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Das geteilte Land

 

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Es ist ein bisschen so, als ob nie etwas gewesen wäre: 25 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Spuren der Teilung aus dem Straßenbild nahezu vollständig verschwunden. Auf den ersten Blick ist aus zwei Staaten einer geworden. Wo verlief die Grenze? So genau ist das nicht mehr zu sagen.

Doch die Grenze gibt es noch heute. Ziemlich genau dort, wo sie real existierte, ist Deutschland weiter zweigeteilt. Bis heute, 25 Jahre nach dem Ende der erzwungenen Teilung, gibt es gravierende demographische und ökonomische Ungleichgewichte, dazu unterschiedliche Lebensgewohnheiten.

Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Daten und Zahlen, die – oft unerwartet, manchmal kurios – von Kontrasten erzählen. Gefunden haben wir für unsere Longform-Reportage Das geteilte Land zahlreiche Statistiken, die auf verblüffende Weise verdeutlichen: Die DDR mag Geschichte sein. Ihre Umrisse sind noch heute zu erkennen. Drei Beispiele: Wäschetrockner? Im Westen weit verbreitet, im Osten kaum. Eine Waffe besitzen? Interessiert in Ostdeutschland nur wenige. Das Haushaltseinkommen? Immer noch deutlich niedriger im Osten. Paul Blickle vom ZEIT ONLINE-Infografik-Team erklärt in diesem Video, wie die Visualisierungen entstanden sind.

Wie erleben Sie, ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer, das Zusammenleben in Deutschland? Sehen Sie sich heute noch ausdrücklich als Ostdeutsche(r), als Westdeutsche(r)? Ist das wichtig? Wenn ja, was bedeutet das für das Land insgesamt?

Wir interessieren uns sehr für Ihre Perspektive und freuen uns auf die Debatte in den Kommentaren.

65 Kommentare


  1. […] poście na redakcyjnym blogu odnoszącym się do tego artykułu redaktor Fabian Moor […]


  2. […] border still exists. Nearly exactly where it existed in reality, Germany is still divided in two. Until today, 25 years after the end of the imposed separation, there is an important demographic and…, and there are also very different lifestyle […]


  3. […] un editoriale postato sul blog e relativo all’articolo, l’editorialista Fabian Moor scrive […]

  4.   Katja

    Als Jahrgang ´84 höre ich immer wieder Sprüche an wie: „Was hast du denn zu sagen, du warst doch viel zu jung…“, du weißt doch gar nichts von damals und so weiter.
    In solchen Momenten frage ich mich, ob die Leute von Sozialisierung keine Ahnung haben. Rein Kulturwissenschaftlich gesehen, sagt man, dass sich das kulturelle Gedächtnis alle 70 Jahre wandelt. Meine Umgebung hat sich doch nicht auf einmal geändert – die Lehrer waren zum größten Teil schon zu Ost-Zeiten da und meine Großeltern wurden auch keine anderen Menschen. Mit 14 feierte ich im Jahr 1998 meine Jugendweihe, wie auch 29 andere Mitschüler meiner Klasse.
    Insofern wundern mich die Statistiken nicht.
    Und oft denke ich mir auch, ja, wenn jemand aus den „alten Bundesländern“ kommt, ist es für denjenigen auch leichter zu sagen, dass es da keine Unterschiede mehr gibt. Der- oder diejenige hat nämlich meist auch keine Berührungspunkte mit dem „Osten“.
    Ich möchte nicht, dass man mich hier falsch versteht. Ich bin froh, dass die DRR nicht mehr existiert. Ich bin froh, dass ich meine Meinung frei äußern kann und die Freiheit habe zu reisen und mein Leben selbst in die Hand nehmen zu können. Dennoch denke ich, dass man die Unterschiede nicht wett machen sollte. Man sollte darüber reden können. Dies scheint auch weiterhin nötig zu sein im Hinblick auf vielfältige Klischees ( a la „nur die Wessis zahlen den Soli“). Mich beschleicht manchmal ein Gefühl der Zugehörigkeit der zweiten Klasse. Doch dann bin ich erst recht erschrocken, weil ich mich frage, was das erst für Ausländer bedeutet, die in Deutschland leben. Wie müssen sich die dann erst fühlen…


  5. […] vertellen. Dat snapt ook Die Zeit. Daarom verwijst de krant door naar het dossier Oost-West en een discussiepagina. Data, dossiers en discussie. Dit is journalistiek anno 2014. Want pas echt interessant: waarom […]

  6.   Andrei

    Ich finde den Artikel interessant . Es ist schon wahr das es Unterschiede gibt aber ich finde das der Artikel auch etwas Übertreibt und die Widervereinigung runterspielt . Wir können Stolz drauf sein es überhaupt wider soweit geschafft zu haben und es wird immer besser . Es werden immer Unterschiede dasein und das ist auch gut so denn wir sind ein Föderalistischer und Pluralistischer Staat. Ich finde einige Statistiken allerdings auch relativ dämlich es kommt fast so rüber als würde man Künstlich versuchen etwas hochzuholen das irgendwo schon verarbeitet wurde . Urlaubsland das fande ich sehr unnütz und man sieht bei genaueren hinsehen das es fast dieselben Ziele sind und es ist doch klar das die Ostdeutschen eher östliche und die Westdeutschen eher Westliche Ziele besuchen . Das hatt was mit den Regionen zu tun und mit Regionaltourismus an sich und nichts mit der Widervereinigung. Ich finde es allgemein auch etwas schwachsinnig das man jedes Jahr aufs neue den selben mist hochschaukelt und die anderen entstehenden Spaltungen nicht beachtet oder über sie berichtet . Der Unterschied zwichen Bremen und München ist ein größerer als zwichen Dresden und München und man sollte da vielleicht mal genauer hinschauen und Berichten

  7.   AnneTAnne

    Ich schließe mich den Vorredner an:

    Die graphische Umsetzung ist grauenhaft, weil man die Legenden immer nur bei der jeweils letzten Deutschlandkarte lesen kann. Wer hat sich denn den Mist ausgedacht? Führt vor allem die regionalen Begriffe ad absurdum.
    Und wer wäschetrockner als washing machine übersetzt, gehört mit dem Wörterbuch gehauen.

  8.   Lux

    Traue nie einer Statistik… Zwar nette Idee, aber teilweise wird die Ost-West-Grenze durch die Grafiken künstlich hervorgehoben:

    Denn wenn man die Daten getrennt nach Ost und West erhebt, ergeben sich fast automatisch Unterschiede zwischen Ost und West. Das betrifft zumindest: Reiseziele, Kinder pro Frau, Haushaltsgeräte. Diese Grafiken sind daher nicht besonders aussagekräftig.

  9.   elli

    Man kann es kurz fassen: die wirklich wichtigen Dinge fehlen, z.b. Wie wirkte die Wiedervereinigung der beginnenden Rezession entgegen. (Wirtschaftswachstum 1989/92), welche der alten Bundesländer haben ihr Steueraufkommen durch die Wiedervereinigung seit 1990 positiv verändert, wieviel betrug der Zuwachs an gut ausgebildeten jungen Menschen in den alten Bundesländern und wieviele Mittel wurden dadurch im Bereich der Bildung eingespart etc. das wäre wichtiger um vergleichen zu können, weniger wieviele Ronnys sich bei Facebook angemeldet haben :-)). Außerdem sagt die regionale Verortung der Diskutanten mehr aus als jede Statistik

  10.   Oskar Kepke

    In der Englischen Version dieses Textes wurde in der Infografik bezüglich der Haushaltsgeräte der Wäschetrockner im Rahmen der Übersetzung zur Waschmaschine. Ich gehe zumindest von einem Übersetzungsfehler aus, da eine derart geringe Zahl an Waschmaschinen unglaubwürdig erscheint.

 

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