Afghanische Tatsachen

Gestern habe ich gelernt, dass das Binnenland Afghanistan einen Meeresstrand haben muss, heute lehrt mich Afghanistan, dass der Eiffelturm nicht in Paris steht, sondern hier: in Kabul
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Ein Afghane vor dem Eiffelturm in Kabul @Ulrich Ladurner, August 2009
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Noch ein Afghane vor dem Eiffelturm in Kabul @Ulrich Ladurner, August 2009
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Zwei Afghanen vor dem Eiffelturm in Kabul @Ulrich Ladurner, August 2009

 

Afghanischer Meerfang

Es wird uns gelehrt, dass Afghanistan ein Land ohne Zugang zum Meer sei. Ein Blick auf die Landkarte bestätigt das: kein Strand weit und breit.

Als ich heute in Kabul diesen Ladeninschrift sah, kamen mir allerdings Zweifel an unseren geografischen Gewissheiten.

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Fisch aus allen Meeren in Kabul @Ulrich Ladurner, 2009

Angesichts dieser überraschenden Einsicht muss wohl gesamte Afghanistanstrategie überdacht werden. Denn Sie gründet zu einem guten darauf, dass Afghanistan ein Binnenland ist. Darum zum Beispiel sahen sich die USA nach immer heftigen Angriffen auf die Nachschubwege der NATO gewungen sich nach Alternativen umzusehen. Der russische Präsident Medwedjew hat Obama Alternativen angeboten.

All das wäre wohl nicht mehr nötig, wenn das Binnenland Afghanistan nur eine Legende sein sollte.

 

Paschtunen als globale Gefahr

Morgen beginne ich eine Reise nach Afghanistan und Pakistan. Angeblich hängt es vom Verhalten der 37 Millionen Paschtunen in dieser Region ab, ob wir im Westen in Sicherheit leben können oder nicht. Nicht zum ersten Mal entscheidet dieses Volk angeblich über unser Schicksal. Da lässt sich in dem sehr guten Artikel des Mittelostexperten Juan Cole nachlesen

 

Wars das im Iran?

Wars das Iran   ©Ulrich Ladurner

 

Der Aufstand in Iran hält nicht, was sich der Westen von ihm versprach. Doch das Regime in Teheran ist schwer getroffen (Für DIE ZEIT)

 

Dreißig Jahre sind eine lange Lebenszeit für ein System, das es eigentlich in der modernen Welt gar nicht geben dürfte: die Theokratie. Doch die Islamische Republik Iran existiert, immer noch mehr… 

 

Freunde in Teheran   ©Ulrich Ladurner

 

Mein Neues Buch

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Meine neues Buch spielt in einem kleinen Ort namens Solferino. Dort fand vor 150 Jahren eine Schlacht statt, die für die Menschheitsgeschichte von großer Bedeutung ist. Die Schlacht von Solferino führte zur Gründung des Roten Kreuzes. Für das Haus Habsburg markiert Solferino den Beginn eines langen Abstieges, für Italien den Weg zur Einheit und Freiheit. Anlass für das Buch war unter anderem das Tagebuch meines Urgroßvaters, der an der Schlacht als einfacher österreichischer Soldat teilgenommen hat.