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Leaks werden Mainstream

 

Das Wall Street Journal ist also der erste große Fisch, der den Sprung ins kalte Wasser wagt. Heute startete das amerikanische Medienhaus eine eigene Leakingplattform. Safe House tritt zwar im Look and Feel des Wall Street Journal auf, läuft aber auf eigenen, einbruchsicheren Servern. So heißt es zumindest. Denn ob es einbruchsichere Server überhaupt gibt, ist fraglich. Der Grad der Einbruchsicherheit dürfte mittlerweile wohl eher von der Qualifikation des Einbrechers abhängen. Und von seinen finanziellen Möglichkeiten.
Jedenfalls ist SafeHouse das erste Leakingangebot einer großen Zeitung. Zuvor gab es allerdings bereits vielfältige Starts von Leakingstrukturen wie etwa der Transparency Unit von Al Jazeera, den RadioLeaks in Schweden oder thematisch fokussierte Seiten wie GreenLeaks. Wir sind gespannt wann New York Times, Guardian und deutsche Zeitungen nachziehen.

2 Kommentare

  1.   Tangram

    Ich empfehle http://www.ivoireleaks.de

    Wobei ich anmerken muss da da eigentlich nichts drin steht das geheim ist, nur ist eine solche Seite eine der Wenigen Mittel die man hat, gegen eine gelenkte Medienlandschaft an zu arbeiten.
    Wie bei diesem Thema, so ist es auch bei vielen anderen Themen: wenn man sich auf die Suche nach Fakten, Belegen und Hintergründen macht, so kommt man dahinter. Und die Folge: ich lese und nutze die Medien inzwischen anders als vorher. Ich suche in den Artikeln nach seriösen Angaben, und prüfe auf Plausibilität. Ideal ist es immer wieder anhand eigener Quellen (Anruf vor Ort) zu prüfen die Differenzen sind diametral!!!
    Meldungen mit Nachrichtenagentur als Quelle (AFP/IRIN/DPA etc.) sind meist sehr vorsichtig zu genießen.

  2.   Markus Heidmeier

    @tangram: Seite angesehen. Vielen Dank für den Hinweis!

 

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