Polizei holen\u00ab, sagte Mutter etwas abwesend. \u00bbAch, ich w\u00fcnschte, Vater w\u00e4re hier!\u00ab \u2013 \u00bbW\u00e4re es nicht besser, auf ihn zu warten?\u00ab, fragte Robert, der genau wusste, dass sein Vater nicht vor Sonnenuntergang kommen w\u00fcrde. \u00bbNein, nein, ich kann keine Minute l\u00e4nger warten! Dies alles hier bedr\u00fcckt mich zu sehr\u00ab, rief Mutter. \u00bbDies alles hier\u00ab war ein Stapel von Schmucketuis auf dem Bett. Sie r\u00e4umten s\u00e4mtliche Etuis in den Schrank, und Mutter schloss ihn zu. Dann rief sie nach Martha.<!--more--><\/p>\n<p>\u00bbMartha\u00ab, sagte sie, \u00bbist irgendein Fremder in meiner Abwesenheit in meinem Zimmer gewesen? Antworten Sie mir bitte ehrlich.\u00ab \u2013 \u00bbNein, Madam\u00ab, antwortete Martha, \u00bbdas hei\u00dft \u2013 also, was ich sagen wollte\u2026\u00ab Sie verstummte. \u00bbKommen Sie\u00ab, sagte Mutter freundlich, \u00bbich merke schon, dass jemand hier gewesen ist. Sie m\u00fcssen mir sofort alles erz\u00e4hlen.\u00ab Martha brach in heftiges Schluchzen aus. \u00bbIch wollt Ihnen ja gleich Bescheid sagen, Madam, dass ich zum Ende des Monats k\u00fcndige. Weil ich n\u00e4mlich einen ehrenwerten jungen Mann gl\u00fccklich machen will. Wildh\u00fcter ist er von Beruf, Madam. Und er hei\u00dft Bill. So wahr, wie ich hier stehe. Es ist, weil Sie so in Hetze hier aufgetaucht sind, und ich hab doch vorher kein Bescheid bekommen, und da hat er gesagt, Martha, mein Schatz, ich kann das nicht mit ansehen, wie du so schuftest, und ich soll dir nicht helfen! Das hat er gesagt. Und deshalb hat er mir beim Fensterputzen geholfen, aber nur von au\u00dfen, Madam, die ganze Zeit, und ich hab drinnen geputzt.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbSind Sie die ganze Zeit mit ihm zusammen gewesen?\u00ab, fragte Mutter. \u00bbEr drau\u00dfen, ich drinnen, so war\u2019s\u00ab, antwortete Martha. \u00bbNur einmal hab ich einen frischen Eimer Wasser und das Ledertuch geholt.\u00ab \u2013 \u00bbDas reicht\u00ab, sagte Mutter, \u00bbich bin nicht entz\u00fcckt dar\u00fcber, Martha, aber Sie haben die Wahrheit gesagt, und das ist die Hauptsache.\u00ab<\/p>\n<div style=\"border: 1px solid #acadae; margin: 5px 5px 5px 0px; width: 210px; float: left; font-size: 11px;\">\n<div style=\"text-align: center; margin: 5px 5px 5px 5px;\"><strong>Der Sandelf<\/strong> &#8211; Von Edith Nesbit<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/\/bilder\/2008\/25\/wissen\/kinderzeit-blog\/sandelf.gif\" alt=\"Der Sandelf\" \/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: Sabine Wilharm<\/span><\/div>\n<div style=\"margin: 5px 5px 5px 20px; width: 210px;\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"200\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"javascript:open_mp3('var_mp3_file=08094\/08094_1220505974-01&amp;var_mp3_artist=Von Edith Nesbit&amp;var_mp3_title=Ende gut, alles gut!&amp;ressort=a_Wissen&amp;sub_ressort=Bildung');\"><strong>Gleich Anh\u00f6ren <\/strong> \u00bb<\/a><\/td>\n<td style=\"padding-bottom: 5px; width: 25px;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/37_Sandelf_dl.zip\"> <strong>Zum Herunterladen<\/strong> \u00bb<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/category\/vorlesegeschichte\"><strong>Alle Folgen im \u00dcberblick<\/strong> \u00bb<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Nachdem Martha gegangen war, dr\u00e4ngten sich die Geschwister um die Mutter. \u00bbAch, liebste Mami\u00ab, rief Anthea, \u00bbBill kann nicht daran schuld gewesen sein, ganz bestimmt nicht! Er ist schrecklich nett, und er ist ehrlich und ehrenwert und treu wie Gold. Lass ihn nicht von der Polizei verhaften, Mami!\u00ab \u2013 \u00bbGibt es hier irgendwo einen Wagen?\u00ab, erkundigte sich Mutter aufgeregt. \u00bbIch muss sofort nach Rochester fahren und der Polizei Bericht erstatten.\u00ab Die Geschwister brachen in Schluchzen aus und sagten: \u00bbDer Bauer hat einen Wagen, aber bitte, fahr nicht! Warte lieber, bis Vati nach Hause kommt.\u00ab Mutter beachtete die Einw\u00e4nde der Geschwister jedoch nicht. \u00bbH\u00f6r mal, Cyril\u00ab, sagte Mutter, \u00bbdu passt hier auf. Bleib im Ankleidezimmer. Die T\u00fcr zum Treppenabsatz ist offen, die andere hab ich abgeschlossen. Lass niemanden in mein Zimmer. Denk daran, au\u00dfer mir und euch wei\u00df niemand, dass sich die Juwelen hier befinden. Nur diese abgefeimten Einbrecher, die sich versteckt haben, wissen es. Robert, du bleibst im Garten und beobachtest die Fenster. So, ich verlasse mich auf euch. Ich glaube nicht, dass sie es vor dem Einbruch der Dunkelheit versuchen werden, ihr seid also sicher. Auf Wiedersehen, Kinder.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbSie ist ein geborener General\u00ab, sagte Cyril, \u00bbaber ich wei\u00df wirklich nicht, was aus uns werden soll. Selbst wenn ihr M\u00e4dchen jetzt loslauft und dieses niedertr\u00e4chtige Psammy auftreibt und dazu bringt, das Geschmeide wieder wegzuzaubern, w\u00fcrde Mutter doch nur daraus schlie\u00dfen, dass wir nicht ordentlich aufgepasst haben, sodass die Einbrecher zur\u00fcckkommen und ihre Beute mitnehmen konnten. Oder die Polizei denkt, dass wir den Schmuck genommen haben. Das ist wirklich das schlimmste Kuddelmuddel, in das wir jemals hineingeschlittert sind. Wahrhaftig!\u00ab<\/p>\n<p>Robert trabte in den Garten. Anthea und Jane fl\u00fcsterten unten im Flur miteinander, und aus der K\u00fcche drang Marthas Stimme. Sie schimpfte ausgiebig und un\u00fcberh\u00f6rbar. \u00bbEs ist wirklich zu schrecklich\u00ab, sagte Anthea. \u00bbUnd ist es denn \u00fcberhaupt sicher, dass alle Schmuckst\u00fccke hier sind? Wenn nicht, dann muss die Polizei doch denken, dass Vater und Mutter das \u00dcbrige genommen haben und dass sie nur einen Teil der Wahrheit zugeben, um den Rest zu verschleiern.\u00ab<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir nur machen?\u00ab, fragte Jane. \u00bbGar nichts, wir k\u00f6nnen h\u00f6chstens das Psammed noch einmal suchen. Es ist heute wieder sehr hei\u00df, vielleicht ist es herausgekrochen, um sich sein Schnurrhaar zu w\u00e4rmen.\u00ab \u2013 \u00bbHeute wird es uns keinen Wunsch mehr geben\u00ab, sagte Jane niedergeschlagen. \u00bbEs wird von Mal zu Mal \u00e4rgerlicher. Ich hab das Gef\u00fchl, es hasst es, dass es W\u00fcnsche erf\u00fcllen muss.\u00ab Anthea hatte den Kopf tr\u00fcbselig hin und her gewiegt. Jetzt richtete sie ihn so pl\u00f6tzlich auf, dass es aussah, als spitze sie die Ohren. \u00bbWas ist denn?\u00ab, erkundigte sich Jane. \u00bbIst dir etwas eingefallen?\u00ab \u2013 \u00bbUnsere einzige Chance!\u00ab, rief Anthea dramatisch. \u00bbDie letzte Hoffnung der Verlorenen! Komm mit!\u00ab Sie liefen in einem stetigen Trab zur Sandkuhle. O Freude, da sa\u00df das Psammed eingekuschelt inmitten eines golden gl\u00e4nzenden Sandloches und putzte sich in der gl\u00fchenden Nachmittagssonne zufrieden den Schnurrbart. Als es die M\u00e4dchen erblickte, wirbelte es herum und begann sich einzuscharren. Es schien seine eigene Gesellschaft ganz offensichtlich der ihren vorzuziehen. Aber Anthea war schneller. Sie packte es sanft, aber energisch bei den pelzigen Schultern und hielt es fest.<\/p>\n<p>\u00bbLass mich gef\u00e4lligst los!\u00ab, fauchte das Psammed. Anthea hielt es jedoch fest. \u00bbLiebes, gutes Psammy\u00ab, sagte sie atemlos. \u00bbAch ja, ich wei\u00df schon\u00ab, sagte es, \u00bbdu willst noch einen Wunsch haben. Aber ich kann es nicht mehr aushalten, den ganzen Tag zu schuften, nur damit die Leute ihre W\u00fcnsche erf\u00fcllt bekommen. Ich muss endlich einmal wieder etwas Zeit f\u00fcr mich selber haben.\u00ab \u2013 \u00bbFindest du es denn so schrecklich, W\u00fcnsche erf\u00fcllen zu m\u00fcssen?\u00ab, erkundigte sich Anthea sanft, wobei ihre Stimme vor Aufregung zitterte.<\/p>\n<p>\u00bbNat\u00fcrlich find ich\u2019s widerlich\u00ab, antwortete es. \u00bbLass mich jetzt los, oder ich bei\u00dfe! Du, das ist mein Ernst!\u00ab Anthea nahm den m\u00f6glichen Biss in Kauf und hielt das Psammed weiter fest. \u00bbLass das Bei\u00dfen sein\u00ab, sagte sie, \u00bbh\u00f6r mir lieber richtig zu. Wenn du nur noch heute tust, was wir wollen, dann w\u00fcnschen wir uns unser ganzes Leben lang nichts mehr von dir.\u00ab Das Psammed war tief ger\u00fchrt. \u00bbIch will euch einen Wunsch nach dem anderen erf\u00fcllen, solange ich es nur aushalte, wenn ihr mich daf\u00fcr vom heutigen Tag an nie, nie wieder um etwas bittet. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie unangenehm es mir ist, mich f\u00fcr die W\u00fcnsche anderer Leute aufblasen zu m\u00fcssen. Und was f\u00fcr eine Angst ich immer habe, dass ich mir einen Muskel dabei zerre! Und dann jeden Morgen aufzuwachen und zu wissen: Heute musst du wieder ran. Du ahnst gar nicht, was das bedeutet, nein, das kannst du wirklich nicht ahnen.\u00ab Vor lauter Selbstmitleid brach ihm die Stimme, und das letzte Wort war nur noch ein Quieker.<\/p>\n<p>Anthea setzte es sachte in den Sand zur\u00fcck. \u00bbJetzt ist alles vorbei\u00ab, sagte sie tr\u00f6stend. \u00bbWir versprechen, dir nach dem heutigen Tage mit keinem Wunsch mehr zu kommen.\u00ab \u2013 \u00bbNa, dann schie\u00df los\u00ab, sagte das Psammed, \u00bbdamit wir es hinter uns bringen.\u00ab \u2013 \u00bbWie viel kannst du noch tun?\u00ab \u2013 \u00bbIch hab keine Ahnung. Ich muss sehen, wie lange ich\u2019s aushalten kann.\u00ab \u2013 \u00bbZuerst w\u00fcnsche ich mir, dass Lady Chittenden zu der \u00dcberzeugung kommt, dass sie ihren Schmuck gar nicht verloren hatte.\u00ab<\/p>\n<p>Das Psammed blies sich auf, fiel wieder zusammen und sagte: \u00bbGeschafft.\u00ab \u2013 \u00bbIch w\u00fcnsche weiterhin\u00ab, fuhr Anthea etwas langsamer fort, \u00bbdass Mutter nicht zur Polizei geht.\u00ab \u2013 \u00bbErledigt\u00ab, sagte das Psammy nach der \u00fcblichen Pause. \u00bbUnd ich w\u00fcnsche\u00ab, sagte pl\u00f6tzlich Jane, \u00bbdass Mutter die ganze Diamantengeschichte vergisst.\u00ab \u2013 \u00bbIn Ordnung\u00ab, hauchte das Psammed mit schwacher Stimme. \u00bbM\u00f6chtest du dich ein bisschen verschnaufen?\u00ab, erkundigte sich Anthea mitf\u00fchlend.<\/p>\n<p>\u00bbAch ja, bitte\u00ab, antwortete das Psammed. \u00bbAber ehe wir fortfahren: W\u00fcrdest du etwas f\u00fcr mich w\u00fcnschen?\u00ab \u2013 \u00bbKannst du dir denn nicht selber W\u00fcnsche erf\u00fcllen?\u00ab \u2013 \u00bbNat\u00fcrlich nicht\u00ab, antwortete es. \u00bbMan hat damals damit gerechnet, dass wir Psammeds uns gegenseitig unsere W\u00fcnsche erf\u00fcllen w\u00fcrden. Viel brauchten wir uns in der guten alten Steinzeit ja auch gar nicht zu w\u00fcnschen. W\u00fcrdest du dir also bitte f\u00fcr mich w\u00fcnschen, dass keiner von euch jemals imstande sein wird, etwas von mir zu erz\u00e4hlen?\u00ab \u2013 \u00bbWarum?\u00ab, fragte Jane.<\/p>\n<p>\u00bbWarum? Kannst du dir das nicht denken? Wenn ihr den Erwachsenen davon erz\u00e4hlt, hab ich mein Lebtag keine Ruhe mehr. Sie w\u00fcrden mich erwischen, und dann w\u00fcrden sie sich nicht nur so einen Unfug wie ihr w\u00fcnschen, sondern richtig ernsthafte Sachen. Und die Wissenschaftler w\u00fcrden es schon so hinkriegen, dass die W\u00fcnsche l\u00e4nger als bis zum Sonnenuntergang dauern, darauf kannst du Gift nehmen. Sie w\u00fcrden sich lauter gef\u00e4hrliche und langweilige Sachen w\u00fcnschen. Und die w\u00fcrden sie auch alle bekommen und behalten, und die ganze Welt w\u00fcrde auf dem Kopf stehen. So w\u00fcnsch doch schon! Schnell!\u00ab<\/p>\n<p>Anthea wiederholte den Wunsch des Psammeds, und es blies sich auf, bis es einen so gewaltigen Umfang wie nie zuvor erreichte. \u00bbUnd jetzt\u00ab, keuchte es, nachdem es wieder in sich zusammengefallen war, \u00bbkann ich noch etwas f\u00fcr dich tun?\u00ab \u2013 \u00bbNur noch eine einzige Sache. Dann, glaube ich, ist alles klar. Ich w\u00fcnsche, dass Martha den Diamantring vergisst und dass Mutter vergisst, dass der Wildh\u00fcter die Fenster geputzt hat.\u00ab \u2013 \u00bbSo\u00ab, sagte das Psammed ersch\u00f6pft, \u00bbjetzt bin ich aber erledigt. Gibt\u2019s noch was?\u00ab \u2013 \u00bbNein, nur vielen Dank f\u00fcr alles, was du f\u00fcr uns getan hast. Und hoffentlich kannst du jetzt gut schlafen. Aber ich hoffe auch, dass wir dich eines Tages wiedersehen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIst das ein Wunsch?\u00ab, hauchte es mit matter Stimme. \u00bbAch, bitte, ja\u00ab, antworteten die Schwestern wie aus einem Munde. Da blies sich das Psammed zum letzten Male in dieser Geschichte auf und sackte j\u00e4hlings wieder zusammen. Es nickte ihnen zu, zwinkerte noch einmal mit den langen Schneckenaugen, scharrte sich ein und verschwand, wobei es bis zum letzten Moment wie wild kratzte, sodass der Sand \u00fcber ihm zusammenrann. \u00bbHoffentlich war das richtig\u00ab, sagte Jane. \u00bbGanz bestimmt\u00ab, antwortete Anthea. \u00bbKomm nach Haus, wir wollen es den Jungen erz\u00e4hlen.\u00ab<\/p>\n<p>Als sie mit ihrem Bericht zu Ende waren, kam Mutter erhitzt wieder angeeilt. Sie erz\u00e4hlte, dass sie nach Rochester gefahren sei, um Schulkleider f\u00fcr die M\u00e4dchen zu kaufen, und dass die Achse gebrochen und dass sie um ein Haar dabei aus dem Wagen gefallen sei. Sie war nicht verletzt worden, aber sie hatte zu Fu\u00df nach Hause gehen m\u00fcssen. \u00bbIch brauche jetzt dringend eine Tasse Tee! Seht mal nach, ob das Wasser schon kocht\u00ab, sagte sie. \u2013 \u00bbSiehst du, es ist in Ordnung\u00ab, fl\u00fcsterte Jane. \u00bbSie hat alles vergessen.\u00ab \u2013 \u00bbUnd Martha auch\u00ab, sagte Anthea, die sich nach dem Tee erkundigt hatte.<\/p>\n<p>Als Martha und die K\u00f6chin beim Tee sa\u00dfen, schaute Bill, der Wildh\u00fcter, herein. Er brachte die Nachricht, dass der Schmuck von Lady Chittenden \u00fcberhaupt nicht verloren gewesen war; Lord Chittenden hatte ihn mitgenommen, damit er neu gefasst und gereinigt w\u00fcrde, und das Kammerm\u00e4dchen, das Bescheid gewusst hatte, war gerade auf Urlaub. So war also auch dies in Ordnung. \u00bbIch m\u00f6chte wirklich wissen, ob wir das Psammed noch einmal sehen\u00ab, sagte Jane nachdenklich, als die Kinder sp\u00e4ter durch den Garten gingen. \u00bbNat\u00fcrlich werden wir das tun\u00ab, sagte Cyril, \u00bbwenn du es dir wirklich gew\u00fcnscht hast.\u00ab \u2013 \u00bbWir haben aber versprochen, dass wir uns nie wieder etwas w\u00fcnschen wollen\u00ab, sagte Anthea. \u00bbDanach habe ich auch gar kein Verlangen mehr!\u00ab, rief Robert aus tiefstem Herzen.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf Kinder haben das Psammed tats\u00e4chlich wiedergesehen, aber nicht mehr in dieser Geschichte. Und es war auch nicht in einer Sandkuhle, sondern an einem ganz anderen Ort. Aber davon will ich jetzt nichts verraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende gut, alles gut! Der Sandelf hat es endg\u00fcltig satt, W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Aber Cyril, Anthea, Robert und Jane brauchen ein letztes Mal seine Hilfe \u2013 anders k\u00f6nnen sie sich nicht aus dem Schlamassel befreien, in das sie sich hineingew\u00fcnscht haben. Zeit f\u00fcr einen Handel\u2026 Illustration: Sabine Friedrichson Es w\u00e4re doch viel sicherer gewesen, wenn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":182,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[986],"tags":[],"class_list":["post-65","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-vorlesegeschichten"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ende gut, alles gut! Der Sandelf hat es endg\u00fcltig satt, W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Aber Cyril, Anthea, Robert und Jane brauchen ein letztes Mal seine Hilfe \u2013 anders k\u00f6nnen sie sich nicht aus dem Schlamassel befreien, in das sie sich hineingew\u00fcnscht haben. Zeit f\u00fcr einen Handel\u2026 Illustration: Sabine Friedrichson Es w\u00e4re doch viel sicherer gewesen, wenn [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"KinderZEIT-Blog\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2008-09-04T05:01:08+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/37\/wissen\/kinderzeit\/p-sandelf\/p-sandelf-artikel-450.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Redaktion KinderZEIT\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65\",\"name\":\"Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\"},\"datePublished\":\"2008-09-04T05:01:08+00:00\",\"dateModified\":\"2008-09-04T05:01:08+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der Sandelf (Folge 13)\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/\",\"name\":\"KinderZEIT-Blog\",\"description\":\"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c\",\"name\":\"Redaktion KinderZEIT\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Redaktion KinderZEIT\"},\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/katrin-hoernlein\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog","og_description":"Ende gut, alles gut! Der Sandelf hat es endg\u00fcltig satt, W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Aber Cyril, Anthea, Robert und Jane brauchen ein letztes Mal seine Hilfe \u2013 anders k\u00f6nnen sie sich nicht aus dem Schlamassel befreien, in das sie sich hineingew\u00fcnscht haben. Zeit f\u00fcr einen Handel\u2026 Illustration: Sabine Friedrichson Es w\u00e4re doch viel sicherer gewesen, wenn [&hellip;]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65","og_site_name":"KinderZEIT-Blog","article_published_time":"2008-09-04T05:01:08+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/37\/wissen\/kinderzeit\/p-sandelf\/p-sandelf-artikel-450.jpg"}],"author":"Redaktion KinderZEIT","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Redaktion KinderZEIT","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65","name":"Der Sandelf (Folge 13) - KinderZEIT-Blog","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website"},"datePublished":"2008-09-04T05:01:08+00:00","dateModified":"2008-09-04T05:01:08+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/04\/der-sandelf-folge-13_65#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der Sandelf (Folge 13)"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/","name":"KinderZEIT-Blog","description":"Politik, Kultur und R\u00e4tsel f\u00fcr junge Leser","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/6e0d5a68bc7cd962fb05619f0ec7869c","name":"Redaktion KinderZEIT","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/01961d03edfd521f933356966a7e7db36c1281b66ec7fb6d1013979dca8baef8?s=96&d=mm&r=g","caption":"Redaktion KinderZEIT"},"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/author\/katrin-hoernlein"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/182"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}