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Feinschmecker nach Feierabend

 

Gestern Abend zu später Stunde gönnte ich mir noch ein Gläsli Wein und ein paar Rädle von einer Wildsalami, vielleicht auch ein paar Rädle zu viel, aber jeder reagiert ja anders auf Stress!
Auf der Bank lag der „Feinschmecker“, Dezember Ausgabe, und darin blätterte ich ein wenig und sah das hier:

Na Sappradi, das ist doch ein Wort, da bleibt einem ja die Spucke weg! Wenn ich bedenke, dass der Heston hier im Spielweg mit mir den gefüllten Wildschweinkopf gebruzzelt hat, bei so viel Anfragen zu Hause?

Dann werden wir nochmal erwähnt, beim Thema Weinkalkulation. Es handelt sich hier um unseren „Käsewein“, das heißt, wir empfehlen diesen Grauburgunder zu den hausgemachten Käsespezialitäten, versehen mit einem Sonderetikett vom Tomi Ungerer.

13 Kommentare

  1.   6bb6

    Ein Wein – viele Preise …

    9,30 * 3,08 = 20,00
    9,30 * 5,77 = 37,50

    ?

    Ich stell mir das so vor: Der Redakteur vom Feinschmecker hat jedes der 10 0,7l-Fläschchen probiert; kleiner Schluck, gurgeln, ausspucken. OK soweit.

    Den Rest kann man aber doch nicht so verkommen lassen …

    Danach wird gerechnet 😉


  2. Was nichts daran ändert, dass das 5,x-fache schon heftig ist.
    Aber es gibt ja genug Leute …..

  3.   Soeren

    @ Reallast

    Natürlich sind die Preise in der Gastronomie höher als zu Hause. Auch ich habe manchesmal gestaunt. Aber ich habe auch erfahren dass ein Gastronom kalkulieren muss. Es gibt da wohl so eine Faustregel, die besagt: Materialeinsatz + x 4 = Preis. Das lässt sich vielleicht nicht immer durchsetzen, aber könnte eine Richtschnur sein. Wenn der Wirt darüberhinausgeht bleiben ihm die Gäste weg. Wenn er drunterbleibt macht er Pleite. Es ist schon verzwickt. Manchmal muss man mit dem Preis für die Getränke das Essen subventionieren.
    Jeder der sich einen Moment Zeit nimmt, kann sich mal hinsetzen und überlegen was für Kosten in einem Restaurant anfallen. Material, Personal, Versicherungen…, Seife auf den Toiletten.

    Nachdenkliche Grüße
    von Soeren

  4.   Michael

    @Karl-Josef

    Wir kennen aus dem Zeitungsausschnitt den VK des Winzers und Euren VK. Nur aus reiner Neugierde, weil ich absolut kein Gefühl dafür habe, wie in der Praxis ein VK-Preis zustande kommt: Wie ist denn die Kalkulation am konkreten Beispiel?
    Falls dies zu sehr in Interna geht, habe ich dafür durchaus Verständnis.

    Gruß,
    Michael


  5. @ Soeren Ach, Gastronomie kostet mehr als zu Hause?
    Da hab ich kein Problem damit und da ich gern selbst koche weiß auch ich, dass das Arbeit ist und für die Erkenntnis, dass ein Wirt auch von irgendwas leben muss und das Wirtshaus zu unterhalten ist, brauche ich auch nicht so lange überlegen.
    Faktor 5,x zahl ich aber schon aus Prinzip nicht und glaube auch nicht, dass der als Richtschnur durchgeht. Das Beispiel von Herrn Fuchs zeigt ja auch ziemlich klar, dass fast die Hälfte der aufgeführten Wirte mit einem für mich ganz akzeptablen Faktor von 3,x klarkommen.
    Eine saubere Preisbildung ist auch dem Gast gegenüber fair, im Gegensatz zu kakulatorischen Quersubventionen. Warum soll ein Gast mit seinem Weinkonsum die Essensportion subventionieren oder gar das Essen anderer?

  6.   K-J Fuchs

    @Michael,
    es gibt viele Kalkulationsmöglichkeiten, wichtig ist, dass die Gäste kommen und dass am Jahresende etwas übrig bleibt….oder man hat einen Gönner der das nicht so eng sieht….Spaß beiseite, der ganz alte schon in meiner Berufsschule gelehrte Faktor 3 passt eigentlich ganz gut, es sei denn man hat einen Nachtclub,
    guten Rutsch ins neue Jahr
    K-J Fuchs

  7.   walled

    Papier ist geduldig, auch wenn der Feinschmecker darauf gedruckt ist.
    Ein Tag, falls rund um die Uhr geöffnet wäre, hat 24 h x 60 min, also 1440 min durch 3000 Anrufe, mehr als 2 pro min. Wer, bzw. welche Telefonanlage kann die erforderlichen Reservierungsabsagen bewältigen..?
    Der Faktor 3 bei der Kalkulation der Weine in der Gastronomie wird m. Erfahrung nach nur in Betrieben mit eigenem Weinbau unterschritten.
    Wenn dann da auch noch die Küche dazu „passt“, darf man’s getrost weiterempfehlen…

  8.   6bb6

    @Reallast

    Grmpf.

    20,00/9,30-2,15 (215%)
    37,50/9,30=4,03 (403%)

    Das ist Grundschule. Außerdem spricht der Feinschmecker-Schreiberling von einem «Aufschlag». 10% Aufschlag bedeutet Grundpreis * (1 + 10/100).

    20,00-9,30=10,70
    10,70/9,30=1,15

    37,50-9,30=28,20
    28,20/9,30=3,03

    Die Aufschläge liegen also zwischen 115% und 303% und nicht zwischen 308% und 577%. Das ist einfach peinlich.

    Bei 115% kann man in der Gastronomie wirklich nicht meckern. Außerdem bestätigt es mich wieder, lieber Wein als Wasser zu trinken 😉

  9.   Paul

    @6bb6
    Man sprach hier auch von Faktor (also dem x-fachen), nicht nur von Aufschlag in %. (Egal was der Feinschmecker schrieb)
    Der Unterschied zwischen beiden – DAS ist Grundschule.
    Ein Aufschlag von 100% ist Faktor 2, eben 2 X Grundpreis,
    Faktor 3 sind 200% Aufschlag und das X-fache bleibt das X-fache, auch wenn es als Aufschlag egal ob in % oder absolut jeweils „um eins“ hübscher ausschaut.

  10.   6bb6

    @Paul

    Gugsdu bitte Bild oben, liesdu was draufsteht. Danke.

 

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