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Personalessen

 

Jeder, der in der Gastronomie arbeitet, kommt früher oder später mit diesem zugegeben etwas abwertenden Begriff in Berührung.

Die Köche essen normalerweise mittags & abends, je nach Dienst, bei uns um 11 und um 18 Uhr, also jeweils bevor die Gäste kommen.
Es gibt einen Plan, was die Woche über gekocht wird, meistens die Klassiker: Spaghetti Bolognese, Schniposa oder halbe Hähnle.

Hört sich doch ganz gut an, denkt man, aber an manchen Tagen…

Da schmeckt es einfach nicht, das Essen ist nicht richtig heiß oder das Gemüse in der Suppe ist zu hart oder beim „Toast Hawaii“ wird die Ananas vergessen oder es ist Zucker im Salatdressing (der Härtefall)…

Und dann lese ich in dem neuen Kochbuch von Mario Lohninger (Tre Torri, Wiesbaden), dass er auf seinen Wanderjahren bei den Gebrüdern Obauer in Werfen, Salzburgerland gearbeitet hat.

Auszug:
„…bald darauf durfte ich Personalessen kochen, da sieht jeder, ob Du kochen kannst oder nicht.“

Und genau diesen Satz habe ich dann auf ein Schild brennen lassen und in unserer Küche aufgehängt:
personalessen

7 Kommentare


  1. so inhaltlich richtig diese aussage auch ist, ebenso wie auch das schild sehr dekorativ erscheint, aber: „mario lohninger“ in anführungszeichen? also der darsteller von mario lohninger? oder das gegenteil von mario lohninger? wäre das dann eventuell dieser mann: http://graphics8.nytimes.com/images/2006/04/05/dining/04race3.xl.jpg ?

  2.   Martina

    Hallo Chef,
    Ich muß sagen, Sie reden mir aus der Seele….
    Leider ist es bei uns selten der Fall das MIR das Persoessen schmeckt. Manch einer wird wohl sagen,dass ich bin wählerisch. Und vielleicht stimmt das ja auch… Doch ich bin der Meinung das das Personalessen schmecken muß!!!! Ich bin wahrscheinlich noch von dem „Spielweger“ Essen verwöhnt!!!!!
    Ich finde den Spruch richtig gut!!!!!
    Liebe Grüße
    Martina

  3.   D.W.

    Wie Personalessen gut kochen? Ich denke, das läuft nach dem Prinzip:
    „Die sollen nicht satt werden, sondern nur am Leben erhalten werden“
    Smily…
    Liebe Grüße vom Personalessengenießer….Lecker hmmmmmm

  4.   Christian

    „Das Personalessen war lecker.“ Manchmal sind es die kleinen Details am Rande, die eine Berufsentscheidung beeinflussen können. So wie bei Dirk Eggers, Jahrgang 1971, den ein Schulpraktikum in der Küche davon überzeugte, Koch zu werden…“

    Zitat von:
    http://www.effilee.de/wissen/Eggers,%20Dirk.html

  5.   die Tochter

    ich sehne mich doch sehr nach dem Personalessen….liebste montagliche Kartoffelsuppe, fliege doch nach Ravensburg!

  6.   Jörn

    Ich hab‘ mal beim (leider viel zu früh und dramatisch verstorbenen) Rockendorf an einem Personalessen als Gast teilnehmen können: Dieser Rinderschmorbraten ist mir heute noch – nach Jahren! – in lebendiger Erinnerung! Auf Nachfrage unter der Küchenbrigade bekam ich bestätigt, dass dies keineswegs aussergewöhnlich gewesen sei, jedenfalls, wenn der Chef für seine Leute was zubereitet hat.

  7.   Martina

    zur Tochter: Oder die Maultaschensuppe am Mittwoch, oder das Ochsenfleisch am jedem Samstag….!!!

 

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