{"id":74,"date":"2008-09-18T07:08:46","date_gmt":"2008-09-18T05:08:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/?p=74"},"modified":"2008-09-18T07:08:46","modified_gmt":"2008-09-18T05:08:46","slug":"vom-krebs-der-mit-dem-meer-spielte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/2008\/09\/18\/vom-krebs-der-mit-dem-meer-spielte_74","title":{"rendered":"Vom Krebs, der mit dem Meer spielte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Als der \u00e4lteste Zauberer die Welt schuf, lehrte er jedes Tier ein Spiel. Nur der Krebs dachte nicht daran, sich an die Regeln zu halten<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Rudyard Kipling<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/39\/wissen\/kinderzeit\/p-krebs\/p-krebs-artikel-450.jpg\" alt=\"Vorlesegeschichte\" \/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: <a href=\"http:\/\/www.erhard-dietl.de\" target=\"_blank\">Erhard Dietl<\/a><\/span><\/p>\n<p>Vor den herrlichen und l\u00e4ngst vergangenen Zeiten, mein allerliebster Liebling, lag die Zeit der ersten Anf\u00e4nge; und das war in den Tagen, in denen der \u00e4lteste Zauberer alles fertig machte. Zuerst machte er die Erde fertig; dann machte er das Meer fertig; und dann sagte er allen Tieren, sie k\u00f6nnten herauskommen und spielen. Und die Tiere sagten: \u00bb\u00c4ltester Zauberer, was sollen wir spielen?\u00ab Und er sagte: \u00bbIch zeige es euch.\u00ab Er nahm sich den Elefanten vor und sagte: \u00bbSpielt, ein Elefant zu sein\u00ab, und alles, was es an Elefanten gab, spielte. Er nahm sich den Biber vor und sagte: \u00bbSpielt, ein Biber zu sein\u00ab, und alles, was es an Bibern gab, spielte. Er nahm sich die Kuh vor und sagte: \u00bbSpielt, eine Kuh zu sein\u00ab, und alles, was es an K\u00fchen gab, spielte. Er nahm sich die Schildkr\u00f6te vor und sagte: \u00bbSpielt, eine Schildkr\u00f6te zu sein\u00ab, und alles, was es an Schildkr\u00f6ten gab, spielte. Nacheinander nahm er sich alle Tiere vor und sagte ihnen, was sie spielen sollten.<!--more--><\/p>\n<p>Aber gegen Abend, wenn alle Welt und alles darin unruhig und m\u00fcde wird, kam der Mensch (mit seiner eigenen kleinen Tochter) und sagte: \u00bbWas ist das f\u00fcr ein Spiel, \u00e4ltester Zauberer?\u00ab Und der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbHa, Sohn von Adam, das ist das Spiel des ersten Anfangs; aber du bist zu weise daf\u00fcr.\u00ab Der Mensch machte eine ehrerbietige Geste und sagte: \u00bbJa, ich bin zu weise f\u00fcr dieses Spiel; aber sieh zu, dass du mir alle Tiere gehorsam machst.\u00ab W\u00e4hrend die beiden miteinander redeten, lief Pau Amma, der Krebs, der als N\u00e4chster drangewesen w\u00e4re, seitw\u00e4rts davon und ins Meer und sagte sich: Ich will allein im tiefen Wasser spielen, und ich will diesem Sohn Adams nie gehorchen. Niemand sah ihn weglaufen au\u00dfer der kleinen Tochter des Menschen. Das Spiel ging weiter, bis alle Tiere ihre Anweisungen bekommen hatten. Da wischte sich der \u00e4lteste Zauberer den Staub von den H\u00e4nden und ging durch die Welt, weil er sehen wollte, wie die Tiere spielten. Er ging nach Norden und traf alles, was es an Elefanten gab. Der Elefant grub die Sto\u00dfz\u00e4hne in saubere Erde und trampelte mit den F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<div style=\"width: 230px; float:left; border: 1px solid #ACADAE; margin: 5px 5px 5px 0px; font-size: 11px;\">\n<div style=\"text-align: center; margin: 5px 5px 5px 5px;\"><strong>Vom Krebs, der mit dem Meer spielte<\/strong> &#8211; Von Rudyard Kipling<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/bilder\/2008\/38\/wissen\/kinderzeit\/kinderzeit-audio.jpg\" alt=\"Kinderzeit Audio\"\/><span style=\"font-size: 10px;\">Illustration: Erhard Dietl<\/span><\/div>\n<div style=\"width: 230px; margin: 5px 5px 5px 20px;\">\n<table width=\"200\" align=\"left\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"javascript:open_mp3('var_mp3_file=080918\/080918_1221717486-01&amp;var_mp3_artist=Von Rudyard Kipling&amp;var_mp3_title=Vom Krebs, der mit dem Meer spielte&amp;ressort=a_Wissen&amp;sub_ressort=Bildung');\"><strong>Gleich Anh&ouml;ren <\/strong> &raquo;<\/a><\/td>\n<td style=\"padding-bottom: 5px; width: 25px;\">\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/39_Vorlesegeschichte_dl.zip\"> <strong>Zum Herunterladen<\/strong> &raquo;<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 5px;\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/kinderzeit\/category\/vorlesegeschichte\"><strong>Alle Vorlesegeschichten<\/strong> &raquo;<\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00bbKun?\u00ab, sagte alles, was es an Elefanten gab, und das sollte hei\u00dfen: \u00bbIst es so recht?\u00ab \u2013 \u00bbPayah kun\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer, und das hie\u00df: \u00bbJa, so ist es recht.\u00ab Und er hauchte auf die gro\u00dfen Felsen und Erdklumpen, die der Elefant hochgeworfen hatte, und sie wurden zu den Bergen des Himalaya. Er ging nach Osten und traf alles, was es an K\u00fchen gab. Die Kuh graste auf der Wiese, die f\u00fcr sie gemacht worden war, und sie schlang die Zunge um einen ganzen Wald auf einmal und schluckte ihn. \u00bbKun?\u00ab, sagte alles, was es an K\u00fchen gab. \u00bbPayah kun\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. Und er hauchte auf den kahlen Fleck, wo sie gegrast hatte, und auf die Stelle, wo sie sich gesetzt hatte, und daraus wurde zum einen die gro\u00dfe Indische W\u00fcste und zum anderen die W\u00fcste Sahara.<\/p>\n<p>Er ging nach Westen und traf alles, was es an Bibern gab. Der Biber baute einen Biberdamm \u00fcber die M\u00fcndungen breiter Fl\u00fcsse, die f\u00fcr ihn gemacht worden waren. \u00bbKun?\u00ab, sagte alles, was es an Bibern gab. \u00bbPayah kun\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. Und er hauchte auf die umgest\u00fcrzten B\u00e4ume und die Seen, und sie wurden zum Sumpfgebiet der Everglades in Florida. Und dann traf der \u00e4lteste Zauberer den Menschen und sagte: \u00bbHa! Sohn von Adam, sind dir alle Tiere gehorsam?\u00ab \u2013 \u00bbJa\u00ab, sagte der Mensch. \u2013 \u00bbGehorcht dir die Erde?\u00ab \u2013 \u00bbJa\u00ab, sagte der Mensch. \u2013 \u00bbGehorcht dir das Meer?\u00ab \u2013 \u00bbNein\u00ab, sagte der Mensch. \u00bbEinmal am Tag und einmal in der Nacht str\u00f6mt das Meer den Fluss hinauf und schwemmt das S\u00fc\u00dfwasser in den Wald hinein, sodass mein Haus nass wird; einmal am Tag und einmal in der Nacht str\u00f6mt es den Fluss hinunter und zieht alles Wasser mit sich, sodass nichts \u00fcbrig bleibt als Schlamm. Hast du ihm dieses Spiel befohlen?\u00ab<\/p>\n<p>Nein\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. \u00bbDas ist ein neues und ein schlechtes Spiel.\u00ab \u2013 \u00bbSchau!\u00ab, sagte der Mensch, und gerade da str\u00f6mte das Meer in die M\u00fcndung des Flusses und dr\u00e4ngte ihn zur\u00fcck, bis er meilenweit die dunklen W\u00e4lder und das Haus des Menschen \u00fcberschwemmte. \u00bbDa stimmt etwas nicht. Mach dein Boot bereit, wir wollen mal sehen, wer mit dem Meer spielt\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. Sie stiegen ins Kanu, die kleine Tochter kam mit, der Mensch hatte seinen Kris dabei \u2013 einen gebogenen Dolch, dessen Klinge sich wellte wie eine Flamme \u2013, und sie fuhren hinaus auf den Fluss. Dann str\u00f6mte das Meer zur\u00fcck, und das Kanu wurde zur Flussm\u00fcndung hinausgezogen, an Selangor, Malakka und Singapur vorbei bis zur Insel Bintang, als hinge es an einer Schnur. Da stand der \u00e4lteste Zauberer auf und rief: \u00bbTiere, V\u00f6gel und Fische, wer von euch spielt mit dem Meer?\u00ab<\/p>\n<p>Da sagten alle Tiere, V\u00f6gel und Fische zusammen: \u00bb\u00c4ltester Zauberer, wir spielen, was du uns beigebracht hast. Aber keiner von uns spielt mit dem Meer.\u00ab Da hob die kleine Tochter ihre Arme mit den h\u00fcbschen Muschelarmb\u00e4ndern und sagte: \u00bbO \u00e4ltester Zauberer! Am allerersten Anfang hat mein Vater mit dir geredet, und die Tiere haben ihre Spiele gelernt, und da ist ein Tier ganz unartig ins Meer gelaufen, bevor du ihm sein Spiel beigebracht hast.\u00ab \u2013 Der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbWie weise doch kleine Kinder sind, die sehen und schweigen! Was war das f\u00fcr ein Tier?\u00ab Die kleine Tochter sagte: \u00bbEs war rund und war flach; und seine Augen standen auf Stielen; es ist seitw\u00e4rts gegangen \u2013 so; und es trug einen starken Panzer auf dem R\u00fccken.\u00ab Der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbJetzt wei\u00df ich, wohin Pau Amma gegangen ist. Gib mir das Paddel!\u00ab Er nahm das Paddel; aber er brauchte es nicht, denn das Wasser str\u00f6mte stetig an allen Inseln vorbei, bis sie an die Stelle kamen, die Pusat Tasek genannt wird \u2013 das Herz des Meeres.<\/p>\n<p>Dort ist die gro\u00dfe H\u00f6hle, die hinunter zum Herz der Welt f\u00fchrt, und in dieser H\u00f6hle w\u00e4chst der Wunderbaum Pauh Janggi, der die magischen Zwillingsn\u00fcsse tr\u00e4gt. Der Zauberer steckte den Arm bis zur Schulter ins tiefe Wasser, und unter den Wurzeln des Wunderbaums ber\u00fchrte er den R\u00fccken von Pau Amma, dem Krebs. Pau Amma sank tiefer unter der Ber\u00fchrung, und das Meer stieg wie Wasser in einem Becken, wenn du die Hand hineinsteckst. \u00bbAh!\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. \u00bbJetzt wei\u00df ich, wer mit dem Meer gespielt hat.\u00ab Und er rief: \u00bbWas machst du, Pau Amma?\u00ab Tief unten antwortete Pau Amma: \u00bbEinmal am Tag und einmal in der Nacht gehe ich aus und suche Nahrung. Einmal am Tag und einmal in der Nacht kehre ich zur\u00fcck. Lass mich in Ruhe.\u00ab<\/p>\n<p>Da sagte der \u00e4lteste Zauberer: \u00bbH\u00f6r zu, Pau Amma. Wenn du aus deiner H\u00f6hle gehst, str\u00f6men die Fluten des Meeres hinunter zu Pusat Tasek, und alle Buchten aller Inseln liegen trocken, und die kleinen Fische sterben. Wenn du zur\u00fcckkommst und in Pusat Tasek sitzt, steigen die Fluten des Meeres, die H\u00e4lfte der kleinen Inseln und das Haus des Menschen werden \u00fcberschwemmt.\u00ab Da lachte Pau Amma in der Tiefe und sagte: \u00bbIch wusste gar nicht, dass ich so wichtig bin. Von nun an gehe ich siebenmal am Tag aus, dann kommt das Wasser nie zur Ruhe.\u00ab Der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbIch kann dich nicht zu dem Spiel zwingen, zu dem du bestimmt bist, Pau Amma, weil du mir am allerersten Anfang entwischt bist; aber wenn du dich nicht f\u00fcrchtest, dann komm herauf, und wir reden dar\u00fcber.\u00ab<\/p>\n<p>Ich f\u00fcrchte mich nicht\u00ab, sagte Pau Amma und stieg im Mondlicht an die Meeresoberfl\u00e4che. Niemand auf der Welt war so gro\u00df wie Pau Amma \u2013 denn er war der K\u00f6nigskrebs aller Krebse. Als er durch die Zweige des Wunderbaums stieg, riss er eine der gro\u00dfen Zwillingsfr\u00fcchte ab \u2013 die magischen doppelkernigen N\u00fcsse, die den Menschen Jugend schenken. Die kleine Tochter sah sie neben dem Kanu auf dem Wasser tanzen, fischte sie heraus und l\u00f6ste mit ihrer kleinen goldenen Schere die weichen Kerne heraus. \u00bbJetzt\u00ab, sagte der Zauberer, \u00bbzeige, dass du wirklich wichtig bist, Pau Amma, und zaubere.\u00ab Pau Amma rollte die Augen und zappelte mit den Beinen, doch er konnte nur das Meer aufw\u00fchlen, weil er zwar ein K\u00f6nigskrebs, aber nichts anderes als ein Krebs war, und der \u00e4lteste Zauberer lachte. \u00bbLetzten Endes bist du doch nicht so wichtig, Pau Amma\u00ab, sagte er. \u00bbLass es mich mal versuchen\u00ab, und er zauberte mit der linken Hand und siehe da, Pau Ammas harter, blaugr\u00fcnschwarzer Panzer fiel ab, wie die Schale von einer Kokosnuss f\u00e4llt, und Pau Amma war ganz weich \u2013 weich wie die kleinen Krebse, die du manchmal am Strand siehst, allerliebster Liebling<\/p>\n<p>Da kannst du sehen, wie wichtig du bist\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. Pau Amma erwiderte: \u00bbIch sch\u00e4me mich. Gib mir meinen harten Panzer wieder, und lass mich zur\u00fcck zu Pusat Tasek, dann komme ich nur noch einmal am Tag und einmal in der Nacht heraus und suche mir etwas zu fressen.\u00ab Der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbNein, Pau Amma, ich gebe dir deinen Panzer nicht wieder, denn dann wirst du gr\u00f6\u00dfer und stolzer werden und dein Versprechen vergessen und wieder mit dem Meer spielen.\u00ab Da sagte Pau Amma: \u00bbWas soll ich machen? Ich bin so gro\u00df, dass ich mich nur in Pusat Tasek verstecken kann. Wenn ich mich anderswo sehen lasse, weich, wie ich jetzt bin, fressen mich die gro\u00dfen und die kleinen Haie. Und wenn ich zu Pusat Tasek gehe, weich, wie ich jetzt bin, dann geschieht mir zwar nichts, aber auf Nahrungssuche kann ich nicht gehen, also muss ich sterben.\u00ab<\/p>\n<p>Dann strampelte er mit den Beinen und klagte und jammerte. \u00bbH\u00f6r zu, Pau Amma\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer. \u00bbIch kann dich nicht zu dem Spiel zwingen, zu dem du bestimmt bist, weil du mir am allerersten Anfang entwischt bist; doch wenn du willst, kann ich jeden Stein und jedes Loch und jedes Algenb\u00fcschel in allen Meeren zu einem so sicheren Versteck f\u00fcr dich und deine Kinder und Kindeskinder machen, wie Pusat Tasek es ist.\u00ab<\/p>\n<p>Da sagte Pau Amma: \u00bbDas ist gut, aber ich will noch nicht. Schau, da ist dieser Mensch, der am allerersten Anfang mit dir geredet hat. H\u00e4tte er nicht deine Aufmerksamkeit beansprucht, h\u00e4tte ich mich nicht gelangweilt und w\u00e4re nicht davongelaufen, und das alles w\u00e4re nie geschehen. Was will er f\u00fcr mich tun?\u00ab Der Mensch sagte: \u00bbWenn du willst, mache ich einen Zauber, damit du und deine Kinder sich im tiefen Wasser so wohl f\u00fchlen wie auf der trockenen Erde \u2013 dann k\u00f6nnt ihr euch auf dem Land und im Meer verstecken.\u00ab<\/p>\n<p>Und Pau Amma sagte: \u00bbIch will noch nicht. Schau, da ist dieses M\u00e4dchen, das mich am allerersten Anfang weglaufen sah. Wenn sie damals etwas gesagt h\u00e4tte, dann h\u00e4tte mich der \u00e4lteste Zauberer zur\u00fcckgerufen, und das alles w\u00e4re nie geschehen. Was will sie f\u00fcr mich tun?\u00ab Die kleine Tochter sagte: \u00bbDas ist eine gute Nuss, die ich da esse. Wenn du willst, mache ich einen Zauber und gebe dir diese Schere, sehr scharf und hart, damit du und deine Kinder den ganzen Tag Kokosn\u00fcsse essen k\u00f6nnt, wenn ihr aus dem Meer an Land kommt. Oder du kannst dir mit der Schere ein eigenes Pusat Tasek graben, wenn kein Stein oder kein Loch in der N\u00e4he ist.\u00ab Und Pau Amma sagte: \u00bbIch will noch nicht, denn diese Gaben w\u00fcrden mir nicht helfen, so weich, wie ich bin. Gib mir meinen Panzer zur\u00fcck, O \u00e4ltester Zauberer, dann spiele ich dein Spiel.\u00ab Der \u00e4lteste Zauberer sagte: \u00bbF\u00fcr elf Monate im Jahr will ich ihn dir zur\u00fcckgeben, Pau Amma; doch im zw\u00f6lften Monat sollst du wieder weich sein, damit du bescheiden bleibst, Pau Amma. Denn ich wei\u00df, wenn du sowohl unter Wasser als auf dem Land laufen kannst, dann wirst du zu frech; und wenn du mit deiner Schere N\u00fcsse knacken und L\u00f6cher graben kannst, dann wirst du zu gierig, Pau Amma.\u00ab<\/p>\n<p>Da \u00fcberlegte Pau Amma ein wenig und sagte: \u00bbJetzt will ich. Ich nehme alle Gaben.\u00ab Da zauberte der \u00e4lteste Zauberer mit der rechten Hand, und siehe da, allerliebster Liebling, Pau Amma wurde kleiner und kleiner, bis er nur ein kleiner gr\u00fcner Krebs war, der neben dem Kanu im Wasser schwamm und mit d\u00fcnnem Stimmchen rief: \u00bbGib mir die Schere!\u00ab Die kleine Tochter nahm ihn in ihre kleine braune Hand und setzte ihn auf den Boden des Kanus und gab ihm die Schere, und er schwenkte sie in seinen kleinen Armen, \u00f6ffnete sie und schloss sie und schnappte damit und sagte: \u00bbIch kann N\u00fcsse essen. Ich kann Panzer knacken. Ich kann L\u00f6cher graben. Ich kann in der trockenen Luft atmen, und ich kann unter jedem Stein ein sicheres Pusat Tasek finden. Ich wusste gar nicht, dass ich so wichtig bin. Kun?\u00ab (Ist es so richtig?)<\/p>\n<p>Payah kun\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer und lachte und gab ihm seinen Segen. Und der kleine Pau Amma krabbelte \u00fcber den Rand des Kanus ins Wasser; und er war so winzig, dass er sich unter dem Schatten eines trockenen Blattes auf dem Land oder einer toten Muschel auf dem Meeresgrund h\u00e4tte verstecken k\u00f6nnen. \u00bbGut gemacht?\u00ab, fragte der \u00e4lteste Zauberer.<\/p>\n<p>\u00bbJa\u00ab, sagte der Mensch. \u00bbAber jetzt m\u00fcssen wir zur\u00fcck, und es ist m\u00fchsam, so weit zu paddeln. Wenn wir gewartet h\u00e4tten, bis Pau Amma aus Pusat Tasek gegangen und wieder zur\u00fcckgekommen w\u00e4re, dann h\u00e4tte uns das Wasser hingetragen.\u00ab \u2013 \u00bbDu bist faul\u00ab, sagte der \u00e4lteste Zauberer, \u00bbund deine Kinder sollen faul sein.\u00ab \u2013 \u00bbWenn ich mein Lebtag faul sein soll\u00ab, sagte der Mensch, \u00bbdann lass das Meer zweimal am Tag bis in alle Ewigkeit f\u00fcr mich arbeiten. Dann brauche ich nicht zu paddeln.\u00ab Und der \u00e4lteste Zauberer lachte und sagte: \u00bbPayah kun.\u00ab (Ja, so ist es recht.)<\/p>\n<p>Seit jenem Tag gibt es Ebbe und Flut. Und Pau Amma? Wenn du an den Strand gehst, kannst du sehen, wie Pau Ammas Kinder sich unter jedem Stein und Grasb\u00fcschel auf dem Sand kleine Pusat Taseks machen; du kannst sehen, wie sie ihre kleinen Scheren schwenken; und in manchen Teilen der Welt leben sie tats\u00e4chlich auf dem trockenen Land und klettern Palmen hinauf und fressen Kokosn\u00fcsse, genau wie die kleine Tochter es versprochen hat. Aber einmal im Jahr m\u00fcssen alle Pau Ammas ihren harten Panzer absch\u00fctteln und weich werden \u2013 damit sie daran denken, was der \u00e4lteste Zauberer tun k\u00f6nnte. Deshalb ist es nicht fair, Pau Ammas Kinder zu t\u00f6ten oder zu jagen, nur weil der alte Pau Amma vor sehr langer Zeit einmal dumm und unh\u00f6flich gewesen ist.<\/p>\n<p><em>Die \u00bbGeschichten f\u00fcr den allerliebsten Liebling\u00ab erscheinen im Herbst in der neuen ZEIT-Edition \u00bbPhantastische Geschichten f\u00fcr junge Leser\u00ab<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der \u00e4lteste Zauberer die Welt schuf, lehrte er jedes Tier ein Spiel. 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